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Wien

Tagebuch

  • Achim hat ein Problem. “Du kannst mich durch e-mail”

    Da wollen wir ihm gerne helfen.

    Hallo
    lch hoffe du hast dies schnell erhalten, ich bin nach Bradford, UK verreist und habe meine Tasche verloren samt Reispass und kreditkarte. Die botschaft ist bereit, mich ohne meinen Pass fliegen zu lassen. Ich muss nur noch für mein ticket und die hotelrechnungen zahlen. Leider habe ich kein Geld dabei, meine kredit karte könnte helfen aber die ist auch in der Tasche. Ich habe schon kontakt mit meiner Bank aufgenommen, aber sie brauchen mehr zeit, um mir eine neue zu schicken. Ich wollte dich fragen ob du mir ein bisschen Geld so schnell wie möglich leihen kannst. Ich gebe es dir zurück sobald ich da bin. Ich muss unbedingt den nächsten Flug bekommen. Das Geld durch Western Union ist die beste möglichkeit. Lass mich wissen wenn du angaben zur meiner person brauchst (Name, Vorname …) mich das Geld schicken zu können. Du kannst mich durch e-mail.
    Ich warte auf deine Antwort,Vielen Dank und herzliche Grüße

    Achim Wenk

  • Vierkanthöfe im Mostviertel – Director’s cut

    Bildschirmfoto 2014-01-14 um 11.54.16Vierkanthöfe sind im Mostviertel zu finden, “diese Häuser hat der Most gebaut”.

    Für eine Radiosendung über Höfe und ihre Menschen war ich im Mostviertel und habe mit Besitzern und Betreibern, mit Heimat- und Regionalforschern gesprochen.

    Der Beitrag darüber wird am 21. Jänner 2014 auf Österreich 1 (Moment Leben Heute, 14:40 Uhr) ausgestrahlt.

    Die Gespräche, die zu diese Sendung geführt haben, sind aber so interessant und vielfältig, dass ich sie hier als Gesamtes vorstelle.

    Ich spreche mit dem “Moar in der Hilm”, St Valentin, Robert Schafelner; Christiane Pfaffenlehner in St. Valentin, Karl Wagner vlg. “Wastlbauer” in Strengberg, seiner Mutter, dem Heimatforscher Heimo Cerny und dem Regionalforscher Martin Heintel.

  • Imkerei im Stadtgebiet – Dezember 2013

    Imkerei im Stadtgebiet – Dezember 2013

    Zweiter Monat.

    Die Informationsbeschaffung läuft. Einerseits durch Kontaktaufnahme mit richtigen Menschen, andererseits durch das Lesen von aktuellen Zeitungsartikeln über Stadtimkerei, dann durch Erfahrungsberichte im Internet, Kennenlernen von Websiten mit Imkereibedarf.

    Ganz wichtig: Youtube als Kanal für Videos über Imkerei und die Bücher in der Familienbibliothek, da innerhalb der Familie am Land auch schon Imkerei betrieben wurde. Update: Twitter ist auch eine Idee.

    Das brachte die Kontaktaufnahme mit Menschen:

    1. Grundbesitzer: Er wird die Möglichkeit kostenlos bereitstellen, Bienenvölker aufzustellen. Er braucht dazu den Nachweis einer Haftpflichversicherung – die es über die Mitgliedschaft beim Imkerbund automatisch gibt – und den rechtlichen Nachweis, dass es entweder keine Genehmigung braucht, Bienenvölker am geplanten Standort aufzustellen, oder dass es rechtlich erlaubt ist, das zu tun. Beides findet man leicht im “Gesetz über die Haltung und die Zucht von Bienen” – ein Landesgesetz, hier für Wien. Man sieht schon sehr deutlich, dass der Haltung hier wenig entgegensteht.
    2. Imker in Niederösterreich: Er erzählt über Bienenhaltung allgemein und schickt ein Exemplar der Monatszeitschrift für Imker vorbei, die einen Überblick gibt, was so die Themen sind, die Imker beschäftigen: Monatsablauf – was ist zu tun, Krankheiten, Politik, Verkauf.
    3. Imkerbund Österreich – es gibt eine Landesverband für Bienenzucht in Wien, hier findet man Kurse, Vereinsabende – es gibt verschiedene Gruppen im Stadtgebiet, da muss man sich eine aussuchen, um dort vorbeizuschauen. Dort wird auch aktiv Jungimkerei gefördert. Mal sehen, wie sich das zeitlich ausgeht. Immer wieder wird von allen Seiten betont, dass ein “Imkervater” wichtig ist, der immer wieder mal vorbeischaut, und den man Fragen stellen kann.
    4. Die Anfrage „gibt es Imker hier?“ bei Twitter brachte zwei freundliche Kontaktaufnahmen – eine aus Wien, und eine aus Schleswig Holstein. Here we go.

