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Wien

Podcastepisode

  • TRA065 SCH Verbindungen

    1. Der Falschspieler wird italienisch sprechen.
    2. Lasch Späne sammeln und forsch Speere werfen.
    3. Der Frosch springt ins Wasser.
    4. Du mußt auf den Fleischspieß schauen!
    5. Du mußt nicht falsch sprechen.
    6. Den Marsch spielen.
    7. Den Fisch schuppen.
    8. Bei Tisch spielend spanisch sprechen.
    9. Wir werden Fleisch speisen. 
    10. Wenn der Mensch spart, kann er kein Fleisch essen. 
    11. Dieses Fleischstück schmeckt herrisch streng. 
    12. Auf den Tisch starrend, forsch strafen. 
    13. Mit komisch strahlenden Gesichtern tragen sie herrisch Standarten. 
    14. Ein Mensch der lasch steht, trottet auch beim Marschschritt. 
    15. Ein Fischschwarm ist höllisch schwer zu erhaschen. 
    16. Du mußt rasch schießen, um den Hirschschlögel dann essen zu können.  
    17. Einen Tusch schmettern und damit Geräusch schaffen. 
    18. Dieser Mensch schwört, daß jener Mensch stottert. 
    19. Schau auf die Froschschenkel in der Waschschüssel. 
    20. Frisch aus dem Gebüsch springen und die Tür mit Geräusch sperren. 
    21. Der Tischschmuck in der Tischschublade. 
    22. Frisch schwirrt die Libelle und der Frosch schaut zu. 
    23. Um Mitternacht wird der Hirsch schwedisch, der Frosch dänisch sprechen.
    24. Specht, Spatz, Sperber, sprangen spornstreichs,  spottend Spangen, Sparren, Sprossen, spät aus spitz’gen Speichers Spalte, Speis’ und Speck im Spinde spähend. 
    25. Schießen schleunig, schier verschwindend,  schlangenschleichend, scheu und schlurfend,  schnell zum schmalen Schlossenschornstein,  schrillen Schreis den Schloßschenk schreckend!
    26. Stündlich stöhnt der störr’ge Strolch,  stemmt sich stramm zu starkem Sturz –  stampfend stets die Strohbettstatt –  stumpf gestützt auf strupp’ge Streu.  
    27. Still und staunend steht der Strenge,  stumm, bestürzt zum Sträfling starrend!
    28. Der schwere Bursche, der schon die schwedischen Meisterschaften der Steinstemmer mit Abstand für sich entschieden hatte, stand stockstumm im Schein der Scheinwerfer im Sportstadion. Weder schnöde Beschimpfungen der stürmischen Zuschauer noch schöne Versprechen der bestürzten Veranstalter stimmten den Star der Veranstaltung um. Er bestand für das Stemmen eines schweren Steines auf einen Gagenzuschuß. Die Zuschauer schämten sich nicht und verschrieen die Steinstemmeisterschaft als schäbiges Schülerstück. Nach einer Viertelstunde schob man dem Stemmer einen Zuschuss zu , den er bescheiden in die Tasche strich. Dann stellte sich der Bursche hinter den Stein und schaute ihn scharf an, wie ein Stierkämpfer den Stier. Inzwischen war es still geworden im Stadion. Er schmiegte seine schwere Brust und den glattgeschorenen Schädel an den Stein, und im stürmischen Geschrei der Zuschauer stemmte er unter Stöhnen und Schnauben den schwersten aller je gestemmten Steine über Schultern und Schädel. Und schon umschwärmten den strahlenden Burschen die Scharen jener Zuschauer, die ihn eben schnöd beschimpft hatten.
