In Österreich schreiben Schüler:innen während der letzten eineinhalb Schuljahre eine wissenschaftliche Arbeit. Ganz zu Beginn finden sie ihr Thema und machen einen Vorschlag, wie genau sie es bearbeiten werden. Das Ganze braucht ein hohes Maß an Kommonikationskompetenz zwischen ihnen, ihren Eltern, den betreuenden Lehrer:innen, der Direktion und sogar über die Schule hinaus in Richtung Unterrichtsministerium. In meiner derzeitigen Arbeit habe ich mir mit der Direktion die Vorschläge für die Arbeiten näher angeschaut: sie werden “Erwartungshorizonte” genannt und sind nicht nur ein Spiegel der Schullaufbahnn zuvor. Hier sind meine Eindrücke.
(more…)Wissenschaft
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Mitarbeit am Schiff nach Norwegen und in die Antarktis

Man kann viel Geld ausgeben, um die Welt als Gast auf einem Schiff zu sehen. Fjorde im Norden, Eisberge und Pinguine im Süden. Man kann aber auch als Mitglied der Crew mitfahren und Geld dabei verdienen. Weil Möglichkeiten fehlen, es auszugeben, bleibt davon auch viel. Vor allem aber bleiben Erinnerungen. Eine Vielzahl neuer Erfahrungen und das Arbeiten im Team machen die Reisen zu einem intensiven Erlebnis. Was das für mich im Herbst und Winter 2022 bedeutet hat, habe ich hier zusammengefasst.
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Neuer Podcast: Wald wirkt Wunder
In diesem Podcast versuchen wir, die Domänen “Werbung” und “Journalismus” anzunähern und auch “Wissenschaft” dazu zu kriegen. Das Ganze am Thema Wald. Themenmäßig elegant und ungebunden: Bäume, Schlaf, Duft, und Sterne. Geschichten und schon bald: “der Boden”. Erscheinungsform: monatlich, drei Personen machen, zwei denken noch im Hintergrund mit, und in Summe ist die Produktion auch eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Hörgewohnheiten. Macht Spaß.
Link zu allen Episoden hier auf Sprechkontakt
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“Wir alle sind Armin Wolf” – Trilologie
Workshop anlässlich der “Medientage Strobl 2019”, die Fachtagung für “Freie Medien und Bildungsarbeit”, Link zur Website.
Gerade in der Bim gehört: "Ey kennst du diesen Reporter @ArminWolf, er ist übelste Legende, Alter! Echt voll krass."
— Lukas Sinabell (@Curlenius) May 20, 2019
Als “4. Macht im Staat” bezeichnet wird Journalimus bezeichnet, und wenn es jemandem nicht daran gelegen ist, dass diese Macht existiert, wird er angegriffen. Oder seine besten Vertreter:innen. Als Anchorman der ZIB2 steht Armin Wolf und insgesamt der gesamte öffentlich-rechtliche Journalismus immer wieder ganz vorne. Lassen wir nicht ihm und dem öffentliche-rechtlichen Rundfunk die heißen Kartoffeln aus dem Rohr holen, “wir alle sind Armin Wolf”. Als Akteure – als Journalist:innen – aber auch als Medienkonsument:innen.
Wir-alle-sind-Armin-Wolf: Trilogie / Diskussion / Manifest
(Lothar Bodingbauer)Kritischer Journalismus macht Populisten keine Freude. Eigentlich ist das doppelt gemoppelt. Man könnte auch nur “Journalismus” dazu sagen. Journalismus ist kritisch. Wenn Armin Wolf als ZIB2-Anchorman ganz vorne an den glühenden Kohlen arbeitet und dabei angegriffen wird, dann passiert das stellvertretend ihm, wir schauen zu. Aber Armin Wolf, das sind wir alle.
- Bestandsaufnahme. Was ist Journalismus. Ganz genau? Wie funktioniert Meinungsbildung beim Publikum. Geht es um Glauben? Um Wahrheit? Welche Interessensgruppen gibt es, und warum sind wir wirklich alle Armin Wolf?
- Komplexität statt einfache Antworten. Was bedeutet kritisch denken ganz genau? Wer hat Vorteile? Wer hat die Nachteile?
