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Wien

Physikalische Soiree

  • PHS157 Sonnenobservatorium Kanzelhöhe

    Die Sonne ist ein großes Experiment, das abläuft, ohne dass Menschen eingreifen können. Die Rolle der Wissenschafter in diesem Experiment beschränkt sich auf die Beobachtung.

    Es ist dabei noch nicht einmal klar, in welcher zeitlichen, räumlichen und auch digitalen Auflösung beobachtet werden muss, um Antworten auf die gestellten Fragen zu erhalten, Fragen wie: lassen sich Sonnenausbrüche (Protuberanzen, Flares) voraussagen, was sind die genauen Mechanismen der Entstehung von Sonnenflecken, wie ist die Sonne in welcher Tiefe aufgebaut?

    Die Vorhersagen sind dabei auch von Bedeutung in unserer Welt, die von technischen Produkten geprägt sind, die auf die Störung ihrer Elektronik empfindlich sind, Störungen die durch die Ankunft von Sonnenwind auf der Erde ausgelöst werden können.

    In Österreich wird die Sonne im Kärntner Sonnenobservatorium Kanzelhöhe beobachtet. Das Observatorium wurde in den 1940er Jahren gegründet, um im Krieg den Funkverkehr besser einschätzen- und vorhersagen zu können. Heute erfüllt das Observatorium alle Aufgaben einer modernen und international vernetzten Beobachtungsanstalt – mit dem Schwerpunkt „Sonne“.

    Interviewpartner: Mag. Dr. Werner Pötzi, Observatorium Kanzelhöhe für Sonnen- und Umweltforschung, Institutsbereich Geophysik, Astrophysik und Meteorologie der Karl-Franzens-Universität Graz, http://www.kso.ac.at/

    Tipp & Test: Laufcomputer von Garmin. Empfehlenswert für Laufnerds, Trainingsspezialisten und jene, die beim Laufen nicht mehr telefonieren wollen. Hinweise darüber zu hören am Ende der Sendung. Link: Garmin Forerunner 210, Garmin Forerunner 310XT

  • PHS156 Wissenschaft und Glauben

    Studiodiskussion mit Werner Gruber, einem der drei Science Busters über das Physikbild im Alltag. Gemeinsam mit den Physikstudierenden Nikolinka Fertala und Roland Keller von der Universität Wien.

    (c) Science Busters

    Link: Science Busters

  • PHS155 Strom verschicken

    Strom muss in dem Moment “erzeugt” werden, in dem er gebraucht wird. In den Netzen selbst wird nichts gespeichert. In dieser Physikalischen Soiree spricht Mario Sedlak über seine Arbeit in der Berechnung von Stromtransiten – durch Österreich und durch Europa.

    Links:

    Homepage von Mario Sedlak

    Tipp:

    Die Physikalische Soiree empfiehlt: Unser Ottoro S100 Staubsaugerroboter saugt seit einigen Wochen die Redaktionsräume. Zuverlässig, einfach, witzig – vorgestellt in der Betriebsanleitung als Familienmitglied zeigt das Ding nämlich wirklich einige Persönlichkeit. Es dreht sich suchend im Kreis, hasst Stufen, bleibt vor herumligenden Dingen respektvoll stehen, um sie zu beschnuppern und dann zu umfahren. Und wenn er müde wird, sucht er sich seine Dockingstatioon und lädt sich wieder auf. Alles in allem tut er seine Arbeit großartig. Er saugt. Und das selbständig und verantwortungsbewusst – und gründlich. Mit einigem an Physik und vielem an Ingenieurskunst, die hinter (über) der Blas- und Saugvorrichtung steckt.

    Links: Karl Häussler, Vertrieb des Ottoro S100; Blog über Roboterstaubsauger

  • PHS154 Synthetische Biologie

    Früher gab es nur die Computerhacker, die versuchen in
    Systeme einzudringen. Jetzt aber gibt es auch die Biohacker, die versuchen in Systeme einzudringen. In diesem Fall in lebende Systeme. Sie lesen den genetischen Code von Bakterien, verändern ihn, und lassen sich von Spezialfirmen dann Stränge daraus zusammenbauen. Im Idealfall stirbt das Bakterium, wenn es entkommen sollte. Im Worstcase gibt es Probleme – mit der Biologie aus der Garage. Der Risikoforscher Markus Schmidt spricht in dieser Sendung über Synthetische Biologie, über die Forschung im Grenzbereich von Biologie, Chemie und Ingenieurswissenschaft. Durch die synthetische Biologie soll Leben künstlich erzeugt und verändert werden.

    Gast:
    Markus Schmidt, International Dialogue and Conflict Management, Wien

    Links:
    Chaos Radio Express, Synthetische Biologie
    Ö1 macht Schule, Unterrichtspaket zum Thema

  • PHS153 Der Unfallanalyst

    Was ist passiert? Wer ist Schuld? Zwei Fragen, die bei Autounfällen immer gestellt werden. Unfallanalysten versuchen aus Spuren, Aussagen und vor allem den Gesetzen der Physik den Unfallhergang zu rekonstruieren.

    Ein spannendes Thema, denn die Arbeit der Sachverständigen findet im allgemeinen weitab der Öffentlichkeit statt.

