Der Amtsmissbrauch ist keine Lappalie. Die staatliche Hoheitsgewalt wird ausgenutzt, um wissentlich jemanden zu schädigen. Amtsmissbrauch gehört zum Strafgesetzbuch, Amts-missbrauchs-träger werden bei Verurteilung nicht einfach getadelt, oder notfalls in ein hinteres Tal versetzt, sie werden de facto eingesperrt oder zu einer Geldstrafe verurteilt. Im Rechtsstudium kommt das Thema durchaus am Anfang schon vor, es ist aber auch etwas für Spezialisten dabei.
(more…)Politik
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Der neue Präsident
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in TagebuchJoe Biden hat die Aufgabe, das Land wieder zu einen. Das hören wir oft. Ein Präsident hat die Macht, eine Stimmung vorzugeben. Respekt, Anstand und Expertise. Einen müssen das Land aber die Menschen selbst. In jeder einzelnen Begegnung mit jemandem, der anders denkt. Und spricht. Und ist.
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253. Europäisches Institut für Progressive Kulturpolitik
Portrait einer Einrichtung. Das Europäische Institut für Progressive Kulturpolitik ist ein transnationales Netzwerk von Kulturschaffenden und Wissenschaftler:innen. Es analysiert politische Rahmenbedingungen kultureller Praxis mit Fokus auf Europa. Link: https://www.eipcp.net Update: https://transversal.at
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240. Erdrutsch
„Die Grünen haben mit einem Erdrutschsieg die Wiener Leopoldsstadt erobert“. „Putin gestärkt, Kreml-Partei erzielt Erdrutschsieg“. „Erdrutschsieg für amtierenden Rathauschef in Schwetzingen“. – Für Schlagzeilen eignet sich der Begriff „Erdrutschsieg“ offenbar ganz gut. Man muss nicht lange danach suchen. Das Wort ist kurz, knackig, und wild. Es zeugt von Überraschung, manchmal von Furcht und Schrecken – zumindest für die politischen Gegner.
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LUT047 Brigitte Jank. Bildungsgespräche, Teil 7: ÖVP
Brigitte Jank ist Bildungssprecherin der ÖVP.Im Gespräch erzählt sie über ihr Bild der Schule. Wertschätzung für Menschen ist ihr sehr wichtig. Auch für die Ressourcen, die sie mitbringen.
Dazu gehören auch die Sprachen.
Mehr Autonomie und der Wunsch nach einer “mittleren Reife”. Ihr Bild von dem, was im Schulwesen wichtig ist, ist auch geprägt von ihren Erfahrungen als Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien. Bei Reisen in alle Welt hat sie gesehen, welche Bildungsmodelle gut funktionieren, und welche Ressourcen dringend gebraucht werden.
Schwächen sollen verringert werden, und Stärken gestärkt.
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LUT046 “Radikale Sprachkurse” – Rubia Salgado (Maiz), Teil 6
Blicke. Lachen. Freude. Geteilte Leiden. Gemeinsame Suche. Alternativen. Strategien. Veränderungen.Rubia Salgado spricht über die Arbeit mit Migrantinnen. Frauen.
Deutsch lernen bedeutet für sie, sich die Sprache kritisch anzueignen, nicht nur das Erlernen der Reproduktion.
Sprache lernen, um sich wehren zu können. Wer ist befugt, wie zu sprechen, wo und warum.
“Maiz ist ein unabhängiger Verein von und für Migrantinnen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen in Österreich zu verbessern und ihre politische und kulturelle Partizipation zu fördern sowie eine Veränderung der bestehenden, ungerechten gesellschaftlichen Verhältnisse zu bewirken.” www.maiz.at
Radikal bedeutet für Rubia, zu den Wurzeln zu gehen. Es bedeutet nicht, kompromisslos zu sein. Der Dialog steht im Mittelpunkt. Auch mit den Mächten und den Forderungen des Staates.
