Radio, Science, Education

Wien

Episodes

  • LUT040 Beim Bäcker

    Rudolf Stranzinger führt in Altheim, Oberösterreich, eine kleine Bio-Bäckerei.

    Er verkauft seine Produkte im Laden, auf Märkten und fährt mit ihnen “ins Gei”.

    Im Gespräch erzählt er über seine Arbeit.

    Wir sprechen im Innviertler Dialekt, der an das Bayerische angelehnt ist, da das Gebiet bis 1776 zu Bayern gehörte.

    Link: Bäcker Rudolf Stranzinger, Facebook und OÖN Bericht.

  • BG016 Menschen, Bienen, Dörfer in Vorarlberg

    “Man treibt die Kühe noch durchs Dorf.”

    Menschen, Vereine, Dörfer und die Imkerei in Vorarlberg.

    Zu Gast bei Egon Gmeiner in Schwarzach/Vorarlberg. Er ist Präsident des Vorarlberger Imkerverbands.

    Korrespondentenbericht: Michael Ryba, Bienenhof Attersee.

  • PHS207 Seeigel im Meer

    Der Paläontologe Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum der Stadt Wien spricht über Seeigel.

    Sie werden zu den Stachelhäuter gezählt und stellen eine alte Klasse wirbelloser Tiere dar, die schon im Erdaltertum vor über 400 Millionen Jahren lebten.

    Seeigel stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren.

    Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher. Viele Wissenschafsgruppen beschäftigen sich mit Seeigel, die für sie einen Modellorganismus bilden. Ihre Eizellen sind sehr transparent und dadurch neugierigen Blicken in frühen Stadien der Zellteilung zugänglich.

    Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind.

    Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie zu begehrten Objekten schon in der Jungsteinzeige für kultische Zwecke.

    In den marinen Ökosystemen halten sie auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachseln. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen die die Riffe festigen.

    Foto-Credit: NHM Wien, A. Kroh / A. Schumacher

    Interviewpartner:

    Dr. Andreas Kroh, Natural History Museum Vienna

    Hinweis: Eine gekürzte Fassung dieser Sendung wurde in fünf Teilen vom 10. bis 14. August 2015 im ORF Radioprogramm Österreich 1 – Vom Leben der Natur – ausgestrahlt: Link zur Sprechkontakt-Produktion 219

  • BG015 Hummeln, Nützlinge und wilder Garten

    Ein Ausflug zu den Hummeln und in den Garten von Michaela Stolz. Sie arbeitet bei Biohelp, eine Firma, die Nützlinge vertreibt. Ähm. Verkauft.

    Es ist ein wilder Garten, wir sprechen über Hummeln und die Rolle von Nützlingen in Garten und Landwirtschaft.

    Im Korrespondententeil besuchen wir Pfarrer Franz Strasser in Altheim, Oberösterreich und wir telefonieren mit Gunar Lange, der in Leipzig eine Schulimkerei betreut und seine Erfahrungen mit uns teilt.

    Fotos aus Gunars Schulimkerei, die Etiketten wurden von den Schülern gestaltet.

  • BG00X Special: Von Bienen und Menschen

    In dieser Sonderausgabe der Bienengespräche hört ihr Ausschnitte aus den Folgen 1 bis 14, in Form einer Radiosendung, die im Rahmen des ORF Schwerpunkts Mutter Erde am 21. Juni 2015 im Radioprogramm Österreich 1 ausgestrahlt wurde.

    Viel Vergnügen bei diesem akustischen Rundflug.

    Link zur Sprechkontakt-Produktion 218

  • PHS206 Netzwerk und Mittelalter

    Menschen, Landschaften, Netzwerke. Kommunikation, Einfluss. Veränderung.

    Johannes Preiser-Kapeller untersucht mit den Mittel der Netzwerkanalyse das Beziehungsgeflecht im alten Byzanz. Im Mittelalter.

    Wir sprechen über Päpste, Weihen, Beziehungen, Landschaften. Darüber, wie man ein Netzwerk darstellt und analysiert. Wir unterhalten uns über Komplexitätsforschung und über Bücher, die man mitnehmen müsste, wenn man das Büro fluchtartig verließe.