    Zu Gast in der Dezemberausgabe der Physikalischen Soiree: Dr. Wolfgang Pfeffer, Wien

    Vorschau auf Jänner 2011: Synthetische Biologie – Ingenieure erobern das Leben.

  • PHS152 Licht mit LED

    LED Lampen erleben gerade eine stürmische Entwicklung und scheinen herkömmliche Energiesparlampen zu überholen. Ernst Luckner ist leitender Entwickler bei Seitz Smart Trading – einer Firma, die unter dem Markennamen 16east Energiespar-LED-Lampen entwickelt und vertreibt. Er spricht in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree mit der AHS-Schülerin Naomi Lobnig über die Entwicklung derartiger Lampen und auch über Details aus seinem Forscheralltag.

    Erstausstrahlung: Ö1 Campus Radio, 4. Oktober 2010, 20:30-21:00 Uhr

    Link: http://www.16east.com

  • PHS150 Hören

    Die Menge akustischer Umwelteindrücke nimmt zu. Wer gehört werden will, muss lauter werden, oder penetranter. Wer in Ruhe hören will, muss sich mit schalldichten Kopfhörern von der Umgebung abkoppeln. Die gehörten Klangdateien sind dabei oft stark komprimiert und datenreduziert, ein sterile Abklatsch des Originals. Wer also gerne und gut hört, leidet dieser Tage in einer Welt, in der das Sehen und Gesehen werden Priorität hat. Eine akustische Annäherung an die hörbaren Aspekte des Alltags.

  • PHS149 Sinne kleiner Tiere

    Wer gerne mehr über sich selbst und seine Umwelt erfahren möchte, muss seinen Sinnen trauen. Kleine Tiere haben oft andere Sinne, als die großen. Was Sinne überhaupt über die Umwelt genau erzählen, steht zusätzlich noch auf einem anderen Blatt. Auf jeden Fall sind die Sinne auf die physikalischen Gegebenheiten der Umgebung ausgerichtet – und kleinen Tieren stellen sich diese physikalischen Gegebenheiten oft fundamental anders dar als den großen. In dieser Sendung “sehen” wir uns die Sinne dieser kleinen Tiere näher an.

    Interviewpartner: Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth, Universität Wien, Department für Neurobiologie

  • PHS148 Wärme erklären

    Vier Physikstudentinnen und ein Physikdidaktiker der Universität Wien sprechen in dieser Sendung über die Herausforderung, Wärme “richtig” den Lernenden zu vermitteln.

    Weiters in dieser Sendung: der Kopfhörertest. Funktionieren Anti-Schall Kopfhörer? Wir haben drei Kopfhörer von Sennheiser mit dem Anti-Schall System getestet und die Antwort lautet: ja. Die getesteten Modelle: Sennheiser PXC-450, PXC-310, PXC-250, Kosten zwischen 100 und 250 Euro.

    Buchtipps dieser Sendung:

    Wiley-VCH

    Lehrbuch der Biophysik
    Sackmann, Erich / Merkel, Rudolf

    Die Autoren haben sichtlich Freude, dieses weite Überschneidungsfeld von Physik und Biologie anschaulich und gut verständlich darzutellen. Sie scheuen sich nicht, die Grundlagen – auch jene der Biochemie – darzustellen, um dann gezielt auf alle Aspekte der physikalischen Grundlagen, Anwendungen und Methoden der Kombination Biologie und Physik einzugehen. Empfehlung

  • PHS147 Elementarteilchenzoo

    Wenn Elementarteilchenphysiker versuchen, die Grundbausteine der Materie zu katalogisieren, können sie nicht einfach mit Mikroskopen in die Materie hineinschauen.

    Zu klein sind die Distanzen, die vermessen werden müssen und die notwendigen Energien sind viel zu groß, um die Messungen nicht zu beeinflussen und um das gesuchte Teilchen nicht zu zerstören. Elementarteilchenphysiker arbeiten daher auf Umwegen. Sie beschleunigen Elementarteilchen, um sie anschließend zusammenstoßen zu lassen. Aus der freiwerdenden Energie entstehen neue Teilchen, die zum Großteil schnell wieder zerfallen. Aus der Art dieser neuen Teilchen und den unterschiedlichen Spuren, die sie in Detektoren hinterlassen, werden Rückschlüsse gezogen auf die Vielzahl an unterschiedlichen Grundbausteinen der Natur, nicht nur der Materie, sondern auch auf die Grundkräfte, die zwischen diesen nicht mehr weiter zerlegbaren Teilchen wirken.

    Derzeit ist die Suche am Elementarteilchenbeschleuniger CERN ganz darauf konzentriert, ein ganz bestimmtes Elementarteilchen experimentell nachzuweisen, das theoretisch existieren müsste: das so genannte Higgs-Boson. Es würde den Physikern erlauben zu erklären, warum unsere Materie überhaupt Masse besitzt. Es geht aber noch weiter. Die gegenwärtigen Forschungen erlauben, das ganz Große mit dem ganz Kleinen zu verbinden. Es wird nämlich erwartet, dass in den Beschleunigern auch Dunkle Materie gefunden wird. Ihre Existenz ist theoretisch vorausgesagt und sie erklärt, warum sich das Weltall seit dem Urknall zu dem entwickelt hat, was es ist.

    Inteviewpartner:

    DI Dr. Robert Schöfbeck
    Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften