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Wien

244. Der Staub der Kometen

Die Astrophysiker Wolfgang Baumjohann, Günter Kargl und Mark Bentley vom Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften berichten über die Rosetta-Mission.

Aufnahmen: 1. Dezember 2016

Teil 1: Botschafter vom Rande des Sonnensystems. Link: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio244_komet_1.mp3

Teil 2: Rendezvous im All. Link: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio244komet_2.mp3

Teil 3: Die Landung auf der Kometenoberfläche. Link: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio244_komet_3.mp3

Teil 4: Mikroskopisch kleine Teilchen. Link: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio244_komet_4.mp3

Teil 5: Eine aufschlussreiche Mission. Link: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio244_komet_5.mp3

Kometen sind kleine Himmelskörper, die in unserem Sonnensystem als “schmutzige Schneebälle” auf Bahnen kreisen, die sie immer wieder auch in die Nähe der inneren Planeten führen. Ursprünglich stammen sie aus Gesteinswolken, die sich außerhalb der Neptunbahn am Rande des Sonnensystems befinden. Durch gravitative Wechselwirkungen mit den Planeten können sie aus diesen Gesteinswolken in Richtung Sonne gelenkt werden.

Für Weltraumphysiker sind Kometen wertvolle Botschafter einer längst vergangenen Zeit. Wenn es ihnen gelingt, ihren Aufbau zu verstehen, können sie die Zusammenhänge verstehen, die zur Entstehung des Sonnensystems geführt haben. Die Analyse des Kometenschweifes führte im vorigen Jahrhundert zur Entdeckung des Sonnenwindes, einem Strom geladener Teilchen, die von der Sonne in den Weltraum ausgestrahlt werden. Nicht zuletzt gibt die Untersuchung chemischer Verbindungen auf Kometen wertvolle Rückschlüsse auch auf die Entstehung des Lebens auf der Erde.

2004 startete die europäische Weltraumorganisation ESA eine Mission, die den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko am 6. August 2014 erreichte, seine Bahn begleitete und ein Landemodul an der Oberfläche absetzte. Die Wissenschaftler vom Grazer Institut für Weltraumforschung waren für einzelne Instrumente der Raumsonde verantwortlich. Sie werten heute die Daten der Mission aus, die am 30. September 2016 endete.

Service

INTERVIEWPARTNER:

Prof. Wolfgang Baumjohann
Dr. Günter Kargl 
Dr. Mark Bentley
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Institut für Weltraumforschung
Schmiedlstraße 6
A-8042 Graz
IWF Graz

Foto: Comet 67P/Churyumov-Gerasimenko by Rosetta’s OSIRIS narrow-angle camera on 3 August 2014 from a distance of 285 km. The image resolution is 5.3 metres/pixel. Credit: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA. More images of comet 67P/Churyumov-Gerasimenko can be found in the ’67P – by Rosetta’ collection.

Link: https://sci.esa.int/web/rosetta