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Wien

Podcastepisode

  • PHS196 Grüne Fassaden

    Begrünte Fassaden haben Vorteile: Wärmedämmung, Schalldämmung, besseres Klima im Inneren des Hauses.

    Grüne Fassaden haben aber auch Nachteile. Sie sind teurer, und es muss sie zumindest dann und wann, jemand pflegen.

    Im Gespräch erzählt die Bauingenieurin Azra Korjenic von der TU Wien über ihre Forschung an diesen ökologischen Hauswänden.

    Azra Korjenic will die Vor- und Nachteile begrünter Fassaden in Zahlen fassen. Sie betreibt “Bauphysik”.

    Prof. Dr. Dipl.-Ing. Azra Korjenic
    Institut für Hochbau und Technologie
    Forschungsbereich für Bauphysik und Schallschutz
    Technische Universität Wien

    Link zum angepsprochenen Grünaktivhausprojekt in Großschönau: http://www.grünaktivhaus.at/

    Link zur angesprochenen Omegatau-Episode über Tierernährung: http://www.omegataupodcast.net

  • BG005 – Carl von Linné

    Jetzt im September haben wir ein bisschen Zeit für Hintergrund.

    Die westliche Honigbiene trägt den lateinischen Namen Apis mellifera für Gattung und Art. Darunter steht “Linnaeus, 1758”.

    Carl von Linné – der schwedische Naturforscher – hat auch die Honogbiene zuerst wissenschaftlich beschrieben, er hat ihr den lateinischen Namen gegeben.

    Nicht nur Tiere hat er benannt, sondern auch unzählige Pflanzen. Dazu musste er sie zunächst systematisieren. Bei den Pflanzen tat er das durch deren “Sexualorgane”, Staubblätter und Fruchtblätter.

    Linneus, so sein Name in lateinischer Form, war leitender Gärtner des Botanischen Gartens von Uppsala. 1745 legte er eine Blumenuhr an, die mit dem zeitlich unterschiedlichen Aufblühen von Blumen im Laufe des Tages die Uhrzeit anzeigte.

    Wirklich bekannt und berühmt wurde Carl von Linné jedoch durch sein Bemühen, die Arten der Natur zu sortieren und zu katalogisieren. Er entwickelte eine Taxonomie von Tieren und Pflanzen, die mit ihren lateinischen Doppelnamen auch heute noch als „Katalog des Lebens“ von all jenen verwendet wird, die sich praxisbezogen mit Lebewesen beschäftigen.

    Wissenschaftlich entwickeln sich vor dem Hintergrund genetischer Untersuchungsmethoden die Konzepte der Unterscheidung von Arten nun in eine völlig andere Richtung. Künftige Taxonomien aufgrund von DNA-Basensequenzen scheinen jedoch den praxisbezogenen Zweck des Umgangs mit Arten und Artkonzepten nicht zu erfüllen.

    Wir besuchen Linnés Nachfolger in Uppsala, in Schweden, und versuchen die Frage zu beantworten, er die Taxonomie der Natur entwickelt hat, und in welcher Weise sie heute noch notwendig und zeitgemäß ist. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Dimensionen” erstausgestrahlt.

    Danach geht es nach Berlin, ein Gespräch mit Melanie von Orlow vom Naturschutzbund Deutschland. Thema: die Asiatische Hornisse hat es von China über Frankreich her kommend nach Deutschland geschafft. (Link zur Pressemitteilung). Im Gespräch erzählt sie, was das für Bienen und Imker bedeuten könnte. Buchtipp: Melanie von Orlow, Natürlich imkern in Großraumbeuten.

    Korrespondentenbericht: Alexander Würtenberger vom Bienenzuchtverein Hippach-Ramsau-Schwendau im Zillertal. Einen Honiksensorikkurs gibt es dort Anfang Oktober, nähere Infos gibt es hier.

    Happy Listening!

  • LUT025 Die Worte des Moores

    LUT025 Die Worte des Moores

    Tarsdorf ist eine kleine Innviertler Gemeinde in der Nähe eines Moores.

    Die älteren Menschen des Dorfes können sich noch gut an das Torfstechen erinnern, bei dem durch harte Arbeit Brennmaterial für den Winter gewonnen wurde.

