Marco hat geschrieben: “Seit einem Schulhalbjahr sind in Rheinland-Pfalz unangekündigte Überprüfungen verboten. Wir finden das super. Es gab jedoch in der Lehrerschaft teils einen großen Aufschrei der Entrüstung. Wir werden in der nächsten Woche eine Episode von Schule im Gespräch zu diesem Thema drehen und auf dieses Halbjahr ohne unangekündigte Hausaufgabenüberprüfungen zurückblicken. Da wir die Rückmeldung auf breite Füße stellen wollen, bitten wir über unsere Kanäle um Einschätzungen und Statements zu diesem Thema.”
https://bildung.rlp.de/studienseminar/studienseminare/realschulen-plus/trier
Ich habe angekündigte Wiederholungen bei den eigenen Kindern auch selbst erlebt. Mein Kommentar dazu ist hier:
Unangekündigte Wiederholungen sind meiner Meinung nach ein Marketingproblem – und ein neuropsychologisches Problem: Das macht enormen Stress bei den Schüler:innen, und wer unter Stress Mathematik lernt, speichert das im Fluchtgedächtnis, möchte flüchten. Unangekündigte Wiederholungen sind daher auch schlecht als schönes Produkt “verkaufbar”, das wäre Feedbackkultur sehr wohl. Aber vielleicht der Hauptgrund: unangekündigte Weiderholungen scheinen eine Lösung zu sein auf ein Problem, das man anders lösen kann/muss. Was will man eigentlich erreichen damit? Es könnte sein, dass Versäumnisse der Schule/Lehrer:innen damit korrigiert werden solle, auf Schüler:innenseite. Und das wäre schade. So gesehen: lieber nicht.
