Assange: 7 Demontage Strategien

Was auch immer Julian Assange (Wikileaks) getan oder nicht getan hat, bemerkenswert sind die (medialen) Ansätze, ihn zu demontieren. Man kann sich das merken, sollte man es einmal selbst brauchen, oder wenn es einen mal selbt trifft:

1) Isolieren: „Er ist ein unsozialer Einzelkämpfer, hat sich mit seinen Mitarbeitern zerstritten, kann nicht kooperieren.“ Bonustrack: finde einen ehemaligen Mitarbeiter, der das sagt.

2) Kriminalisieren: „Er hat jemanden vergewaltigt.“ Besser noch: Wenn das mehre Personen aussagen, wird aus dem einfachen Kriminellen ein notorischer. Vergewaltigung ist wirklich übel. Kinderpornografie geht auch gut. Bei Frauen wäre möglich, dass sie ihre Kinder getötet haben, bei Biefträgern, dass sie in ihrer Garage säckeweise nicht ausgetragene Post horten, bei Bauern, dass sie ihre Kühe verhungern lassen.

3) Fälschen. Keine schechte Idee ein paar gefälschte Cables in Umlauf zu bringen. Je kruder, desto besser.

4) Die Vergangenheit adressieren: „… er war schon immer …“

5) Als rücksichtslos darstellen: Durch die Enthüllungen werden Informanten gefährdet.

6) Als ruhmsüchig darstellen: Er tut das nur, weil er eitel ist

7) Als Kontrollfreak darstellen.

Alles sehr interessant.

Tipp: Ausführliches Interview mit Julian Assage im Time Magazine.

PS: Fehlt was in der Liste?