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Wien

Seeigel

  • PHS207 Seeigel im Meer

    Der Paläontologe Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum der Stadt Wien spricht über Seeigel.

    Sie werden zu den Stachelhäuter gezählt und stellen eine alte Klasse wirbelloser Tiere dar, die schon im Erdaltertum vor über 400 Millionen Jahren lebten.

    Seeigel stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren.

    Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher. Viele Wissenschafsgruppen beschäftigen sich mit Seeigel, die für sie einen Modellorganismus bilden. Ihre Eizellen sind sehr transparent und dadurch neugierigen Blicken in frühen Stadien der Zellteilung zugänglich.

    Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind.

    Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie zu begehrten Objekten schon in der Jungsteinzeige für kultische Zwecke.

    In den marinen Ökosystemen halten sie auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachseln. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen die die Riffe festigen.

    Foto-Credit: NHM Wien, A. Kroh / A. Schumacher

    Interviewpartner:

    Dr. Andreas Kroh, Natural History Museum Vienna

    Hinweis: Eine gekürzte Fassung dieser Sendung wurde in fünf Teilen vom 10. bis 14. August 2015 im ORF Radioprogramm Österreich 1 – Vom Leben der Natur – ausgestrahlt: Link zur Sprechkontakt-Produktion 219

  • 219. Seeigel im Meer

    219. Seeigel im Meer

    Der Paläontologe Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum der Stadt Wien spricht über Seeigel, die zu den Stachelhäuter gezählt werden und eine alte Klasse wirbelloser Tiere darstellen, die schon im Erdaltertum vor über 400 Millionen Jahren lebten. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1 17.08.2015 bis 21.08.2015 08:55–09:00 Uhr)

    Fotos: von/via Andreas Kroh


    Programmtext:

    Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher – viele Wissenschaftsgruppen beschäftigen sich mit Seeigeln, die für sie Modellorganismen darstellen.

    Seeigel stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren. Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind.

    Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie schon in der Jungsteinzeit zu begehrten Objekten für kultische Zwecke.

    In den marinen Ökosystemen halten Seeigel auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachsen. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen, die die Riffe festigen.

    Dr. Andreas Kroh
    Naturhistorisches Museum Wien

    Link: https://www.nhm-wien.ac.at/andreas_kroh


    Teil 1: Filename: radio219_seeigel_1 Vielfältige Zugänge


    Teil 2: Filename: radio219_seeigel_2 Schutz und Verteidigung


    Teil 3: Filename: radio219_seeigel_3 Unerwartete Eigenschaften


    Teil 4: Filename: radio219_seeigel_4 Vor 400 Millionen Jahren entstanden


    Teil 5: Filename: radio219_seeigel_5 Außergewöhnliche Sinne


    Link: Langfassung in Gesprächsform – Physikalische Soiree PHS207