
Da geht man am Schaufenster eines aufgelassenen Geschäftes vorbei und wundert sich, was genau eigentlich Fummel ist.

Da geht man am Schaufenster eines aufgelassenen Geschäftes vorbei und wundert sich, was genau eigentlich Fummel ist.
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Wir alle sind in Bussen, Zügen, und von mir aus auch auf Schiffen und in Flugzeugen groß geworden. Was auch immer geschah, der Fahrer war mit dran. So hat man ein Vertrauen in Risiken, den Fahrer und das Gefährt selbst entwickelt, das bei der Mitfahrgelegenheit in Finanzvehikelkonstruktionen derzeit durchaus fehlt.
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Carl Gustav, König, Schwede und Pfadfinderkonferenzchef, möchte während seines Wienbesuchs im Zelt schlafen. Darf er nicht. Zu gefährlich. Armer König.
Quelle: Ö1 Nachrichten 9 Uhr
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Da gibt es in einem Burgenländischen Internat die Tradition, den Neuen auf den Bauch zu hauen. “Baucherln” heißt das. Schreibt gestern ORF-ON:
“Ritual” eskaliert: 13 Burschen im Alter von 14 Jahren sind nach einem “Ritual” im Bundesschülerheim in Eisenstadt am Montag im Krankenhaus gelandet. Ältere Mitschüler verprügelten die Erstklassler beim “Baucherln”.
Diese Geschichte ist weitab vom Geschehen deshalb so interessant, weil die veröffentlichten Meinungen der beteiligten Respekts- und Autoritätspersonen noch viel interessanter (“bedauerlicher Zwischenfall”), und die Kommentare zu dieser Geschichte (“was heißt da schwer verletzt”) noch viel viel interessanter sind.
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Wer hat heute Nacht von unserer Buntnessel genascht, und das mitten in der Wohnung?
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Da wundert man sich immer wieder, dass Marketingstrategen durch geschickte Wortwahl Fehler der Firma gerne dem Kunden verantworten. Oder zumindest eine Teilverantwortung in die Schuhe schieben wollen. Da bekam man einen Brief der Telefonkompanie, dass ab nun die Rechnungen nur mehr an die komische e-Mail Adresse geschickt werden, die man bei denen automatisch erhalten hat. Man soll sich doch melden, wenn man die Rechnung per Post weiter will. Tat man. Erhielt man den folgenden Brief:
Mit Ihrer Rechung wurde Ihnen mitgeteilt, dass Sie die nächste Rechnung nur mehr in elektronischer Form erhalten. Diese Information ist nicht richtig, Sie erhalten weiter in gewohnter Form die Rechnung in Papierform. Wir möchten uns für das Missverständnis entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen …
Der letzte Satz verwendet das Wort Missverständnis. Zu einem Missverständnis gehören zwei Leute – einer der meint – und der andere, der fälschlicherweise was anderes meint. Nein nein, es war ein Irrtum der Firma, kein Missverständnis von welcher Seite auch.
Pingelig? Mit Sicherheit. Ich höre aber auch lieber das Wort “Ladung” statt “Einladung” zu einer Veranstaltung mit Anwesenheitspflicht…
Falls Archäologen in einigen Tausend Jahren zufällig meine Festplatte finden, habe ich eben ein Foto meiner heutigen Jause darauf gespeichert.

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Ben Schott, der Meister aller Listen, hat kürzlich in der britischen Times Trends und Gründe für spezielle Reiseformen veröffentlicht:
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An XX:
Sehr geehrte Damen und Herren, ich würde Ihr Angebot YY gerne nutzen, bin aber mit den allgemeinen Bedingungen nicht einverstanden, dass Sie mir “rechtlich bedeutsame Mitteilungen auch über SMS senden” wollen. Ich hätte solche gerne per Post. Wenn Sie das ändern wollten, bin ich gerne dabei. Mit freundlichen Grüßen, LB
Anwort von XX:
Lieber Herr LB,
es tut uns sehr Leid, dass Sie mit den Bestimmungen für YY nicht zufrieden sind.
Wir arbeiten ständig daran, dass Sie sich bei uns gut betreut fühlen.
Mit Ihren Ideen und Anregungen helfen Sie uns, Ihren Wünschen
näherzukommen und unser Service für Sie zu verbessern.
Kundenzufriedenheit hat für uns oberste Priorität!
Wir arbeiten deshalb ständig daran, dass Sie sich bei uns gut betreut
fühlen. Mit Ihren Ideen und Anregungen helfen Sie uns, Ihren Wünschen
näherzukommen und unser Service für Sie zu verbessern.
Eine Änderung der Bestimmungen für YY ist derzeit aber
nicht geplant. Sollten Sie noch Fragen haben, sind wir gerne für Sie da!Haben wir Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit erledigt?
[…]
Freundliche Grüße