- Glauben versus Wissen. Die “Marke Wissenschaft” löst aus dem Gesamtkomplex “Universum” jene Elemente, die messbar, wiederholbar, vorhersagbar und widerspruchsfrei sind. Was ist der Rest, und wie sollen wir damit umgehen? Es ist nicht die Suche nach der Wahrheit, sondern die Suche nach der besten Geschichte, die Wissenschaft stark macht. Ihre Stärke ist, vom “warum” zum “wie” zu kommen. Warum und wie? Das schauen wir uns an.
Als Endprodukt der Trilogie entsteht pro Teilnehmer:in ein Manifest (LINK), wie sie mit Journalismus, Komplexität, Glauben und Wissen umgehen möchten. Das nageln sie dann an eine Tür.
- Mit wem reden? Ausgrenzen? Oder nicht? – Jan Böhmermann.
- Umgang mit Komplexität.
- Der andere Standpunkt.Meinung abgeben – Meinung machen.
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Fakt oder Meinung?
Sehr viele Konsumenten verlangen, dass Medien Fakten & Meinung klarer trennen.
Aber nur 1/4 der Amerikaner kann 5 simple Fakten von Meinungen unterscheiden. Ziemlich ernüchternde Studie: https://t.co/OTGANB9v6u— Armin Wolf (@ArminWolf) June 19, 2018
Ich habe mir das näher angeschaut. Fakt oder Meinung?
Vielen Menschen fällt es schwer, Fakten von Meinung zu unterscheiden. Das ist aber wichtig. Besonders in Zeitung, Radio und Fernsehen sollten Fakten und Meinungen nicht vermischt werden. Wo ist da der Unterschied?
Fakt: Eine Tatsache. Etwas Messbares. Eine Beschreibung von einem Zustand. Eine Beschreibung von einem Prozess. Der Übermittelnde halt es für wahr. Es gibt eine objektive Begründung. Es kann überprüft/demonstriert/gezeigt werden. Ein Faktum ist also etwas Allgemeines. Oft erkennbar durch hat/ist/sind/können in der Einleitung, oder der Phrase “es ist bekannt, dass…”, allerdings nicht jede dieser Einleitung bringt dann ein Fakt. Wenn es als Fakt erkannt wird, meinen Menschen oft, dass das Fakt damit auch genau (richtig) ist. Wenn fälschlicherweise als Meinung bezeichnet, dann stimmen diese Menschen üblicherweise dieser Meinung nicht zu (s. Link). Englisch: factual statement.
Beispiel:
- Die Banane ist gelb. Sie hat braune Punkte.
- Viele Lokale sind rauchfrei.
- Katzen können auf Bäume klettern.
Meinung: Eine Bewertung. Eine Einschätzung. Eine Interpretation. Eine Beschreibung von einem Gefühl. Eine Beschreibung von einer Stimmung. Der Übermittelnde halt sie für wahr. Die Begründung dazu ist aber nicht objektiv. Eine Meinung ist also etwas Persönliches. Oft erkennbar durch: sollen/müssen/dürfen in der Einleitung, oder Eigenschaftswörter (groß/bester/vernachlässigbar/immer), oder der Phrase “Meiner Meinung nach…”. Wenn sie als Meinung erkannt wird, wissen Menschen im allgemeinen, dass sie zustimmen können, aber nicht müssen (s. Link). Selbst Expertenmeinungen sind keine Fakten. Englisch: belief, opinion statement (Stellungnahme).
Beispiele:
- Die Banane schmeckt ausgezeichnet. Sie ist reif.
- Es sollte ein Rauchverbot in Lokalen geben.
- Katzen müssen auf Bäume klettern.
Ist der Folgende Absatz Fakt oder Meinung?
Bevor man eine Meinung hat, braucht man idealerweise Fakten. Man sollte sich also erst ein Bildung von der Situation machen, bevor man eine Meinung dazu formuliert. Eine Meinung kann sich aber durchaus nur auf andere Meinungen stützen. Dann ist es halt keine eigene Meinung.
Weiterführender Link: http://www.journalism.org/2018/06/18/distinguishing-between-factual-and-opinion-statements-in-the-news/
https://twitter.com/LoBodingbauer/status/1008972857685274624
Dazu zwei Interviews von CBC Radio One (As it Happens), in denen jeweils der andere Standpunkt eingenommen wird. Zwei 8 min. Interviews für jede Journalismusschulung. Link zur Zusammenstellung.
