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ID 179
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 31.12.2013
Epidemie
Ebola breitet sich immer weiter in Afrika aus. Seit Februar sind bereits fast 900 Menschen in den betroffenen afrikanischen Ländern gestorben. Mittlerweile wächst aber auch im Rest der Welt die Nervosität. Vor allem über Social Media wird auch die Angst wie eine Epidemie verbreitet.
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Österreich 1 · 31.12.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Ebola breitet sich immer weiter in Afrika aus. Seit Februar sind bereits fast 900 Menschen in den betroffenen afrikanischen Ländern gestorben. Mittlerweile wächst aber auch im Rest der Welt die Nervosität. Vor allem über Social Media wird auch die Angst wie eine Epidemie verbreitet.

Filename: radio180_wow_epidemie mp3

)

(Genaues Sendetatum unbekannt)

Filename: radio180_wow_epidemie
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Ebola|Epidemiologie|Etymologie|Gerald Haidinger|Gesundheit|Leben
ID 178
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 31.12.2013
Bernstein und Eis als Zeugen der Klimageschichte
Der Mineraloge Ralf Tappert erforscht den Wandel der Erdatmosphäre in den letzten 300 Millionen Jahren.
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Österreich 1 · 31.12.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Mineraloge Ralf Tappert erforscht den Wandel der Erdatmosphäre in den letzten 300 Millionen Jahren.

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Die Zusammensetzung der Erdatmosphäre bestimmt maßgeblich, wie sich Leben im Laufe der Erdgeschichte auf der Erdoberfläche entwickelt und entfaltet hat.

Einerseits ist es der Sauerstoffgehalt, der für Tiere und Pflanzen eine wesentliche Randbedingung für den Stoffwechsel darstellt, andererseits ist es der Anteil an Kohlenstoffdioxid, der für den Wärmehaushalt der Erde mitverantwortlich ist.

Die einzelnen Bestandteile und Teilnehmer des Gefüges "Atmosphäre-Biosphäre" sind dabei durch eine Vielzahl an Wechselwirkungen miteinander verbunden, die von Wissenschaftern untersucht werden.

Glaubte man ursprünglich, nur der hoher Sauerstoffanteil führe zum verstärkten Größenwachstum von Tieren, zeigen neuere Forschungsergebnisse, dass der höhere Sauerstoffanteil über Erosionsprozesse auch mehr Kohlenstoffdioxid freisetzt, dessen Kohlenstoffanteil wiederum zu mehr Pflanzenwachstum und möglicherweise dadurch besserem Nahrungsangebot für Tiere führt. Mehr Kohlenstoffdioxid bedeutet aber wiederum höhere Temperaturen und in weiterer Folge wieder sinkende Sauerstoffanteile. Das Resultat dieser variierbaren Mengenanteile sind Warm- und Eiszeiten in zyklischer Abfolge, die zusätzlich mit geophysikalischen Phänomenen wie die sich ändernde Schrägstellung der Erdachse in Verbindung stehen.

Informationen über den Zustand der Atmosphäre finden die Forscher - Paläoklimatologen - für die jüngere Vergangenheit durch die Analyse von Eisbohrkernen. Die Luftblasen darin stammen aus der Atmosphäre genau zu jener Zeit, in der sie eingeschlossen wurden. Möchte man aber weiter in der Erdgeschichte zurückgehen, gibt es kein Eis mehr, das aus dieser Zeit stammt.

Bernstein springt ein, ein "natürliches Plastik". Die Harze von Bernstein sind langkettige, vernetzte Kohlenstoffmoleküle, organisches Material, das sehr haltbar ist. Nicht etwa eigeschlossene Luft oder Insekten werden von den Klimatologen und Mineralogen analysiert, sondern die Zusammensetzung seiner Kohlenstoffe. Das Verhältnis der Isotope - Kohlenstoffarten - C-12 und C-13 gibt Aufschluss über den Zustand der Atmosphäre zu jener Zeit, als das Harz für den Bernstein gebildet wurde. Auch die Menge an Sauerstoff ist daraus ableitbar, und diese Menge war im Laufe der Erdgeschichte wieder sehr gering, nur etwa 10 bis 15% im Vergleich von 21% heute.