    Gesprächspartner: Johannes Preiser-Kapeller, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Mittelalterforschung, Abteilung Byzanzforschung

    Link: http://www.oeaw.ac.at/byzanz/

    Buchtipp: Das Mittelmeer und die mediterrane Welt in der Epoche Philipps II, Fernand Braudel

  • LUT039 Fussballkapitän Dominik Wydra

    lut038Dominik Wydra spielt in der Rapid Kampfmannschaft. Er ist Kapitän der österreichischen U21 Nachwuchs-Nationalmannschaft. Seit heuer ist er auch Absolvent des Abendgymnasium Wien. Im Gespräch mit Martin Schmidhammer und Lothar Bodingbauer erzählt er über das Lernen und die Karriere mit Fußball.

    Link: SK Rapid | ÖFB | Wikipedia

  • PHS205 Grillen, Krautköpfe, Dalmatien

    Wie haben sich Gesellschaften im Mittelalter entwickelt? Was bedeutet es, in die “Kapillaren” einer Gesellschaft forschend einzudringen? Und wie wird in Wien gegrillt?

    Gespräch mit Oliver Schmitt, Professor für Osteuropäische Geschichte in Wien.

    Im dritten Teil der Serie “VISCOM – die Physikalische Soiree jenseits der Ränder der Naturwissenschaft” – erzählt Oliver Schmitt von seiner Sicht aus über den Forschungsschwerpunkt der Österreichischen Akademie der Wissenschaft, eine Zusammenarbeit mehrerer Institute, die die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelalter aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

    Wir erfahren über die günstige Quellenlage beim Raub von Krautköpfen, sprechen viel, wie geisteswissenschaftliche Forschung aktuell gemacht wird und sehen uns auch die Themen der Gegenwart an: ein Bild Osteuropas, abgebildet an Wiens Donaustränden.

    Ja, wir sprechen auch über Lust am Lesen, Reden und an Forschung.

    Link: http://sfb-viscom.univie.ac.at

  • BG014 Pflanzenschutz

    Schnell werden Bauern zu Gegnern, wenn es um das Thema Pflanzenschutz geht.

    Im Gespräch erzählt Hubert Köppl viel von der Sicht der “anderen Seite”. Er ist Berater für Bauern zum Thema Pflanzenproduktion. Hubert ist selbst auch Imker in Oberösterreich.

    Weiters: Ein Interview mit dem Zoologen Karl Crailsheim zur Bienengesundheit in Österreich und der hohen Wintersterblichkeit 2014/2015.

    Kosten bei der Arbeit. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.
    Süßes bei der Arbeit. Auf dem Dach der Wiener Staatsoper. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.

    Der Korrespondentenbericht kommt dieses Mal als Reportage: Bienen auf der Oper in Wien, wir begleiten Heidrun Singer und Fritz Haselsteiner.

    Hinweis auch auf die Ö1 Bienen & Menschensendung am 21. Juni 2015: Moment Leben Heute, 18:15 Uhr, ORF Radio Österreich 1. Link zum Programm.

  • LUT038 Flüchtlingsarbeit

    Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Indem er Rechte benennt.

    Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe.

    Großgeworden ist Kilian Kleinschmidt in Berlin als Sohn einer Lehrer- und Verlegerfamilie, er ist ausgestiegen, wurde Dachdecker in den Pyrenäen, Motorradfahrer in Mali auf den Spuren von Paris Dakar und arbeitete als Helfer für Menschen in Not von 1988 bis jetzt. (Link zum Lebenslauf).

    Er hat das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen können, war für die UN (Vereinten Nationen) in den Konfliktzonen dieser Welt: Kongo, Sri Lanka, Somalia, zuletzt als Leiter eines Flüchtlingslagers Zaatari in Nord-Jordanien. Hier ist ein Artikel von Spiegel Online über seine Arbeit dort.

    Als Leiter des Flüchtlingslagers war eine seiner selbstgesetzten Aufgaben, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat (Link zum Wikipedia-Eintrag).

    Jetzt arbeitet er in Wien, aus Wien heraus. Er versucht, das was die Welt beser machen sollte, zu verbinden. Er verbindet Ressourcen und Kapazitäten. Es geht dabei nicht nur darum, Essen oder Decken zu organisieren. Es geht auch um die Umsetzung des Rechts, zu träumen.

    Für ihn gibt es keine “Guten und Bösen”. Es geht aber sehr wohl um Macht, Autorität, Unterdrückung. „Ich habe sie nicht gefunden, die guten Rebellen“. Derzeit schreibt er an seiner Autobiographie.

    Er will jenen, die wollen, aber nicht können, Möglichkeiten geben. Denn jeder hat ein Recht auf ein Leben im 21. Jahrhundert.