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Wien

Podcastepisode

  • PHS158 Going Green

    Wie man Ressourcen sparen und grün leben kann – in der Stadt. Bewusst und billig. Ein Gespräch mit Mario Sedlak, der sein Leben nachhaltig gestaltet.

    Link zur Homepage: Mario Sedlak.

    Grün auch unser Testbericht: Rasenmäherroboter. Niedrigenergie statt “volle Kanne”. Und doch konstant im Einsatz.
    Ein neues Familienmitglied. Der Automower. Studium der Betriebsanleitung im Testgarten mit Testfamilie. Die Kabel begrenzen das Einsatzgebiet des Mähbots. Nach erfolgreicher Grenzziehung und Tests können die Kabel auch vergraben werden. In diesen Wiesenteil durfte der Testbot nicht rein. Den Rest des Rasens hat er in den Griff bekommen. Locker. Leise. Souverän.

    Was das Bildschirmwischen auf iPhones und iPads ist, ist der Automower für den Rasen. Die Physikalische Soiree hat den Automower 220 AC von Husqvarna mehrere Tage auf der Hacienda des Chefredakteurs getestet. Hier unser tabellarischer Report. Unten ein Video.

    Negativ-Punkte

    • Wenn verwinkelte Flächen, aufwendiges anfängliches Verspannen der Begrenzung.
    • Frisst Schuhe, nimmt keine Rücksicht auf übersehene flache Gegenstände.
    • Abhängigkeit vom Händler für größere Wartungen und Reparaturen, hoffentlich hält er lange, Einschicken kostet Geld.
    • Wälzt beim ersten Einsatz längere Halme nieder, an Blumen oder Wiesen soll er nicht ran.
    • Zerschneidet das Begrenzungskabel, wenn es hochsteht.

    Positiv-Punkte

    • Geräuschlosigkeit, Vorteil bei einer Siedlung, die Nachbarn lieben einen. Wenn er arbeitet, mäht er nicht akustisch, sondern fährt lautlos herum. Großartig.
    • Verschreckt keine Kinder und Tiere trotz wechselseitigem Respekt.
    • Man muss nicht dabei sein, um den Rasen in Schuss zu halten, Kontrollen unnötig.
    • Schneller erster Einsatz, leichtes Verlegen des Grenzkabels,  je einfacher der Garten, desto leichter. Profis gestalten den Garten dann in Absprache mit dem Bot.
    • Leichte Reparaturen (Austausch der Messer) selbst möglich.
    • Schnitthöhe von reinem Rasen perfekt. Trimmt und hält auf lange Sicht den Rasen in lupenreiner Ordnung, problematische Halme kommen nicht mehr auf.
    • Wenig Leistungsaufnahme: geringer Einsatz von Energie, arbeitet dafür ganz leicht und leise. 5 Euro pro Monat für 1800 m2 Garten laut Herstellerangabe – ist glaubhaft.
    • Macht Sinn, erfüllt seine Aufgabe – ideal für echten Rasen.
    • Gutes Lade- Arbeitsverhältnis. Eine Stunde (oder mehr) mähen – eine Stunde laden
    • Einfache Bedienung, Weiterempfehlungsfeffekt. Will haben – bis auf den Preis. PIN Code notwendig – schreckt (hoffentlich) Diebe ab.

    Bezugsquelle und Support: Häußler Automower | Blog

    Rasenmähroboter wuselt herum from LoBo on Vimeo.

    Akustischer Testbericht gegen Ende der Mai-Sendung der Physikalischen Soiree – zu hören hier über Download oder den Play-Link.

  • PHS157 Sonnenobservatorium Kanzelhöhe

    Die Sonne ist ein großes Experiment, das abläuft, ohne dass Menschen eingreifen können. Die Rolle der Wissenschafter in diesem Experiment beschränkt sich auf die Beobachtung.

    Es ist dabei noch nicht einmal klar, in welcher zeitlichen, räumlichen und auch digitalen Auflösung beobachtet werden muss, um Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten, Fragen wie: lassen sich Sonnenausbrüche (Protuberanzen, Flares) voraussagen, was sind die genauen Mechanismen der Entstehung von Sonnenflecken, wie ist die Sonne in welcher Tiefe aufgebaut?