    29. Das war schon zur Schulzeit beschlossene Sache, daß Susi Schmalz, das schlitzäugige, schwarzhaarige Sprößchen und der Stolz des Seifenindustriellen Franz Schmalz, zur klassischen Konzertsängerin ausgebildet werden sollte, koste es, was es wolle. Susi haßte allerdings den Kunstgesang von der ersten Gesangsstunde an, es reizte sie keineswegs, mit angestrengter Stimme sechsundsechzigmal dieselbe Stelle zu singen. Es schien Susi auch sinnlos, sich so sehr fürs Singen auszugeben, daß schließlich zu Tanz und sonstigem Scherz keine Zeit blieb. Dies verschwieg sie zu Hause allerdings und erzählte treuherzig, sie besuche mit von Semester zu Semester steigendem Interesse die klassischen Gesangskurse und hätte beim Ausscheidungssingen sogar als zweitbeste Sopranistin ausgezeichnet abgeschnitten. Selbstsicher ließ sie sich zum Schluß der Ausbildung Zuschüsse für einen kostspieligen Meisterkurs auszahlen. Tatsächlich aber hatte Susis Beschäftigung mit Musik nichts Klassisches an sich. Sobald sie außer Haus war, summte sie die entsetzlichsten, süßesten Schlager. Längst hatte sie sich ins Schädelchen gesetzt, Schlagersängerin zu werden. Sie verzichtete aufs Musikstudium und saß stattdessen in Gasthäusern herum. In einer solchen Gaststätte sang sie eines Abends einen Schlager. Der siamesische Schlagzeuger des Orchesters stürzte sich sogleich auf das anscheinend mit Finanzen bestausgestattete Geschöpf und versprach, aus Susi einen Schlagerstar zu machen. Das Schulgeld floß ganz dem Siamesen zu, der sie die Schlitzaugen noch etwas spitzer schminken und sie abwechslungsweise schluchzend und süß zerschmelzend stöhnen und zum Schluß sich die Haare ausreißen ließ. Als ausschließlich siamesische Spezialität ließ er Susi scharf mit der Zunge schnalzen. Mit pseudosiamesischen Schlagern sang sich Susi, die jetzt Susi Sari hieß, erstaunlich schnell zur Spitze des Schlagergeschäftes vor. Als erstes schüttelte sie kaltschnäuzig den siamesischen Musiker von sich und steckte astronomische Summen ein. Erst verstieß selbstverständlich der Seifenindustrielle Schmalz seinen gesunkenen Sprößling. Als jedoch eines Morgens die Seifenkurse an der Börse ins Nichts stürzten, schloß Franz Schmalz seinen Sprößling großzügig ans Herz. Der Erlös der süßen Schlager erlöste Schmalz aus Schulden und Schande.
  • BG057 Turmfalken und Völkervermehrung

    Turmfalken, Foto: Franz Kerschbaum
    Foto: Franz Kerschbaum

    Petra Sumasgutner ist Ornithologin. Sie erzählt über das Turmfalkenprojekt in Wien und wir entdecken im gemeinsamen Gespräch viele Parallelen zu den Bienen. Link: Turmfalkenprojekt (Facebook) | Vom Leben der Natur (Ö1) über Turmfalken

    Im Korrespondententeil am Bienenstand erzählt uns Marian Aschenbrenner vom Bienenzentrum in Wien über seine Gedanken zur Völkervermehrung und ich frage ihn, was eigentlich “brutal” bedeutet. Link: Biezen

    Buchtipp: Inspiration Biene mit begleitendem Unterrichtsmaterial, Thomas Radetzki, Matthias Eckoldt, Aurelia Stiftung. Link zu Buch und Unterrichtsmaterial

  • TRA063 SCH

    1. Warum beschuldigst du mich, nicht schnell genug geschwommen zu sein?
    2. Dieser Abschaum von Mensch wird mit Abscheu betrachtet. 
    3. Schweife nicht ab – du verschenkst verschmähend deine Geschenke!
    4. Nach dem Abschaben des Vorschiffs mußt du die Späne aufschichten. 
    5. Die schönen Schauspieler haben die Spanier schlecht gespielt. 
    6. Der schottische Schäferhund beschirmt die Schar der Schafe.
    7. Schick dich nicht an, dich im Stroh zu strecken, das ist unschicklich!
    8. In der Strafanstalt handelt der Vorsteher nach Vorschrift. 
    9. Mit Überschwang begann die Mannschaft das Vorspiel am Strand. 
    10. Zur Stunde werde ich Überschuhe zu frisch gewaschener Wäsche tragen.
    11. Die schwer angeschlagene Gesellschaft war von hohem Stand. 
    12. In der spanischen Spelunke speisten die Sportler Spargel. 
    13. Stephan wird sich unter dem Sprungbrett am Stahlgestänge unterstellen.
    14. Aufspringen und schrillen Schreis den Schloßschenk schreckend. 
    15. Diese höheren Schüler sprechen eine gespreizte Sprache. 
    16. Stück für Stück gestand der Stromer die geschmacklosen Diebstähle.
    17. Der schlechte Aufschnitt war der Stein des Anstoßes. 
    18. Schrankenlose Schreckensherrschaft der Steuerbeamten. 
    19. Spott und Schande über diese nicht ganz unschuldigen Anschauungen!
    20. In Kaschmir geschenkte indische Schokolade lutschen.
    21. Mit Verstand beim Chef der Kunststadt vorsprechen. 
    22. Wer die Sprache spielend spricht, kann fast sprechen. 
    23. Neben der Poststelle war die Kunststube mit der Raststätte.  
    24. Der Antrieb des Jets wurde verspätet auf Höchststufe gestellt.
  • TRA062 Verbindungen T–D

    1. Der Bote trat, durchtrieben lächelnd, an den Trog.
    2. Hast du das Ding gut durchgebraten?
    3. Der Wilddieb traut dir nicht.
    4. Im Abenddienst sind die Bliddarmschmerzen härter zu ertragen.
    5. Warst du nur im Hemd, als du den Wald durchstreiftest?
    6. Dies und das fand ich an dir altdeutsch oder plattdeutsch. 
    7. Die Fahrtdauer wird unter Zeitdruck nicht kürzer. 
    8. Ernst dreht Draht und du schaust die Post durch. 
    9. Mit allem Drum und Dran kalt duschen hält dich auf Dauer warm.
    10. Sind die Raddampfer währenddessen eingetroffen?
    11. Bald darauf hat er den Pultdeckel zugeschlagen. 
    12. Während dem Fahrdienst notdürftig die Post durchsehen.
    13. Redest derb, legst breit dar, wann wirst du endlich denken?
    14. Hast du im Altdorf fortdauernd Donner und Doria gerufen?
    15. Kraft deines Amtes wird dieser Zeitungsdruck durchgehen.
    16. Der Wald dunkelt und ich fand dich total durchnäßt.
    17. Dies und das hast du gut durchdacht.
    18. Halt dich im Felddienst gerade und tüchtig!
    19. Deine Tante liest Dantes Göttliche Komödie dilettantisch vor.
    20. Nicht tausend Tonnen Getreide lindem die Not.
    21. Der Anstreicher übertünchte die feuchten Wände.
    22. Sei nicht dumm, tummle dich tüchtig!
    23. Und es wallet und siedet und brauset und zischt,  wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt, 
      bis zum Himmel auf spritzet die dampfende Gischt,  und Flut auf Flut sich ohn’ Ende drängt.
    24. Geduld, du ungeheures Wort, 
      wer dich erlebt, wer dich begreift, 
      erlebt hinfort, begreift hinfort, 
      wie Gottheit schafft, wie Gottheit reift.
    25. Tod und Teufel ängsten im Tal den tastenden, tappenden Tor,  trüben den Tag ihm und bringen selbst Trost nicht zur Nacht,  doch den Helden der Tat trägt der Lichtgott zu Matten empor,  wo satte Saaten stehn in triefender, tauiger Pracht, 
      wo Blütenkränze man windet zum heiteren Tun und Tanz, 
      und das Horn der Freiheit ertönt in des Treibens weitleuchtenden Glanz!
  • TRA061 T–D wechselnd