    Diese Zeitungsartikel über Bienen in Wien sind interessant:

    1. Sterben wie die Bienen (Die Presse)
    2. Honig für unser Land (Die Presse)
    3. Bienensterben – Imker legen sich mit den Landwirten an (Die Presse)
    4. Imkerschule – die Invasion der Bienenzüchter (Die Presse)
    5. Insektizide – Nervengift liegt in der Luft (Die Presse)
    6. Bienen auf der Secession (Der Standard)
    7. Bienen auf der Wiener Oper (Der Standard)
    8. Wiener Bienen und Honig (wien.info)

    Gute Youtube Videos:

    1. BeeTV84 filmt und dokumentiert seinen Einstieg. Sehr entspannt und gleichzeitig fokussiert, und sehr am Ball. Spannend dazu sind auch die Kommentare. Link zur ersten Folge, die weiteren findet man dort.
    2. Einen Bienenschwarm einfangen
    3. Eine Zarge zusammenbauen

    Gelesene Bücher:

    1. Ertragreich imkern. Franz Lampeitl. Verlag Eugen Ulmer, 1987. Killerbuch. Richtet sich an das äußere Ende der Amateurimker an der Grenze zur Berufsimkerei. Gute Informationen auch über Grundlagen, turnt aber eher ab, wenn man kein Haus mit Gewerbehütte hat, wo man die Imkerei betreiben kann. Also eine Nummer zu groß, aber die Informationen sind gut.
    2. Der Wochenend-Imker. Karl Weiß. Ehrenwirth Verlag München, 1980. Perfekte Schuhgröße. Alle Infos kompetent aus erster Hand, gute Grafiken, was man tun muss, wenn bestimmte Situationen eintreten. Auf dieses Buch wird man zurückgreifen können, wenn es soweit ist.
    3. Ratschläge für den Bienenfreund. Claus Zeiler. Neumann Verlag,1992. Geht mit seinen 304 Ratschlägen schon in Richtung “Großer Katechismus”, ist aber sicher praktischer als dieser.

    Ein paar wichtige Begriffe scheint es zu geben: Weisel, Beute, Zander, Zarge, Reizfütterung, Drohne, Schwärmen, Milbe, Pollen, Nektar, Ableger, Tracht, und ja, natürlich Schleudern und Honig.

    Kursangebot in der Umgebung:

    1. Wiener Imker – Kurse aber eher ausgebucht
    2. Landwirtschaftsschule Warth – mit Kursen etwa auch in Mistelbach
    3. Polycollege Wien

    Es sieht mal so aus, als ob man das lernen könnte. Weiter geht es mit Büchern und Kursen und die Kontaktaufnahme zu den lokalen Imkern. Ein Volk bringt 2 bis 14 Stunden Arbeit im Jahr und keinen bis 40 kg Honig. Ob drei oder zehn Völker macht angeblich arbeitsmäßig nicht den großen Unterschied. Nett scheint es bis auf Rückschläge, die es scheinbar auch gibt, zu sein. Zumindest einmal erlernbar.

  • ADW017 Straßenmusik Vilnius

    ADW017 Straßenmusik Vilnius

    Straßenmusiker in Vilnius, Litauen. Etwas melancholisch. Schön zu hören. Aufgenommen nur kurze Zeit nach Beginn der Unabhängigkeit.

    Die Baltischen Staaten machten in den Jahren nach der Loslösung von der Sowjetunion einen Wandel durch. Überall war Aufbruchstimmung. Die Menschen erinnern sich drei Jahre nach Beginn der Unabhängigkeit noch an die Besetzung durch das Militär. Die Wirren. Die Sorgen. Die Hoffnung, wie sich alles entwickeln wird. Intellektuelle, die früher Dissidenten waren, übernehmen wichtige Rollen im Staatsgefüge. Dazwischen entwickelt sich das öffentliche Leben, Touristen aus Westeuropa kommen. Vielleicht hat es diese Straßenmusikanten immer schon gegeben, doch was sie heute spielen, höre auch ich.

  • Imkerei im Stadtgebiet – November 2013

    Erster Monat.

    Die Idee ist entstanden, im Stadtgebiet von Wien am Rande eines Parks einige Bienenvölker zu halten. Einerseits gibt es hier schon Vorbilder – die Bienen auf der Wiener Oper, beim Zentralfriedhof, am Wilhelminenberg, die Imkerschule im Donaupark, andererseits sind Bienen als “Körper” schon sehr spannend.

    Die Herausforderung ist, Wissen, Erfahrung und rechtliche Aspekte unter einen Hut zu bringen, und dazu muss man das alles einmal lernen. Wie kann man das tun?

    Hier auf diesem Weblog werden die Erfahrungen gesammelt. Kommentare sind immer willkommen.