    Die Vorhersagen sind dabei auch von Bedeutung in unserer Welt, die von technischen Produkten geprägt sind, die auf die Störung ihrer Elektronik empfindlich sind, Störungen die durch die Ankunft von Sonnenwind auf der Erde ausgelöst werden können.

    In Österreich wird die Sonne im Kärntner Sonnenobservatorium Kanzelhöhe beobachtet. Das Observatorium wurde in den 1940er Jahren gegründet, um im Krieg den Funkverkehr besser einschätzen- und vorhersagen zu können. Heute erfüllt das Observatorium alle Aufgaben einer modernen und international vernetzten Beobachtungsanstalt – mit dem Schwerpunkt „Sonne“.

    Interviewpartner: Mag. Dr. Werner Pötzi, Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung, Institutsbereich Geophysik, Astrophysik und Meteorologie der Karl-Franzens-Universität Graz, http://www.kso.ac.at/

    Tipp & Test: Laufcomputer von Garmin. Empfehlenswert für Laufnerds, Trainingsspezialisten und jene, die beim Laufen nicht mehr telefonieren wollen. Hinweise darüber zu hören am Ende der Sendung. Link: Garmin Forerunner 210, Garmin Forerunner 310XT

  • PHS156 Wissenschaft und Glauben

    Studiodiskussion mit Werner Gruber, einem der drei Science Busters über das Physikbild im Alltag. Gemeinsam mit den Physikstudierenden Nikolinka Fertala und Roland Keller von der Universität Wien.

    (c) Science Busters

    Link: Science Busters

  • PHS155 Strom verschicken

    Strom muss in dem Moment “erzeugt” werden, in dem er gebraucht wird. In den Netzen selbst wird nichts gespeichert. In dieser Physikalischen Soiree spricht Mario Sedlak über seine Arbeit in der Berechnung von Stromtransiten – durch Österreich und durch Europa.

    Links:

    Homepage von Mario Sedlak

    Tipp:

    Die Physikalische Soiree empfiehlt: Unser Ottoro S100 Staubsaugerroboter saugt seit einigen Wochen die Redaktionsräume. Zuverlässig, einfach, witzig – vorgestellt in der Betriebsanleitung als Familienmitglied zeigt das Ding nämlich wirklich einige Persönlichkeit. Es dreht sich suchend im Kreis, hasst Stufen, bleibt vor herumligenden Dingen respektvoll stehen, um sie zu beschnuppern und dann zu umfahren. Und wenn er müde wird, sucht er sich seine Dockingstatioon und lädt sich wieder auf. Alles in allem tut er seine Arbeit großartig. Er saugt. Und das selbständig und verantwortungsbewusst – und gründlich. Mit einigem an Physik und vielem an Ingenieurskunst, die hinter (über) der Blas- und Saugvorrichtung steckt.

    Links: Karl Häussler, Vertrieb des Ottoro S100; Blog über Roboterstaubsauger

  • PHS154 Synthetische Biologie

    Früher gab es nur die Computerhacker, die versuchen in
    Systeme einzudringen. Jetzt aber gibt es auch die Biohacker, die versuchen in Systeme einzudringen. In diesem Fall in lebende Systeme. Sie lesen den genetischen Code von Bakterien, verändern ihn, und lassen sich von Spezialfirmen dann Stränge daraus zusammenbauen. Im Idealfall stirbt das Bakterium, wenn es entkommen sollte. Im Worstcase gibt es Probleme – mit der Biologie aus der Garage. Der Risikoforscher Markus Schmidt spricht in dieser Sendung über Synthetische Biologie, über die Forschung im Grenzbereich von Biologie, Chemie und Ingenieurswissenschaft. Durch die synthetische Biologie soll Leben künstlich erzeugt und verändert werden.

    Gast:
    Markus Schmidt, International Dialogue and Conflict Management, Wien

    Links:
    Chaos Radio Express, Synthetische Biologie
    Ö1 macht Schule, Unterrichtspaket zum Thema

  • PHS153 Der Unfallanalyst

    Was ist passiert? Wer ist Schuld? Zwei Fragen, die bei Autounfällen immer gestellt werden. Unfallanalysten versuchen aus Spuren, Aussagen und vor allem den Gesetzen der Physik den Unfallhergang zu rekonstruieren.

