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Wien

Physikalische Soiree

  • PHS146 Das Ende der Nacht

    Wenn frisch geschlüpfte Meeresschildkröten ins Landesinnere krabbeln, anstatt zum Meer, dann kann das mit der steigenden Lichtverschmutzung zu tun haben. Ohne die Lichter der Straßenlampen wäre das Meer mit Mond und Sternen die hellste Stelle am Horizont, das Ziel der jungen Meeresschildkröten.

    Auch Zugvögel haben mit den heller werdenden Nachtlandschaften Probleme. Licht wird billiger, und damit oft inflationär eingesetzt. Das muss nicht sein, erzählt der Wiener Astronom Thomas Posch von der Universitätssternwarte in dieser Sendung.

  • PHS145 Ende der Nahrung

    Verderb von Nahrungsmittel hat viele Facetten. Nicht unbedingt passieren dabei einfach nur chemische Zersetzungsvorgänge. Verderb kann schon ein schlechter Geruch sein, eine zu starke Trocknung. Verderb ist aber auch der Befall durch Mikroorganismen – die früher in Ermangelung eines Mikroskops und besseren Wissens oft als „böse Geister“ bezeichnet wurden.

    Die Pathobiochemie beschäftigt sich mit den chemischen Prozessen, die in erkrankten Organismen ablaufen. Diese Wissenschaft kann gut erklären, was chemisch beim Verderb von Lebensmitteln abläuft, und was mit dem Stoffwechsel des Menschen passiert, wenn verdorbene Lebensmittel in den Stoffkreislauf von Lebewesen eingreifen, die Palette der Reaktionen reicht von Unbehagen bis zu lebensbedrohenden Zuständen.

    Interviewpartner: Emer.Univ.Prof.Dr. Fritz Pittner, Max F. Perutz Laboratories, Wien

  • PHS144 CERN startet wieder

    Es geht wieder los beim CERN in Genf, beim LHC, dem Elementarteilchenbeschleuniger, der nach ausführlichen Reparaturen und Tests nun wieder starten soll.

    Auf der Suche nach den bislang noch nicht entdeckten Tierchen im Elementarteilchenzoo, auf der Suche nach dem Higgs-Teilchen, zum Beispiel.

    Unser Mann am CERN könnte der Titel der heutigen Sendung sein, ein Gespräch mit Manfred Jeitler, er ist österreichischer Hochenergiephysiker und er arbeitet mit, am CMS Detektor, der die Spuren der Kollisionen der Protonen am LHC Beschleuniger auswertet. Ein Gespräch über den gegenwärtigen Stand der Elementarteilchenforschung an diesem internationalen Forschungsverbund, und an der größten Maschine der Welt.

    Links: Hephy: HEPHY – Institut für Hochenergiephysik, CERN

    Buchtipps dieser Sendung:

    Wiley-VCH Astronomie und Astrophysik Weigert, Alfred / Wendker, Heinrich J. / Wisotzki, LutzGrundlagen und gegenwärtige Forschungskonzepte werden in diesem Grundkurs über Astronomie und Astrophysik auf das Anregendste zusammengeführt. Das Buch richtet sich an Studierende, Lehrerinnen und Lehrer und auch an alle Amateure. Sehr anschaulich zum Beispiel das Kapitel über Strukturbildung am Universum, das uns zeigt, wie und durch welche Strategien die Strukturen im Universum durch Simulationen erzeugen werden können

    Wiley-VCH Bachelor-, Master- und Doktorarbeit Ebel, Hans Friedrich / Bliefert, ClausAnleitungen für den naturwissenschaftlichen Nachwuchs. Wer inmitten einer Arbeit steckt, oder sie auch erst beginnen wird, kann eine Fülle von konkreten Tipps für eine gute naturwissenschaftliche Arbeit finden. Macht Spaß, darin zu lesen, und man ist vorne mit dabei, was den gegenwärtigen Stil dieser großen Arbeiten der naturwissenschaftlichen Ausbildung betrifft.

  • PHS143 Ausflug auf den Arsenalturm

    Besuch im Wiener Arsenal. Was machen die Leute von der Telekom da oben im Funkturm?

    Die Physikalische Soiree unternimmt eine Exkursion in luftige Höhe. Fahren Sie mit hinauf! Gastgeber: Willi Panner, Leiter des Bereichs Mikrowellennetzwerk der Telekom Austria. (Wiederholung vom April 2006)

  • PHS142 Fassaden Wiens

    Geologieinteressierte müssen in Wien nicht weit gehen, um eine ganze Bandbreite nationaler und internationaler Gesteine kennen zu lernen. Der Wiener Geologe Robert Seemann legte mit seinem Team einen Rundweg an, der zahlreiche Monumental- und Prachtbauten, aber auch Geschäftsfassaden auf die geologische Herkunft ihrer Baumaterialien hin untersucht.

    Es entstand eine spannende Natur- und Kulturgeschichte die auf einem Spazierweg beginnend beim Museumsensemble der Ringstraße über das Kaiserforum, den Michaelerplatz und den Graben zum Stephansplatz führt und die Geologie der Großstadt zum Thema macht.

