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Wien

Sprechtraining Deutsch aus Österreich

  • TRA015 NG

    Beachte: Die Buchstabenverbindung „ng“ ist ein Laut. Dieser Laut wird durch das Anpressen des Mittelteils der Zunge an den harten Gaumen erzeugt; danach muß sich die Zunge geräuschlos lösen können, sonst wird dieser Laut zu hart und es entsteht ein „k“. Darüberhinaus ist „ng“ ein langer Laut.

    Rang, bang, eng, lang, sang, Klang, Hang, Sprung, Ding, Fang.

    Menge, Länge, Ränge, Dinge, Ringe, Klänge, Gesänge, Sprünge.

    Gelungen, geschwungen, gesprungen, gelingen, dringen, fingen.

    Jungfrau, Jüngling, Singsang, Langfinger, langsam, langatmig. 

    1. Es langt lange.
    2. Der Sänger singt langweilig.
    3. Die Klingel klingt, die Klinke klinkt.
    4. Erst hingt, nun hinkt ihr.
    5. Lenkst längst links.
    6. Er dringt ein, er trinkt einen.
    7. Inge verschenkt Schlingen, verschlingt Schinken.
    8. Der Engpass in der Enklave ging verloren.
    9. Jungfrauen singen an der Innquelle.
    10. Zangen hangen lange.
    11. Bange, lange Wangen.
    12. Singt der Sänger beim Sinnen oder sinnt der Sänger beim Sinken oder sinkt der Sänger beim Singen?
    13. Henkt der Henker oder hängt der Henker beim Hängen oder Henken? 

    Beachte: Ist ‘n ‘ der letzte Buchstabe einer Silbe oder eines Wortes und ‘g’am Anfang der nächsten Silbe oder am Anfang des nächsten Wortes müssen die beiden Buchstaben getrennt ausgesprochen werden – „n|g”: An | genehm, mein | Gaul, un | genau. 

    1. Ungelungener Singsang.
    2. Ein guter, langweiliger Jüngling.
    3. Der lange Sprung war ungelungen.
    4. Ein Gang an Ginstern vorbei fand Anklang.
    5. Ein Geber gab Mengen von Ingwer.
    6. Hunger macht unangenehmes, unkritisches Einkaufen.
    7. Der Angriff auf ungangbare Engnisse.
    8. Eng angeschlossen, als Engel eingekleidet.
    9. Der Ganges gehört zu den längsten der langen Flüsse. 

    Beachte: Vor volltönenden dunklen Vokalen verschmilzt man den „ng“- Laut’ mit einem zusätzlichen „g“. 

    Ungarn, Ingo, Mongole, Mangan, Kongo, Flamingo, Mango, Bungalow. 

    1. Mengen von Flamingos fangen.
    2. Der Bengel trinkt Mangoschnaps.
    3. Die Angst der Jungfrau am Eingang zum Bungalow.
    4. Inge und Ingo verschlingen ein ungares ungarisches Mahl.
    5. Der Song ungarischer Jungen klingt erkrankt.
    6. Die Dinge im Kongo ziehen ihre Ringe rings in der Menge.
    7. Der Singsang der Mongolen in der engeren Mongolei.
    8. Das Wiehern des Hengstes klingt dem Jüngling engelsgleich.
    9. Die Rangordnungsangabe der gelungenen Dinge zieht sich in die Länge.
    10. Der Tango war zu schwungvoll gesungen.
    11. Engel mit langen Schlingen hangen in Lungauer Kirchen.
    12. Eng umschlungen am Hang, wagen sie voll Angst den Sprung.
  • TRA014 AU

    Beachte: Dieser Zwielaut (Diphtong) wird so gebildet, dass auf ein kurzes „a“ ein unbetontes, kurz-geschlossenes „o“ folgt. Er wird also, wie alle anderen Zwielaute auch, im gesamten kurz ausgesprochen. 

