Radio, Science, Education

Wien

Podcastepisode

  • PHS253 Fleischfressende Pflanzen zuhause

    PHS253 Fleischfressende Pflanzen zuhause

    Foto von Théotim THORON auf Unsplash

    In der 253. Folge der Physikalischen Soirée stehen fleischfressende Pflanzen und deren speziellen Lebensräume, in denen sie gedeihen, im Mittelpunkt. Lothar Bodingbauer begrüßt als Host der Physikalischen Soiree den Bayer Stefan Krämer, der kreative Paludarien gestaltet – also Lebensräume, die Wasser- und Landzonen miteinander verbinden. Diese kunstvoll arrangierten Biotope sind in Glasbehältern angelegt und bieten den perfekten Lebensraum für verschiedene Arten von fleischfressenden Pflanzen, besonders für den Sonnentau (Drosera), die in sumpfigen Uferbereichen wachsen.

    Stefan erklärt, dass sein Interesse an fleischfressenden Pflanzen ursprünglich durch das Sammeln und die Beobachtung dieser Pflanzen in der Natur geweckt wurde. Er stellt fest, dass viele Hobbyisten dazu neigen, die Pflanzen in herkömmlichen Plastiktöpfen zu kultivieren, was jedoch wenig ästhetisch ist. Durch seine Faszination für die natürlichen Lebensräume dieser Pflanzen entwickelte er den Anreiz, seine eigenen Paludarien zu gestalten, um die Schönheit dieser Pflanzen zu zeigen und ihnen eine geeignete Umgebung zu bieten, die ihren natürlichen Bedingungen ähnelt.

    Ein zentrales Thema des Gesprächs sind die Grundlagen der Haltung von Karnivoren. Stefan erläutert die Schlüsselfaktoren wie Wasserqualität, Lichtverhältnisse und die Notwendigkeit, die spezifischen Bedürfnisse der Pflanzen zu verstehen. Er hebt hervor, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, dass fleischfressende Pflanzen eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, was in den meisten Fällen nicht der Realität entspricht. Viele Arten, wie der südafrikanische Sonnentau, sind robust und können in normalen Wohnbedingungen gedeihen, solange das Substrat ausreichend feucht gehalten wird.

    Weiterhin diskutieren Lothar und Stefan die Herkunft der Pflanzen und deren Ansprüche an das Substrat. Während viele denken, dass alle fleischfressenden Pflanzen in tropischen Regenwäldern angesiedelt sind, erklärt Stefan, dass die meisten tatsächlich in weniger feuchten, subtropischen Bedingungen vorkommen. Er beschreibt, dass Sonnentauarten oft in der Nähe von Bächen in südlichen Regionen Afrikas zu finden sind, wo sie unter einem sich wandelnden klimatischen Umfeld gedeihen. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass das Pflegen von fleischfressenden Pflanzen nicht so komplex sein muss, wie oft angenommen wird.

    Stefan erzählt von seinen Erfahrungen, wie er mit der Gestaltung von Paludarien beginnt, indem er sich von Fotos der natürlichen Lebensräume inspirieren lässt. Er betont die Bedeutung des Hardscapes – der Verwendung von Steinen und Holz, um die gewünschten Landschaftsformen zu schaffen. Dabei geht es ihm nicht nur um die nachgeahmten Lebensräume, sondern auch um die künstlerische Komponente, das Design und die Ästhetik in der Gestaltung.

    Die Unterhaltung führt zu technischer Ausstattung und Pflanzenpflege. Stefan erklärt, dass künstliche Beleuchtungen ein entscheidendes Element sind, insbesondere wenn natürliche Lichtverhältnisse in einer Wohnung nicht ausreichen. Er gibt praktische Tipps zu Pflanzenlampen und erörtert den Einsatz von kalkfreiem Wasser, um die optimale Gesundheit seiner Pflanzen zu gewährleisten. Hierbei spricht er auch die Herausforderungen an, die sich bei der Wasserqualität ergeben können, und klärt, dass Osmosewasser die beste Auswahl ist, um die Pflanzen vor schädlichen Mineralien zu schützen.

