Peter Payer ist Stadtforscher in Wien. Er benützt alle Sinne, um eine Gegebenheit der Stadt zu erfahren. Und er geht zurück in die Geschichte. Sucht Literatur, vergleicht, spürt nach. Ein Stadtspaziergang im 2. Bezirk in Wien.
Hinweis: Auszüge aus diesem “Gehsteiggesprächen” wurden in der ORF Österreich 1 Radiosendung Moment – Leben heute am 29. September 2020 um 15:30 Uhr ausgestrahlt.
Barbara Unterkofler ist Vizebürgermeister in Salzburg und als Stadträtin verantwortlich für die Planung von Verkehr. Positive Anreize sollen dazu führen, dass sich die Bürger:innen ihren Verkehrsmix stadt- und umweltverträglich selbst zusammenstellen. Ein Spaziergang durch die Stadt.
Link: Stadt Salzburg | Barbara Unterkofler, Salzburger Volkspartei
Hinweis: Weitere Episoden folgen hier als Podcast. Auszüge aus den “Gehsteiggesprächen” werden in der ORF Österreich 1 Radiosendung “Moment – Leben heute” am 29. September 2020 um 15:30 Uhr ausgestrahlt.
Michael Schwifcz ist Verkehrsplaner in Salzburg. Worauf kommt es bei der Verkehrsplanung an, was ist das Ziel? Wir bekommen einen Einblick in eine andere, professionelle Sicht auf den Verkehr. “Es geht nur, wenn man alle Verkehrsmittel gemeinsam betrachtet. Eine Verkehrsplanung, die sich auf einen Verkehrsträger konzentriert, kann nur im Disaster enden.” – Ein Spaziergang durch die Stadt.
Hinweis: Weitere Episoden folgen hier als Podcast. Auszüge aus den “Gehsteiggesprächen” werden in der ORF Österreich 1 Radiosendung “Moment – Leben heute” am 29. September 2020 um 15:30 Uhr ausgestrahlt.
Martina Berthold ist als Stadträtin für den Bau von Gehsteigen in Salzburg zuständig. Ein Spaziergang in Salzburg. Wir lernen das Thema “Gehsteig” kennen, erste Aspekte. Worauf kommt es an. Welche Sichtweisen gibt es. Was gelingt, wann wird es eng. Eigentlich ein Biotop, so ein Gehsteig. Gesellschaftlich, historisch. Eine Verkehrsfläche im Wandel der Zeit.
Hinweis: Weitere Episoden folgen hier als Podcast. Auszüge aus den “Gehsteiggesprächen” werden in der ORF Österreich 1 Radiosendung “Moment – Leben heute” am 29. September 2020 um 15:30 Uhr ausgestrahlt.
Ob er aber über Oberammergau oder aber über Unterammergau oder ob er aber überhaupt nicht kommt, das weiß man nicht.
Brautkleid bleibt Brautkleid und Blaukraut bleibt Blaukraut.
Max Wachter macht acht Wachsmasken, acht Wachsmasken macht Max Wachter.
Zwischen zwei spitzen Steinen sitzen zwei zischende Schlangen, lauernd auf zwei zwitschernde Spatzen.
Erquickende Quelle quillt quirlend empor, quiekende Quinten quälen quengelnde Quäker.
Fischfrevler Franz fing frech vorm Flußfall fette Fünffingerfische.
Vier fichtene, feste Fischfässer faßten vollauf den Fang – viele freilich flitzten flott davon.
Specht, Spatz, Sperber sprangen spornstreichs, spottend Spangen, Sparren, Sprossen, spät aus spitz’gen Speichers Spalte Speis’ und Speck im Spinde spähend. Schießen schleunig, schier verschwindend, schlangenschleichend, scheu und schlurfend, schnell zum schmalen Schlossesschornstein, schrillen Schreis den Schloßschenk schreckend.
Jetzt wetzt der Letzt’, gehetzt entsetzt des Messers flitz’ge Spitz’! Erhitzt, geritzt – vom Scherz zersetzt, reizt’s Herz des Streiters Hitz.
Der dicke Diener trägt die dicke Dame durch den dicken Dreck. Da dankte die dicke Dame dem dicken Diener, daß der dicke Diener die dicke Dame durch den dicken Dreck getragen hat.
Das getötete Tier rötete den Sand, den Sand rötete das getötete Tier.
Der Potsdamer Postkutscher putzt den Potsdamer Postkutschkasten, der Cottbuser Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten, der Potsdamer und der Cottbuser Postkutscher putzen den Potsdamer und den Cottbuser Postkutschkasten, der Potsdamer Postkutscher putzt den Cottbuser Postkutschkasten, der Cottbuser Postkutscher putzt den Potsdamer Postkutschkasten.