    • Aa – Au, Aal – Aula, As – aus, Aare – Aura, ach – auch, Affe – auf.
    • Alge – Auge, als – außer, Atoll – Auto, Haß – Haus, Habe – Haube.
    • Bach – Bauch, Mal – Maul, Braten – Braut, Flame – Flaum, Zahn – Zaun.
    • Damen – Daumen, Drama – Traum, Takt – taugt, Tal – Tau, Sack – Sau.
    • Abhauen, Ackerbau, Altbau, Lachlaut, Affenhaut, Bartflaum, Alptraum.
    • Sacklauf, Bachlaube, Affenmaul, Tagtraum, Nachthaube.
    1. Nach außen.
    2. Warm laufen.
    3. Nach Hause.
    4. Im Warteraum.
    5. Als Auftakt.
    6. Annettes Auto.
    7. Des Zahnarztes Braut.
    8. Im Tal die Au.
    9. Der Flame am Zaun.
    10. Den Rausch ausschlafen.
    11. Adam muß die Mauer ausschalen.
    12. Nach Hause zum Abendmal laufen.
    13. Achteraus sausende Gischt.
    14. Laufend Aussagen machen.
    15. Einen Sack voll Laub verkaufen.
    16. Über das Drama mit den Damen im Traum laut auflachen.
    17. Der lausige Kaufmann wird abhauen.
    18. Der Maurer lutscht am Daumen.
    19. Nach der Pause gehen wir außer Hauses in die Au.
    20. Laura tanzt in Saus und Braus mit Paul auf dem Ball.
    21. Flauer Verkauf von Maulbeeren und Lauch am Zaun.
    22. Zum Haus hinausschauend, beobachten wir den Bauernaufstand.
    23. Die Braut jauchzte laut auf, als Austern aufgetischt wurden.
    24. An graubraunen Hausmauern die Haut aufschaben.
    25. In den Pausen blaue, flauschmeckende Kaugummi kauen.
    26. Graue Tauben hausen im schaukelnden Taubenhaus.
    27. Wer geklaute Trauben verkauft, taugt zum Kaufmann.
    28. Der Bauch des Schlauen schaut aus dem Strauch heraus.
    29. Kaum war die Braut getraut, verstauchte sie sich den Daumen.
    30. Was tauschen die Vertrauten in der lauschigen Laube aus?
    31. Frauen auflauernd kauerte der Gauner auf der Hausmauer.
    32. Im Ausverkauf hauen die Frauen schnaubend auf die Pauke.
    33. Der Bauch des Autors hat auch saure blaue Trauben verdaut.
    34. Bauern auf Brautschau mißtrauen faulen Augenaufschlägen.
    35. Hausfrauentraum: Mausaugen schauen aus dem Pflaumenauflauf.
    36. Den Frauen trauen und auf sie bauen, ob blau die Augen oder braun, läßt dich auf ausgedehnten Auen im Morgentau Aurora schaun.
    37. Draußen haust der graue Klausner,
      Baum und Laub umlaubt die Klause;
      auch das Laub rauscht in der Au.
      Blauer Rauch schmaucht aus dem Hause,
      Tauben lauschen aus dem Laube;
      Kraut und Trauben zu verkaufen,
      laufen aufwärts schlaue Bauern. 
    38. Das traurige Ende des Bauern Paul. Paul war ein baumlanger, kauziger Bauer. Das sauber ausschauende Bauernhaus wurde von manchem Beschauer bestaunt, auch von Ausländern. Außer Hauses war Paul nur auf dem graubraunen Gaul zu sehen. Trotz der lauten Autos traute sich Paul auf dem schnaubenden Graubraunen in den Hauptort, auch auf den Hauptstraßen tauchte er zum Erstaunen der Autofahrer auf. Im August zog er von Haus zu Haus. Laut: “Pflaumen! Blaue Pflaumen!” ausrufend, baute er sich vor den Haustüren auf und lockte die Hausfrauen heraus. Seine Frau Claudia saß in der sauberen blauen Bauerntracht auf den Pflaumen und paßte auf, daß niemand Pflaumen klaute und daß beim Pflaumenverkauf auch etwas herausschaute, da Paul nicht auf’s Geld aus war. Es sah aus und man glaubte, Claudia und Paul seien reiche Bauern. Man staunte, als Paul seinen Bauernhof samt Bauernhaus verkaufte. Es kam heraus, daß er mit Kaufen und Verkaufen alles, auch das Bauerngut seiner Frau, verbraucht hatte. Aus dem Verkaufserlös kaufte er von Ausländern Bauland, welches zum Bauen untauglich war, sodaß er strauchelte und auch den Graubraunen verkaufen mußte. Aus dem Bauern wurde zunächst ein Maurer. Doch auch dazu taugte Paul nicht. Bald traute er sich kaum mehr aus dem Haus. Das traurige Ende von Paul nahte, als man ihn mit zerrauftem Haupt auf seinem verkauften Bauernhof umherlaufen sah. Aber dennoch erschauderte die Frau des neuen Bauern, als Paul eines Morgens an einem Pflaumenbaum baumelte.
  • TRA013 Bisherige Vokale (UOA) vermischt

