Radio, Science, Education

Wien

Naturwissenschaft

  • Workshops und Vorlesungen

    Vorlesung:  Von der Schaukel zum Wissen über die Drehung der Welt

    Jeder Mensch kann schaukeln und sich über das hin- und herpendeln einfach nur erfreuen. Ob es auch jemanden gibt, der mit einem schwingenden Pendel die Zukunft vorhersagen kann? Das wäre aber eigentlich gar nicht notwendig, denn wer genau hinschaut und mit schwingenden Dingen mutig vieles ausprobiert, dem flüstert die Natur sehr viel über sich und die Welt ins Ohr. Was das ist, lernen wir in der Vorlesung kennen, die uns vom berühmten Foucaultschen Pendel zur Drehung der Erde führt und einen Versuch zeigt, der zeigen wird, ob man den Naturgesetzen wirklich trauen kann.

    Was ein Orangenverkäufer über Kugeln wissen muss: Kugeln stapeln. Zwei Kugeln aufeinander stellen? Unmöglich. Ein kleiner Ring hilft dabei. Es geht aber, wenn man vier Kugeln hat. Mindestens vier Orangen braucht also der Orangenverkäufer, um sie aufeinander stapeln zu können. Wenn er mehr hat, umso besser. Wie man Kugeln stapeln kann, schauen wir uns in diesem Workshop an – mit möglichst wenig Kugeln wollen wir möglichst hoch kommen und lernen dabei das Prinzip der „dichtesten Kugelpackung“ kennen, das besonders für Chemiker und Physiker interessant ist, und Leute, die Runde Dinge in eckigen Kisten verschicken wollen. Ein spannender Nachmittag für 20 Kinder und 1000 Kugeln.

    Was uns Pendel von der Zukunft verraten können: Kann man mit einem schwingenden Pendel die Zukunft vorhersagen? Das ist kinderleicht, denn dass die Naturgesetze funktionieren, werden wir in diesem Workshop herausfinden. Du experimentierst mit Schnur und Pendel und versuchst herauszufinden, wie ein Pendel funktioniert. Wovon hängt die Schwingung eines Pendels ab? Im abschließenden Experiment zeigst du dann, wenn du magst, dass das stimmen muss, was du herausgefunden hast. Deine Nase wird nämlich ganz bleiben, auch wenn es bei dieser spektakulären Vorführung gar nicht danach aussehen wird. Ein schönes Experimentierprogramm für einen ganzen Nachmittag.

    Storytelling

    Fabulieren, fantasieren,… Ein Workshop für eigene Geschichten und Ideen, die wir auf Tonband aufnehmen und so unseren Freunden über Internet zugänglich machen können. Mit Sprechübungen für all jene, die gerne und viel tratschen.

    Lothar Bodingbauer / Kinderuni SteyrSisyphos und seine unbekannter Bruder

    Eine Geschichte von Energie und schweren, schnellen Steinen… Die Geschichte vom Sisyphos. Eine Sage, in der es physikalisch um Energie geht. Um die Energieerhaltung. Um die goldene Regel der Mechanik. Eine Vorlesung, bei der auch Sisyphos‘ unbekannter Bruder vorkommt und bei der auch ein Experiment mit einer schwingenden Kugel zeigt, dass man sich auf die Naturgesetze ziemlich gut verlassen kann.

    Interviews und Klangbilder

    Mehrere Reportergruppen begleiten mit dem Mikrofon die Aktivitäten der Menschen und gestalten Interviews und Reportagen, die rasch geschnitten auf einem Weblog zur dokumentarischen und journalistischen Begleitung bereitgestellt werden. Wir üben, wie man Interviews macht, werden uns dabei auf Ton und Inhalt konzentrieren und lernen, wie man diese Inhalte auf einem Weblog schnell und interessant bereitstellen kann.

    Aus dem Programmheft der Kinderuni Steyr

    Lothar Bodingbauer ist Radiojournalist. Ständig ist er mit Mikrofon und Aufnahmegerät unterwegs, um spannende Sendungen zu machen. Gut zuhören zu können ist für ihn die wichtigste Voraussetzung für seinen Beruf. Denn wer seinen Ohren traut, dem erschließt sich eine völlig neue Welt.

    Sokratischer Dialog

    Wir gestalten ein kleines Hörspiel mit dem Gespräch zweier Menschen. Jener, der sich auskennt, stellt die Fragen und gemeinsam erarbeiten sie den Inhalt des zu lernenden Gebietes.

  • Sonderbare Theorie? Kein Problem.

    10 Regeln für die Präsentation einer eigenen Theorie, die der gängigen wissenschaftlichen Meinung zum Thema widerspricht:

    1. Beginne harmlos.
    2. Ende mit der allgemein akzeptierten Kritik an der gängigen Theorie, nicht mit deinen eigenen Thesen.
    3. Dazwischen bringe deine Thesen, wiederhole polemische Kernsätze immer wieder in einfachen Worten. Bsp: „Einstein was wrong”. „The Einstein party is over”.
    4. Präsentiere die bestehende Theorie als Konspirationstheorie. Es würden neue Erkenntnisse – die eigenen – nicht nur ignoriert, sondern aktiv verhindert werden.
    5. Zitiere ein Hauptexperiment der bestehenden Theorie und sage, es wurde falsch gemessen. Das Gerät messe 2000-mal genauer. Damit ist experimentell genau das Gegenteil zu zeigen – die Richtigkeit eigene Theorie. Bringe völlig bekannte Alltagsbeispiele (Bohrlöcher) und zeige irre Abnormalitäten, die durch die eigene Theorie erklärt werden.
    6. Erfinde ein anderes Wort für die Hauptsache, das es aber schon in anderem Zusammenhang gibt. Bsp: Raum statt Äther.
    7. Lasse einen unschuldigen Unbeteiligten (Fernmeldeingenieur) deinen Effekt messen und bestätigen, „weil er nicht wusste, dass man diesen Ergebnis nicht messen darf”. Lasse ihn dann dafür gefeuert werden, weil er es tat: etwas Richtiges herauszufinden, was aber von der bestehenden Theorie nicht akzeptiert wird.
    8. Zeige deine einfachen Experimente im Labor: so einfach geht es, wenn man nicht mit der Konspirationstheorie mitspielt.
    9. Bringe die Ergebnisse der bestehenden Theorie als Sonder- und Spezialfälle, die in deiner besseren Theorie erhalten sind.
    10. Präsentiere viele Kurven, Messwerte und Formeln einem Publikum, von dem du ausgehst, dass es nicht viel weißt, weil du ihm auf der anderen Seite auch einfache Sachen erklärst, wie etwa, dass man ein Koaxialkabel im Geschäft nebenan kaufen kann.