    Arbeitsschritte im November 2013

    1. Kontaktaufnahme mit dem Grundbesitzer
    2. Kontaktaufnahme mit einem Imker in NÖ
    3. Kontaktaufnahme mit dem Österreichischen Imkerbund
    4. Beantwortung der Frage “Geht das überhaupt?”
  • ADW016 Bedogul Bali

    ADW016 Bedogul Bali

    Indonesien ist ein Land der vielen Religionen. Sie teilen sich den “Luftraum”. Zum Beispiel in Bedugul, einer Region in der Mitte Balis, nicht nur im Zentrum der Insel, sondern auch in der Luft. Sie wurde scheinbar – von den Göttern – mitten in die tieffliegenden Wolken hineingebaut.

    Es ist immer wieder schön, wenn viele Menschen an einem Ort leben, und sich nicht nur den Ort am Boden, sondern auch den Luftraum teilen. Wenn es mehrere Religionen gibt, dann fällt das leichter auf. Gamelan Musik, Glocken, der Ruf des Muezzins. In der Erinnerung mischen sich zum Klang der Gegend auch die Gerüche. Und die seltsame Stimmung, wenn sich die tieffliegenden Wolken verzogen haben, und die Sonne auf den See leuchtet. Die bunten Farben der Vorbeiziehenden, der Rhythmus der Glocken. Das Grün überall. Und später dann auch die Vielzahl an krachenden und stinkenden Mopeds.

  • ADW015 Zug in Stainach-Irdning

    ADW015 Zug in Stainach-Irdning

    Eine Nachtfahrt zwischen Leoben und Salzburg. Der Intercityzug ist schlecht beleuchtet, und dann und wann erzählt eine Stimme vom nächsten Halt. Zum Beispiel vor dieser Station: Stainach-Irdning. Als Bahnknotenpunkt ist dieser Ort in Österreich bekannt wie Attnang-Puchheim oder Neumarkt-Kallham.

    Wer am späten Abend an einem Wochenende in einem Intercity irgendwo zwischen Leoben und Salzburg fährt, wird sich schnell einmal ein wenig einsam fühlen. Es ist kaum jemand im Zug. Die Sonne ist schon lange untergegangen. Eigentlich ist nichts zu tun. Dann und wann huscht die Schaffnerin im Gang vorbei – und dann und wann kündigt sie den nächsten Halt an. Ein Gesang ist ihre Ankündigung der nächsten Zukunft. Eine Begegnung. Für wie viele Menschen wohl hier in diesem Zug?

  • Hörtipp: Blue Moon

    Hörtipp: Blue Moon. “Das Universum” mit Holger Klein (10.11.2013) auf Fritz. Der Astronom und Publizist Florian Freistetter ist zu Gast und beantwortet Fragen zu “den unendlichen und unverständlichen Weiten da draußen”. Gespräch über Astronomie, Kosmologie und die Menschen. Auch zum Nachhören. Link zur Sendereihe / Podcast / Nachhören

  • ADW014 Am Anfang der Fahnenstange

    ADW014 Am Anfang der Fahnenstange

    Kommunale Geräusche. Die Fahnenstangen beim Rathaus in Altheim, Oberösterreich, erzeugen bei Wind ein regelmäßiges Kling-Kling. Das Leben an den Enden der Fahnenstangen geht weiter, doch wer vorbeigeht “gets the groove”.

    Der Anfang der Fahnenstange ist jene Gegend, die man noch leicht erreichen kann. Kommunale Fahnenstangen haben die Eigenschaft, dass sie in der Gegend des Rathauses stehen, und man oft an ihnen vorbeikommt. Man erfährt dabei, wie es ihnen geht. Oft sind sie still. Doch wenn der Wind geht, dann klingen sie. Das gibt den Groove, das gibt den Rhythmus. Man kann sich darüber freuen, man kann ihn hinnehmen, oder man kann ihn einfach akzeptieren. Oder mit ihr leben. Muss man ja auch. Ein Loblieb kann man singen auf den Anfang einer Fahnenstange.

  • ADW013 Flåmsbahn

    Eisenbahnfahrt in Norwegen. Mit schönen Kurven und Tacktack.

    The Flåm Railway is a scence railway in Norway. It runs from the mountain station at Myrdal on the Bergen Railway, down to Flåm station nestled in the innermost corner of the Aurlandfjord.

    Die Schienen der Eisenbahnen sind ja mittlerweile überall so verbunden, dass es keine Lücken mehr gibt. Folglich gleiten die Räder der Bahn über die Schienen, ohne einen Rhythmus zu verursachen. Wer genau diesen Rhythmus aber gerne hat, weil er das Gefühl des Bahnfahrens vermittelt, findet (oder fand) ihn an einer Bahnstrecke auf dem Weg nach Bergen. Da gibt es in Myrdal eine Stichbahn hinunter nach Flåm, und auf dieser Strecke erzählt das Tack-Tack der Eisenbahn über die Geschwindigkeit, die Kurven. Was die Erinnerung ergänzt ist die Aussicht und die Reisebegleitung, die man zu dieser Zeit so sehr geliebt hat.