    Im Verlauf des Gesprächs wird deutlich, dass die Pflege von fleischfressenden Pflanzen eine persönliche und kreative Ausdrucksform ist, die Gemeinschaft und Austausch fördert. Stefan berichtet, wie seine Arbeit auf Instagram, unter dem Account estebalius-plantedscapes, eine große Anhängerschaft gefunden hat und das Interesse an fleischfressenden Pflanzen und Paludarien gestärkt hat. Er beschreibt die wachsenden Gemeinschaften, die um dieses Hobby entstanden sind, und die positive Rückmeldung, die er erhält, wenn andere von seinem Konzept begeistert sind.

    Stefan betont, dass er keine kommerziellen Ambitionen verfolgt und das Ganze als privates Hobby sieht, wobei ihn der Austausch mit Gleichgesinnten und die eigene kreative Entfaltung im Mittelepunkt seiner Aktivitäten stehen. Am Ende der Episode reflektiert Lothar über die thematischen Aspekte des naturverbundenen Designs in einem urbanen Umfeld und die Ästhetik, die die visuelle Gestaltung von Paludarien und Aquascaping begleiten. Die Sendung schließt mit einer positiven Note über die Freude an Pflanzen und die kunstvolle Gestaltung von Lebensräumen – und lädt die Zuhörer ein, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

    Link: https://www.instagram.com/estebalius_plantedscapes/


    Foto von Théotim THORON auf Unsplash
    Text automatisiert erstellt via Auphonic Whisper ASR

  • PHS252 Spinne

    PHS252 Spinne

    Christoph Hörweg, Leiter der 3. Zoologischen Abteilung / Kurator der Sammlung Arachnoidea / wissenschaftlicher Mitarbeiter (Naturhistorisches Museum Wien) im Gespräch mit Lothar Bodingbauer über die Spinne.

    Hinweis: “Ins Netz gegangen”. Ausschnitte aus diesem Gespräch sind in der Sendung Diagonal, am 22. Februar 2025, ab 17 Uhr im ORF Österreich 1 Radioprogramm zu hören. Link zur Sendung

    Buchtipp: Graham, Michael H.; Parker, Joan; Dayton, Paul K.. The Essential Naturalist: Timeless Readings in Natural History (English Edition), daraus der Text: Crompton, 1. 1954. The Life of Spiders. The New American Library of World Literature, New York; “The Wolf Spiders, “pp. 66-74.

  • PHS251 Wölfe im Rudel

    PHS251 Wölfe im Rudel

    Gespräch mit Lina Oberließen, Animal Trainer & Scientific Coordinator, Wolf Science Center (WSC), Ernstbrunn.

    Themen: Blickkontakt mit einem Wolf, Mythos Alphawolf, Wolfs(Patchwork)familien, Trauerverhalten und Bindung sowie das Konzept der Selbsterkenntnis beim Wolf.

    Vom Leben der Tiere in der Gruppe

    Sozial lebende Tiere bleiben länger zusammen als es für die reine Fortpflanzung – das Aufwachsen der Jungen – notwendig wäre. Viele dieser Tiergruppen haben eigene Namen: Bei Vögeln und Fischen ist es der Schwarm, Schafe und Kühe leben in der Herde, bei Gänsen ist es die Schar, Wölfe und Hunde leben im Rudel und bei Wildschweinen ist es die Rotte, ein Verband, der von erfahrenen Weibchen angeführt wird.

    Es sind vor allem die sozial lebenden Tierarten, die vom Menschen domestiziert wurden, Hasen als Beispiel für nicht domestizierte Tiere sind Fluchttiere, die nicht in Verbänden leben, die über die reine Fortpflanzung hinausgehen.

    Die Vorteile des Zusammenlebens liegen auf der Hand: Die Chance, gefressen zu werden, sinkt mit der Anzahl der Individuen, ein Fressfeind kann verwirrt werden, weil sich die Gruppe unerwartet bewegt oder aufteilt. Es kann auch selbst besser gejagt werden. Es gibt auch physikalische Vorteile, zum Beispiel beim Vogelflug, wenn die V-Formation den Luftwiderstand für alle, die nicht an der Spitze fliegen, verringert. Warum es aber Individuen gibt, die als “Leader” die Führung übernehmen, ist Gegenstand der Verhaltensforschung.