    Mit dem Mundartdichter Hans Kumpfmüller, und Verwandten, die selbst noch im Moor gearbeitet haben, machten sich die Volksschüler auf die Suche nach den Worten, die beim Torfstechen verwendet wurden.

    Es entstanden Geschichten, die durch den Komponisten Rupert Huber vertont wurden – ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem alle Beteiligten zusammenhalfen, die Kinder des Ortes mit dessen Geschichte in Verbindung zu bringen.

    Im Anschluss an den Hauptbeitrag gibt es – im Director’s cut – das Gespräch mit dem Komponisten Rupert Huber, der darin mehr erklärt, als nur die kurze Stelle, die im Beitrag vorkommt. Er spricht über sein “dazugehören”, die Brauchtumsschiene am Land und die “Xenophobie des Geistes”.

    Links: Rupert Huber | Hans Kumpfmüller | Volksschule Tarsdof

    Hinweis: Der Hauptbeitrag dieser Episode wurde am 18. August 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt. Link zur Sprechkontakt-Produktion 201

  • BG004 – Die Königin

    bg004Wir beschäftigen uns mit der Bienenkönigin.

    Welche Rolle sie für das Volk hat. Ob sie auch mal selbst wohin fliegt, wie man sie findet, und ob man sie überhaupt finden muss.

    Und wie man sie züchtet.

    Dazu sind wir zu Gast bei “Mr. Bien” in Orth an der Donau.

    Johann Fuchs, so lautet sein richtiger Name, war früher Pilot, und lässt jetzt fliegen. In 200 Völkern.

    Für seine Königinnenzucht ist er in Imker/innen-Kreisen gut bekannt. Er züchtet Carnica Königinnen vom Stamm Sklenar in enger Verbindung mit Anton Schleining, der wiederum mit Gudio Sklenar, dem “Pionier der österreichischen Bienenzucht” und der Belegstelle Hirschgrund in Mistelbach bei Niederösterreich in Verbindung steht.

    Der “Korrespondentenbericht” dieser Ausgabe kommt von Frater Nikolaus aus dem Benediktinerstift St. Paul im Lavanttal (Kärnten).

    Ein Gespräch gemeinsam mit Ingrid Rachbauer, Imkerin in Wien.

    Links:

    1. Mr. Bien, Johann Fuchs – http://www.mr-bien.at
    2. Anton Schleining und die Sklenarbiene – http://www.sklenarbiene.at
    3. Nikolaus Reiter – http://www.stiftsimkerei.at

    Hinweis: Zweiwöchentliche immer aktuelle Infobriefe zur Imkerei gibt es beim Verein zur Förderung für Bienenkunde der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Sie enthalten viele allgemein interessante Informationen, die auch vom jeweiligen Standort unabhängig sind.

  • PHS194 Was ist eine Epidemie?

    Risiko, Ausbreitung, Ansteckung

    Die Ausbreitung einer Epidemie hat ja viel mit Netzwerken zu tun.

    Das soll aber gar nicht Thema dieser Episode sein.

    Vielmehr geht es darum, einfach einmal die Bedeutung des Wortes “Epidemie” zu klären.

    Wir sprechen dabei auch über die Arbeit eines Epidemiologen in Wien.

    Zu Gast bei Dr. Gerald Haidinger, Epidemiologe, Leiter der Abteilung für Epidemiologie des Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien

    Ausschnitte aus diesem Gespräch wurden am 6. August 2014 im ORF Radioprogramm Österreich 1 gesendet – Moment Leben Heute, “Wort der Woche”.

    Buchtipp: Defining Prevention Science, Sloboda, Zili, Petras, Hanno (Eds.), Springer Verlag 2014

  • PHS193 Donau als Grenzfluss

    Die Donau. Limes, Landschaft, Lebenswelten.

    Nach der Milchstraße in der letzten Physikalischen Soiree geht es diesmal um eine bedeutende Wasserstraße – die Donau. Wenig Physik dieses Mal, aber durchaus viel Wissenschaft. Archäologie und Geschichte.

    Landschaftsarchäologie. UNESCO Welterbe. Landschaft an der Donau. Blick in die Vergangenheit, 2000 Jahre zurück. Grenzen des römischen Reiches. Rund ums Mittelmeer. 20 Länder sind das heute. 340m hat Moldawien daran Anteil.

