Wie beurteilt man guten Unterricht?

Es ist einigermaßen schwierig, guten Unterricht in unterschiedlichen Schulen und Klassen vergleichbar zu machen. Zu viele Faktoren, die sich nicht so einfach in Zahlen gießen lassen, haben große Bedeutung. Bekanntestes Beispiel: die Persönlichkeit des Lehrerers spielt die anerkanntermaßen größte Rolle für guten Unterricht.

Ein ähnliches Problem haben Netzwerkbetreuer von EDV-Netzen, wenn sie die Sicherheit ihres Netzes gegen Angriffe von außen in Zahlen bringen sollen. Zu viele oft unbekannte Faktoren haben einen – meist unbekannt großen – Einfluss. Es ist nun interessant zu sehen, welche zusammenfassende Empfehlungen die Fachzeitschrift IX aus dem deutschen Heise-Verlag in der Ausgabe 07/2008 zum Thema Sicherheit in Netzen gibt:

Zur Überprüfung der Effektivität von Maßnahmen und Wirtschaftlichkeit von Investitionen bedarf es in aller Regel belastbarer Kennzahlen- die aber bei abstrakten, kaum messbaren Größen wie „Sicherheit“ nur schwer zu erhalten sind.

Die bisherigen Ansätze zur Messbarkeit von IT-Sicherheit in verschiedenen Standards sind relativ oberflächlich und untechnisch – erfüllen aber gelegentlich dennoch ihren Zweck.

Da das Thema Kennzahlen für die IT-Sicherheit noch in den Kinderschuhen steckt, kann man hier durchaus kreativ sein und ungewöhnliche Zahlen und Größen – beispielsweise das Schwachstellenmanagement – erfolgreich zur Beurteilung und Verbesserung von Prozessen heranziehen.

Was auch immer das Schwachstellenmanagement ist. Dass IT-Experten zur Kreativität aufrufen, wenn das bestehende Regelwerk zu unkonkret ist, ist interessant. Dieser Ansatz könnte auch für Bildungsvermittlungsexperten eine Anregung sein.