    Ein spannendes Thema, denn die Arbeit der Sachverständigen findet im allgemeinen weitab der Öffentlichkeit statt.

    Zu Gast in der Dezemberausgabe der Physikalischen Soiree: Dr. Wolfgang Pfeffer, Wien

    Vorschau auf Jänner 2011: Synthetische Biologie – Ingenieure erobern das Leben.

  • PHS152 Licht mit LED

    LED Lampen erleben gerade eine stürmische Entwicklung und scheinen herkömmliche Energiesparlampen zu überholen. Ernst Luckner ist leitender Entwickler bei Seitz Smart Trading – einer Firma, die unter dem Markennamen 16east Energiespar-LED-Lampen entwickelt und vertreibt. Er spricht in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree mit der AHS-Schülerin Naomi Lobnig über die Entwicklung derartiger Lampen und auch über Details aus seinem Forscheralltag.

    Erstausstrahlung: Ö1 Campus Radio, 4. Oktober 2010, 20:30-21:00 Uhr

    Link: http://www.16east.com

  • PHS151 Carl von Linné

    PHS151 Carl von Linné

    Der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné war leitender Gärtner des Botanischen Gartens von Uppsala. 1745 legte er eine Blumenuhr an, die mit dem zeitlich unterschiedlichen Aufblühen von Blumen im Laufe des Tages die Uhrzeit anzeigte.

    Wirklich bekannt und berühmt wurde Carl von Linné jedoch durch sein Bemühen, die Arten der Natur zu sortieren und zu katalogisieren. Er entwickelte eine Taxonomie von Tieren und Pflanzen, die mit ihren lateinischen Doppelnamen auch heute noch als “Katalog des Lebens” von all jenen verwendet wird, die sich praxisbezogen mit Lebewesen beschäftigen.

    Wissenschaftlich entwickeln sich vor dem Hintergrund genetischer Untersuchungsmethoden die Konzepte der Unterscheidung von Arten nun in eine völlig andere Richtung. Künftige Taxonomien auf Grund von DNA-Basensequenzen scheinen jedoch den praxisbezogenen Zweck des Umgangs mit Arten und Artkonzepten nicht zu erfüllen.

    Die Sendung beantwortet die Frage, wie Carl von Linné die Taxonomie der Natur entwickelt hat, und in welcher Weise sie heute noch notwendig und zeitgemäß ist.

    Eine Wiederholung der Physikalischen Soiree vom Juni 2007. Neue Beiträge gibt es dann wieder im Oktober – beginnend mit einer Sendung über Energiesparlampen.

    Die Bilder zur Sendung gibt es hier

  • PHS150 Hören

    Die Menge akustischer Umwelteindrücke nimmt zu. Wer gehört werden will, muss lauter werden, oder penetranter. Wer in Ruhe hören will, muss sich mit schalldichten Kopfhörern von der Umgebung abkoppeln. Die gehörten Klangdateien sind dabei oft stark komprimiert und datenreduziert, ein sterile Abklatsch des Originals. Wer also gerne und gut hört, leidet dieser Tage in einer Welt, in der das Sehen und Gesehen werden Priorität hat. Eine akustische Annäherung an die hörbaren Aspekte des Alltags.

  • PHS149 Sinne kleiner Tiere

    Wer gerne mehr über sich selbst und seine Umwelt erfahren möchte, muss seinen Sinnen trauen. Kleine Tiere haben oft andere Sinne, als die großen. Was Sinne überhaupt über die Umwelt genau erzählen, steht zusätzlich noch auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall sind die Sinne auf die physikalischen Gegebenheiten der Umgebung ausgerichtet – und kleinen Tieren stellen sich diese physikalischen Gegebenheiten oft fundamental anders dar als den großen. In dieser Sendung “sehen” wir uns die Sinne dieser kleinen Tiere näher an.

    Interviewpartner: Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth, Universität Wien, Department für Neurobiologie