Radio, Science, Education

Wien

Österreich 1

  • 096. Die Heimatforscher

    Sie stöbern in Archiven, reden mit alten Leuten und gehen oft viele Jahrhunderte in der lokalen Geschichte zurück. Die Heimatforschung ist zur neuen Beschäftigung am Land geworden, Akademien der Volkskulturen bieten Kurse für Hobbyforscher an, wie die oft spannenden geschichtlichen Zusammenhängen gefunden und entschlüsselt werden können. Die jungen Frauen und Männer zeigen in ihren Arbeiten, dass die Beschäftigung mit “Heimat” nicht unbedingt dem rechten politischen Lager zuzuordnen ist.

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  • 095. Sprache in der Migration

    Wenn ein Kind in ein neues Land kommt, ist es am besten, wenn es gleich in die neue Sprachumgebung eintaucht, um die neue Sprache zu erlernen. Diese wohlbekannte Vorstellung wird in den letzten Jahren verstärkt ergänzt durch den Zusatz, dass Kinder ihre Muttersprachen weiter pflegen und entwickeln sollen.

    Sprachwissenschafter betonen die Bedeutung der Muttersprache nicht nur für den Spracherwerb, sondern auch für den Wissenserwerb und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Es ist nämlich nicht so, dass die unterschiedlichen Sprachen in „einzelne Fächer“ im Gehirn eingeordnet werden. Sprache ist vielmehr gehirntechnisch ein umfassendes Gesamtkonzept. Wer als Kind seine Muttersprache aufgibt, würde die neu zu lernende Sprache gleichsam auf dem Nichts aufbauen. Das Ergebnis wäre eine halbfertige Muttersprache, und eine schlecht erlernte Zweitsprache. Und zwei halbe Sprachen ergeben leider keine ganze.

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  • 094. Der Turnlehrer

    Ob Schinder oder sportlicher Begleiter, verständnisvoller Pädagoge oder sogar selbst eher Faulpelz: das Bild seines Sportlehrers ist wohl noch jedem in guter Erinnerung. So wie sich aber das Fach “Turnen” über die Jahre zu “Bewegung und Sport” gewandelt hat, so hat sich auch das Berufsbild des Turnlehrers geändert wie auch die Anforderungen, die an ihn gestellt werden. Neben Sport ist es heute vermehrt die Lust an der Bewegung, die den Schülern nahegebracht werden soll. Ein Berufsportrait. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

  • 093. Elementarteilchen

    Hephy Physiker im Interview. (Institut für Hochenergiephysik)

  • 092. Sinne kleiner Tiere

    Seit Aristoteles werden die Sinne von Lebewesen in die fünf Kategorien Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen eingeteilt. Diese Kategorien müssen jedoch bei der genauen Betrachtung der Sinne von Gliederfüßern wie Insekten oder Spinnen beträchtlich erweitert werden: einige Arten können Magnetfelder wahrnehmen, andere UV- oder Infrarotstrahlen. Neben dem Schalleindruck “Lautstärke” können viele auch die Schallschnelligkeit – die Bewegung der Luftmoleküle – feststellen.

    Aber auch in den althergebrachten Kategorien übertreffen Insekten und Spinnen denMenschen: Bienen können auch in der Nacht Farben sehen, und Spinnen können Vibrationen mit einer Genauigkeit aufnehmen, die selbst erfahrene Zoologen in Staunen versetzt.

    Kontakt:
    Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth
    Universität Wien
    Department für Neurobiologie
    Althanstraße 14
    1090 Wien

  • 091. Prozesse der Veränderung

    Der Verderb von Nahrungsmitteln hat viele Facetten. Man spricht davon nicht nur bei chemischen Zersetzungsvorgängen, Verderb kann schon ein schlechter Geruch sein, oder eine zu starke Trocknung. Verderb ist aber auch der Befall durch Mikroorganismen. Die Pathobiochemie beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die in erkrankten Organismen ablaufen. Diese Wissenschaft kann gut erklären, was chemisch beim Verderb von Lebensmitteln abläuft, und was mit dem Stoffwechsel des Menschen passiert, wenn verdorbene Lebensmittel in den Stoffkreislauf eingreifen. Die Palette der Reaktionen reicht von Unbehagen bis zu lebensbedrohenden Zuständen.

