Radio, Science, Education

Wien

Episodes

  • LUT037 Bad Ischler Bahn

    Die Bad Ischler Bahn verband Salzburg mit Bad Ischl im Salzkammergut von 1893 bis 1957.

    Werner Schleritzko hat diese Bahn “erlernt” – er hat erforscht und recherchiert, was es zu dieser Bahn an Wissen gibt.

    Im Gespräch erzählt er über die Wirtschafts- und Betriebsgeschichte dieser Schmalspurbahn, und wir erfahren viel über Eisenbahnbetreiber, Eisenbahnfreunde, und die buch-band -1-SKGLBHerausforderungen, den “historischen Schatten” einer heute eingestellten und ehemals wunderschön verlaufenden Bahnlinie herauszufinden.

    Werner hat mit diesem Wissen dann ein Buch geschrieben.

    Link zum Wikipedia Artikel
    Link zum Buch von Werner Schleritzko: Mythos Ischler Bahn

  • PHS204 Flöße auf Zellmembranen

    Foto: TU Wien

    Eine Membran teilt das Innere vom Äußeren.

    Wie Membranen bei Zellen von Organismen aufgebaut sind, ist grundsätzlich klar: Sie bestehen aus Lipiden und Proteinen.

    Die Details aber sind – wie die beteiligten Moleküle selbst – in Bewegung.

    Bewegen sich Gebilde aus Proteinen und Lipiden wie Flöße auf der Oberfläche der Membran? Eva Sevcsik forscht und erzählt. Sie arbeitet an der TU Wien am Institut für Angewandte Physik im Bereich Biophysik.

    Die Schwierigkeit beim genauen Hinsehen ist: kann man eine lebende Zelle beobachten, oder eine tote Zelle? Neue Untersuchungsmethoden können einzelne Moleküle fluoreszierend machen, die in lebenden Zellen bzw. deren Membranen vorkommen. Mit zeitlicher Auflösung.

    Wir erfahren in diesem Gespräch viel, wie Grundlagenforschung im Detail funktioniert. Anhand einer Forschungsfrage – deren Ergebnis ein “nein” ist. Ungewöhnlich. Flöße auf der Zellmembran gibt es nicht. Zumindest nicht so, wie man sie bisher verstand.

    Link zu Eva Sevcsik
    Link zur Pressemitteilung der TU Wien, die Anlass für dieses Gespräch war

  • PHS203 Asphalt

    Straßen werden asphaltiert. Früher wurden sie geteert. Asphalt ist eine Mischung aus Bitumen und Steinen unterschiedlicher Größe und Rauheit. Bernhard Hofko forscht an der TU Wien im Forschungsbereich “Straßenwesen”. Er versucht herauszufinden, was man tun muss, damit der Energieaufwand beim Asphaltieren minimal wird. Eine spannende Geschichte, die Sache mit dem Asphalt.

    Die Aufnahme knistert dann und wann ein wenig. In irgend einem Kabel hat sich ein Bit quergelegt. Sorry.

    Link zur Pressemitteilung, die Ausgangspunkt für diese Sendung war.

    Link zum Gesprächspartner Bernhard Hofko, Leiter des Labors für Straßenwesen an der TU Wien.

  • BG013 Belegstelle und Königin

    Bienenköniginnen bestimmen die Eigenschaften eines Volkes.

    Um sie auch mit den passenden Männern in Verbindung zu bringen, werden sie zu Belegstellen gebracht, wo sie befruchtet werden.

    „Es zählt die Lufthoheit“, berichtet der Bioimker Anton Schleining über seine lange Erfahrung als Leiter der Belegstelle Hirschgrund in der Nähe von Mistelbach in Niederösterreich.

    „Es zählt die genetische Vielfalt“, berichtet die Königinnenzüchterin Heidrun Singer, die die Tradition einer bedeutenden Imkerfamilie im Ötschergebiet nahe Mariazell weiterführt.

    Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gibt, ist klar. Deshalb sprechen beide Profis über ihre Sicht. Dabei fallen auch viele Tipps an, die gerade auch für Anfänger interessant sind. Und wir reden auch über die „Schlangengrube“, die das Gebiet der Bienen und der Imkerei auch sein kann.

    Im dritten Teil spricht als „Korrespondent“ Ferdinand Schot über den Stand am Bienenstand und seine Aufnahme vom Tuten einer Königin (Video).

    Links: Anton SchleiningHeidrun SingerFerdinand Schot  | Paul Divjak

  • PHS202 Religion und frühes Mittelalter

    Walter Pohl beschäftigt sich mit dem frühen Mittelalter in Europa.

    Warum ist das Römische Reich untergegangen, wie hat die christliche Religion Identitäten geprägt?

    Zweiter Teil unserer 5-teiligen Gesprächsreihe zu Religion, Geschichte, Wissenschaft.

    Auch in diesem Gespräch werden wir uns wieder den Überlappungen der Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften beschäftigen.

    Wie wurden Religionen politisch und sozial wirksam, und was hat das Internet heute damit zu tun? Wie Klöster, Askese und Reichtum unter einen – geistlichen – Hut passen. Ob Religionen auch evolutionär in der jüngsten Entwicklungsgeschichte der Menschen wirksam wurden.

    Und warum “gefällt mir” im Internet zwar gut, aber noch nicht unbedingt notwendiger geisteswissenschaftlicher Diskurs ist.

    Gesprächspartner: Walter Pohl, Professor für mittelalterliche Geschichte, Universität Wien und Österreichische Akademie der Wissenschaften.

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung “Tiefenschärfe für Religionen”.

  • PHS201 Anthropologie und Religion

    Die Physikalische Soiree im Gespräch jenseits der “Ränder der Naturwissenschaft”.