    1. Die Post kommt am Abend an die Oder.
    2. Lotte und Michael sollen die rote Fahne groß hochtragen.
    3. Der Oberstabsarzt im roten Waffenrock lobt Konrad.
    4. Es war ein Trug, daß er den Trog getragen hat.
    5. Nur Affen loben modisch-sportliche Narrenpossen.
    6. Sogar im Bootshafen badet das Volk vor Sommer.
    7. Vom Nahen Osten wogen Horden von Hunnen.
    8. Die offene Ader brachte in der Tat Otto den Tod.
    9. Nochmals zog er die Kappe zum Gruß.
    10. Ob der Kanzler aber betrog?
    11. In Notlagen holzt man Wald ab.
    12. Im Abendrot Wolken malen.
    13. Der kostbare Falke narrt das Volk.
    14. Marios schwarzer Bart.
    15. Johanna hat wasserabstoßende Wollsachen an.
    16. Eine Rotte roter Falken.
    17. Der trockene Boden wird bald nahtlos in Wasser übergehen.
    18. Am Zollschranken schnorren Beamte auf Vorrat.
    19. Die blonde Hannelore fährt gefahrlos vor.
    20. Not am Mann.
    21. Auf dieser Waage wog man den Apfel und alle vorhandenen Kohlsorten.
    22. Zollbeamte schnorren im Auftrag des Staates.
    23. Spuren und Holz im Wald.
    24. Die Magd schor eine Schar schwarzer Schafe.
    25. Wortkarge Matrosen.
    26. Mit Stofffarbe hat Odo die Haare schwarz und rot gefärbt.
    27. Was soll das – der Schmorbraten ist verbrannt!
    28. Der Fuhre vorfahren.
    29. Der Waffenrock war Ottokar zudem zu lang und zu grob.
    30. Das kahle Loch, voll von Maden, wurde von Armen bewohnt.
    31. Magdalena zieht im Urlaub Barlohn huldvoll vor.
    32. Ludwig trog der hohe Hub.
    33. Die schmale Gasse über die Kuppe führt in die Klamm.
    34. Die gelogene Aussage war nicht taktvoll.
    35. Er soll im Tal moorbaden.
    36. Olga hat nur Lust auf Sport, nicht auf Arbeit.
    37. Zum Hohn schuldig gesprochen.
    38. Am Abend in der Oper über Wagner lachen.
    39. Abendbrot im Waschkorb.
    40. Karls Hosen lugten im Bad aus dem Busch hervor.
    41. Die Woge brachte ihn zu Fall.
    42. Im Hort harren sie der Antwort.
    43. Franziska trug Kurts Krawatten zu eigenen Blusen.
    44. Wassertropfen am Pflaster.
    45. Dieser Pfosten paßt sogar.
    46. Ein Ofen am Nordpol hat Sinn.
    47. Der hohe Ton brachte Barlohn.
    48. Ohne Verstand können Urochsen keine vorteilhaften Urteile abgeben.
    49. Ob Karin mit anderen Worten log?
    50. Die Tonlage war von hoher Art.
    51. Wir suchen im Urwald Knoblauch von großem Wuchs.
    52. Obzwar das Paar Wassersport trieb, hatte es keine starken Arme.
    53. Das Volk hasst Sockenhalter ganz besonders.
    54. Kostbare, offene Antworten.
    55. Obzwar Gunhilda in Pomp und Adel lebte, brachte sie am Abend das Opfer.
  • TRA012 Wechselndes A

    Beachte: Attentat – Attentäter; Satrap. 