Insgesamt denken und forschen Paläoklimatologen in sehr großen Zeiträumen: Sie überblicken durch die Wahl und die Entwicklung ihrer direkten und indirekten Beobachtungsmethoden Millionen von Jahren, was auch Informationen über eine mögliche Zukunft der Erde und ihrer Atmosphäre liefert.

INTERVIEWPARTNER:

Dr. Ralf Tappert

Universität Innsbruck

Fakultät für Geo- und Atmosphärenwissenschaften

UBIK Mineralogie

Teil 1 : Filename: radio181_nat_atmosphaere_1 Stickstoff und Sauerstoff

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Teil 2 : Filename: radio181_nat_atmosphaere_2 Indirekte Methoden

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Teil 3 : Filename: radio181_nat_atmosphaere_3 Die Analyse eines Harzes

Filename: radio181_nat_atmosphaere_3

Teil 4 : Filename: radio181_nat_atmosphaere_4 Geringe Sauerstoffanteile

Filename: radio181_nat_atmosphaere_4

Teil 5 : Filename: radio181_nat_atmosphaere_5 Veränderbare Lebensgrundlagen

Filename: radio181_nat_atmosphaere_5
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Atmosphäre|Bernstein|Eis|Klimageschichte|Wissenschaft
OE1-Link:
Ö1: Vom Leben der Natur
https://oe1.orf.at/programm/20140303#342113/Vom-Leben-der-Natur
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ID 177
Radioproduktion | 16.12.2013
Angelobung
(Moment / ORF Radio Österreich 1)
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16.12.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
(Moment / ORF Radio Österreich 1)
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Leben
ID 176
Education|Radioproduktion | 24.11.2013
Beobachtungen
Ö1 MOMENT RANDNOTIZEN / Lothar Bodingbauer / 25. November 2013
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24.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Ö1 MOMENT RANDNOTIZEN / Lothar Bodingbauer / 25. November 2013

Löcher sind eine interessante Sache. Und es ist dabei nicht einmal klar, ob Löcher überhaupt zu den Sachen zählen. Denn ein Loch ist die Abwesenheit von etwas, und was nicht ist, kann keine Sache sein. Wie kann man aber dann darüber reden? – Die Sprache macht es einfach: Indem man ihm einen Namen gibt, dem Loch. Ab dann ist es da – obwohl eigentlich etwas weg ist.

Ein kleiner Freund von mir, er heißt Gregori. Ging in die 2. Volksschulklasse gemeinsam mit meinem Sohn. Als Begleitperson gehe ich manchmal mit, wenn die Klasse zum Tennisplatz marschiert. Gregori erzählt gerne. Erzählt mir zum Beispiel den ganzen Weg zum Tennisplatz von so einem Loch. Er kommt aus Russland und hat einen entzückenden Akzent. Erzählt eine halbe Stunde lang mit größtem Vergnügen über das Loch. Das Loch in allen Facetten. Nie habe ich ein Loch so intensiv erlebt, wie durch das Zuhören von den Gedanken des kleinen Gregori. Weißt du, Lothar, sagte er, Drka heißt Loch. Aber Drtschka heißt „Kleines Loch“. Interessant. Drschtka. Das kleine Loch. Vielleicht hat er etwas andere Wörter dafür verwendet, ich kann ja nicht Russisch, aber, das habe ich mir gemerkt.

Ein paar Monate später erzählt mir eine Frau in Russland, dass Drka das kleine Loch ist. Und Drtschka ein wirklich extrem kleines Loch. Für den kleinen Gregori war das kleine Loch schon ein großes Loch, und von seiner Warte aus, ist das nur zu verständlich. Und für kleine Kinder, die manche Dinge auch lieber „mit ohne Zimt“ zum Beispiel essen, ist das Loch „mit ohne was“ eben auch sehr interessant.

Ist ein Loch nun die Abwesenheit von Etwas, oder ist es genau umgekehrt? Ist Wärme die Abwesenheit von Kälte? Oder ist Kälte die Abwesenheit von Wärme? Ist Frieden die Abwesenheit von Krieg? Oder Krieg die Abwesenheit von Frieden? Und ist die Dunkelheit die Abwesenheit von Helligkeit – oder Helligkeit die Abwesenheit von Dunkelheit? Ich würde gerne eine Art Lampe erfinden, die – wenn man sie einschaltet – den Raum dunkel macht. Ich würde diese Lampe dann „Dunkle“ nennen, und ich glaube, für dieses Gerät wär sicher Bedarf – weil man damit Dinge zum verschwinden bringen könnte.

Verschwunden ist aber Gregori. Von einem Tag auf den anderen. War plötzlich nicht mehr in der Schule. Mein kleiner Freund Gregori. Weg. Mit seinen Gedanken, mit seinen Facetten. Die Kinder waren außer sich, wussten auch nicht genau was war, das einzige was mir mein Sohn erzählen konnte, ist, dass Gregori zurück nach Russland musste, weil seine Mutter nicht so gut Deutsch gekonnt hat. Das ist bei den Kindern hängen geblieben. Weil jemand nicht so gut Deutsch kann, verschwindet ein Kind.

Es ist aber durchaus möglich, dass Gregori zurück nach Russland musste, weil seine Mutter eine gute Stelle an der Universität erhielt, oder für seinen Vater eine zeitlich befristete Stelle in Österreich endete. Wer weiß! Aber wenn bei den Kindern hängenbleibt, er musste zurück, weil seine Mutter nicht gut Deutsch konnte, ist das fatal für die Diskussion um die Sprache, um Integration. Um das Dazugehören. Wer nicht gut Deutsch kann, verschwindet.

Ein Loch kann man übrigens kaufen. Das Nichts. Wer es nicht glaubt, ruft ein Baggerunternehmen an und erkundigt sich, was es kostet, so ein Loch im Garten. Da kann man sich reinsetzen und den Himmel anschauen, und weiter nachdenken, ob was da ist, oder ob wer fehlt.

(Moment / ORF Radio Österreich 1)
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ID 175
Radioproduktion | 23.11.2013
"Es klingelt so herrlich"
Täglich drei Mal erfreut das Salzburger Glockenspiel Einheimische und Touristen mit seinen meist bekannten Melodien. Einmal im Monat wird die Melodie gewechselt (Sonntagsspaziergang / Deutschlandfunk)
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23.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Täglich drei Mal erfreut das Salzburger Glockenspiel Einheimische und Touristen mit seinen meist bekannten Melodien. Einmal im Monat wird die Melodie gewechselt (Sonntagsspaziergang / Deutschlandfunk)
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ID 174
Radioproduktion | 10.11.2013
Versorgungsposten
(Moment / ORF Radio Österreich 1)
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10.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
(Moment / ORF Radio Österreich 1)
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ID 173
Radioproduktion | 09.11.2013
Lied meines Lebens
Als Korrepetitor übt Matthias Gerstner Stücke für die Aufführung. Manche von ihnen spielt er immer wieder, auch alleine. Moment Musical von Franz Schubert ist eines davon. Es ermöglicht den Zugang zum Unterbewußten, erzählt er. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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09.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Als Korrepetitor übt Matthias Gerstner Stücke für die Aufführung. Manche von ihnen spielt er immer wieder, auch alleine. Moment Musical von Franz Schubert ist eines davon. Es ermöglicht den Zugang zum Unterbewußten, erzählt er. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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ID 172
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute | 03.11.2013
Schule andersrum
Wenn die Schulübung zur Hausübung wird, und umgekehrt, bleibt in der Schule Zeit für den Lehrer, mit Schülern individuell zu arbeiten.
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Österreich 1 · 03.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wenn die Schulübung zur Hausübung wird, und umgekehrt, bleibt in der Schule Zeit für den Lehrer, mit Schülern individuell zu arbeiten.