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LUT045 Elisabeth Grossmann. Bildungsgespräche, Teil 5 – Sozialdemokraten
Elisabeth Grossmann ist Bildungssprecherin der SPÖ.Im Gespräch erzählt sie über Grundlagen der Bildungspolitik ihrer Partei.
Besonders die frühen Bildungsjahre im Kindergarten sind ihr ein Anliegen. Wenn jemand nicht freiwillig seine Kinder in den Kindergarten schickt, dann ist etwas Nachdruck schon in Ordnung. Positiv formuliert: Anreize sind wichtig.
Auch beim Sprachelernen. Es muss aber nicht unbedingt Deutsch sein. Englisch ginge auch – weil das versteht jeder. Es geht um die die Verständigung. Eine recht pragmatische Sicht.
Sprache ist für Elisabeth Grossmann Partizipation am Leben. Wichtig sind die Inhalte. Und wichtig ist der Wille, sie auszutauschen.
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LUT043 Walter Rosenkranz. Bildungsgespräche, Teil 3 – FPÖ
Walter Rosenkranz ist Bildungssprecher der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ).Er ist Abgeordneter zum Nationalrat, Rechtsanwalt und Gitarrenlehrer.
Im Gespräch lernen wir ihn besser kennen, wir hören viel über den Hintergrund zu dem, was er – und seine Partei – inhaltlich über Bildung und Bildungspolitik sagt.
Homogenität wäre wünschenswert, und Sprachen sind wertvolle Ressourcen.
Ein klares Bekenntnis zur Schulsprache Deutsch beinhaltet für ihn auch die Sprache des Pausenhofs, denn alle sollen verstehen können, was gesprochen wird. Wenn aber alles funktioniert und Respekt die Begegnungen prägt, dann wäre das besser.
Jedes Kind soll gefördert werden, sobald es sich in Österreich befindet.
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LUT031 Zwischen den Kulturen
Besuch im Interkulturellen Zentrum in Wien, bei Tine Gamper.
Wir sprechen über das Gemeinsame und Trennende verschiedener Kulturen und beginnen dabei in Südtirol.
Tine stellt im Gespräch die Arbeit des Interkulturelle Zentrums vor.

Tine Gamper Wir “grüßen Gott”, streifen Blasmusik, Berge und Wirtshaus und schauen uns auch das Transkulturalität näher an.
Gesprächspartnerin: Tine Gamper, Interkulturelles Zentrum, Wien.
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LUT028 Islam und Schule
“Männer interpretieren das heilige Buch.”Wie erleben junge muslimische Studierende die Diskussionsfreudigkeit im Literaturunterricht der Schule an Themen die sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht gekannt haben?
Einige stehen auf, wenn es um kontroversielle Themen geht. Sie stehen auf und verlassen die Klasse. Eine Diskussion findet dann nicht statt.
Selbstmord, Verfluchen, Sexualität: gängige Themen des Literaturunterrichts eines Gymnasiums können in Diskussionen durchaus verweigert werden. Aus religiösen Gründen.
Wie kann dann Bildung funktionieren, Schule?
Welche Rolle hat die Theologie in den Lernlandschaften einer modernen Gesellschaft? Wo sind Gemeinsamkeiten und wo leben junge Menschen innerhalb dieser Gesellschaft in einer eigenen abgeschlossenen Welt?
“Glaube an einen Gott – Gerechtigkeit und Verantwortung. Das sind die drei Säulen des Islam. Der Rest ist eine persönliche Beziehung.” – Ein Gespräch über Islam in der Schule mit dem Wiener Religionspädagogen Ednan Aslan vom Institut für Islamische Religionspädagogik und Islamische Studien der Universität Wien.
Europäischer Islam ist für Prof. Aslan eine Religion, der bestehende Widersprüche klärt. Er erfordert eine differenzierte Betrachtung der heiligen Bücher. Religion kann dann Entlastung sein.
Ein Gespräch zum Thema “Islam und Schule” zu einer Zeit, in der gerade das Islamgesetz in Österreich neu gestaltet wird.
Gesprächspartner: Univ.-Prof. Dr. phil. Ednan Aslan, Universität Wien
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