Mit dem Botaniker Michael Hohla geht’s zu fünf Bächen in Oberösterreich: in Schärding, Lohnsburg, Pischlsdorf, Mining und Obernberg. Die daraus entstandenen Radiobeiträge werden von 12. bis 16. September 2016 unter dem Titel “Bachvariationen” im ORF Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1 ab 12.09.2016 08:55 Uhr)
Teil 1: Filename: radio239_bach_1 Der naturbelassene Bach am Rande der Stadt
Teil 2: Filename: radio239_bach_2 Der schattige Quellbach inmitten des Waldes
Teil 3: Filename: radio239_bach_3 Der mäandrierende Wiesenbach in bäuerlicher Kulturlandschaft
Teil 4: Filename: radio239_bach_4 Zerstörung durch intensiv genutzte Felder
Teil 5: Filename: radio239_bach_5 Eine gelungene Synthese
Pressetext
Bäche sind Fließgewässer, die uns Menschen besonders gut zugänglich sind. Während man als Kind meist am Bach bald alleine oder mit anderen spielen durfte, musste man sich vor Flüssen fern halten. Zugänglich wurden Steine, Wasserpflanzen, Tiere, die Strömung, Tiefen und Lacken. Der “Lebensraum Bach” bezieht immer auch Menschen mit ein.
Heute müssen viele Bäche die Zuflüsse aus Siedlungen und landschaftlich genutzten Räumen verkraften. Hat sich einerseits die Wasserqualität in den letzten Jahrzehnten durch den Bau von Kläranlagen in den Gemeinden und durch strenge Auflagen für die Industrie entlang der Gewässer stark gebessert, ist die Zufuhr von Nährstoffen und belastenden Chemikalien aus landwirtschaftlich genutzten Flächen durchaus ein Problem. Umgekehrt können bei Hochwasser Bäche auch zum Problem für die Nutzer der umliegenden Landschaft werden.
Viele Pflanzen sind an magere – nährstoffarme – Umstände angepasst. Stehen durch Kunstdünger und Gülle Nährstoffe im Überfluss zur Verfügung, können sich einige Arten ausbreiten, viele weitere verschwinden.
Für Wissenschaftler sind Bäche ein weites Untersuchungsgebiet. Botaniker etwa beschäftigen sich dabei einerseits mit Wasserpflanzen, andererseits mit den Pflanzen entlang der Gewässer und der Dynamik, die zum Beispiel Hochwasser in das System einbringen.
Der Botaniker Michael Hohla hat den Zustand der Bäche im Innviertel untersucht. Er führt uns zu Bächen im Innviertel, die fünf verschiedene Typen von Bächen als Zubringer zum unteren Inn darstellen.
INTERVIEWPARTNER:
Prof. Michael Hohla
A- 4982 Obernberg
Ameisen leben in unseren Breiten im Boden. Unter umgedrehten Steinen sind sie zu finden. Eine Ameisenkolonie besteht aus Arbeiterinnen, Männchen und Königin. Die Kolonie lebt nicht nur unter einem Stein, sondern in einem Netzwerk über mehrere Quadratmeter hinweg. Brut und Nahrung wird in Gängen transportiert, von und zu den Brutkammern, in denen die Königinnen leben. Die Brut wird von dort zu den warmen Steinen nach oben getragen, und wenn es zu kalt wird, nach unten.
Die Verwandtschaftsverhältnisse bestimmen feindliches oder freundliches Verhalten bei Begegnungen. Das ist mit Vaterschafts- oder Verhaltenstest im Labor bestimmbar. Superkolonien mit verwandten Ameisen können sich über viele, viele Quadratkilometer hinziehen.
Ameisen sind “eusozial”, so genannte “wirkliche” soziale Lebewesen, so wie auch Bienen und Wespen. In einer Kolonie herrscht Arbeitsteilung und es gibt überlappende Generationen. Die eierlegende Königin hat viele Töchter, die über mehrere Jahre hinweg geboren werden. Eine Königin kann bei manchen Arten – im Labor – bis 30 Jahre alt werden.
Ameisen sind ökologisch extrem bedeutend. Sie wälzen den Boden durch, tragen Nahrung ein, sind als Totengräber aktiv, sie transportieren Pollen und Samen und sind daher auch wichtig für die Bestäubung von Pflanzen.
Die Kommunikation in und zwischen den Kolonien passiert durch Duftstoffe, die über “Antennen” am Kopf der Ameisen wahrgenommen werden. Weltweit gibt es 23.000 Arten, in Europa 170 und in Österreich rund 130 Arten. Ihre Lebensweisen sind vielfältig und oft sehr verschieden.
Der Entwicklungsbiologe Ulrich Technau vom Department für Molekulare Evolution und Entwicklung spricht über die Ergebnisse der Forschung mit Seeanemonen und gibt einen Einblick in Arbeitsweisen und Überlegungen der Entwicklungsbiologie auf molekularer Ebene vor dem Hintergrund der Evolution.
Link: “Organisation der Körperachsen”, Pressemitteilung der Uni Wien
28 Fledermausarten gibt es in Österreich. Sie ernähren sich von Insekten – nicht von Blut, wie einige Arten, die es jedoch nur in Südamerika gibt. Fledermäuse sind Säugetiere, ihre “Hände” sind zu Flügeln umgebaut, mit verlängerten “Fingern” und einer Flughaut dazwischen.
Die Tiere fliegen lautlos durch die Dämmerung und Nacht und orientieren sich dabei mit Ultraschall. Der Schall trifft auf das Objekt – Baum oder Insekt – anhand der Reflexionen können sich die Fledermäuse dann ein Bild machen.