    Die nationalen Limesabschnitte in Österreich, der Slowakei und Ungarn werden seit 2008 gemeinsam für eine Einschreibung zum bereits bestehenden multinationalen UNESCO-Welterbe “Grenzen des Römischen Reiches” vorbereitet.

    Wir sprechen in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree über das Thema Weltkulturerbe, Donau, Römische Grenze.

    Wissenschaftlicher Kontakt: Dr. Sonja Jilek
    Institut für Geschichte, Universität Wien

    Link zur Pressemitteilung, die Anlass für diese Sendung war.

  • BG003 Der Ableger

    Ich habe Ernst I. und Ernst III. im Mostviertel, in NÖ. besucht. Zwei super Burschen mit 24 Völkern. Wir sprechen über Ableger und ihre Bedeutung in der Imkerei – und das Lernen von Großvater und Enkelkind.

    Aus Deutschland und Südtirol berichten die “Bienenkorrespondenten” Victor Hernández, Kasseler Stadthonig-Imkerei und Paul Rinner, Bioimker bei Bozen. Blick ins Forum mit Reinhard Fritsch, dem “Honigmeister” von BeeLux.

    Im dritten Teil erzählt der Botaniker Michael Hohla über die Ausbreitung von Pflanzen an Eisenbahnlinien und Ruderalflächen. Dieser Teil der Bienengespräche wurde im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Vom Leben der Natur” erstausgestrahlt.

  • Über die Bienengespräche

    Über die Bienengespräche

    Wissen über Bienen und Bienenhaltung ist für Anfänger ein spannendes Gebiet. Es ist aber nicht leicht, alle Quellen zu sammeln und zu bewerten, und das alles “just in time”. Das Wissen soll ja in den Jahreslauf der eigenen Bienenvölker eingebettet werden. Hier im Podcast: Bienenhaltung im Gespräch. Einmal pro Monat, so um die Monatsmitte.

    1. Ein Thema – besprochen mit verschiedenen Gästen
    2. Korrespondent:innenbericht – die aktuelle Situation

    Anfänger sollen in diesem Gespräch von Profis und Geübten alle Informationen für eine erfolgreiche Bienenhaltung bekommen. Andererseits sollen etablierte Imkerinnen durch die Wahl der Gesprächspartnerinnen immer auch neue interessante Aspekte einer gut bekannten Sache kennenlernen. Auch die Wissenschaft soll eingebunden sein, und Themen angrenzender Umwelt- und Landwirtschaftsbereiche. Die Sendungen kann man kostenlos herunterladen. Auf das Telefon, auf den Computer. Oder hier im Webbrowser über den Player hören.

    Ich selbst halte Bienen in Wien (max. 10 Völker) seit 2014, bin 1971 in OÖ geboren, arbeite als Radiojournalist, Podcaster, Lehrer für Physik und Mathematik.

    Dieser Podcast ist frei und unabhängig. Das ist gerade bei Bienen, Natur, Umwelt wichtig. Ich rede mit wem auch immer ich Spaß habe zu reden. Das macht Spaß. Die einzigen, die für die Bienengespräche etwas zahlen (dürfen) sind die Hörer:innen selbst, um zum Beispiel Eisenbahnfahrkarten mitzufinanzieren. Bring die Biene auf die Schiene! Wie es geht, steht hier…

    Ideen, Themen, Feedback: lothar@sprechkontakt.at

    Kontakt: Lothar Bodingbauer lothar@sprechkontakt.at Tel +43 699 190 39 196 Theresianumgasse 4/5 A-1040 Wien, Österreich https://www.sprechkontakt.at

    Möchtest du über neue Episoden informiert werden? Hier kannst du den kostenlosen Newsletter der Bienengespräche abonnieren. Häufigkeit: Einmal pro Monat.

    Was sind Podcasts?