    Hinweis: Im ORF Radioprogramm Österreich 1 sind Ausschnitte aus diesem Podcast zu hören: 8:55 Uhr – 9:00 Uhr, und als Podcast https://sound.orf.at/podcast/oe1/oe1-vom-leben-der-natur

    10.02.2025 Montag: Wildschweine / Klaus Hackländer https://oe1.orf.at/programm/20250210#785131/Rotte-Schwarm-und-Rudel
    11.02.2025 Dienstag: Honigbienen / Marian Aschenbrenner https://oe1.orf.at/programm/20250211#785183/Rotte-Schwarm-und-Rudel
    12.02.2025 Mittwoch: Graugänse / Didone Frigerio https://oe1.orf.at/programm/20250212#785236/Rotte-Schwarm-und-Rudel
    13.02.2025 Donnerstag: Wölfe / Lina Oberließen https://oe1.orf.at/programm/20250213#785288/Rotte-Schwarm-und-Rudel
    14.02.2025 Freitag: Hunde und Menschen / Kurt Kotrschal https://oe1.orf.at/programm/20250214#785340/Rotte-Schwarm-und-Rudel
  • PHS 250 Flüssige Landschaft

    PHS 250 Flüssige Landschaft

    Stefan Graf ist Experte für Aquariengestaltung und Gründer von Liquid Nature (Wien. Er beschreibt im Gespräch mit Lothar Bodingbauer die vielseitigen Aspekte gestalteter Wasserlandschaften: Aquarien, Paludarien und Terrarien.

    Link: https://www.liquidnature.at

    Die technische Ausstattung spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung dieser Lebensräume. Beleuchtungssysteme beeinflussen das Wachstum von Pflanzen und Algen, während CO2-Versorgung und Filtertechnik essenziell für das ökologische Gleichgewicht sind. Stefan erklärt, wie wichtig eine durchdachte Planung und die Wahl geeigneter Materialien sind, um langfristig stabile Bedingungen zu schaffen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Bedeutung des Bodengrunds, da dieser Nährstoffe speichert und zur Vermeidung von Algenbildung beiträgt.

    Die biologische Dynamik solcher Systeme basiert auf dem Zusammenspiel von Pflanzen, Algen und Mikroorganismen. Stefan hebt hervor, dass Geduld ein entscheidender Faktor ist. Ein biologisches Gleichgewicht kann nur durch schrittweise Anpassungen und kontinuierliche Beobachtung erreicht werden. Fehler in der Anfangsphase, etwa durch zu frühe Besetzung mit Fischen oder eine Überdüngung, können das gesamte System destabilisieren. Daher ist es ratsam, den Einlaufprozess abzuwarten, bis sich ein stabiles Milieu etabliert hat.

    Lothar Bodingbauer berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen mit der Einrichtung eines Aquariums und den Herausforderungen, die mit der Haltung von Schnecken und Pflanzen verbunden sind. Anfänger bringen manchmal zu wenig Geduld auf, um die komplexen Wechselwirkungen in Aquarien zu verstehen. Regelmäßig auftretende Probleme, wie unerwartetes Algenwachstum oder unklare Wasserverhältnisse, lassen sich meist durch Anpassungen der Pflege und Nährstoffzufuhr lösen.

    Ein zentraler Punkt ist die artgerechte Haltung von Tieren in Aquarien. Überbesetzung oder falsche Vergesellschaftung führt zu Stress und beeinträchtigt das Wohlbefinden der Tiere. Eine naturnahe Gestaltung berücksichtigt die den Bedürfnissen der jeweiligen Fischarten entspricht. Dazu gehören Rückzugsorte, ausreichend Strömung und die richtige Wasserzusammensetzung. Gerade bei heimischen Arten ist es wichtig, saisonale Schwankungen zu berücksichtigen, da sie sich an bestimmte Temperatur- und Lichtbedingungen angepasst haben.