    Es spricht:

    Robert Seemann Kurator der Gesteinssammlung, Bau- und Dekorgesteinssammlung des Naturhistorischen Museum Wien

  • PHS141 Schulbauten

    Das theresianische Ideal gut kontrollierbarer Klassenzimmer im Kasernenstil, aufgereiht in langen Gängen, hat mit neuen Ansätzen, Lernen zu gestalten, einen Wandel erfahren.

    Wurde früher von vorne nach hinten unterrichtet, verlangen zeitgemäßere Formen des Lernens neue äußere Strukturen. Für Pädagogen und Architekten gleichermaßen sind viele bestehende Schulbauten ein Dorn im Auge. Auf dem durch den Ganztagsbetrieb angeleiteten Weg vom monofunktionalen Schulbau zum mehrfach nutzbaren Tageswohnhaus für Kinder gibt es für alle Beteiligten Verbesserungsbedarf. Wenn das Schulhaus nämlich vermehrt von der Lehranstalt zum Lebensort wird, braucht es neue architektonische Ideen und neue Formen der Zusammenarbeit. Oft wird bei neuen Schulen nur an höhere Räume, mehr Glasanteile und geringeren Putzaufwand gedacht. Eine Sendung über den modernen Schulraum, der neben Mitschülern und Lehrern häufig als der “dritter Erzieher” bezeichnet wird.

  • PHS140 Flussraumbetreuung Obere Traun

    Die Traun im Salzkammergut ist ein schon lange von Menschen genutzter und geformter Fluss. Jahrhunderte lang wurde Holz als Feuerholz für die Salzgewinnung traunabwärts transportiert. Dazu musste der Fluss geformt werden, um tiefere Fahrrinnen zu erhalten. Die letzten Veränderungen durch den Menschen sind durch den technischen Hochwasserschutz in den 50er und 60er Jahren entstanden. Diese haben zu sehr harten Verbauungen geführt, die nun wieder rückgebaut und renaturniert werden.

    Durch die “Flussraumbetreuung”, ein Kooperationsprojekt von WWF Österreich, dem Land Oberösterreich und dem Lebensministerium sollen ein ökologischer Hochwasserschutz und Renaturierungsmaßnahmen unter Einbeziehung der Bevölkerung entstehen.

    Interviewpartner:
    Leopold Feichtinger, WWF Österreich

  • PHS139 Spielen, Lernen, Wissenschaft

    Wer spielt, braucht alle Sinne. Es gibt Regeln, den Zufall, im schlimmsten Fall den Rausch. Wissenschaft zu betreiben ist davon oft nicht allzu weit entfernt. Kreativität ist der Schlüssel, und Lust an der Sache selbst. Lehrende der Physik vermitteln diese Lust am Finden der Erkenntnis im Idealfall ihren Schülern. Ein Gespräch über Spielen, Lernen, Wissenschaft und einigen hypothetischen Gedanken, was man mit einem Ei alles machen kann.

    Gäste: Stefan Irnberger, Manuela Kopper, Johannes Ickelsheimer, Tsewang Gyaltso, Eva Holleschek und Clemens Nagel (Universität Wien)

    Link:  FM4 Science Busters: Podcast Tipp!

  • PHS138 Sternwarten Wiens

    Selten heben Menschen in den Städten ihre Augen höher als zu den höchsten Häusern. Wer aber als Stadtbesucher auch einmal zum Himmel schauen mag, kann dies in Wien an drei immer noch aktiven Sternwarten tun. Begleiten Sie uns auf der Suche nach dem Licht der Sterne in der Stadt.

    Wiener Sternwarten:

    1. Universitätssternwarte: Türkenschanzstraße 17, 1180 Wien, Telefon: 01/4277-51801
    2. Kuffnersternwarte: Johann Staud-Straße 10, 1160 Wien, Telefon: 01 / 914 81 30 31
    3. Uraniasternwarte: Uraniastrasse 1, 1010 Wien, Telefon: 01 / 7295494 – 10
    4. Freiluftplanetarium: nahe Wotruba-Kirche, Wien-Mauer, Telefon: 01 / 889 35 41
  • PHS137 Falknerei – Traum vom Fliegen

    Verhaltensbiologie, Thermik und Hangaufwind – Biologie und Physik im Beruf des Falkners verbunden.

    Die Jagd mit Greifvögeln hat auch in Österreich reiche Tradition. Auch heute noch trainieren Jäger Geier, Adler, Falken, Uhu, Milan und Bussard, um sie als Jagdhelfer einzusetzen. In der Falknerei Obernberg am Inn werden die Tiere darüber hinaus für die Verwendung in Flugvorführungen ausgebildet. Noch im Ei findet die erste Prägung durch den Falkner statt, der mit den Jungvögeln spricht, sodass sie sich an seine Stimme gewöhnen. Sind sie erst geschlüpft, werden die Vögel von Hand aufgezogen. Das Training danach erfolgt ausschließlich durch Belohnung. Im Idealfall bilden Falkner und Greifvogel eine fein eingestellte Verbindung, die – die Rangordnung im Greifvogelteam genau beachtend – eine komplexe Vorführung erarbeitet und darstellt.

    Interviewpartner: Helmut Kotlik, Falknerei Burg Obernberg am Inn