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Wien

Podcastepisode

  • PHS169 Kleinräumiges Wetter in Österreich

    PHS169 Kleinräumiges Wetter in Österreich

    Trockentäler und Kältepole. Der Meteorologe Reinhold Steinacker erzählt über die Kleinräumigkeit des Klimas und des Wettergeschehens in Österreich.

    Durch die besondere Lage inmitten Europas großer Klimazonen ändert sich das österreichische Klima und das Wettergeschehen rasch auch über geringe geografische Distanzen. Die Alpen verhindern zusätzlich, dass großräumig Luftmassen ausgetauscht werden, die weite Gebiete gleichermaßen überstreichen würden.

    Das österreichische Klima und Wettergeschehen ist an Kleinräumigkeit kaum zu übertreffen. Rekordtemperaturen gibt es dazu ebenfalls, zumindest was tiefe Temperaturen betrifft: In Dolinen wurden bis zu -50° Celsius gemessen.

    Verblüffend ist auch, dass es in den österreichischen Alpen Täler gibt, die sehr trocken sind. Normalerweise würde es bei einem Gebirge immer kühler und feuchter werden, da die Täler aber den Gebirgsblock einschneiden, haben sich die Wolken schon vorher außen abgeregnet.

    Die Wetteraufzeichnungen haben sich stark verbessert, die Stationen wurden automatisiert und durch das engere Netz sind das österreichische Klima und das Wetter auch besser erklärbar. Vorhersagen auf lange Sicht sind nach wie vor schwierig.

    INTERVIEWPARTNER:

    Univ.-Prof. Dr. Reinhold Steinacker
    Universität Wien
    Institut für Meteorologie und Geophysik
    Althanstraße 14
    1090 Wien

    BUCHTIPP: Voigt, Hans-Heinrich
    Abriss der Astronomie
    6. wesentlich überarbeitete und erweiterte Auflage

    Wissen in Stichworten – alles, was man zum Thema braucht. Gut zu lesen, umfassender Überblick. Scharfe Details. Zusammengestellt von Profis: Die neue Auflage des bekannten und populären Standardwerks “Abriss der Astronomie”, aktualisiert mit den neuesten Themen und Erkenntnissen der Astrophysik. Extrasolare Planeten, Kosmologie, Dunkle Materie. Auch für Physiklehrer und Amateurastronomen hervorragend geeignet.

    Man wird schon viel über die vorgestellten Bereiche gelesen und gehört haben, daher den Abriss als Ergänzung und zum Vervollständigen verwenden. Erstaunlich, wie gut und leicht man den stichwortartigen Stil lesen kann. Die Zusammenstellungen durch Berufsastronomen in diesem Buch sind umfassend, spannend, und mit nachgewiesener Expertise ausgewählt. Die Physikalische Soiree empfiehlt.

    Aus dem Inhalt: Sphärische Astronomie, Sternpositionen, Astrometrie | Das Planetensystem | Die Sonne | Astronomische Beobachtungen | Zustandsgrößen der Sterne | Sternatmosphären | Sternaufbau und Sternentwicklung | Veränderliche und pekuliare Sterne | Doppelsterne | Sternhaufen | Das Milchstraßensystem oder die Galaxis | Außergalaktische Systeme | Aktive Kerne von Galaxien | Astronomie im Gammastrahlen-Bereich | Das Universum | Physikalische Prozesse | Geschichte der Astronomie

    Link zum Buch beim Wiley-VCH Verlag

  • PHS168 Sport und Physik

    PHS168 Sport und Physik

    Wodurch werden Schwimmer wirklich schnell, welche Kräfte wirken beim Stabhochsprung und warum schleudert es die Eiskunstläuferin bei der Pirouette nicht aufs Eis? Eine Betrachtung ausgewählter Sportarten aus dem Blickwinkel der Physik. Von den beschränkenden Faktoren bis zu raffinierten Techniken, die auf der Kenntnis der Naturgesetze basieren.