Weiterführende Fragen:
- Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Formulieren getrennt werden? Die Senderseite.
- Wer hat Interesse daran, dass Fakten von Meinungen beim Hören und Verstehen getrennt werden? Die Empfängerseite.
- Was bedeutet Glaubwürdigkeit?
- Was bedeutet “hinterfragen” bzw. “kritisch denken”?
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BG032 Molekulare Ökologie und Bienen
Der Krüppelflügelvirus wird durch die Varroa Milbe übertragen. Wie Forschung auf molekularer Ebene mit Bienen funktioniert, besprechen wir in dieser Ausgabe mit Robert Paxton und Silvio Erler vom Institut für Molekulare Ökologie der Universität Halle.Link: Institut für Molekulare Ökologie der Martin-LutherUniversität Halle-Wittenberg
Die Wissenschaftler des Instituts für Molekulare Ökologie arbeiten mit Robert Albrecht zusammen, er hat uns auch alle zusammengebracht. Robert ist Stadtimker von Leipzig und erzählt uns im Gespräch auch über seine Erfahrungen mit “Refubees”. Link: Stadtimkerei auf Facebook
Korrespondent: Ingolf Hofmann, er hat die Monatsanweisungen 2017 im Österreichischen “Bienen Aktuell” geschrieben und ist Imker im Südost-Burgenland. Link: Garten Hofmann
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PHS225 Entwicklungsbiologie und Körperachsen
Der Entwicklungsbiologe Ulrich Technau vom Department für Molekulare Evolution und Entwicklung spricht über die Ergebnisse der Forschung mit Seeanemonen und gibt einen Einblick in Arbeitsweisen und Überlegungen der Entwicklungsbiologie auf molekularer Ebene vor dem Hintergrund der Evolution.Link: “Organisation der Körperachsen”, Pressemitteilung der Uni Wien
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BG026 Ätherische Öle und Insekten
Katharina Müllner forscht an ätherischen Ölen und deren Auswirkungen auf Insekten. Darüber sprechen wir. Ihre Zugänge, ihre Ideen, ihre Überzeugungen. Ihre Bitte um Zusammenarbeit mit Imker/innen. Danke, Katharina.
Wer Ideen hat, kann gerne mit Katharina Kontakt aufnehmen: katharina.muellner@gmail.com
Link: https://www.katharinamuellner.at/
Der Korrespondentenbericht kommt von Rolf Frei. Er ist Schwarmbeauftragter und Berater beim Bienenzuchtverein Winterthur. Wir sprechen über alles, was sich bei seinem und bei unserem Stand gerade tut. Viele Fragen werden auch beantwortet. Danke, Rolf.
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BG023 Gärung
Clemens Peterbauer ist Lebensmitteltechnologe, von seiner Ausbildung her Mikrobiologe.Er erzählt über die verschiedenen Arten der Gärung.
Nachdem viele Imker auch Honigwein produzieren, ist das eine gute wissenschaftliche Hintergrundinformation, von Clemens anschaulich erzählt.
Link: Clemens Peterbauer, Universität für Bodenkultur, Wien
Im Korrespondentenbericht erzähle ich diesmal selbst von einem Volk – mit ohne Königin?
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PHS221 Radioedition: Spurensuche im Blut. Was das Blutbild verrät (50 min)
Was das Blutbild verrät.Wir haben uns hier die letzten 9 Episoden mit unterschiedlichen Sichtweisen über ein und die selbe Sache beschäftigt: mit dem Blut.
Hier ist die Radioedition davon. 50 Minuten. Eine Spurensuche über das Blut. Ausschnitte aus allen Gesprächen, und noch ein bisschen mehr.
Ein Projekt, das in Zusammenspiel von Podcast und Radio entstanden ist. Hier ist der Abschluss. Viel Spaß beim Zuhören.
Diese Sendung wurde in 4 Teilen zwischen 14. und 17. März 2016 im ORF Radioprogramm Österreich 1 (Radiokolleg) ausgestrahlt. Sprecher: Michael Köppel und Jörg Duit, Redaktion: Ina Zwerger.
Ein Gespräch zur Planung dieser Reihe findet ihr in Lob und Tadel Nummer 49: Geschichten im Radio erzählen.
