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Wien

Vom Leben der Natur

  • 114. Das rotsternige Blaukehlchen

    Ein bunter Singvogel mit versteckter Lebensweise. Die Biologin Ingrid Kohl über das rotsternige Blaukehlchen.

    Blaukehlchen sind Zugvögel, die in geringer Zahl auch in Österreich den Sommer über leben. Die bekannteste Unterart ist das rotsternige Blaukehlchen. Das Männchen hat eine schillernd blaue Kehle mit einem roten Fleck darin. Aufgrund seiner versteckten, heimlichen Lebensweise ist das rotsternige Blaukehlchen kaum zu sehen. Ob es deswegen erst 1975 in Österreich entdeckt wurde, oder ob es vorher auf seinem Vogelzug bei uns nicht Halt machte, ist noch unbekannt.

    Rotsternige Blaukehlchen sind begabte Stimmenimitatoren – balzende Männchen ahmen den Gesang anderer Vogelarten nach. Aber auch die Umgebung wird mit einbezogen: beispielsweise Fahrradklingeln oder Baustellenlärm.

    Das rotsternige Blaukehlchen steht in Österreich unter strengem Naturschutz. Es ist eine sogenannte “flagship species”: Das Auftreten von Blaukehlchen erleichtert den Schutz des umgebenden Lebensraumes, wovon sämtliche andere Tiere und Pflanzen der Region profitieren.

    Interviewpartnerin
    Mag.a Ingrid Kohl
    Biologin


    Teil 1: Schillernde Federn


    Teil 2: Weite Wanderungen


    Teil 3: Ein vielseitiger Stimmenimitator


    Teil 4: Der Beginn einer Leidenschaft


  • 108. Seltene Erden

    Die “Metalle der Seltenen Erden” sind wertvolle Rohstoffe und werden in industriellen Produkten verwendet, die mit Licht, Optik und Magnetismus zu tun haben.

  • 106. Kreuzotter

    Eine Giftschlange mit großem Verbreitungsgebiet. Der Zoologe Heinz Grillitsch über die Kreuzotter.

  • 101. Fossile Energieträger

    Kohlenwasserstoffe sind energiereiche chemische Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff gebildet werden. Bei ihrer Verbrennung setzen sie jene Energie frei, die sie während ihrer Entstehung an Sonnenergie gesammelt haben, denn es handelt sich um die unter Druck und Temperatur in Jahrmillionen gebildeten Überreste von Lebewesen, die in Meeren gelebt haben.

    Erdöl und Erdgas sind wohl die bekanntesten Vertreter von Kohlenwasserstoffe, es gibt aber auch noch exotischere Verbindungen, wie zum Beispiel die Methanhydrate, die sich am Meeresgrund oder in Permafrostböden befinden und Schneebällen gleichen, die brennen können.

    Die Förderung von Kohlenwasserstoffen ist für die Menschheit derzeit noch von essenzieller Bedeutung. Doch die Rohstoffe gehen zu Neige. Ersatz wird gesucht. Biogas wäre eine nachhaltigere Alternative, Kohlenwasserstoffe, die von derzeit lebenden Organismen hergestellt werden. Diese Gase könnten im Rahmen der bestehenden Erdöl- und Erdgasinfrastruktur verarbeitet und transportiert werden, doch noch sind jene Verunreinigungen in Biogasen zu groß, die die Rohre angreifen und korrodieren lassen.

    Kohlenwasserstoffe werden auch als Grundstoffe für die chemische Industrie verwendet. Es ist so gesehen einfach zu schade, sie zu verbrennen – ein Vorgang, der auch den Nachteil hat, dass Kohlenstoffdioxid freigesetzt wird, das als Treibhausgas mit der Erwärmung der Erdatmosphäre in Verbindung gebracht wird.

    Interviewpartner: Univ. Prof. Dr. mont. Herbert Hofstätter, Montanuniversität Leoben, http://www.unileoben.ac.at/content/view/200/930/lang,de/

  • 093. Elementarteilchen

    Hephy Physiker im Interview. (Institut für Hochenergiephysik)

  • 092. Sinne kleiner Tiere

    Seit Aristoteles werden die Sinne von Lebewesen in die fünf Kategorien Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen eingeteilt. Diese Kategorien müssen jedoch bei der genauen Betrachtung der Sinne von Gliederfüßern wie Insekten oder Spinnen beträchtlich erweitert werden: einige Arten können Magnetfelder wahrnehmen, andere UV- oder Infrarotstrahlen. Neben dem Schalleindruck “Lautstärke” können viele auch die Schallschnelligkeit – die Bewegung der Luftmoleküle – feststellen.