    Dann geht es auch um die Gestaltung, das “Aquascaping”, die Verbindung von Ästhetik und Funktionalität. Stefan erläutert verschiedene Stilrichtungen, die von japanischen Nature-Aquarien bis zu naturnahen Biotopen reichen. Die Wahl von Steinen, Holz und Pflanzen beeinflusst dann auch nicht nur das visuelle Erscheinungsbild, sondern auch das Verhalten der Tiere.

    Die Verantwortung gegenüber den Tieren erfordert eine bewusste Auseinandersetzung mit ihren Bedürfnissen und Lebensbedingungen. Stefan warnt davor, Tiere aus der Natur zu entnehmen oder sie bei Überpopulation einfach auszusetzen. Alternativ können regulierte Futterzugaben oder der Einsatz natürlicher Fressfeinde zur Kontrolle der Population beitragen.

    Viele Pflanzen, die im Handel erhältlich sind, sind eigentlich Sumpfpflanzen. Sie können sowohl unter als auch über Wasser wachsen. Die richtige Kombination von Licht, Nährstoffen und CO2 ist entscheidend für ein gesundes Pflanzenwachstum. Algenprobleme entstehen oft durch Ungleichgewichte, die durch gezielte Pflege und Kontrolle behoben werden können.

    Die Langzeitpflege von Aquarien und Paludarien erfordert regelmäßige Wartung und Anpassungen. Stefan weist darauf hin, dass der Lebenszyklus eines Aquariums begrenzt ist. Mit der Zeit sammeln sich Nährstoffdepots und organische Ablagerungen im Bodengrund, die regelmäßig entfernt oder durch neue Substrate ersetzt werden müssen. Besonders bei größeren Becken ist es sinnvoll, modulare Strukturen zu verwenden, um schnell einmal bestimmte Teile auszutauschen.

  • H046 Musikkritik und Musikjournalismus

    H046 Musikkritik und Musikjournalismus

    “Sag’ mal, was ist eigentlich ‘ne Dominante?”

    Wer über Musik spricht, schreibt, berichtet, vermittelt etwas. Was genau, erzählt unser Gast Sebastian Kraus. Er ist freier Musikvermittler und schreibt unter anderem für die Augsburger Allgemeine Zeitung. Er hat viel Musik gehört, auch selbst gemacht, vor allem aber mit vielen, vielen Menschen über ihren Zugang zu dem, was sie tun – Musik machen – gesprochen. Aus dieser Erfahrung schöpft er persönliche und sachliche Zugänge. Er liebt es, ein Bild der Musiklandschaft in seinem Lebensraum zu recherchieren, zu zeichnen und das Publikum damit auch wirklich zu begeistern.

    Link zu Sebastians Texte bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung

    Mit dabei sind natürlich Elisabeth – sie ist Musikerin und Musikvermittlerin in Ulm und Lothar, Wissenschaftsvermittler aus Wien als Hosts dieses Podcasts.

    Was begeistert dich an guten Texten über Musik? An guter Moderation? An guter Musikkritik im besten Sinn? Schreib es an horch@sprechkontakt.at, wir werden gerne in der nächsten Folge darüber erzählen.

  • ADW025

    ADW025

    Poles

    Sound of a string on a pole in Dutch Harbor / Unalaska

    Fur-seal / nördlicher Seebär (male) in St. Paul

    Children singing and dancing in St. Pauls community hall

  • H044 Uraufführung

    H044 Uraufführung

    Der lange Weg ins Repertoire

    https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/magazin/magazin_8/angekommen_in_der_gesellschaft_die_neue_musik_in_deutschland.html

    Rainer Pöllmann [*1962] ist Redakteur und Produzent bei Deutschlandradio Kultur. 
    1999 Gründer und seitdem einer der beiden Künstlerischen Leiter des Festivals Ultraschall ( Anm. in Berlin ).

    Er schreibt im Artikel „Angekommen in der Gesellschaft? Die neue Musik in Deutschland“ u.a.