    Podcasts sind Radiosendungen im Internet. Es sind meist Gesprächssendungen, die einen Hörerkreis im gesamten deutschsprachigen Raum erreichen. Meist handelt es sich um Spezialthemen, zu denen es keine “offiziellen” Radiosendungen gibt. Entwickelt wurde das Podcasting von Menschen aus der “guten” deutschen Hacker-Szene, die nämlich darauf angewiesen sind, Wissen weiter zu geben. Und hier trifft sich dieses Bestreben mit meinem Wunsch, Wissen über Bienen und die Imkerei einerseits zu erhalten, andererseits auch weiterzugeben. Es ist unglaublich, wie viel Wissen im Landstrich zu jedem Thema vorhanden ist. Jedes der Bienengespräche hat ein Hauptthema und die Korrespondentenberichte vervollständigen ein buntes Mosaik. Es ist einfach spannend, zu hören, was der Imker in der Steiermark erlebt, die Imkerin in Schleswig Holstein. Über die Folgen entsteht einerseits viel Grundlagenwissen, andererseits ein Überblick über die Imkerszene. Ein Spezialradio mit Kapitelmarken. Man hört, wenn man Zeit hat. Beim Autofahren, in der Werkstatt. Man kann direkt zum Gewünschten Kapitel springen, und die Pausetaste drücken, was bei Radio nicht geht. Das Abonnement ist kostenlos. Perfektion ist bei den Gesprächen übrigens kein großes Thema. Fehler werden direkt angesprochen oder können über die Kommentarfunktion auf der Website richtig gestellt werden. Wir senden, was wir interessant finden. Die Bienengespräche erscheinen monatlich. Für Rückmeldungen und Ideen sind wir dankbar.

    Auf der #Unsubscribe, dem Podcastertreffen in Wien, habe ich das Konzept der Bienengespräche und die Erfahrungen daraus am 4. Juni 2016 vorgestellt. Hier ist ein Mitschnitt:

     

  • PHS192 Dunkle Materie

    Es ist schon wieder was passiert.

    Irgendwie passt die Idee mit der Dunklen Materie nicht ganz so gut zusammen mit, dem, was man rundherum sieht, und mit dem, was man aufgrund von Simulationen vermutet.

    In einem gemeinsamen Projekt untersuchen Gerhard Hensler vom Institut für Astronomie und Pavel Kroupa (Universität Bonn) sogenannte Gezeiten-Zwerggalaxien. Die sind in jenen großen Materieauswürfen (Gezeitenarmen) zu finden, die beim Verschmelzen zweier Galaxien entstehen. Doch jeder Schritt in Richtung besseres Verständnis der Gezeitenzwerge bedeutet für die beiden Sternforscher, sich mehr und mehr von einer Theorie zu entfernen, die in der Astronomie fast schon ein Dogma ist: In ihrer aktuellen Publikation stellen sie die Existenz der Dunklen Materie in Frage.

    Link zur Pressemitteilung, dem Anlass für dieses Gespräch über Galaxien, Galaxiengruppen, Galaxienhaufen, Simulationen und die Idee mit Dunkler Materie. Es geht dabei echt zur Sache. Aber immer verständlich.

    Gesprächspartner: Gerhard Hensler, Institut für Astrophysik der Universität Wien.

    Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde am 4. Jänner 2015 im ORF Österreich 1 Campus Radio ausgestrahlt – Die Physikalische Soiree, 20:30 Uhr – 21:00 Uhr.

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  • LUT023 Deutsch als Zweitsprache

    Sprachen zählen. Ist das sinnvoll?

    Deutsch als Zweitsprache legt eine Reihenfolge fest. Oft ist damit eine Wertung verbunden.

    İnci Dirim ist Professorin am Institut für Germanistik der Universität Wien. Sie spricht Deutsch und Türkisch – ohne Reihenfolge.

    Sie würde sich selbst als Migrationspädagogin beschreiben. Das Gebiet, in dem sie arbeitet, ist so spannend und vielfältig, wie die Sprache jener Menschen, mit denen sie sich beschäftigt.

    Im Gespräch stellt İnci Dirim das Thema “Deutsch als Zweitsprache” vor. Sprachliche Bildung und Sprachförderung stehen im Mittelpunkt. Das braucht zuerst die Diagnose.

    Muttersprachlicher Unterricht, Zweitsprachenförderung und interkulturelle Bildung – das sind die drei Säulen der Migrationspädagogik. Ziel ist, Ungleichstellungen zu verringern.

    Im Gespräch entsteht ein Einblick in die Sprachlandschaft rund um das “Deutsch an Schulen”. Diese Landschaft ist immer auch eine politische Landschaft.

    Wissen, aber auch Nichtwissen. Ein Recht auf Nichtverstandenwerden. Und “Kultur” ist auch nicht Erklärung für alles.

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