    1. Wir fanden das Aas.
    2. Aus Haß auf die Wade klatschen.
    3. Der Knabe sah die nackte Magd im Wasserbad.
    4. Im warmen Wartesaal.
    5. Ratten und Maden nagen an langen Latten.
    6. Das langatmige Drama erraten.
    7. Afrikanisches Afrika.
    8. Papa hat einen schwarzen Bart gehabt.
    9. In die Badeanstalt lange Matten tragen.
    10. Der Nachbar fahndet am Samstag.
    11. Tagsüber war es warm und das Wasser war schal.
    12. Die Dramatik war abartig.
    13. Eine Anzahl Damhirsche verladen.
    14. Nach dem Anfang war Anni spaßhaft.
    15. Achtundzwanzig Fahrkarten.
    16. Den Namen des Knappen erraten.
    17. In Laos Krawatten tragen.
    18. Eine Hand wie Watte.
    19. Es tagt nach der Nacht.
    20. Schalltragende Akustik.
    21. Die naschhafte Anna aß alle Datteln.
    22. Es ist wahr, Hans ist stark.
    23. Nach den Angriffen war der Mann lahm.
    24. Am Damm Stare jagen.
    25. Zaghafte Damen im Stadtsaal.
    26. Die Arme der Base sind lang.
    27. Das lahme Lamm zagt unter Pappeln.
    28. Die straffen Haare dieser Rasse.
    29. Zur Strafe auf Franziska warten.
    30. Die Unart des Arztes war eine Qual.
    31. Hast du vom Euphrat zarte Topase in die Heimat mitgebracht?
    32. Der Attentäter wurde nach dem Anschlag auf Anna gefaßt.
    33. Andreas hat mit Anastasia und Alexandra Spaß im Kahn.
    34. Die Verwandten schlafen unter Pappeln in der Altstadt.
    35. Der Knabe aus dem Nachbarland sang Balladen aus seiner Heimat.
    36. Am Abend sprach Matthias interessante Zitate von Hans Sachs.
    37. Die Heirat Edwards und Franziskas war waghalsig.
    38. Die Salatgabel in der Hand, fiel der Angeklagte die Mannschaft an.
    39. Nach dem Attentat in der Walfischgasse lag ein Leichnam auf der Terasse.
    40. Aber ab diesem Monat fangen wir allesamt dann zu sparen an.
    41. Sage alles, was du der Masse zu sagen hast, in banaler Sprache.
    42. Am Anfang war Adam allein, dann kam die Qual mit der Dame.
    43. In dem Amsterdamer Palast, am Dienstag, wurde ein ehemaliger Satrap verletzt.

    Traget Waffen, Alemannen, schlagt den Harst der schwachen Franken.
    Hart am Hag, da schlanke Tannen, nah am Waldabhange schwanken.
    Kraftarm kamen sie gegangen, wagten zag und matt die Schlacht.
    Manchem stand im Antlitz Bangen, Angst, daß er zu Fall gebracht.
    Schlag auf Schlag und Mann an Mann brach der harte Kampf dann an.

    Waffenklang erschallt im Tal, Franken starben ohne Zahl.
    Als dann kam die schwarze Nacht, waren alle umgebracht.

    Am Walde, nahe am Abhang, da ackert am Abend der Ahn.
    Ein Adler nahet dem Alten auf erhab’ner, begnadeter Bahn.
    Der Rappe, der starke, er rackert sich wacker am Acker ab,
    die machtvoll ragenden Alpen, sie strahlen gralfarben herab.
    Nach des Tages hartem Schaffen, all der Arbeitsplage und Qual,
    steigt flackernd herab die Dämmerung, beschattend den Grat und das Tal.

    Barbara saß nah am Abhang, sprach gar sangbar, zaghaft langsam; mannhaft kam alsdann am Waldrand Abraham a Sancta Clara.

    Mit achtundzwanzig Jahren kam Adam Kraft als Pfarrer in unser Tal. Bald kannte man den schlanken Landpfarrer in der Nachbarschaft, bald im ganzen Tal. Sonntag für Sonntag schallte sein gewaltiger Baß von der Kanzel. Was Pfarrer Adam Kraft sagte, das war klar und sachlich. Als aber dann nach Monaten nur alte Damen zur Andacht kamen, begann Pfarrer Kraft scharf nachzudenken. Bald erkannte er, daß er der Talschaft nicht hart genug die Wahrheit gesagt hatte. Von da an hatte niemand mehr etwas zu lachen, nicht einmal die braven, alten, verschlafenen Damen. Wahrheit um Wahrheit prasselte auf die Andachtschaft herab. So kam es, daß nach wenigen Sonntagen auch die alten Damen nicht mehr da waren. Fortan hallte der tragende Baß des tapferen Landpfarrers in einen leeren Saal.