     „…Durchschnittlich 1,7 Uraufführungen gab es in Deutschland in den letzten beiden Jahren. Jeden Tag. …knapp 200 Ensembles für Neue Musik, die es heute in Deutschland gibt. …Uraufführungen, Ensembles, Konzerte – die Zahlen zur Neuen Musik in Deutschland sind beeindruckend groß. …Vernetzt sind viele dieser lokalen Aktivitäten durch Regionalgesellschaften der GNM, der Gesellschaft für Neue Musik in Deutschland…Die GNM hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Szene ein Bewusstsein ihrer selbst und ihrer gesellschaftlichen Verankerung entwickelte. …

    Die enorme Zahl von Uraufführungen hat allerdings eine Kehrseite. Im allgemeinen Drang zum Ius primae noctis kann kein Repertoire der Neuen Musik entstehen. Von einer solchen Repertoirebildung hängt jedoch ab, wie selbstverständlich der Umgang mit Neuer Musik auf Seiten der Interpreten wie auch auf Seiten der Hörer ist…“

    https://www.schwaebische.de/regional/ulm-alb-donau/ulm/ulmer-oratorium-ist-an-keinen-bestimmten-ort-gebunden-389108

    „…In diesem Tagen jährt sich die Absage des „Ulmer Oratoriums“. Rund um das Werk, das Marios Joannou Elia zum Jubiläum der Vollendung des Münsterturms (Anm. 2015 ) schuf, entpuppte sich ein Streit….

    Ulm ist die einzige Stadt, in der ein für den Ort geschaffenes Werk des Komponisten noch nicht aufgeführt wurde. Das „Ulmer Oratorium“ liegt im Stadtarchiv….“

    HORCH! Imagefilm zum „Ulmer Oratorium“ Wie wurde die Musik vertont? 

    Wahrscheinlich mit Klangsynthese…

    https://www.sueddeutsche.de/kultur/kaija-saariaho-hush-helsinki-konzert-1.6162394?reduced=true

    „Wie ein sinken in die Tiefe“  25. August 2023, von Michael Stallknecht

    Kaija Saariaho hat ihr letztes Werk ihrer Familie und ihren Ärzten gewidmet, sie starb im Juni 2023. Kaija Saariaho schrieb das Trompetenkonzert “Hush” kurz vor ihrem Tod – und das hört man. Jetzt wurde es in Helsinki uraufgeführt. (Anm. posthum)

    World Première, 24 August 2023, Helsingin juhlaviikot ’23

    HORCH!


    Special Guest:

    Jürgen Grözinger (Link: Wikipedia), Künstlerische Leitung von KlangHaus.
    Neue Musik im Stadthaus. Link: https://stadthaus.ulm.de/klanghaus-2

    (Link zum WDR Klassik Klub am Sonntag, 26. Mai 2024 mit Jürgen Grözinger)


    Wir sprechen in dieser Episode 44 über diese Uraufführung:

    Songs from Revered Scorned Women

    Áine Mallon

    Text: Emily DeDakis and Áine Mallon

    i           Pandora

    ii          Eve

    iii         Medusa

    iv         The Marys

    v          Me

    Songs for Revered Scorned Women is a song cycle in five movements for Mezzo Soprano and piano trio. In this work each movement uniquely adopts the perspective of a woman drawn from history, mythology, or religion, who has served as the archetype for misogynistic treatment or the establishment of patriarchal standards. Throughout the cycle, every movement delves into these thematic elements, offering an exploration of the experiences and narratives associated with each featured woman from her point of view. 

    In the fifth and final movement, titled ‘Me,’ the exploration extends to the enduring impact of the stories and treatment of women who preceded us; how these narratives continue to resonate within modern women, shaping their experiences today. From Pandora’s curiosity deemed sinful, to Eve’s burden of shame, guilt, and sin; Medusa’s ordeal of sexual assault, victim blaming, and subsequent punishment and demonisation; and the complex dichotomy faced by the Marys, oscillating between exaltation and denigration based on entrenched moral judgements on virginity and promiscuity — each of these stories is intricately woven into our collective heritage. The patriarchal ideals imposed on these women persist, casting a shadow that influences and restrains us in the present day.