    In fünf Teilen widmen wir uns der Frage, wie Religionen sozialen und politischen Stellenwert im europäisch-asiatischen Raum entwickelt haben.

    Im ersten Teil hört Ihr ein Gespräch mit dem Anthropologen Andre Gingrich. Er ist Fachmann für Ethnologie in Verbindung mit dem Südarabischen Raum.

    Wir erfahren über die Methoden der Kultur- und Sozialanthropologie, ihre Fragestellungen, die Verbindungen zur Naturwissenschaft. Und ja, auch über den Honigpreis werden wir reden.

    Gesprächspartner: Andre Gingrich, Professor am Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Universität Wien und Direktor des Instituts für Sozialanthropologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

    Links: Visions of Community, Spezialforschungsbereich des Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Pressemitteilung zu “Mehr Tiefenschärfe für Religionen”, die Anlass für diese 5-teilige Sendereihe war.

    Der erste Teil dieses Gespräches wurde im ORF Radio Österreich 1 Campus Radio “Physikalische Soiree” ausgestrahlt.

  • PHS200 Science Center Welios

    Ein Science Center am Land zu errichten, ist eine Herausforderung, die alle freut.

    Aber nur solange es nicht ums Zahlen geht. Immerhin: ab 250.000 Besuchern pro Jahr kann es sich rechnen.

    Welios” – so heißt das Science Center in Wels, im oberösterreichischen Zentralraum Wels-Linz Wien.

    Es ist kein Museum, sondern ein Zentrum zum Experimentieren, mit herausragender Architektur.

    Der pädagogisch-wissenschaftliche Berater des Welios ist Leo Ludick. Er ist Fachdidaktiker “Physik” und  erzählt über die Arbeit des “Welios”, das seinen Namen aus der Verbindung vom  Sonnengott “Helios” und der Stadt Wels erhalten hat.

    Wir sprechen auch über die Vermittlung von Physik.

    “Um die Wirklichkeit zu erfassen, brauche ich viele Sichtweisen”. – Leo Ludick.

    Leo ist Kolumnist der OÖN und hat auch ein Buch geschrieben: leologisch!: Alltagsrätsel einfach erklärt.

    Übrigens: so ganz am Land ist Wels dann auch nicht – der ICE hält auch in Wels.

    Welios | Technorama Winterthur | Energy Land Wels | Römer-Erlebnismuseum Ochzethaus |Kraftwerk Steyrdurchbruch | Kinderuni OÖ | Haus der Natur, Salzburg | Planetarium Wien

  • BG012 Tracht

    bg012Die Wechselwirkungen von Blütenpflanzen mit den bestäubenden Insekten stehen im Mittelpunkt dieser Bienengespräche, sowie der Honigpreis in Bezug zur Imkerei im Südarabischen Raum.

    Der Korrespondentenbericht – was ist los am Bienenstand Mitte April – kommt aus Graz.

    Gesprächspartner/innen:

    1) Katja Hintersteiner, Linz, Natur begreifen, Linzer Biene. Dieser Teil der Bienengespräche wurden im April 2015 auf Ö1 / Vom Leben der Natur ausgestrahlt.

    2) Andre Gingrich, Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Uni Wien

    [quote]2006e: Honig und tribale Gesellschaft. Historischer Hintergrund, sozialer Gebrauch und traditionelle Erzeugung im südlichen Hijāz, in: Dostal, Walter (Hg.), Tribale Gesellschaften der südwestlichen Regionen des Königreiches Saudi Arabien. Sozialanthropologische Untersuchungen. Veröffentlichungen zur Sozialanthropologie Band 8, Sitzungsberichte der phil.- hist. Kl., 732. Band, Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 173- 215[/quote]

    3) Andreas Poscharnik, Imkermeister, Graz, hooonig.at

    Podcast-Tipp: Der Explikator, Folge EXPL0182 – “Böser, böser Süßstoff”

  • LUT036 Schule verändern

    lut036Sie verändert sich nicht.

    Oder nur schwer.

    Schule ist in Österreich eine Expertenorganisation. Es ist schwierig, sie zu verändern. Aber es kann gelingen. Durch Rollenklarheit, Zufriedenheit, Kommunikation und klare Sprache.

    Im Gespräch mit Marlies Krainz-Dürr – sie ist Rektorin der PH Klagenfurt.

    Sie erzählt über ihre Sicht des Systems “Schule”.

    Link zur PH Klagenfurt:  Viktor Frankl Hochschule

    Literatur: Krainz-Dürr, M. (2006). Die Rolle von Lehrer/innen und Schulleiter/innen in Schulentwicklungsprozessen. In R. Boenicke, A. Hund, T. Rihm & V. Strittmatter-Haubold (Hrsg.), Innovativ Schule entwickeln. Kompetenzen, Praxis und Visionen. (S. 48-65). Heidelberg: Mattes.

    Link zur besprochenen Themenorientierten Bildungsanreizphase am Abendgymnasium Wien

  • LUT035 Räume aneignen

    lut035Wenn die Ressource “Raum” begrenzt ist, können Konflikte entstehen.

    Im Aneignen, im Erleben, im Gestalten, im Zusammenleben.

    Sonja Gruber ist Kulturanthropologin.

    Sie beschäftigt sich mit der “Aneignung von Räumen”.

    Im Gespräch berichtet sie von Partizipationsprozessen, die es den beteiligten Menschen leichter machen, gemeinsame Interessen zusammenzuführen.

    Wir sprechen über einen “Mädchengarten“, über Schulräume, über die Gestaltung des Zusammenleben an Plätzen und in öffentlichen Parks.

    Gesprächspartnerin: Sonja Gruber, http://www.sonjagruber.at