Radio, Science, Education

Wien

October 2022

  • Gefühlt gefüllt

    Michael Fälbl und Lothar Bodingbauer unterhalten sich, wie und wann Podcasts in Österreich entstanden sind.

    Link zur Folge 25 von Erinnerungslücken | Erinnerungslücken abonnieren

  • Kontakt mit Florida

    Kontakt mit Florida — Frau Lindinger, oder Frau Lindhuber, wahrscheinlich hieß sie Frau Lindlbauer, war eine alte Frau mit weißen Haaren, die in einem Wohnblock in der Nähe der Badstraße in Altheim lebte. Wir lehnten unsere Fahrräder an die Büsche vor dem Haus, als wir sie besuchten. Ein Zugang zum Stiegenhaus, eine Treppe, ein schmaler Vorraum, in dem Frau Lindlbauer stand. Sie hatte einen Luftpostbrief in der Hand, aus Tampa, Florida. Mit rot-blauen Streifen und dünnem Kuvert. Der Brief in englischer Sprache. Von ihrer Tochter? Mhm, kann nicht sein. Frau Lindlbauer hat meinen Vater gebeten, ihn ins Deutsche zu übersetzen. Das hat er mehrfach getan. Und ich glaube, dafür bekam ich als begleitendes Kind Schokolade. Wann das war? Kindergartenzeit, glaube ich. Aber seither gibt es Florida in meinem Leben.

  • Am Schiff

    Am Schiff

    Von Hamburg über die Nordsee die norwegische Küste entlang zum Nordkap. Und retour. Mit dabei: Science und 19 Leute, die Vorträge und Workshops machen, Ausflüge und Diskussionen. Mit dabei: ich. Hier sammle ich ein paar Punkte. Der erste: wie kommt man dazu, als Science Lecturer auf einem Schiff mitzufahren?

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  • 382. Japangraben

    Der Geologe Michael Strasser spricht über Expeditionen in die Tiefen des Meeres vor Japan, um die Entstehung von Erdbeben zu verstehen. Link zur Sendung.

    Der Japangraben ist ein Tiefseegraben vor der Nordostküste Japans. In 8 km Tiefe taucht dort die pazifische Erdplatte unter Japan ab. Dieser Vorgang ist immer wieder von Erdbeben begleitet, die sich in ihrer Stärke (Magnitude) und Häufigkeit unterscheiden. Es geht um das Verständnis von Großerdbeben, das sind Seebeben, die Tsunamis auslösen können. Geolog:innen möchten verstehen, wie es zu diesen kommt, wie häufig es sie gibt, an welchen Orten der Welt es sie gibt. 

    Der Japangraben eignet sich besonders für Erdbebenforschung, weil dort 2011 das letzte Megabeben stattgefunden hat. Es wurden vorher, während des Bebens und nachher Messungen vorgenommen, und die Ergebnisse haben gezeigt, dass viele beobachtete Phänomene noch nicht umfassend gedeutet werden können. Bei Expeditionen werden Bohrkerne der Sedimente (Ablagerungen) gewonnen, die dann analysiert werden. Durch diese Ablagerungen baut sich ein Archiv auf, die Analysen “blättern” in diesem “Geschichtsbuch” zurück. 

    “Wenn man die Meere verstehen will, muss man die Berge erforschen”, sagt Michael Strasser vom Institut für Geologie der Universität Innsbruck. Die Forschungsergebnisse der Untersuchungen im Japangraben eignen sich auch dafür, um geologische Vorgänge in unseren Breiten, in unseren Bergen zu verstehen, da viele dieser Berge ehemaliger Meeresgrund waren. 

    Interviewpartner: Univ.-Prof. Dr. Michael Strasser, Universität Innsbruck, Institut für Geologie
    https://www.uibk.ac.at/geologie/strasser/

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