    Episodenbild: Photo by Casey Horner on Unsplash

  • H043 Idylle

    H043 Idylle

    So schön könnte es sein!

    Lothar und Elisabeths Horch! Comeback…und, die Liste wird abgearbeitet, bis mit 050 Schluss sein soll. Seit November 2016 halten wir unserem Format die Treue, über Neue Musik sprechen, hören und selber machen.

    Horch! Live Elisabeth spielt ein paar Takte „Der Besucher der Idylle“ aus „Chinesische Bilder“ von Isang Yun (1993)

    »…In Werken des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts fallen immer wieder einzelne Sätze oder Satzteile auf, die sich durch ihren ruhigen, lyrischen Charakter von der sie unmittelbar umgebenden Musik deutlich abheben…Die Untersuchung der Entstehungsursachen von Idyllen im Verlauf ihrer Geschichte macht ihre Funktion als geistiges Ventil vor allem in Krisenzeiten deutlich: Die (musikalische) Idylle ist nicht nur ein Gefäss für Wunschträume, sondern auch für Kritik an der Realität…«

    aus: Musikalische Idylle – Studien zu einem verborgenen Topos – Christine Wassermann Beirão – ISBN 9783895640575 / 978-3-8956-4057-5 / 978-3-89-564057-5 – Verlag Königshausen & Neumann

    https://verlag.koenigshausen-neumann.de/product/9783895640575-musikalische-idylle

    Anton Webern – Im Sommerwind, Idyll für großes Orchester (1904) Chicago/Haitink Live

    Horch! https://www.youtube.com/watch?v=V8-ZOFCKZXA

    »…Mit dem Albumcloser verkehren sie die beschriebene Urlaubsstimmung ins Gegenteil und entlarven das vermeintliche Ferienidyll als Trugschluss…«

    aus: VISIONS PREMIERE: ZAHN

    Trügerisches Idyll

    08.08.2023 | 11:00

    Autor/in: Lisa Elsen

    https://www.visions.de/news/zahn-visions-premiere-idylle-video

    Horch!

    “Gefährlich nah an der Idylle” – Tilo Wachter spielt und Mathias Steinauer komponiert für das Instrument Hang.

    https://www.hang-in-concert.de/hang-in-concert/innenwelten/orchester-solist-mit-basel-sinfonietta

    Horch!

    https://soundcloud.com/tilowachter/allein?utm_source=www.hang-in-concert.de&utm_campaign=wtshare&utm_medium=widget&utm_content=https%253A%252F%252Fsoundcloud.com%252Ftilowachter%252Fallein

    Instrumente | PANArt Hangbau AG

    https://panart.ch/de/instrumente

    Horch!

  • H042b Himmel und Hölle

    H042b Himmel und Hölle

    Das Konzert des HUGO-Siegerteams von 2023 – Montforter Zwischentöne – Lingua Lyra. Kurze Nachbesprechung als Folge der Folge 42a.

    Link: https://www.montforterzwischentoene.at/programm-2023/himmel-und-hoelle/

  • BG081 Gregor Mendel und die Bienen

    BG081 Gregor Mendel und die Bienen

    Zwei Vorträge vom Symposion anlässlich des 200. Geburtstages des Vererbungsforschers Gregor Mendel – veranstaltet am 14.10.2022 von der Wiener Gregor Mendel Gesellschaft und dem Austrian Institute of Technology am UFT Tulln.

    1. Berthold Heinze: Gregor Mendel und seine Bienen – Hobby, Inspirationsquelle, Untersuchungsobjekt
    2. Johann Fuchs: Königinnenzucht in Hinblick auf Selektion

    Haha: “Ich brauche eine Königin, die nichts taugt” – diese Anfragen gibt es tatsächlich, und sie ergeben auch Sinn. Warum das so ist, erzählt Johann in seinem Vortrag.

    Danke an Berthold Heinze und Johann Vollmann für das Organisieren der Tagung und das Zurverfügungstellen der Aufnahmen.