Verkehrsfragen der NZZ

Aus der NZZ: Zehn Fragen an den öffentlichen Verkehr

1. Weshalb werden die seitlichen Liniennummer- und Zielanzeigen bei den S-Bahn-Zügen immer kleiner?

2. Weshalb erwidert die Dame am Bahnschalter das Begehren «Ich möchte nach London» mit einem ungläubigen Blick und der Frage «Mit dem Zug?»

3. Weshalb ist in den IC-Doppelstockwagen und -Neigezügen der SBB ein Arm zu heben, damit sich die automatische Abteiltüre auch tatsächlich öffnet?

4. Weshalb können zwar Sitzplätze, nicht aber Billette für internationale Züge länger als drei Monate im Voraus gebucht werden?

5. Weshalb müssen Busse ausschliesslich stufenlose Eingänge, dahinter aber zahllose Schwellen haben?

6. Weshalb werden die Billettautomaten immer grösser, wo doch die Rechner offensichtlich immer kleiner werden?

7. Weshalb kommt es immer wieder vor, dass das Schweizer Zugpersonal in verspäteten Zügen nicht erwähnt, welche Anschlüsse gewahrt werden und welche nicht?

8. Weshalb müssen Trams und Busse des Nahverkehrs, mit denen man nur Kurzstrecken zurücklegt, klimatisiert sein, zumal doch durch Fenster, die sich öffnen liessen, während der Fahrt mit Wind zu rechnen wäre?

9. Weshalb muss man, um mit den SBB zu telefonieren, eine zusätzliche Gebühr bezahlen, wo doch sonst Beratungsgespräche gratis sind?

10. Wofür steht in der Schweiz bei den S-Bahnen das S, zumal auch auf dem Land und im französischen und italienischen Sprachraum?

Quelle: NZZ vom 15.10.2009; P. S.

Spannender Dienstweg

In der Schweiz ist gerade der 91-jährig der Schweizer Schriftsteller Gerhard Meier verstorben. Er habe sich, so sagte er selbst, nur an den „Dienstweg“ gehalten, als er sich vom Provinzler zum Weltbürger entwickelte, schreibt sein Kollege Adolf Muschg. So haben interessante Dienstwege auszusehen, mit Verlaub. Eine der Stationen auf Meiers Dienstweg war die Position eines Lampendesigners. Erst mit 40 Jahren begann er zu schreiben, zunächst mit Gedichten, dann sein Hauptwerk: die Amrainer-Tetralogie. Einer seiner Romane ist fast ganz im Konjunktiv gehalten. Seine schönsten Texte habe er dem Wind anvertraut. Eine Würdigung des Schriftstellers brachte die NZZ in ihrer Ausgabe vom 23. Juni 2008 auf Seite 25. Ich weiß, das nützt nicht viel, wenn man sie wirklich lesen will, aber verglichen mit Online Würdigungen schlaffen diese weit ab.

Link zu Wikipedia: Gerhard Meier