    Tante Anna und Tante Amalia waren zwei Damen von achtundachtzig Jahren. Aber weder Tante Amalia noch Tante Anna waren jemals krank. Wenn man nach der Ursache fragte, lachte Tante Amalia scnallend. Tante Anna aber – das war die Tante mit dem schwarzen Backenbart und der sagenhaften Brachialgewalt – packte einen am Arm, daß es krachte und sagte, daß die Bananen solche Kraft brachten. Im Laufe der Jahre aßen sie ganze Bananenpflanzungen kahl. Was aber manchen ihrer Verwandten und manchem, der die Tanten etwa als Nachbar kannte, manchmal rasend machte, das war, daß die Tanten, wo sie gerade standen, Bananen aßen und die Bananenschalen kurzerhand auf die Straße warfen. Was das Ganze aber von Jahr zu Jahr eigenartiger machte, war der Umstand, daß sich die Tanten, die Amalia die Anna und die Anna die Amalia, in den Anlagen des Stadtparks, ja sogar manchmal in der Straßenbahn, affenartig in den Haaren zu kratzen begannen.

  • TRA011 Kurzes A

    Beachte: Arbeit, Bräutigam, man, ab, an, herab, heran, was, Damwild, Arm, Walnuß, Walfischgasse, Walroß, schwarz, Garten, das, daß, Ballast, Palast, Grammatik, Scharlatan, Landeck, Euphrat, Goliath, Amsterdam, Rotterdam. 

    1. Die Sache am Markt unter Dach und Fach gebracht.
    2. Was man alles gemacht hat: Ab und an Schwarzarbeit.
    3. Die Rache des Abtes ist am Platz.
    4. Das ist ganz schwache Arbeit.
    5. Was fang ich mit Anna, Johanna und Hannes an?
    6. Die Mannschaft rastet im Wald.
    7. Ein Narr mit Karten und Tarnkappen.
    8. „Laß das“, das meinte der arme Hans aus Magdeburg.
    9. Der Ast reicht bis an das Dach herab.
    10. Lauter Schall ist Abfall und Krach.
    11. Ich fange an, Damwild im Wald vor Amsterdam abzuwarten.
    12. Die Walnuß kommt aus dem Walschland.
    13. Hans gefallen Lanner’s Walzer.
    14. Mit hartem Hammer Scharten machen.
    15. Was ist das? – Das ist Anstand.
    16. Was! Goliath, der Bräutigam, hat Band und Lampe?
    17. Mit Takt Farbe in die Andacht bringen.
    18. Ich falle vom Glauben ab.
    19. Ballaststoffe kann man essen, mit Palaststoffen baut man Paläste.
    20. Der Eidam machte sich mit Hellebarde und Harnisch auf den Marsch.
    21. Was hat der Marschall aus Rotterdam für eine verharschte Warze!
    22. Monat für Monat derselbe Klatsch, das ist Marter!
    23. Der Scharlatan hat einen Palast im Garten.
    24. Am Anfang des Monats hat man allenthalben ganz pralle Taschen.
    25. Noch eine Kanne Apfelsaft und Hans landet in der Anstalt.
    26. Also das hat dann Barbara ganz katzenhaft elegant gemacht.
    27. Ach, ganz am Anfang paßt manchem Bräutigam fast alles.
    28. Zwanzig Banner hangen von schlanken Bannerstangen herab.
    29. Nachtigallen und schwarze Amseln sangen den ganzen Monat.

    Falls es Probleme gibt, nach einem kurzen a ein r zu sagen, hier ist eine Zwischenübung:

    • hart: hale-hale-hale-hale-hart
    • Scharten: schale-schale-schale-schale-Scharten
    • schwarz: schwale-schwale-schwale-schwale-schwarz
    • arm: ale-ale-ale-ale-arm
    • Arbeit: ale-ale-ale-ale-Arbeit
  • TRA010 Langes A

    BEACHTE

    Art, Arzt, Bart, Bratsche, Magd, Tag, nach, Spaß, Jagd,
    Heirat, Heimat, habt, Wal, Labsal, Harz, Schicksal,
    folgsam, Leichnam, Quarz, zart, monogam,
    Äskulap, Satrap, Topas, Chrysopras, der Barsch. 

    Sonntag, Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag. Guten Tag!

    1. Donnerstag sah der Knabe den Schnabel des Habichts.
    2. Der Arzt mit der Qual der Wahl: Die Dame oder die Magd.
    3. Der Papst mit der Adlernase und dem Fahrrad.
    4. Ein Sonntagsmahl nach der Jagd bringt Spaß.
    5. Tag für Tag Grassamen mit dem Spaten zum Grabmal tragen.
    6. Freitag bis Sonntag sah die sparsame Magd ihren Adolf.
    7. Folgsam gab er den Glasstab dem Zahnarzt.
    8. Der Satrap brach mit der Gabel die glaszarte Bratsche.
    9. Wir haben aber abermals Spaß gehabt.
    10. Ihr wart aber damals im Heimattal.
    11. Montags schlagartig den Bart Abels schaben.
    12. Den Leichnam in die Heimat tragen.
    13. Harz auf der Wade.
    14. Von der zarten Magd dienstags tagsüber Labsal haben.
    15. Wenn es tagt, nagt die Made des Knaben Kragen.
    16. Der Arzt Äskulap trägt einen schwarzen Topas und einen zarten Chrysopras.
    17. Der Barsch aus Laa war ein Labsal – der Wal war tranig.
    18. Der monogame Tafelmaler malte die tragische Dame unsagbar zart.
    19. Tag für Tag und Haar um Haar kam der Bart des Knaben.
    20. Nach und nach beklagen sich sogar die sparsamen Kahnfahrer.
    21. Nach dem Wahltag brach im Staate Spanien eine Art Chaos aus.
    22. Die Heirat des Arztes mit der mageren Magd war nicht ratsam.
    23. Nach dem Kahlschlag habt ihr aber die Jagd nach Hasen gehabt.
    24. Abermals versagt da der Vergaser des Wagens auf der Fahrbahn.
    25. Heimat und Name des Zahnarztes waren gar mit Schmach beladen.
  • TRA009 Bisherige Vokale vermischt

    Bisherige Vokale, vermischt 

    1. Die Oberschule brachte Kummer und Sorgen.
    2. Sonst fuhr Kurt ruhelos vor.
    3. Das Vortuch voll roter Glut.
    4. Am Oderufer sind Motten von großem Wuchs.
    5. Mit Most im Mund ruht Robert wohlgemut.
    6. Der Ur ist tot, das Huhn es tut.
    7. Im Dorf ruht unterhalb der Burg das Schloß.
    8. Oft und oft kommen Rotbuchen um.
    9. Durch Borgen in Not kommen.
    10. Rotglut unter den Schuhsohlen verleiht vogelhafte Flugstunden.
    11. Zum Schluß polterte der Rohrstuhl um.
    12. Ludwig lobhudelt über das vorteilhafte Urteil.
    13. Ohne Rock sucht die Zofe voll Lust die Wohnstube.
    14. Die an den Ohren rote Ruth sucht umsonst den Sonnenschutz.
    15. Im unerschlossenen Osten zog der Zug umher.
    16. Konrad trog uferloser Trug.
    17. Zur Morgenstund tut Kurt es vor.
    18. Mutlos und unentschlossen holst du die Uhr ans Ohr.
    19. Das Pult steht vorn am Bug.
    20. Vorteilhafter Wucherlohn.
    21. Umsonst um Sold in die Lohnbuchung kommen.
    22. Die offenkundig unordentliche Tochter fuhr fort nach Ulm.
    23. Die Volksgunst war schon gut genug.
    24. Die modische Großmutter.
    25. Trotz Polsterung vor Wut im Holz umkommen.
    26. So voll Sucht und ohne Uhr zur Moorkultur.
    27. Sie sucht Sumpfdotterblumen unter der Schlummerrolle.
    28. Wir haben die Vorzukunft schon in der Vorschule gelernt.
    29. Er durchsuchte voll Mut die Furt bei vollem Mondlicht.
    30. Oberstufenschulen sind oft Vorstufen zu unseren Vorzugsschulen.
    31. Mit einem Ruck zog der Urochse den Holzblock aus dem Boden.
    32. Die Buden des Sonderbundes waren aus Ton und Holz.
    33. Die Brut fraß im Unterholz die Sulz und das Brot.
    34. Voll Hohn log Otto den Mord an Ulrich.
    35. Du mußt die bunten Socken vom Ofen nehmen.
    36. Der Sog zog den Sud zum Schock Bruno’s in das Loch.
    37. Du sollst dir nicht umsonst den Buckel sonnen.
    38. Zur Not hat Morgenstund Gold im Mund.
    39. Vernutetes Holz suchen.
    40. Sonst bleibt Guntram nur der sonnendurchflutete Ort Dornbim.
    41. Ob der Schuster Sohlen sohlte oder sott, soll uns gleich sein.

    42. Nun Roduro, mutvoll rufe – Du – so ruhm-, so schuldlos duldend:
    „Muros! Unhold! Fluch folg‘ ruhlos!
    Und trotz Lug groll mutlos nur noch
    Wut dort, um Roduros Blutsold!“

  • TRA008 IG

    Hinweis: -ig am Schluß eines Wortes wird bei Namen „ig“ ausgesprochen: 

    Venedig, Leipzig, Danzig, Herwig, Hedwig, Ludwig;

    außerdem auch dann, wenn das gesamte Wort auf -lich ( -ich, -eich ) endet:

    Königlich, ewiglich, wonniglich; Königreich.