    Gestaltung: Alois Schörghuber und Lothar Bodingbauer

  • PHS167 Werner Gruber und das Lernen von Physik

    PHS167 Werner Gruber und das Lernen von Physik

    Der Physiker und Science Buster Werner Gruber führt gemeinsam mit dem Physikdidaktiker Clemens Nagel von der Universität Wien durch die Sendung. Zu Gast sind Studierende der Physik für das Lehramt. Thema ist unter anderem Fukoshima und der Zusammenhang mit dem Lernen und Verstehen physikalischer Prozesse.

    Buchtipp: Geheimnisvoller Kosmos bietet eine aktuelle Bestandsaufnahme über das astronomisch- kosmologische Wissen unserer Zeit in Form von aktualisierten Artikeln von Beiträgen aus Physik in unserer Zeit. Was für eine Idee – dass frühere Astronomen, vielleicht Nikolaus Kopernikus, dieses Buch in ihren Händen gehabt hätten. Preis knapp unter 30 Euro. Thomas Bührke und Roland Wengenmayr sind die Herausgeber. Astrophysik und Kosmologie im 21. Jahrhundert. Verlag Wiley-VCH.

  • PHS166 Haltbarkeit der Stadt

    PHS166 Haltbarkeit der Stadt

    Der Zerfall findet statt, und das auf allen Ebenen. Physikalisch, chemisch, biologisch. Diese Sendung geht der Frage nach, wie lange eigentlich die Stadt zusammenhält. Gut, Häuser einige Jahrhunderte, aber die Gehsteige, die Bankerl, die Rolltreppen? Viel kürzer! Vieles wird auf 30 Jahre wird geplant und gebaut, bevor Korrosion, abrasiver Prozess und die Vergammelung gewinnt.

    Im zweiten Teil der Sendung, als Bonustrack sozusagen, sehen wir der Stadt noch etwas zu. Es geht um Überwachungskameras.

    Viele Menschen werden sprechen, und doch ist diese Sendung irgendwie nicht bunt. Lassen Sie sich überraschen.

  • PHS165 Quieetsch

    PHS165 Quieetsch

    Warum das Quietschen der Tafelkreide nervt. Musikwissenschaftliche Untersuchungen an einem entsetzlichen Phänomen.

    Grauenhafte Geräusche. Das Kratzen von Fingernägeln auf der Tafel, das Quietschen der Kreide bevor sie abbricht. Zu Gast ist heute jemand, der an der Universität Wien untersucht, warum diese Geräusche so unangenehm klingen: der Musikwissenschaftler Christoph Reuter. Er erzählt, wie genau die Geräusche beschaffen sein müssen, damit sie nerven. Er gibt einen spannenden Einblick in seine Forschung und erzählt dabei verständlich über Resonanz, Maskierung, Tonalität und die vielen Eigenschaften von Geräuschen.

    Hintergrund:

    1) Pressemitteilung und Anlass zur Sendung

    2) Das Gerät, mit dem die physiologischen Körperfunktionen mitgeloggt wurden, ist das Nexus-10 von MindMedia (Weiterverarbeitung via Biotrace+, Excel und SPSS)

    3) Das Programm, mit dem die Stimuli bearbeitet wurden, ist “Jaco Visual Editor” von Herbert Griebel (Wien)

    4) Die Studie selbst ist ein Gemeinschaftsprojekt mit Michael Oehler von der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation Köln

    5) Link zur Website Bad Vibes, die Suche nach dem grässlichsten Geräusch

    6) Link zum Kurzbeitrag im Deutschlandfunk und DRadio Wissen

    7) Eine nette Hörerreaktion haben wir erhalten: von der Perfektion, eine Tafelkreide so richtig zum Quietschen zu bringen, schreibt Karl-Ludwig Bath, und wir dürfen freundlicherweise seine Zusammenfassung hier veröffentlichen: Kreidequietschen

  • PHS164 Super-KEKB und Belle-II

    PHS164 Super-KEKB und Belle-II

    Nicht nur am Schweizer CERN gibt es einen Teilchenbeschleuniger mit österreichischer Beteiligung, sondern auch in Japan. Precision-Physics lautet das Schlagwort.