Dreiunddreißig rosenrote Ritter ritten dreiunddreißigmal rund um den Berg Ararat herum, und als die dreiunddreißig rosenroten Ritter dreiunddreißigmal rund um den Berg Ararat herumgeritten waren, ritten die dreiunddreißig rosenroten Ritter noch dreiunddreißigmal rund um den Berg Ararat herum.
Auf der langen Rapperswiler Brücke liegen sieben dünne, lange, hohle, leere Röhrlein, und wenn die lieben Rapperswiler Leute durch diese sieben dünnen, langen, hohlen, leeren Röhrlein reden, lehren die sieben dünnen, langen, hohlen, leeren Röhrlein die lieben Rapperswiler Leute recht reden.
Man mime nie um nicht’gen Mammon; nie um nicht’gen Mammon mime man.
Der Whiskeymixer mixt Whiskey, Whiskey mixt der Whiskeymixer. Whiskey mixt der Whiskeymixer, der Whiskeymixer mixt Whiskey.
Sieben Zwerge, zwei im Wandschrank, zwei am Sandstrand.
Eine richtige Sommersendung mit zwei Sommer-Gesprächen.
Evalie Wagner erzählt über ihre Arbeit mit Pflanzen, die sie als Künstlerin im Botanischen Garten Wien gerade gemacht hat. Wir erfahren viel über Annäherungen, Herkünfte, Besonderheiten, Blickwinkel und viele Gedanken, wie sie sich auch Bienen machen könnten. Weil die Kunst gehört zu unserem Leben, und sie kommt nicht irgendwo her.
Daniel Pfeifenberger wird im Korrespondententeil mit uns gemeinsam die Imkerei in den Blickwinkel nehmen. Was ist los am Bienenstand draußen – in Salzburg und dem angrenzenden Gebirge. Er erzählt über “Bienenlieb” – eine große Drehscheibe in Salzburg, die an einem wunderschönen neuen Standort an der Salzach sehr viel in einen gemeinsamen Lebensraum zusammenfasst. Neben der klassischen Imkerei-Arbeit ist das auch die Entwicklung eines Bildungsangebots, das Online gemeinsam mit der Praxis funktioniert. Und Gin (Bien). Und die Menschen am Salzach-Fahrradweg. Und viele Gedanken zu Bio und Ganzheitlichkeit. Zu Arbeiten mit Bienen, Firmen, Menschen, Umständen und Perspektiven.
Ein freundschaftlicher Ton erleichterte die beschwerlichen Gespräche, die zwischen den verfeindeten Gemeinden in die Wege geleitet wurden.
Zwerchfellerschütterndes Gelächter schüttelte die Genossen, als die berechtigten gegenteiligen Standpunkte vorgelegt wurden.
Die selbstsüchtigen Gesellschafter erwarteten für die mühsamst zustande gekommenen Einigungsverhandlungen eine Belohnung.
Die trinkfestesten der außergewöhnlich trunksüchtigen Gesellschafter nächtigten schließlich in den von anderen gemieteten Unterkünften.
Die sonstigen diesbezüglichen Bemerkungen sind selbstredend nur die Anzeichen der neuerdings bedeutend vergrößerten Schwierigkeiten.
Bemerkt ihr die bei der Betonung der Endsilben sich ergebenden Ungenauigkeiten und bemüht ihr euch auch, durch außerordentliche Anstrengungen die erforderlichen Verbesserungen endlich vorzunehmen?
Die Ablehnung des gesamten bedeutenden Berichts bedeutet, daß es die Behörde der bedrohten Gesellschaft bei der Bekanntgabe der Angelegenheit mit geschickt vorausberechnetem Vorbehalt zu gemächlich genommen und gesamthaft gesehen nicht genau genug genommen hat.
Die ungeheuer begabten und gescheiten Gesellen hatten zuerst angefangen gehabt, in vergnügter Gelassenheit, aber bestimmt und unvoreingenommen, die veralteten Gebote der Behörden und Beamten zu bemängeln, bis sie sich durch das ungeschickte Benehmen der Beamten gezwungen sahen, sich auf Gedeih und Verderb unbedingte Gefolgschaft zu geloben, um in gemeinsamer Bestrebung, der Gefahr bewußt, ins Gefängnis befördert zu werden, ohne auf Gewaltanwendung zu verzichten, die besagte gemeingefährliche behördliche Behinderung des gesamten gesellschaftlichen Betriebs zu beseitigen.
Es ist altbekannt, daß ein Schauspieler, der schlecht und recht, ungenügend oder überhaupt nicht ausgebildet ist, oft meint, eine Rolle sei gut gespielt, wenn der Bart mit Sorgfalt geklebt und das Gesicht möglichst bis zur Unkenntlichkeit geschminkt und gepudert sei.