    Aber auch in den althergebrachten Kategorien übertreffen Insekten und Spinnen denMenschen: Bienen können auch in der Nacht Farben sehen, und Spinnen können Vibrationen mit einer Genauigkeit aufnehmen, die selbst erfahrene Zoologen in Staunen versetzt.

    Kontakt:
    Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth
    Universität Wien
    Department für Neurobiologie
    Althanstraße 14
    1090 Wien

  • 091. Prozesse der Veränderung

    Der Verderb von Nahrungsmitteln hat viele Facetten. Man spricht davon nicht nur bei chemischen Zersetzungsvorgängen, Verderb kann schon ein schlechter Geruch sein, oder eine zu starke Trocknung. Verderb ist aber auch der Befall durch Mikroorganismen. Die Pathobiochemie beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die in erkrankten Organismen ablaufen. Diese Wissenschaft kann gut erklären, was chemisch beim Verderb von Lebensmitteln abläuft, und was mit dem Stoffwechsel des Menschen passiert, wenn verdorbene Lebensmittel in den Stoffkreislauf eingreifen. Die Palette der Reaktionen reicht von Unbehagen bis zu lebensbedrohenden Zuständen.

    Österreich 1 Anfang Dezember: Vom Leben der Natur. Der Verderb von Nahrungsmitteln hat viele Facetten. Man spricht davon nicht nur bei chemischen Zersetzungsvorgängen, Verderb kann schon ein schlechter Geruch sein, oder eine zu starke Trocknung. Verderb ist aber auch der Befall durch Mikroorganismen.

    Die Pathobiochemie beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die in erkrankten Organismen ablaufen. Diese Wissenschaft kann gut erklären, was chemisch beim Verderb von Lebensmitteln abläuft, und was mit dem Stoffwechsel des Menschen passiert, wenn verdorbene Lebensmittel in den Stoffkreislauf eingreifen. Die Palette der Reaktionen reicht von Unbehagen bis zu lebensbedrohenden Zuständen.

    Interviewpartner
    Emer. Univ. Prof. Dr. Fritz Pittner
    Max F. Perutz Laboratories der Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien

    30.11.2009-4.12.2009

  • 090. Geologie des Waldviertels

    Das Waldviertel gehört zu den ältesten geologischen Landschaften Österreichs und birgt Gesteine, die bis zu 1,5 Milliarden Jahre alt sind. Die früheren Gebirge wurden abgetragen, und dadurch blickt man heute gleichsam in den “Bauch” der Erde. Bunte Gesteinsabfolgen zeigen sich. Wenig bekannt ist, dass es im Waldviertel ein Meer gab, mit Weißen Haien und Seekühen. Auch Savannenlandschaft prägte die Gegend, in der Nashörner und Antilopen umherstreiften.

    Österreich 1 im November: Vom Leben der Natur. Das Waldviertel gehört zu den ältesten geologischen Landschaften Österreichs und birgt Gesteine, die bis zu 1,5 Milliarden Jahre alt sind. Die früheren Gebirge wurden abgetragen, und dadurch blickt man heute gleichsam in den “Bauch” der Erde. Bunte Gesteinsabfolgen zeigen sich.

    Wenig bekannt ist, dass es im Waldviertel ein Meer gab, mit Weißen Haien und Seekühen. Auch Savannenlandschaft prägte die Gegend, in der Nashörner und Antilopen umherstreiften.

    Interviewpartner:
    Prof. Dr. Fritz Steininger
    Geologe und Paläontologe
    Obmann der Krahuletz-Gesellschaft, Eggenburg

    9.11.2009-13.11.2009

  • 088. Flussraumbetreuung

    Die Traun im Salzkammergut ist ein schon lange von Menschen genutzter und geformter Fluss. Jahrhunderte lang wurde Holz als Feuerholz für die Salzgewinnung traunabwärts transportiert. Dazu musste der Fluss geformt werden, um tiefere Fahrrinnen zu erhalten. Die letzten Veränderungen durch den Menschen sind durch den technischen Hochwasserschutz in den 50er und 60er Jahren entstanden. Diese haben zu sehr harten Verbauungen geführt, die nun wieder rückgebaut und renaturniert werden.

  • 087. Wiener Fassaden

    Der Wiener Steinwanderweg. Der Geologe Robert Seemann vom Naturhistorischen Museum in Wien spricht über Bau- und Dekorgesteine der Großstadt.