Radio, Science, Education

Wien

Podcastepisode

  • PHS205 Grillen, Krautköpfe, Dalmatien

    Wie haben sich Gesellschaften im Mittelalter entwickelt? Was bedeutet es, in die “Kapillaren” einer Gesellschaft forschend einzudringen? Und wie wird in Wien gegrillt?

    Gespräch mit Oliver Schmitt, Professor für Osteuropäische Geschichte in Wien.

    Im dritten Teil der Serie “VISCOM – die Physikalische Soiree jenseits der Ränder der Naturwissenschaft” – erzählt Oliver Schmitt von seiner Sicht aus über den Forschungsschwerpunkt der Österreichischen Akademie der Wissenschaft, eine Zusammenarbeit mehrerer Institute, die die Entwicklung der Gesellschaft im Mittelalter aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

    Wir erfahren über die günstige Quellenlage beim Raub von Krautköpfen, sprechen viel, wie geisteswissenschaftliche Forschung aktuell gemacht wird und sehen uns auch die Themen der Gegenwart an: ein Bild Osteuropas, abgebildet an Wiens Donaustränden.

    Ja, wir sprechen auch über Lust am Lesen, Reden und an Forschung.

    Link: http://sfb-viscom.univie.ac.at

  • BG014 Pflanzenschutz

    Schnell werden Bauern zu Gegnern, wenn es um das Thema Pflanzenschutz geht.

    Im Gespräch erzählt Hubert Köppl viel von der Sicht der “anderen Seite”. Er ist Berater für Bauern zum Thema Pflanzenproduktion. Hubert ist selbst auch Imker in Oberösterreich.

    Weiters: Ein Interview mit dem Zoologen Karl Crailsheim zur Bienengesundheit in Österreich und der hohen Wintersterblichkeit 2014/2015.

    Kosten bei der Arbeit. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.
    Süßes bei der Arbeit. Auf dem Dach der Wiener Staatsoper. Mit Fritz Haselsteiner. Foto: Heidrun Singer.

    Der Korrespondentenbericht kommt dieses Mal als Reportage: Bienen auf der Oper in Wien, wir begleiten Heidrun Singer und Fritz Haselsteiner.

    Hinweis auch auf die Ö1 Bienen & Menschensendung am 21. Juni 2015: Moment Leben Heute, 18:15 Uhr, ORF Radio Österreich 1. Link zum Programm.

  • LUT038 Flüchtlingsarbeit

    Kilian Kleinschmidt hilft Menschen in Not. Indem er ein Flüchtlingslager leitet, indem er Hilfe organisiert, indem er zuhört und Menschen verbindet. Indem er Rechte benennt.

    Im Gespräch mit Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer erzählt er über seine Sicht von Elend, Menschenrechte und die Möglichkeit zur Hilfe.

    Großgeworden ist Kilian Kleinschmidt in Berlin als Sohn einer Lehrer- und Verlegerfamilie, er ist ausgestiegen, wurde Dachdecker in den Pyrenäen, Motorradfahrer in Mali auf den Spuren von Paris Dakar und arbeitete als Helfer für Menschen in Not von 1988 bis jetzt. (Link zum Lebenslauf).

    Er hat das Schicksal von vielen Menschen beeinflussen können, war für die UN (Vereinten Nationen) in den Konfliktzonen dieser Welt: Kongo, Sri Lanka, Somalia, zuletzt als Leiter eines Flüchtlingslagers Zaatari in Nord-Jordanien. Hier ist ein Artikel von Spiegel Online über seine Arbeit dort.

    Als Leiter des Flüchtlingslagers war eine seiner selbstgesetzten Aufgaben, Bezirke festzulegen und Straßennamen zu vergeben, damit jeder Flüchtling eine eindeutige Adresse hat (Link zum Wikipedia-Eintrag).

    Jetzt arbeitet er in Wien, aus Wien heraus. Er versucht, das was die Welt beser machen sollte, zu verbinden. Er verbindet Ressourcen und Kapazitäten. Es geht dabei nicht nur darum, Essen oder Decken zu organisieren. Es geht auch um die Umsetzung des Rechts, zu träumen.