Nachdem die behenden, glänzendst gekleideten Stierkämpfer die Stiere nach mehreren langwierigen Versuchen entscheidend verwundet hatten, töteten sie unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Menge, die seit etlichen Stunden die drückende und lastende Hitze, ohne die geringste Ermüdung zu zeigen, ausgehalten hatte und sich auch durch die langweiligsten Verzögerungsversuche nicht aus der überbordenden Stimmung bringen ließ, töteten sie also die herzzerreißend brüllenden und halbtot herumtorkelnden Stiere schließlich und endlich durch erstaunlich schnell geführte Stiche der mit farbigen Bändern bebänderten Stichwaffen, die lange im Rücken der Tiere noch zitterten und deren farbige Bänder im aufkommenden Winde wie Wimpel lustig flatterten, wonach die blutenden Tiere unter erneutem Gebrause der Menge über die weite Fläche zu den finsteren Toren geschleift wurden.
Episoden-Foto: Ein Wandbild in Lima (Peru), das sowohl ein Nilpferd, zwei Personen an einem Kaffeetisch als auch einen Totenkopf darstellt. Von Tabea Huth – selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link
Ergänzendes Hören ist eng an das analytische Hören gekoppelt…wird besonders bei beeinträchtigter oder spezialisierter Kommunikation aktiviert…
Analytisches Hören bezieht sich in erster Linie auf Kompositionstechniken bzw. Kompositionsprinzipien (und natürlich in der Musik nach 1900 auf entsprechende Interpretations- und Improvisationsaspekte) wie Instrumentierung, Tonhöhe, -dauer, Takt, Form, Dynamik oder Tempo
…Denn wer sich mit einem Werk zeitgenössischen Komponierens auseinandersetzt, der wird nur dann verstehen, was er hört, wenn er die Frage beantworten kann, warum das, was erklingt, so und nicht anders gestaltet ist.
Allerdings findet das Formerkennen bei Neuer Musik unter erschwerten Bedingungen statt.…Nochmal Beethoven: Hätte er die Sonatensatz mit einfachem Akkordmaterial gefüllt oder hätte er die Sonatensatzform ohne Rücksicht auf Verluste in Stücke gehauen, so wäre er nicht das Genie, das er ist und dem es eben gelang, die tradierte musikalische Form von innen heraus mit einer Notwendigkeit zu überschreiben, die dem aufmerksamen und gebildeten Zuhörer nicht entgehen kann. Er komponierte, und sein Komponieren war zugleich ein Kommentar auf die Tradition und ihre Fortschreibung.
…In unserem Gehirn verarbeitet ein Nervennetzwerk alle möglichen Sinneseindrücke. Töne und damit auch Musik werden im auditiven Kortex, dem Hörzentrum, verarbeitet. Verschiedene Musikmuster, Rhythmen, Klangfolgen werden katalogisiert. Wenn wir dann ein bereits katalogisiertes Muster noch einmal hören, setzt unser Gehirn eine entsprechende Menge Dopamin frei. Im Grunde ist diese chemische Reaktion der eigentliche Grund, wieso wir Musik so sehr lieben und wieso wir so emotional werden, denn Dopamin löst in uns eine sehr starke Reaktion und Gefühle aus…
Je unbekannter ein Song ist, desto anstrengender ist es für uns, ein neues Muster zu katalogisieren …
Andererseits kann es aber deinen Horizont immens erweitern, wenn du dein Gehirn einmal herausforderst und es zwingst, sich für dich ungewohnte, experimentelle und neue Musik anzuhören. Darauf macht auch Musikjournalist Jeremy D. Larson in einem Beitrag für das Onlinemagazin „Pitchfork“ aufmerksam. Denn dadurch trainierst du es, auch wenn es erst mal anstrengender ist, als die favorisierte Playlist beim Streamingdienst deiner Wahl zu hören. …
…Die intensive Beschäftigung mit Neuer Musik ist für Studierende mit Hauptfach Komposition und Musiktheorie ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. In diesem Modul wird das hörende Verstehen komplexer musikalischer Zusammenhänge sowie die differenzierte Wahrnehmung von Musik unterschiedlicher kompositionstechnischer und ästhetischer Richtungen aus dem 20. und 21. Jahrhundert geschult. Aufbauend auf die in der Gehörbildung entwickelten Fähigkeiten des strukturellen Hörens (Entwicklung der inneren Hörvorstellung, Hörkontrolle und -korrektur) werden größere musikalische Kontexte wie formale, kompositionstechnische und instrumentatorische Prozesse in Werken der Neuen Musik höranalytisch untersucht und ihre strukturellen und ästhetischen Wesensmerkmale kritisch reflektiert.