    Österreich 1 Anfang Dezember: Vom Leben der Natur. Der Verderb von Nahrungsmitteln hat viele Facetten. Man spricht davon nicht nur bei chemischen Zersetzungsvorgängen, Verderb kann schon ein schlechter Geruch sein, oder eine zu starke Trocknung. Verderb ist aber auch der Befall durch Mikroorganismen.

    Die Pathobiochemie beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die in erkrankten Organismen ablaufen. Diese Wissenschaft kann gut erklären, was chemisch beim Verderb von Lebensmitteln abläuft, und was mit dem Stoffwechsel des Menschen passiert, wenn verdorbene Lebensmittel in den Stoffkreislauf eingreifen. Die Palette der Reaktionen reicht von Unbehagen bis zu lebensbedrohenden Zuständen.

    Interviewpartner
    Emer. Univ. Prof. Dr. Fritz Pittner
    Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien

    30.11.2009-4.12.2009

  • 090. Geologie des Waldviertels

    Das Waldviertel gehört zu den ältesten geologischen Landschaften Österreichs und birgt Gesteine, die bis zu 1,5 Milliarden Jahre alt sind. Die früheren Gebirge wurden abgetragen, und dadurch blickt man heute gleichsam in den “Bauch” der Erde. Bunte Gesteinsabfolgen zeigen sich. Wenig bekannt ist, dass es im Waldviertel ein Meer gab, mit Weißen Haien und Seekühen. Auch Savannenlandschaft prägte die Gegend, in der Nashörner und Antilopen umherstreiften.

    Österreich 1 im November: Vom Leben der Natur. Das Waldviertel gehört zu den ältesten geologischen Landschaften Österreichs und birgt Gesteine, die bis zu 1,5 Milliarden Jahre alt sind. Die früheren Gebirge wurden abgetragen, und dadurch blickt man heute gleichsam in den “Bauch” der Erde. Bunte Gesteinsabfolgen zeigen sich.

    Wenig bekannt ist, dass es im Waldviertel ein Meer gab, mit Weißen Haien und Seekühen. Auch Savannenlandschaft prägte die Gegend, in der Nashörner und Antilopen umherstreiften.

    Interviewpartner:
    Prof. Dr. Fritz Steininger
    Geologe und Paläontologe
    Obmann der Krahuletz-Gesellschaft, Eggenburg

    9.11.2009-13.11.2009

  • 089. Schulbauten im Wandel der Zeit

    Neue Pädagogik in alten Räumen?: Das theresianische Ideal gut kontrollierbarer Klassenzimmer im Kasernenstil, aufgereiht in langen Gängen, hat mit neuen Ansätzen, Lernen zu gestalten, einen Wandel erfahren. Wurde früher von vorne nach hinten unterrichtet, verlangen zeitgemäßere Formen des Lernens neue äußere Strukturen. Für Pädagogen und Architekten gleichermaßen sind viele bestehende Schulbauten ein Dorn im Auge. Auf dem durch den Ganztagsbetrieb angeleiteten Weg vom monofunktionalen Schulbau zum mehrfach nutzbaren Tageswohnhaus für Kinder gibt es für alle Beteiligten Verbesserungsbedarf. Wenn das Schulhaus nämlich vermehrt von der Lehranstalt zum Lebensort wird, braucht es neue architektonische Ideen und neue Formen der Zusammenarbeit. Oft wird bei neuen Schulen nur an höhere Räume, mehr Glasanteile und geringeren Putzaufwand gedacht. Eine Sendung über den modernen Schulraum, der neben Mitschülern und Lehrern häufig als der “dritter Erzieher” bezeichnet wird. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

  • 088. Flussraumbetreuung

    Die Traun im Salzkammergut ist ein schon lange von Menschen genutzter und geformter Fluss. Jahrhunderte lang wurde Holz als Feuerholz für die Salzgewinnung traunabwärts transportiert. Dazu musste der Fluss geformt werden, um tiefere Fahrrinnen zu erhalten. Die letzten Veränderungen durch den Menschen sind durch den technischen Hochwasserschutz in den 50er und 60er Jahren entstanden. Diese haben zu sehr harten Verbauungen geführt, die nun wieder rückgebaut und renaturniert werden.

  • 087. Wiener Fassaden

    Der Wiener Steinwanderweg. Der Geologe Robert Seemann vom Naturhistorischen Museum in Wien spricht über Bau- und Dekorgesteine der Großstadt.