    Für ihn gibt es keine “Guten und Bösen”. Es geht aber sehr wohl um Macht, Autorität, Unterdrückung. „Ich habe sie nicht gefunden, die guten Rebellen“. Derzeit schreibt er an seiner Autobiographie.

    Er will jenen, die wollen, aber nicht können, Möglichkeiten geben. Denn jeder hat ein Recht auf ein Leben im 21. Jahrhundert.

  • LUT037 Bad Ischler Bahn

    Die Bad Ischler Bahn verband Salzburg mit Bad Ischl im Salzkammergut von 1893 bis 1957.

    Werner Schleritzko hat diese Bahn “erlernt” – er hat erforscht und recherchiert, was es zu dieser Bahn an Wissen gibt.

    Im Gespräch erzählt er über die Wirtschafts- und Betriebsgeschichte dieser Schmalspurbahn, und wir erfahren viel über Eisenbahnbetreiber, Eisenbahnfreunde, und die buch-band -1-SKGLBHerausforderungen, den “historischen Schatten” einer heute eingestellten und ehemals wunderschön verlaufenden Bahnlinie herauszufinden.

    Werner hat mit diesem Wissen dann ein Buch geschrieben.

    Link zum Wikipedia Artikel
    Link zum Buch von Werner Schleritzko: Mythos Ischler Bahn

  • PHS204 Flöße auf Zellmembranen

    Foto: TU Wien

    Eine Membran teilt das Innere vom Äußeren.

    Wie Membranen bei Zellen von Organismen aufgebaut sind, ist grundsätzlich klar: Sie bestehen aus Lipiden und Proteinen.

    Die Details aber sind – wie die beteiligten Moleküle selbst – in Bewegung.

    Bewegen sich Gebilde aus Proteinen und Lipiden wie Flöße auf der Oberfläche der Membran? Eva Sevcsik forscht und erzählt. Sie arbeitet an der TU Wien am Institut für Angewandte Physik im Bereich Biophysik.

    Die Schwierigkeit beim genauen Hinsehen ist: kann man eine lebende Zelle beobachten, oder eine tote Zelle? Neue Untersuchungsmethoden können einzelne Moleküle fluoreszierend machen, die in lebenden Zellen bzw. deren Membranen vorkommen. Mit zeitlicher Auflösung.

    Wir erfahren in diesem Gespräch viel, wie Grundlagenforschung im Detail funktioniert. Anhand einer Forschungsfrage – deren Ergebnis ein “nein” ist. Ungewöhnlich. Flöße auf der Zellmembran gibt es nicht. Zumindest nicht so, wie man sie bisher verstand.

    Link zu Eva Sevcsik
    Link zur Pressemitteilung der TU Wien, die Anlass für dieses Gespräch war

  • PHS203 Asphalt

    Straßen werden asphaltiert. Früher wurden sie geteert. Asphalt ist eine Mischung aus Bitumen und Steinen unterschiedlicher Größe und Rauheit. Bernhard Hofko forscht an der TU Wien im Forschungsbereich “Straßenwesen”. Er versucht herauszufinden, was man tun muss, damit der Energieaufwand beim Asphaltieren minimal wird. Eine spannende Geschichte, die Sache mit dem Asphalt.

    Die Aufnahme knistert dann und wann ein wenig. In irgend einem Kabel hat sich ein Bit quergelegt. Sorry.

    Link zur Pressemitteilung, die Ausgangspunkt für diese Sendung war.

    Link zum Gesprächspartner Bernhard Hofko, Leiter des Labors für Straßenwesen an der TU Wien.

  • BG013 Belegstelle und Königin

    Bienenköniginnen bestimmen die Eigenschaften eines Volkes.

    Um sie auch mit den passenden Männern in Verbindung zu bringen, werden sie zu Belegstellen gebracht, wo sie befruchtet werden.

    „Es zählt die Lufthoheit“, berichtet der Bioimker Anton Schleining über seine lange Erfahrung als Leiter der Belegstelle Hirschgrund in der Nähe von Mistelbach in Niederösterreich.

    „Es zählt die genetische Vielfalt“, berichtet die Königinnenzüchterin Heidrun Singer, die die Tradition einer bedeutenden Imkerfamilie im Ötschergebiet nahe Mariazell weiterführt.