    1. Entweder jetzt in den Wald oder dann in den Tann. 
    2. Pudding zur Pute ist unerträglich.
    3. Leider stand die Leiter an der Wand.
    4. Das Drama dieses untauglichen Dramatikers machte wenig Eindruck.
    5. Dotter aus drei Eiern, mit Datteln vermischt, trösten dich nicht. 
    6. In der Tat betritt Tom den dunklen Dom.
    7. Till drechselt eine Daube. 
    8. Der tiefe Ton wurde nur unter großem Druck zustande gebracht. 
    9. Runder Tritt der gedrillten und getadelten Soldaten. 
    10. Aus einem starken inneren Drang heraus eroberte er den Thron. 
    11. Deine durchtriebene Dreistigkeit ist uns kein Trost. 
    12. Die dummen Tauben saßen am Tram, die stärkeren am Draht. 
    13. Der Eintrag des Datums geschah unter Drogeneinfluß. 
    14. Trink deinen Drink, teure Astrid, und laß den Tee in der Tasse!
    15. Der dumme Tor wurde durch die Drehtür durchgedrängt. 
    16. Vor lauter Taktgefühl die triefende, tropfende Dillsoße verdrücken. 
    17. Weder das Wetter noch die Tiere hindern dich daran, die Tracht zu tragen.
    18. Am Trödlermarkt hast du ein dunkelgetöntes Bild erstanden. 
    19. Der Widder tritt auf die von ihm gefundene Made auf der Matte. 
    20. Fröhliche Lieder trällernd, trinken wir Liter um Liter. 
    21. Der dunkle Tondichter hat einen wildernden Hund. 
    22. Der Andrang fand auf Antrag der Ortsbehörden statt. 
    23. Der Dampfer liegt, an Tauen festgemacht, im Trockendock. 
    24. Dante war Gott sei Dank nicht so durchtrieben, wie man dachte. 
    25. Der tolldreiste Dachs hatte dann doch Tollwut gehabt. 
    26. Nach durchtobten, durchzechten Nächten ist uns total elend zumute.
    27. Meistens werden von den Tondichtern Durtonarten angewandt. 
    28. Das Attentat auf den Thronprätendenten fand doch nicht statt. 
    29. Drucken dürfte man nicht, was die gute Mutter über die Soldaten dachte.
    30. Betet, danket, darbet, duldet! Nicht entrückt durch töricht Denken,  nicht enttäuscht, verderbt durch Welttand, trifft der Tod dich nicht dort drüben.
    31. Fort mit der Demut dürft’ger Tracht!
      Nicht däucht dich’s dumm und töricht doch,  daß dort der düst’re Tod dir droht, 
      der tobend dröhnt und leicht dich trifft!
      Tappst taumelnd, nicht denkend der Tat, du Tor, 
      traust dumm und träumend dem dürft’gen Trott,  der töricht Tausend drängt und treibt!
  • BG056 Insektenatlas | Lebendige Erde | Bio-Imkerin

    BG056 Insektenatlas | Lebendige Erde | Bio-Imkerin

    Johann Neumayer erzählt über den neu erschienenen Insektenatlas, Ulrich Haage über Erde, die nicht mehr mit aller Gewalt keimfrei gemacht werden muss, und Helene Polak über die Bioimkerei, die sie in Leutschach in der Südsteiermark führt – mit naturverträglicher Betriebsweise und sozialverträglichen Honigpreisen.

    Links: Insektenatlas 2020 Österreich | Insektenatlas 2020 Deutschland | Cactus-Podcast | Die Bioimker

  • TRA060 Zahlen

    Die Zahlen sind eine besondere Herausforderung, was Zwielaute (EI) und Längen von I und E betrifft. Wir wollen sie üben.

    Hinweis: Vier, vierter (lang) aber vierzehn, vierzig (kurz).

