In Österreich werden pro Tag durchschnittlich 22 Hektar Boden verbaut, was einer Fläche von 30 Fußballfeldern entspricht. Knapp ein Fünftel dieser Fläche wird betoniert und asphaltiert. Die Inanspruchnahme von Grund und Boden wächst fünfmal so schnell wie Österreichs Bevölkerung. Flächen für den Ackerbau hingegen werden stetig kleiner und teurer. Ackerbauern und Viehbauern, die Bauwirtschaft, Betreiber von Biogasanlagen, Häuslbauer, Umweltschützer: sie alle kämpfen um Grund und Boden, und dieser Kampf wird immer härter.
Gestaltung: Marie-Claire Messinger, Lukas Tremetsberger und Lothar Bodingbauer (Moment / ORF Radio Österreich 1)
Radioproduktion
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228. Grund und Boden
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227. Die Mutter aller Karten
Vier mal wurde das Staatsgebiet Österreichs seit Joseph II. genau vermessen. Topopgraphen zählten und beschrieben alle Berge, Flüsse, Siedlungen und Besonderheiten. Die Ergebnisse mündeten in der ÖK50 – der „Österreichischen Karte im Maßstab 1:50.000“. Die 191 Kartenblätter sind Grundlage für alle Militär- und Wanderkarten Österreichs. Mit computerunterstützten Methoden werden sie auch heute noch laufend akutalisiert und modernen Erfordernissen angepasst. Ein akustischer Rundgang am Entstehungsort der ÖK50, dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen in Wien. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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225. Das ist mein Platz!
Im Reisebus, bei Tagungen und natürlich bei jeder “Sitzung” – stets suchen Menschen ihren Platz und verteilen sich nach bestimmten und meist ungeschriebenen Regeln. Eine Sitzordnung entsteht sofort. Sie spiegelt das feine Gefüge der Gemeinschaft wider, Hierarchien und Sympathien, verdeutlicht aber auch, wie der Einzelne sich sieht. Warum verteidigt jemand im Reisebus “seinen” Platz vom ersten Tag an? Eine solche “Ordnung” aufzulösen oder umzustellen, ist schwierig. Wer sie missachtet, ist entweder mutig oder ignorant. Eine akustische Suche nach archaischen Regeln. (Lothar Bodingbauer und Kathrin Wimmer) (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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223. Der Regionalflugplatz
Rund 60 Flugplätze gibt es in Österreich. Nur wenige von ihnen sind für den Betrieb mit großen Passagierflugzeugen vorgesehen. Die meisten der Flugplätze sind klein. Sie dienen Sportfliegerclubs zum Starten und Landen ihrer Propellermaschinen und Segelflugzeuge. Oft sind es nur Graspisten, die von den Hobbypiloten gepflegt und erhalten werden. Manchmal gibt es sogar einen Tower – und zu allermeist ein Restaurant. Regionalflugplätze sind beliebte Treffpunkte für Flugbegeisterte und Zuschauer. Ein Tag am Flugplatz Ried-Kirchheim in Oberösterreich. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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222. Lebensraum Flussboden
Der Gewässerökologe Stefan Schmutz spricht diese Woche über das Geschiebe – Material das die Flüsse mit sich führen und Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten bildet. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
Kritik: Der Standard
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220. Machtsymbol, Kunstobjekt, Leckerbissen
Über die Bedeutung von Tieren an den europäischen Fürstenhöfen des 16. Jahrhunderts. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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219. Seeigel im Meer
Der Paläontologe Andreas Kroh vom Naturhistorischen Museum der Stadt Wien spricht über Seeigel, die zu den Stachelhäuter gezählt werden und eine alte Klasse wirbelloser Tiere darstellen, die schon im Erdaltertum vor über 400 Millionen Jahren lebten. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1 17.08.2015 bis 21.08.2015 08:55–09:00 Uhr)
Fotos: von/via Andreas Kroh
Programmtext:
Biologen, Paläontologen, Zellbiologen, Ökologen und Meeresforscher – viele Wissenschaftsgruppen beschäftigen sich mit Seeigeln, die für sie Modellorganismen darstellen.
Seeigel stehen entwicklungsgeschichtlich an der Grenze zwischen wirbellosen Tieren und Wirbeltieren. Die meisten Arten sind bereits Ende der Permzeit vor 250 Millionen Jahren ausgestorben, sie waren sehr unterschiedlich in ihren Erscheinungen. Aus den wenigen überlebenden Arten sind dann die heutigen Formen entstanden, die daher sehr einheitlich in ihrer Körperform sind.
Die meisten heute lebenden Stachelhäuter haben eine fünfstrahlige Symmetrie, die es außerhalb des Stamms der Stachelhäuter in der Natur nur noch bei Pflanzen gibt. Das machte sie schon in der Jungsteinzeit zu begehrten Objekten für kultische Zwecke.
In den marinen Ökosystemen halten Seeigel auf Riffen das Algenwachstum unter Kontrolle, sie ermöglichen dadurch den Riffen zu wachsen. Zusätzlich produzieren sie kalkhaltige Ausscheidungen, die die Riffe festigen.
Dr. Andreas Kroh
Naturhistorisches Museum WienLink: https://www.nhm-wien.ac.at/andreas_kroh
Teil 1: Filename: radio219_seeigel_1 Vielfältige Zugänge
Teil 2: Filename: radio219_seeigel_2 Schutz und Verteidigung
Teil 3: Filename: radio219_seeigel_3 Unerwartete Eigenschaften
Teil 4: Filename: radio219_seeigel_4 Vor 400 Millionen Jahren entstanden
Teil 5: Filename: radio219_seeigel_5 Außergewöhnliche Sinne
Link: Langfassung in Gesprächsform – Physikalische Soiree PHS207