    Dass es dabei unterschiedliche Auffassungen gibt, ist klar. Deshalb sprechen beide Profis über ihre Sicht. Dabei fallen auch viele Tipps an, die gerade auch für Anfänger interessant sind. Und wir reden auch über die „Schlangengrube“, die das Gebiet der Bienen und der Imkerei auch sein kann.

    Im dritten Teil spricht als „Korrespondent“ Ferdinand Schot über den Stand am Bienenstand und seine Aufnahme vom Tuten einer Königin (Video).

    Links: Anton SchleiningHeidrun SingerFerdinand Schot  | Paul Divjak

  • PHS202 Religion und frühes Mittelalter

    Walter Pohl beschäftigt sich mit dem frühen Mittelalter in Europa.

    Warum ist das Römische Reich untergegangen, wie hat die christliche Religion Identitäten geprägt?

    Zweiter Teil unserer 5-teiligen Gesprächsreihe zu Religion, Geschichte, Wissenschaft.

    Auch in diesem Gespräch werden wir uns wieder den Überlappungen der Naturwissenschaften mit den Geisteswissenschaften beschäftigen.

    Wie wurden Religionen politisch und sozial wirksam, und was hat das Internet heute damit zu tun? Wie Klöster, Askese und Reichtum unter einen – geistlichen – Hut passen. Ob Religionen auch evolutionär in der jüngsten Entwicklungsgeschichte der Menschen wirksam wurden.

    Und warum “gefällt mir” im Internet zwar gut, aber noch nicht unbedingt notwendiger geisteswissenschaftlicher Diskurs ist.

    Gesprächspartner: Walter Pohl, Professor für mittelalterliche Geschichte, Universität Wien und Österreichische Akademie der Wissenschaften.

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung “Tiefenschärfe für Religionen”.

  • BG012 Tracht

    bg012Die Wechselwirkungen von Blütenpflanzen mit den bestäubenden Insekten stehen im Mittelpunkt dieser Bienengespräche, sowie der Honigpreis in Bezug zur Imkerei im Südarabischen Raum.

    Der Korrespondentenbericht – was ist los am Bienenstand Mitte April – kommt aus Graz.

    Gesprächspartner/innen:

    1) Katja Hintersteiner, Linz, Natur begreifen, Linzer Biene. Dieser Teil der Bienengespräche wurden im April 2015 auf Ö1 / Vom Leben der Natur ausgestrahlt.

    2) Andre Gingrich, Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie der Uni Wien

    [quote]2006e: Honig und tribale Gesellschaft. Historischer Hintergrund, sozialer Gebrauch und traditionelle Erzeugung im südlichen Hijāz, in: Dostal, Walter (Hg.), Tribale Gesellschaften der südwestlichen Regionen des Königreiches Saudi Arabien. Sozialanthropologische Untersuchungen. Veröffentlichungen zur Sozialanthropologie Band 8, Sitzungsberichte der phil.- hist. Kl., 732. Band, Wien: Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 173- 215[/quote]

    3) Andreas Poscharnik, Imkermeister, Graz, hooonig.at

    Podcast-Tipp: Der Explikator, Folge EXPL0182 – “Böser, böser Süßstoff”

  • LUT036 Schule verändern

    lut036Sie verändert sich nicht.

    Oder nur schwer.

    Schule ist in Österreich eine Expertenorganisation. Es ist schwierig, sie zu verändern. Aber es kann gelingen. Durch Rollenklarheit, Zufriedenheit, Kommunikation und klare Sprache.

    Im Gespräch mit Marlies Krainz-Dürr – sie ist Rektorin der PH Klagenfurt.

    Sie erzählt über ihre Sicht des Systems “Schule”.

    Link zur PH Klagenfurt:  Viktor Frankl Hochschule

    Literatur: Krainz-Dürr, M. (2006). Die Rolle von Lehrer/innen und Schulleiter/innen in Schulentwicklungsprozessen. In R. Boenicke, A. Hund, T. Rihm & V. Strittmatter-Haubold (Hrsg.), Innovativ Schule entwickeln. Kompetenzen, Praxis und Visionen. (S. 48-65). Heidelberg: Mattes.

    Link zur besprochenen Themenorientierten Bildungsanreizphase am Abendgymnasium Wien