    1 – 100

  • TRA059 D

    Hinweis: Derzeit kein Audio verfügbar

    1. Drehen oder wenden.
    2. Die Dromedare dösen.
    3. Der da, die da. 
    4. Was denn?
    5. Wie denn?
    6. Der darf doch paddeln.
    7. Denkende Denker.  
    8. Der undichte Damm.
    9. Der dünne Draht.
    10. Doch nur in Dur!
    11. Im Dom Undank erdulden.
    12. Der Duzbruder im dreckigen Dreß.  
    13. Soldatischer Drill.
    14. Drei Adern stehen wieder unter Druck. 
    15. Dein dummer Dreh.
    16. Dada war eine dummdreiste Richtung. 
    17. Beide Paddel.
    18. Drei Seiten Dünndruck.
    19. Der Boden war doch undicht.  
    20. Die rudernden Ruderer auf der Donau.
    21. Düsseldorf bei Duisburg. 
    22. Ich dulde keinen Druck auf dich.
    23. Von Freude durchdrungen.  
    24. Widerreden und dreinreden.
    25. Das drohende Ende durch den Dolch. 
    26. Erst nach dem Händedruck wirst du die Sache durchdenken. 
    27. Du dünkst mich durcheinander.
    28. Meide die edlen Damen. 
    29. Deine Freunde denken doch wieder an dich. 
    30. Dummdreist einen Degen führen.
    31. Nun doch den Pudding essen. 
    32. Was deine Kinder reden, dünkt dich edlen Denker dumm. 
    33. Wieder bedroht der segelnde Adler die Kinder des Widders. 
    34. Zum Andenken an deine Dame darfst du diese Fliederdolde dörren.  
    35. Die Helden des wilden Dramas schleudern dämliche Drohungen aus.  
    36. Den landenden Jagdfliegern wurde Beifall gespendet
    37. Im Dorf drehte der Dreher müde das Rad. 
    38. Mit der holden Doris draußen unter Weiden baden. 
    39. Die Lieder aus Dvoraks Feder fand man in der Lade. 
    40. Unduldsame Behörden lassen uns die Wände hochgehen. 
    41. Leidende Damen mit Dahlien in den Händen. 
    42. Drinnen am Boden liegen dreißig dünne Nadeln. 
    43. Die Drohnen, die auf den Dolden dösen, werden geduldet. 
    44. Der Fremde zog mit seinem Dackel von einem Deich zum anderen.  
    45. Die Mörder werden drinnen das Dröhnen erdulden müssen. 
    46. Da du dir doch den Dank durchdacht, den Dido durch den Dolch dort duldet!

  • H029 Nuove Musici – Alte Musik war auch mal Neue Musik

    H029 Nuove Musici – Alte Musik war auch mal Neue Musik

    Monteverdi und Harnoncourt    Caccini und Berio

    Zeiten des Umbruchs 1600 und Italienisches Madrigal der alten Schule und Seconda Practica

    Vokalpolyphonie 

    Josquin des Prez, Ave Maria (virgo serena, motet) 

    Orlando Di Lasso, Salve Regina 

    Im 15. und 16. Jahrhundert galt die frankoflämische Vokalpolyphonie als führender Musikstil in vielen europäischen Regionen. Es entstand eine Vielzahl von Messen und Motetten in kunstvoller Mehrstimmigkeit, meist unter Anwendung gelehrter kontrapunktischer Strukturen. Im Mittelpunkt stand weniger das vertonte Wort, sondern die Komplexität der Musik.

    versus Monodie “stile nuovo” oder auch “seconda pratica” – 

    Erst Doppelmörder, dann Kirchenkomponist: Carlo Gesualdo 

    https://www.youtube.com/watch?v=a9Ac08GY0ZA

    Monteverdi: Cruda Amarilli (5th madrigal book) 

    Claudio Monteverdi | Der Revolutionär | concerti.de

    http://conquest.imslp.info/files/imglnks/usimg/9/99/IMSLP297501-PMLP372690-Monteverdi_-_Lamento_d’Ariana,_et_con_due_Lettere_Amorose_(1623).pdf

    Lamento D’Ariana, 1608 (Monteverdi)

    Claudio Monteverdi: Die neue Vierfaltigkeit | ZEIT ONLINE

    https://www.zeit.de/2015/39/claudio-monteverdi-oper-larianna-rekonstruktion

    Legendäre L’Orfeo Aufführung unter Nikolaus Harnoncourt

    Oper: Monteverdi in Zürich: Höfische Fanfaren im Mao-Look | ZEIT ONLINE

    https://www.zeit.de/1976/04/hoefische-fanfaren-im-mao-look

    Über uns – CONCENTUS MUSICUS WIEN

    https://www.concentusmusicus.com/ueber-uns

    Claudio Monteverdi (* 15.5.1567, Cremona; † 12.11. 1643, Venedig) gilt als Erfinder der Oper und Erneuerer der Vokalmusik an der Stilgrenze zum Barock. Als Sohn eines Arztes studierte er zunächst in Cremona beim Kantor der Kathedrale Marc Antonio Ingegneri und arbeitete von 1590 an als Violaspieler in Mantua. Auf einer Reise durch Flandern im Gefolge des Herzogs von Manua lernte er den französischen Gesangsstil kennen und verglich ihn mit der Kunst der in seiner Heimat üblichen Madrigalgestaltung. Die italienische Schule hatte es auf dem Gebiet der klanglichen Ausformung zu einer derartigen Perfektion gebracht, dass der Inhalt der Texte weitgehend in den Hintergrund getreten war. 

    Für Monteverdi war das ein künstlerisches Missverhältnis, das er mit den Mitteln der Komposition ausgleichen wollte. Im Vorwort zu „Scherzi musicali“ (1607) formulierte er daher einen neuen Grundsatz der musikalischen Gestaltung, der den bisherigen strengen Regelwerken des Madrigals eine „Seconda practica“ gegenüber stellte, in der die Vollkommenheit der Melodie in den Mittelpunkt gestellt wurde. Das bedeutete aber, dass der Text als deren wesentlicher Bestandteil zum Herrscher über den Tonsatz wurde. Als Beispiel dafür präsentierte Monteverdi am 24. Februar 1607 in Mantua seine „Favola in musica“ mit dem Titel „L’Orfeo“, deren Handlung im mythologisch bildlichen Sinne seine Vorstellungen verdeutlichte. Denn in dieser Sage gelang es Orpheus kraft seines Gesangs, sowohl den Fährmann ins Totenreich als auch dessen Herrscher dazu zu bewegen, die verstorbene Frau zumindest für Momente wieder freizugeben. 

    Claudio Monteverdi setzte der Polyphonie der Renaissance die Kraft des Sologesangs, die so genannte Monodie, entgegen. Der „L’Orfeo“ wurde damit zum Ausgangspunkt der Oper, die in der Nachfolge dieses Startschusses europaweit schnell an Beliebtheit gewann. Monteverdi komponierte außerdem zahlreiche Canzonetten, modifizierte den Madrigalgesang hin zum generalbassbegleiteten und solistische Madrigal und beeinflusste damit nachweisbar die europäische Kunstmusik von Heinrich Schütz bis hinein in die Moderne eines Carl Orffs. Zu Monteverdis späteren Opern zählen „Il ballo delle ingrate“ (1608), „Il ritorno d’Ulisse in partia“ (1640) und „L’incoronazione di Poppea“ (1642).

