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Wien

Physikalische Soiree

  • PHS191 Physik des Fußballs

    Der Fußball hat durch Form und Material ganz besondere physikalische Eigenschaften. Wer könnte das besser beschreiben, als der Fußballspiel-Erklärprofi Metin Tolan. Ein Gespräch über den Ball, die Kurve, den Zufall und das Wasser.

    Gesprächspartner: Metin Tolan, Experimentalphysiker an der Technischen Universität Dortmund

    Das Gespräch führt Alois Schörghuber. Auszüge daraus wurden am 8. Juni in der Sendreihe “Moment am Sonntag” ausgestrahlt: “Als der Ball noch eine “Seele” hatte.
    Eine kleine Kulturgeschichte des Spielgerätes Fußball.”

    Links: Metin Tolan | SWR2 Aula über Physik des Fußballspielens

  • PHS190 Die letzten 300 Millionen Jahre der Erdatmosphäre

    PHS190 Die letzten 300 Millionen Jahre der Erdatmosphäre

    Wissenschaft erzählt!

    20 Minuten am Stück – ohne Unterbrechung – erzählt der Geologe und Palöoklimathologe Ralf Tappert von der Universität Innsbruck über die Erdatmosphäre, genau genommen die Änderungen in den letzten 300 Millionen Jahre – und wie man das bestimmen kann.

    Es geht über Eis – einige Zeit zurück, in dem die Lufteinschlüsse analysiert werden, aber so richtig zur Sache geht es, wenn man so genannte Proxies nimmt. Bernstein. Nein, nicht die Luft- oder Materialeinschlüsse, die man oft in Bernstein findet, sondern die Isotopenzusammensetzung der Kohlenstoffatome in Bernstein. Das gibt Aufschluss über die Verhältnisse von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid. Und da gibt es einige Überraschungen.

    Die Zusammensetzung der Erdatmosphäre bestimmt maßgeblich, wie sich Leben im Laufe der Erdgeschichte auf der Erdoberfläche entwickelt und entfaltet hat.

    Einerseits ist es der Sauerstoffgehalt, der für Tiere und Pflanzen eine wesentliche Randbedingung für den Stoffwechsel darstellt, andererseits ist es der Anteil an Kohlenstoffdioxid, der für den Wärmehaushalt der Erde mitverantwortlich ist.

    Die einzelnen Bestandteile und Teilnehmer des Gefüges “Atmosphäre-Biosphäre” sind dabei durch eine Vielzahl an Wechselwirkungen miteinander verbunden, die von Wissenschaftern untersucht werden.

    Glaubte man ursprünglich, nur der hoher Sauerstoffanteil führe zum verstärkten Größenwachstum von Tieren, zeigen neuere Forschungsergebnisse, dass der höhere Sauerstoffanteil über Erosionsprozesse auch mehr Kohlenstoffdioxid freisetzt, dessen Kohlenstoffanteil wiederum zu mehr Pflanzenwachstum und möglicherweise dadurch besserem Nahrungsangebot für Tiere führt. Mehr Kohlenstoffdioxid bedeutet aber wiederum höhere Temperaturen und in weiterer Folge wieder sinkende Sauerstoffanteile. Das Resultat dieser variierbaren Mengenanteile sind Warm- und Eiszeiten in zyklischer Abfolge, die zusätzlich mit geophysikalischen Phänomenen wie die sich ändernde Schrägstellung der Erdachse in Verbindung stehen.

    Informationen über den Zustand der Atmosphäre finden die Forscher – Paläoklimatologen – für die jüngere Vergangenheit durch die Analyse von Eisbohrkernen. Die Luftblasen darin stammen aus der Atmosphäre genau zu jener Zeit, in der sie eingeschlossen wurden. Möchte man aber weiter in der Erdgeschichte zurückgehen, gibt es kein Eis mehr, das aus dieser Zeit stammt.

    Bernstein springt ein, ein “natürliches Plastik”. Die Harze von Bernstein sind langkettige, vernetzte Kohlenstoffmoleküle, organisches Material, das sehr haltbar ist. Nicht etwa eigeschlossene Luft oder Insekten werden von den Klimatologen und Mineralogen analysiert, sondern die Zusammensetzung seiner Kohlenstoffe. Das Verhältnis der Isotope – Kohlenstoffarten – C-12 und C-13 gibt Aufschluss über den Zustand der Atmosphäre zu jener Zeit, als das Harz für den Bernstein gebildet wurde. Auch die Menge an Sauerstoff ist daraus ableitbar, und diese Menge war im Laufe der Erdgeschichte wieder sehr gering, nur etwa 10 bis 15% im Vergleich von 21% heute.

    Insgesamt denken und forschen Paläoklimatologen in sehr großen Zeiträumen: Sie überblicken durch die Wahl und die Entwicklung ihrer direkten und indirekten Beobachtungsmethoden Millionen von Jahren, was auch Informationen über eine mögliche Zukunft der Erde und ihrer Atmosphäre liefert.

    Wissenschaft erzählt – Ralf Tappert, Universität Innsbruck

    Dieser Beitrag wurde ab 3. März im ORF Österreich 1 Radioprogramm “Vom Leben der Natur” in fünf Teilen ausgestrahlt.

    (Foto: By uploaded with permission from User Lanzi by Ra’ike on de.wikipedia (own work from User Lanzi on de.wikipedia) [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons)

  • PHS189 Flusenfreie alte Filme

    PHS189 Flusenfreie alte Filme

    Alte Filme im Kino und im Fernsehen haben keine Flusen mehr im Bild, die stören.

    Kratzer, Flecken, alles weg.

    Wohin sind diese Störungen gekommen?

    Georg Thallinger von der “Joanneum Research Forschungsgesellschaft” in Graz erzählt.

    Gesprächspartner: Georg Thallinger, Forschungsgruppe “Audiovisuelle Medien” – Digital, Joanneum Research Forschungsgesellschaft, Graz.

    Hinweis: Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wird am 13. April 2014 im ORF Österreich 1 Programm “Moment am Sonntag” zum Thema “Technik des Kinos” ausgestrahlt.

  • PHS188 Fahrradfahren in der Stadt

    PHS188 Fahrradfahren in der Stadt

    Mobilitätspodcast: Das menschliche Verhalten in Verkehrssystemen studiert Paul Pfaffenbichler beim Fahrradfahren in der Stadt.

    Im Forschungsbereich Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Wien veröffentlichte der Verkehrsforscher vor kurzem in einer Studie über das Abstellen von Rädern.

    Biologie, Medizin, Psychologie, Ingenieurswissenschaften – all das spielt mit beim Verkehr. Eines vorweg: bei niedrigen Geschwindigkeiten regelt sich der Verkehr selbst.

    Städte sind hier auch sehr unterschiedlich. Wir sprechen über Besonderheiten und allgemeine Phänomene, die es im dynamischen Gleichgewicht des Miteinanders im Verkehr zu beachten gilt.

    Gesprächspartner: DI. Dr. Paul Pfaffenbichler
    Institut für Verkehrswissenschaften, TU Wien

    Links:

    1) Anlass für diese Sendung: Wohin mit meinem Fahrrad?
    2) Ringvorlesung ab März 2014: Fahrradfahren in der Stadt

  • PHS187 Physik des Abnehmens

    PHS187 Physik des Abnehmens

    Die Energiebilanz muss negativ sein. So einfach ist Abnehmen.

    Der Physiker Martin Apolin erklärt das in seinem Buch: “Mach das – die ultimative Physik des Abnehmens”.

    Im Gespräch er viel davon, wie Physiker der Welt begegnen: mit Abschätzungen und Überschlagsrechnungen.

    Gesprächspartner: Martin Apolin

    Link zum Buch: Ecowin

    Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wurde im ORF Radio Österreich 1 Sachbuchsendung Kontext vom 17. Jänner 2014 gesendet.

  • PHS186 Energiespeicher

    PHS186 Energiespeicher

    Die aktuelle Ausgabe der Physikalischen Soiree beschäftigt sich mit Energiespeichern.

    Was kann man mit überschüssiger elektrischer Energie in Österreich tun.

    Karl Zach hat ausgerechnet, wie lange die Pumpspeicher noch reichen.