    In allen anderen Fällen wird „ig“ am Schluß: „ICH“ ausgesprochen:

    König, Käfig, artig, zwanzig, wenig, selig, richtig, ewig, rosig, ruhig, bärtig, eintönig, rüstig, wolkig, fleißig, windig, sonnig.

    Königtum, Wenigkeit, Nachlässigkeit, Wichtigtuer, Seligkeit, Honigkuchen, Richtigkeit, Müdigkeit.

    1. Der Zeisig im windigen Käfig.
    2. Mit zwanzig war Mechthild artig.
    3. Ich rechne richtig.
    4. Menschliche Schlechtigkeit.
    5. Der König ist fleißig.
    6. Der Honig ist durchsichtig.
    7. Du belustigst eiligst bärtige Könige.
    8. Sie besichtigt freudigst Ludwig’s Zeisige.
    9. Des Pfennigs Glück.
    10. Herwig und Hedwig finden das Königtum eintönig.
    11. Zwanzig Pfennige reichen nicht, vierzig nicht, höchstens siebzig.
    12. Wer Schlechtigkeit verteidigt, möchte sich sicherlich auszeichnen.
    13. In Venedig fand es Ludwig sonnig aber windig.
    14. Warum verteidigst du die berichtigte, ruhige Predigt?
    15. Der König ermächtigt zwanzig männliche Richter.
    16. Der wichtige Bericht wird lausigst erledigt.
    17. Herr König ist König im eigenen Königreich.
    18. In Schleswig-Holstein zahlt man nur Pfennige für Honigkuchen.
    19. Nachlässig, aber ewiglich richtig fleißig.
    20. Rostig und nicht mehr rüstig ist unsere Hedwig.
    21. Seligkeit ist wichtig.
    22. Richtig wolkige Wochen sind eintönig.

    Hinweis: Die Suffixe -igs, -igst und -igt können auf beide Arten ausgesprochen werden: Predigt, beleidigst, des Honigs, beendigt, belustigst, beerdigt.


  • TRA007 Wechselndes O

    Beachte: Motor, Motor; Motorrad; Motoren; Phosphor, Tenor (=Haltung), Tenor (=Stimme). Monaco, Flondsdorf, Professor, Doktor, Rhetor

    1. Der Sohn bohrt ein Loch in die Bordwand.
    2. Otto kommt mit der Torte auf dem Motorrad durch das vordere Tor.
    3. Motten in roten, wollenen Modehosen bringen Spott und Hohn.
    4. Mit Wohlwollen den Wochenlohn oben im Büro holen kommen.
    5. Wir waren schon so oft zu Ostern in Ostpolen.
    6. Der Oberzolldirektor bringt einen Korb voll Kohl.
    7. Ob Olga Rosen im Schoß hat?
    8. Das Roß vorn zog nach vor.
    9. Ob das Volk Todesopfer fordert?
    10. Ottokar schoß den Vogel ab.
    11. Ohne Motorboot zur Oder.
    12. Obwohl oder obschon.
    13. Oben ohne in der Sonne.
    14. Mit großen Geschoßen lose geschossen.
    15. Der Professor, ein toller Rhetor, lebt im marmornen Untergeschoß.
    16. Vorwärts in das Herzogtum Vorarlberg oder nach Oberösterreich.
    17. Otto besorgt sich seine Forint nicht in Donaustadt, sondem in Floridsdorf.
    18. Hoch im Norden oben sollen noch sorglose Ostgoten wohnen.
    19. Schon erscholl die Totenglocke zum Trost vom gotischen Dom.
    20. Soll wohl Otto dort oben auf der Harmonika vorspielen?
    21. Der Postbote soll doch sofort im Dorf oben Post holen kommen.
    22. Das polnische Volk zog schon oft vor den Drohungen des Ostens davon.
    23. Hohlkopf Konrad floh mit dem Kohlkopf ins Nonnenkloster.
    24. Der Doktor lief von den spottenden hohnvollen Kobolden des Dorfes davon.
    25. Der Tenor war Tenor Olav war kein Motor wie ein Motor.
    26. Nun sollen die großen Glocken vom Dome frohlocken am gottbesonnten Strom, der dahinrollt im Morgengold. Wir umflochten die Dornenkrone mit Rosen hold. Rosigrote Wolkenwogen kommen gezogen in frohem, hoffendem Trost vom Himmelsbogen. In vollen Akkorden locken des Domes Glocken, denn hohe, frohe Ostern sind kommen! Das Volk loht in Wonne! Groß steigt vom Wolkenthron empor die lohende Sonne!
    27. Das Gesicht unseres Postboten Otto von Klotz war fast ebenso rot wie sein rostrotes Haar. „Das rote Gesicht, das kommt vom Frost“, sagte Olga, unsere Magd aus dem Norden Tirols. Wenn Otto von Klotz Post brachte, roch er schon von weitem, am Morgen schon wogte um ihn eine Wolke von Alkohol. Wir Kinder foppten ihn, wo wir nur konnten. Erbost verfolgte er uns oft; wir stoben jedoch stets davon. Olga wurde froh und bekam oft rote Ohren, wenn der große, rotschopfige Kopf des Postboten am oberen Gartentor aufglomm. Morgen für Morgen hockte sie im großen Korridor und schoß dann auf ihn los. Wir konnten nicht hören, ob er ihr dort große Dinge vorlog oder ob er bloß froh war, daß ihm noch jemand zuhörte, wenn er von seinen Sorgen, der großen Posttasche, dem Nordwind und dem Frost erzählte. Eines Morgens jedoch wartete Olga umsonst auf die Post. Man fand Otto von Klotz oben im Dorf erfroren. „Er roch noch“, sagte mein Onkel. „Das kommt vom großen Frost“, sagte Olga.
    28. Oben thront der Nonnen Kloster, ohne Trost und ohne Wonne, wohnen dorten fromme Nonnen, loben Gott voll toter Worte. Doch Gott grollet solchen Opfern.
    29. O Sonne, thronst so wolkenlos; schon flog der Vogel hoch empor. Wohl knospen Rosen schon wo Moos – so kommt der holde Sommerflor. O wonnevoll – ohn‘ Sorg‘, ohn‘ Not, ob Sonne lohnt – ob Donner droht, dort oben, wo Morgenrot Gott lobet fromm, schon vor dem Tod.
    30. Trostarm kommt am Sonntag Dora,
      klopft dann froh, da Wolfgang fort war.
      Doch was log – bald schroff, bald wortkarg –
      Flora sorgsam, doch gar boshaft? –
      „Wolfgang floh zwar, doch war totkrank!“


  • TRA006 Kurzes, offenes O

    2. Kurz, offen

    Beachte: Vorteil, Lorbeer, ob, Hochzeit, Amboß, Bischof, dort, Geschoß, davon, Dorf, Konvoi.

    1. Den Frosch erdolchen.
    2. Das Joch Gottes.
    3. Viel Sport ist Mord.
    4. Die Sorge um das Korn im Ort.
    5. Das Volk hofft auf den Morgen.
    6. Voll Zorn mit dem Stock ein Loch reißen.
    7. Konrad kostet die Rolle aus.
    8. Woche um Woche im Kosmos.
    9. Von Most besoffen.
    10. Im Untergeschoß den Bischof toll und voll angetroffen.
    11. Vorteile im Norden.
    12. Goldene Sonne bei der Hochzeit im Sommer.
    13. Offen und geschlossen.
    14. Das Volk dort hofft auf Lorbeer und Gold.
    15. Das Dorf dort wurde von dem Geschoß getroffen.
    16. Oskar soll tropfende, blonde Locken trocknen.
    17. Die Tochter ist noch und noch voll von Sommersprossen.
    18. Der Dolch hat das trockene Holz getroffen.
    19. Die wollenen Socken von Otto haben offenkundig ein Loch.
    20. Ob der Amboß von dem Geschoß getroffen wurde?
    21. Ob Lotte, die flotte, in Stockholm doch noch fromm wird?
    22. Der Otter kroch und rollte im ausgetrockneten Sommer fort.
    23. Lorbeer und Gold machten die Hochzeit jedoch wonnevoll.
    24. Die Post ist noch eine volle Woche geschlossen.
    25. Der Konvoi des Bischofs kommt nach Oldenburg.
    26. Oskar konnte die Hocke am Bock offenbar doch.
    27. Das Volk kommt zu dem kostspieligen Schloß im Osten.
    28. Der Schlosser war toll und voll von Most.
    29. Die Tochter hat ein gottvolles Loch im Kopf.
    30. Das unterjochte Volk fordert voll Zorn Mord.