    LE Nuove Musiche …„ Drei Dinge muss derjenige wissen, welcher den schönen Sologesang mit Affekt praktiziert. Das sind der Affekt, seine Vielfalt und „la sprezzatura“ , die Lässigkeit des Gesang.“…

    Giulio Caccini: Italienischer Komponist des Frühbarock | Alte Musik | BR-KLASSIK | Bayerischer Rundfunk

    https://www.br-klassik.de/themen/klassik-entdecken/alte-musik/stichwort-giulio-caccini100.html

    Panegazza Consort Ulm – Alte Musik Neu Interpretiert

    Zitat aus der-theaterverlag.de

    Berio ist der Caccini für heute

    Der Bassbariton Nicholas Isherwood hat ein brillantes Kompendium über Vokaltechniken in der Neuen Musik geschrieben…

    …Dass es eine unendliche Zahl anderer stimmlicher Ausdrucksmittel und spezieller Effekte gibt, ist Gegenstand einer faszinierenden Studie von Nicholas Isherwood: «The Techniques of Singing» – «Die Techniken des Gesangs». Isherwood geht von einer bemerkenswerten Prämisse aus: Jeder «Spezialist für zeitgenössische Musik» müsse in der Lage sein, auch Musik früherer Jahrhunderte überzeugend zu singen. Der amerikanische Bassbariton hat denn auch nicht nur die Partie des Luzifer in den Uraufführungen von «Montag», «Dienstag» und «Freitag» aus Karlheinz Stockhausens siebenteiligem «Licht»-Zyklus gesungen, sondern zentrale Partien in Opern von Monteverdi, Marais, Händel, Porpora, Messiaen und Viktor Ullmann.  


    Photo by alex bracken on Unsplash

  • TRA058 T Verbindungen

    VERBINDUNGEN – TRENNUNGEN

    Untier – und dir, unzart – und zart, unlieb – und lieb, ungut – und gut, 

    unfein – und fein, unduldsam – und duldsam, unzweideutig – und zweideutig, 
 unpraktisch – und praktisch, unfreundlich – und freundlich, unedel – und edel.

    Und zart, und zwingt, und zeigt, und zehrt, und zagt, und züngelt.  

    Volkstümlich, freundlich, ländlich, kenntlich, handlich, endlich.  

    Vermeintlich, stündlich, mündlich, feindlich, kindlich. 

    Seid ihr, und ihr, lud ihn.

    Sind teuer – sind euer – sind heuer;

    Waldtiefe – Falltür – Felltier.

    Beachte: Bei Namen (Doris, Till) und der Buchstabenfolge ‘t-d’ sollte getrennt werden.

    1. Wir haben direkt vom Nachtzug aus der Ostzone, dieses Land erreicht.  
    2. Vom Postzug aus gab Doris entzückende Handzeichen. 
    3. Diese Feldzeichen sind bereits achtzig Jahre alt. 
    4. Der Hauptzeuge brachte dem Gericht den Zeitzünder.
    5. Um acht Uhr Weltzeit entzog Till mir den Handzettel. 
    6. In der Randzone befinden sich zwanzig Achtzehnjährige Zofen. 
    7. Fritz findet Zeit zum Zanken und entzweit sich damit von Stella. 
    8. Attila flitzt zügig ins bunte Bettzeug Roswithas. 
    9. Du wirst es zu weit treiben, wenn du den Brotteig entsäuerst!
    10. Diese Schaltart auf der Schalttafel bewegte den Rotor. 
    11. Albert im rostroten Rotrock droht mit einer Rotte Soldaten im Wald. 
    12. Die Balletttruppe des Stadttheaters ist tänzerisch äußerst tüchtig. 
    13. Der Hund tobt und spielt töricht mit seiner Pflichttreue. 
    14. Beim Sporttreiben wird das Mundtuch tropfnaß. 
    15. Durch Nottaufe den Alttestamentlern beitreten. 
    16. Kurt ist enttäuscht, wird träge, fällt tief und ist tot. 
    17. Gerade am Landtag sind die Felltiere der Schildträger teuer. 
    18. Bald tagt’s und in der Waldtiefe halten acht Lasttiere einen Rasttag. 
    19. Sie werden mir am Festtag von der Entthronung mitteilen.