    Wir sprechen über den österreichischen Mix an Kraftwerksarten, die Aufteilung von Grund- und Spitzenlast, Entwicklung und Modellrechnung, Energiespeicherung in Pumpkraftwerken, alternative Methoden der Energiespeicherung, Politische Rahmen und die Vernetzung mit dem restlichen Europa.

    Gesprächspartner:

    Dipl.-Ing. Karl Anton Zach
    Energy Economics Group, TU Wien

    Links: Pressemitteilung der TU Wien | Publikation: “Abschätzung des zukünftigen Energiespeicherbedarfs in Österreich zur Integration variabler erneuerbarer Stromerzeugung” | Podcast Modellansatz: Pumpspeicher Modellierung

    Stichworte:  EU Projekt Store | Simulation | Erneuerbare Energie | Wasserkraft | Strommix | Erneuerbare Energie | Neue erneuerbare Energien | Windenergie | Photovoltaik | Biomasse | Kraftwerk Mellach | Grundlast | Spitzenlast | Modellierung | Green Scenario | Backup Kraftwerke | Netzfrequenz | Last | Regulator | Netzbetreiber | Industriekunden | Strompreis | Pumpspeicherkraftwerke | Netzfrequenz | Europäischer Netzregelverbund | Negative Strompreise | Gesamtwirtschaft | Demand Side Management | Speicher in Bergwerken | Batterien | Elektromobilität | Mühlbach | Verbrauchsverlauf | Smart Meter | Druckluftspeicher |Adiabate Druckluftspeicher | Power to Gas | Wirkungsgrad | Bürgersolaranlage | Regulatoren | Arbeitsbereich Energie

    Foto: Karl Zach

  • PHS185 Conrad Erdbebenobservatorium

    PHS185 Conrad Erdbebenobservatorium

    Die Beobachtung von Erdbeben und Magnetfeld der Erde.

    Der Geophysiker Roman Leonhardt führt durch das Conrad Observatorium in der Nähe von Pernitz in Niederösterreich.

    Seit 2002 befindet sich die Hauptstation des österreichischen Erdbebennetzes in einem Berg in der Nähe von Pernitz. Der seismisch-gravimetrische Teil des “Conrad Observatoriums” liefert seither für das weltweite Erdbebenbeobachtungsnetz zuverlässig genaue Werte für Erdbeben, ausgelöst etwa durch die Bewegungen der Platten der Erde.

    Das Observatorium besteht aus zwei Tunnels unterschiedlicher Länge, weitab von Störeinflüssen der Umgebung.

    CONRAD Erdbebenobservatorium (Foto: ZAMG)

    Der geomagnetische Teil des Observatoriums wird gerade fertiggestellt und liefert jetzt schon Messwerte über das Magnetfeld der Erde. Es ist für Navigation und als Schutzschild für Teilchenstrahlung wichtig und ändert sich graduierlich bzw. plötzlich, dann nämlich, wenn Sonnenstürme auftreten.

    Die Daten des Observatoriums werden in Echtzeit über Internet bereitgestellt. Beobachtungsreihen und Vergleichsmessungen, internationale Messkampagnen und die Möglichkeit für Forschergruppen, in den Tunnels ihre mitgebrachten Messgeräte einzustecken und sofort betreiben zu können, unterstützen die Einbettung der Einrichtung in Forschung und Wissenschaft.

    Gesprächspartner dieser Physikalischen Soiree:

    Dr. Roman Leonhardt
    Leiter des Conrad Observatoriums
    Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik

    Conrad-Observatorium

    Veröffentlicht: Ö1 Vom Leben der Natur ab 4. November 2013
    Ö1 Campus Radio Auszüge am 4. November 2013, 20:30–21:00 Uhr
    Die Physikalische Soiree Podcast #185 Gesamte Sendung ab 8. November 2013

  • PHS184 Lokale Formen des Regens

    PHS184 Lokale Formen des Regens

    Niederschlag entsteht, wenn gasförmiger Wasserdampf kondensiert. In der Wolke wird das sichtbar. Wenn in der Wolke die Tröpfchen größer werden, fallen sie zu Erde. Soweit so klar. Warum aber bestimmte Gegenden bestimmte Formen des Niederschlags aufweisen, darüber spricht Manfred Dorninger in dieser Ausgabe der Physikalischen Soiree.