    Vorige Woche erfolgte der Startschuss für ein Upgrade des KEKB Beschleunigers in Tsukuba, in Japan, der damit zum Super-KEKB Beschleuniger in den kommenden drei Jahren umgebaut wird. Die physikalische Auswirkung der Daten erfolgt durch das Belle-II Experiment, dessen Siliziumdetektor von den Hochenergiephysikern des Hephy gebaut und betrieben wird.

    In dieser Sendung hören Sie ein Gespräch mit Christoph Schwanda, vom Hephy, über die kommende Arbeit und die Forschung in Japan.

    Buchtipp: Spiel, Physik und Spaß. Christian Ucke, H. Joachim Schlichting. Wiley-VCH. Hübsches Buch über Funktionsweise und Hintergrund von “physikalischem Spielzeug” – Physik zum Mitdenken und Nachmachen.

  • PHS163 Sprache der Eisenbahn

    PHS163 Sprache der Eisenbahn

    Die Eisenbahn wurde von Ingenieuren entwickelt. Von Experten. Sie verwenden ihre Fachsprache, wenn sie über die Eisenbahn und ihren Betrieb reden. 

    Verwendet wird die Eisenbahn aber von allen Menschen. Sie verwenden ihre Alltagssprache, wenn sie über die Eisenbahn und ihren Betrieb reden. Es geht um die Verbindung dieser Sprachen in dieser Sendung. Es geht um die Sprache der Eisenbahn.

    Und wenn Sie nach dem Beitrag noch Lust haben, zuzuhören: ein Gespräch mit dem Eisenbahnhistoriker Alfred Horn haben wir in Gösing an der Mariazellerbahn aufgenommen.

    Ein Buch möchten wir Ihnen auch vorstellen:

    Quantenfische. Die Stringtheorie und die Suche nach der Weltformel von Dieter Lüst. Der Autor ist Leiter des Arnold Sommerfeld Instituts für Physik an der Ludwig Maximilans Universität München und Direktor am Max Planck Institut für Physik in München. Um die Stringtheorie zu erklären, greift Dieter Lüst in diesem Buch auf das Modell des Lebens von Fischen in einen Teich zurück. Die Quantenfische. Und der Quantenfischteich, in dem sie leben, ist nur eine unter vielen Möglichkeiten. Eines Tages fassen die Fische den Plan, ihren Teich zu verlassen, nicht zuletzt um die eigene Fischart vor dem Aussterben zu bewahren. Der aktuelle Stand des Wissens, zusammengefasst, mit einem sympathischen Modell beschrieben und verständlich dargestellt. Erschienen im C.H. Beck Verlag München.

  • PHS162 Heat-Ball

    PHS162 Heat-Ball

    Energiesparlampen sollen Glühbirnen ersetzen, weil diese einen sehr geringen Wirkungsgrad haben, was das Licht betrifft. Das rief aber eine Gruppe von Ingenieuren auf den Plan, denen das ein Dorn im Auge ist.

    Der Ingenieur als Aktionist. Der Heat-Ball, eine Wärmelampe mit hohem Wirkungsgrad wurde konzipiert. Ein Gespräch mit  dem Ingenieur Siegfried Rotthäuser über “seine” Hitzelampe mit 95 % Wirkungsgrad, die allerdings noch ein wenig leuchtet. Vorgestellt im Dokumentarfilm “Bulb Fiction”. – Link: http://heatball.de/

    Buchtipp: Michael Müller – Ideenfindung, Problemelösen, Innovation. Das Entwickeln und Optimieren von Produkten, Systemen und Strategien. Publicis Verlag – Großartiges Buch für alle Leute, denen “strategisch denken” bislang suspekt ist. Viele schöne Beispiele und wohlformulierte Denkfiguren.