Warum sie in der Nacht fliegen? Einerseits ist die Beute attraktiv, es gibt hier wenig Konkurrenz, andererseits bietet die Dunkelheit besseren Schutz vor Raubvögeln.
Die Fledermaus-Rufe kann man mit einem Detektor vom Ultraschall in den hörbaren Bereich transformieren. Dann kann man die stillen Jäger des Himmels auch durch charakteristische Plip-Plops nicht nur als dunkle, flinke Silhouetten sehen, sondern ganz ausgezeichnet hören.
Interviewpartner:
Ulrich Hüttmeir, BSc
Koordinationsstelle für Fledermausschutz
und -forschung in Österreich (KFFÖ)
Länderkoordinator Wien Fledermausschutz KFFÖ auf Facebook
Teil 1: Filename: radio236_fledermaus_1 Meister des Blindflugs
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Teil 2: Filename: radio236_fledermaus_2 Rufe auf hohen Frequenzen
Filename: radio236_fledermaus_2
Teil 3: Filename: radio236_fledermaus_3 Leben in sozialer Gesellschaft
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Teil 4: Filename: radio236_fledermaus_4 Gemeinsame Aufzucht der Jungen
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Teil 5: Filename: radio236_fledermaus_5 Zählungen zum Schutz der Tiere
Katharina Müllner forscht an ätherischen Ölen und deren Auswirkungen auf Insekten. Darüber sprechen wir. Ihre Zugänge, ihre Ideen, ihre Überzeugungen. Ihre Bitte um Zusammenarbeit mit Imker/innen. Danke, Katharina.
Der Korrespondentenbericht kommt von Rolf Frei. Er ist Schwarmbeauftragter und Berater beim Bienenzuchtverein Winterthur. Wir sprechen über alles, was sich bei seinem und bei unserem Stand gerade tut. Viele Fragen werden auch beantwortet. Danke, Rolf.
Der Zoologe Wolfgang Paill spricht über den Laufkäfer. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
Käfer zeichnen sich durch harte Flügeldecken aus. Wenn man am Boden einen Käfer sich rasch bewegen sieht, ist die Chance groß, dass es sich um einen Laufkäfer handelt, den Angerhörigen einer Insektenart, die kaum fliegend anzutreffen ist. Laufkäfer haben acht Streifen auf ihren Flügeldecken.
40.000 beschriebene Laufkäferarten gibt es weltweit, immer wieder werden neue entdeckt. Sie haben, wie alle Insekten, sechs Beine, die – je nach Art – länger oder kürzer sind, um mit unterschiedlichen Schlamm-, Sand-, oder Geröllumgebungen zurechtzukommen.
Laufkäfer leben in konkurrenzarmen Lebensräumen, besiedeln etwa Schotterbänke, die überschwemmt wurden, oder Waldflächen, die niedergebrannt sind, noch bevor andere Tiere diese Gebiete für sich beanspruchen. Es sind dynamische Lebensräume.
Laufkäfer haben einen hohen Stellenwert im ökologischen Netzwerk, viele sind Räuber, fressen zum Beispiel auch Schnecken. Manche Arten ernähren sich von kleinen Samen.
Die vielen Laufkäferarten sind ideal an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst. Die Arten sind kleinräumig verbreitet. Manche leben in Höhlen, andere können sich mit explosiven Chemikalienmischungen selbst verteidigen.
Wir haben uns hier die letzten 9 Episoden mit unterschiedlichen Sichtweisen über ein und die selbe Sache beschäftigt: mit dem Blut.
Hier ist die Radioedition davon. 50 Minuten. Eine Spurensuche über das Blut. Ausschnitte aus allen Gesprächen, und noch ein bisschen mehr.
Ein Projekt, das in Zusammenspiel von Podcast und Radio entstanden ist. Hier ist der Abschluss. Viel Spaß beim Zuhören.
Diese Sendung wurde in 4 Teilen zwischen 14. und 17. März 2016 im ORF Radioprogramm Österreich 1 (Radiokolleg) ausgestrahlt. Sprecher: Michael Köppel und Jörg Duit, Redaktion: Ina Zwerger.
Ein Gespräch zur Planung dieser Reihe findet ihr in Lob und Tadel Nummer 49: Geschichten im Radio erzählen.
Die Ornithologin Petra Sumasgutner über die Turmfalken.
Vom Leben der Natur | 5 Teile á 4 Minuten, ORF Radio Ö1, ab 7.3.2016 (Lothar Bodingbauer)
Turmfalken sind weit verbreitet, sie kommen auf der ganzen Welt vor. Die Vögel gelten als Teilzieher, haben nicht so lange Zugstrecken wie Störche, sind aber je nach Nahrungsangebot durchaus von unseren Breiten bis in den Mittelmeerraum unterwegs. Sie gehören zu den kleinsten Greifvögeln in unserer Gegend.
Ihre Nistplätze befinden sich hoch oben, zum Beispiel auf Kirchtürmen. Sie jagen gerne Mäuse, und auch die finden sie in Menschennähe, denn das Auftreten von Feldmäusen ist eng mit der Landwirtschaft verbunden.
Die Flugtechnik eines Turmfalken ist der Rüttelflug. Das Tier bleibt wie ein Hubschrauber in der Luft stehen, indem es schnell mit den Flügeln schlägt, aber gleichzeitig mit den Schwanzfächern bremst. So schwebt der Turmfalke über Mäuselöchern und wartet, bis er die Beute sieht, um sich dann auf sie zu stürzen. Er greift sie mit den Beinen und beißt mit dem “Falkenzahn” in die Halswirbel der Maus, um sie rasch zu töten.
Der Mikrobiologe Clemens Peterbauer spricht über die positive Veränderung von Lebensmitteln durch Mikroorganismen. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)