    Link: Universität Wien, Institut für Meteorologie und Geophysik

  • PHS183 Technorama Winterthur

    PHS183 Technorama Winterthur

    Alles angreifen. Mit dem Konzept des Science Centers gibt es im Technorama Winterthur 500 Exponate, an denen die Besucher Phänomene selbst erleben können. Die Physikalische Soiree auf Reisen.

    Früher war es ein technisches Museum, wie es in vielen Städten gibt. Ausstellungsstücke, die, wie der Name schon sagt, vor die Besucher hingestellt werden. Nicht angreifen.

    Mit dem Konzept der Science Center, das unter Frank Oppenheimer in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts in San Francisco im Exploratorium entstand, wurde das neu renovierte technische Museum in Winterthur völlig neu definiert.

    Das Phänomen steht im Mittelpunkt, es kann an 500 Stationen von den Besuchern erfahren werden. Die Didaktik steht im Mittelpunkt, der Prozess. Begeistert sind nicht nur die jungen Besucher und ihre Eltern, die schon mit der Sendung mit der Maus aufgewachsen sind, sondern auch ältere Menschen, die nun erstmals auch selbst in einem Museum im Mittelpunkt stehen.

    Selbstbestimmt, schrittweise und individuell lernen.

    Video: Zwei Kinder spüren Magnetismus im Technorama. Ab 1:55 sieht man gut, dass die Feldstärke außerhalb der direkten Verbindung nur noch schwach ist. Die Kinder haben das gespürt, weil sie keine weiteren Metallplättchen nach oben stapeln konnten. Auf diese Erfahrungen können im Physikunterricht die Lehrenden das Feldkonzept aufbauen.

    Die konsequente Realisierung des Science Centers in Winterthur, so schreibt der frühere Stiftungsratspräsident André Voillant, hat unter folgenden Vorgaben zu erfolgen: Die Rechnung ist ausgeglichen zu führen, das Haus ist schuldenfrei zu halten und alle Investitionen sind im gleichen Jahr voll abzuschreiben. Mit Erfolg. Seit 26 Jahren werden schwarze Zahlen geschrieben.

    Gesprächspartner: Marco Miranda und Manuela Moor, Technorama Winterthur

    Tipp: Übernachtung in Winterthur im Depot 195

    Ö1 Campus Radio am 2. September 2013, 20:30–21:00 Uhr
    Die Physikalische Soiree Podcast #183 ab 26. August 2013

  • PHS182 Metaphysik

    PHS182 Metaphysik

    “Wahrheit hält nicht länger als ein Fisch”. Ein Gespräch mit dem Erziehungswissenschaftler Franz Riffert über die Verbindung von Physik, Metaphysik, Erziehung und Wissenschaft. Mit Kirschen als Verlockung und einem Mähdrescher, der zum Schluss kurz mal aufdringlich wurde.

    Der amerikanische Physiker Richard Feynman hat in seinen berühmten Vorlesungen zur Physik auch über die angrenzenden Wissenschafts-Disziplinen gesprochen: Biologie, Chemie, alles Wissenschaften, aber “die Psychologie, das ist keine Wissenschaft”, sagte er. “Psychologie ist bestenfalls ein medizinischer Prozess und vielleicht eher eine Geisterbeschwörung.” Und der Anteil der Pychologie, der sich mit den neuronalen Netzten beschäftigt, das gilt auch nicht als Wissenschaft, weil das “Gedächtnisding”, wie er es nennt, das kann leider nicht auf direktem Weg analysiert werden. “Wenn wir herausfinden können, wie ein Hund funktioniert, wären wir schon ziemlich weit fortgeschritten. Hunde sind leichter zu verstehen als Menschen, aber niemand weiß bis jetzt, wie ein Hund funktioniert”. Also überall wo Leben dabei ist, und wenn es um das Bewusstsein geht, da werden die Physiker unlocker.

    Gast: A.Univ.-Prof. MMag. Dr. Franz Riffert
    Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg

    Ö1 Campus Radio am 5. August 2013, 20:30–21:00 Uhr
    Die Physikalische Soiree Podcast #182 ab 31. Juli 2013

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