    Buchtipp: Michael Esfeld – Einführung in die Naturphilosophie. 2. Auflage. WBG (Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt). – Kompakte und verständliche Darstellung philosophischer Fragestellungen, denen man im bloßen Durcharbeiten des inhaltlichen Kanons der Naturwissenschaften nie begegnen würde.

    Fly-Goodbye Gun. Fliegen einsaugen mit Physik. Damit Schießen endlich zum Vergnügen wird. Auch für die Fliege, die in einem Röhrchen gesammelt, danach mit der beigelegten Lupe betrachtet, und anschließend in Nachbars Garten ausgesetzt wird. Mit Testfliegen zum Üben. – Link zur Fly-Goodbye Page

  • PHS161 Passwörter

    PHS161 Passwörter

    Die Sommersendung der Physikalischen Soiree, diesmal mit zwei Beiträgen.

    1) Passwörter. Ohne PINS, PUKS und eine Heerschar elektronischer Passwörter funktioniert in unserem Leben gar nichts mehr. Manche haben ein System, wie sie erstellt und gemerkt werden, andere schreiben alles auf. Ganz sicher ist sich aber keiner über die Sicherheit, die dadurch gewonnen wird oder verloren geht. Ein Beitrag über Passwörter, ihre Eigenschaften, und Strategien sie sich zu merken.

    2) Gehen. Translation. Langsam. Ohne große Beschleunigung. Zeit zur Ruhe und zum Denken. Jeder Mensch kennt eine Distanz, ab der er lieber nicht mehr zu Fuß geht, und lieber auf ein Verkehrsmittel umsteigt, das ihn trägt. Es gibt aber auch jene Menschen, die gerne auch große Entfernungen zu Fuß zurücklegen, und das meist völlig freiwillig. Ob aus sportlichen Gründen, oder aus Notwendigkeit – wir begleiten vier dieser Menschen auf einem ihrer Wege und zeichnen ihre Gedanken zum Thema “Gehen” auf.

  • PHS160 Seltene Erden

    Scandium, Samarium, Europium – und 14 weitere chemische Elemente.

    Die “Metalle der Seltenen Erden” sind wertvolle Rohstoffe, die in der Natur gar nicht so selten vorkommen. Sie werden in hohem Maße in industriellen Produkten verwendet, die mit Licht, Optik oder Magnetismus zu tun haben: Brillen, Festplatten, Hochleistungsmagnete für Windkraftanlagen. Ca. 20 kg Seltene Erden befinden sich etwa in einem modernen Hybridauto – ein Auto, das mit elektrischem Antrieb und Benzin- oder Dieselantrieb gleichermaßen betrieben wird.

    Selten sind nicht unbedingt die 17 verschiedenen “Metalle der Seltenen Erden”, selten sind nur die Lagerstätten, in denen diese Elemente angereichert genug vorkommen: in einer Konzentration ab 2%.

    99% der Weltproduktion findet in China statt, und dieses Land hat einen Exportstopp verhängt – aber nur für die Rohmaterialien. Die daraus gefertigen Produkte werden sehr wohl am Weltmarkt verkauft. Es wird noch einige Jahre dauern, bis auch Lagerstätten in anderen Teilen der Welt technisch erschlossen sind und den handelspolitisch verursachten Engpass abfedern.

    Gestaltung: Lothar Bodingbauer. Die Interviews wurden in der Ö1 Sendereihe “Vom Leben der Natur” im Februar 2011 erstausgestrahlt.

    INTERVIEWPARTNER:

    Univ.-Prof. DI Dr. Wolfgang Linert
    TU Wien, Institut für Angewandte Synthesechemie

    Univ.-Prof. DI Dr. Gerfried Hilscher
    TU Wien, Institut für Festkörperphysik

    Univ.- Prof. Dr. Leopold Weber
    Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

    Aktueller Link: Seltene Erden am Ozeanboden