Mit der zunehmenden Digitalisierung von Lerninhalten wird es möglich, Schülern in Zukunft Unterrichtsstoff zuhause ansehen zu lassen. In der Schule bleibt dann Zeit, die Hausübung gemeinsam zu machen, und Probleme zu lösen, die man alleine nicht in den Griff bekommen würde.

"Flipped Classroom" - die Schulübung wird zur Hausübung und umgekehrt. Die Zukunft der Schule?

Filename: radio171_mom_flipped
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Flipped Classroom|Leben|Schule
OE1-Link:
Ö1: Moment Leben heute
https://oe1.orf.at/programm/20131104/329934/Moment-Leben-heute
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ID 171
Radioproduktion | 03.11.2013
Das Conrad Erdbebenobservatorium
In der Nähe von Pernitz in Niederösterreich gibt es mehrere Tunnels in einem Berg. Dort wird das Erdmagnetfeld gemessen, die Erdschwere und - wenn vorhanden - die Erdbeben. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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03.11.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
In der Nähe von Pernitz in Niederösterreich gibt es mehrere Tunnels in einem Berg. Dort wird das Erdmagnetfeld gemessen, die Erdschwere und - wenn vorhanden - die Erdbeben. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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ID 170
Radioproduktion | 22.10.2013
Buschfeuer
Wort der Woche: Drei große Buschbrände lodern derzeit in Australien. Die Löscharbeiten gehen voran - von Entwarnung kann aber noch keine Rede sein. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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22.10.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Drei große Buschbrände lodern derzeit in Australien. Die Löscharbeiten gehen voran - von Entwarnung kann aber noch keine Rede sein. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

(Passwort notwendig)
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Leben
ID 169
Radioproduktion | 21.10.2013
Betriebssport
Wenn die Firma für Bewegung sorgt. Sportlich im Betrieb Ob Schwertkampf oder Motorsport, Golf oder auch Tretbootfahren – beim Polizeisportverein ist jede organisierte Bewegung recht. Das ist auch naheliegend, müssen Polizisten doch auf Streife ein Mindestmaß an Fitness besitzen. Für Bankangestellte mag das allerdings ein Luxus sein, könnte man glauben. Geschulte Muskeln, eine gerade Haltung – eine sportliche Attitüde? Dass dem nicht so ist, zeigt, dass die Zahl der Betriebe, die ihre Mitarbeiter …
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21.10.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wenn die Firma für Bewegung sorgt. Sportlich im Betrieb Ob Schwertkampf oder Motorsport, Golf oder auch Tretbootfahren – beim Polizeisportverein ist jede organisierte Bewegung recht. Das ist auch naheliegend, müssen Polizisten doch auf Streife ein Mindestmaß an Fitness besitzen. Für Bankangestellte mag das allerdings ein Luxus sein, könnte man glauben. Geschulte Muskeln, eine gerade Haltung – eine sportliche Attitüde? Dass dem nicht so ist, zeigt, dass die Zahl der Betriebe, die ihre Mitarbeiter zu sportlichen Aktivitäten ganz nebenbei und ganz alltäglich motivieren, steigt. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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ID 168
Radioproduktion | 15.10.2013
Luxus
Wort der Woche: Wenn ein Bischof seine Residenz über die Maßen teuer renovieren lässt, und das bekannt wird, gibt es einen Aufstand - im Kirchenvolk. So geschehen vor kurzem in Deutschland. Hier hat wohl einer über die Stränge geschlagen und wurde dabei erwischt. Vielleicht aber schlagen wir alle manchmal über die Stränge und finden das ganz normal. Wo ist die Grenze? (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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15.10.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Wenn ein Bischof seine Residenz über die Maßen teuer renovieren lässt, und das bekannt wird, gibt es einen Aufstand - im Kirchenvolk. So geschehen vor kurzem in Deutschland. Hier hat wohl einer über die Stränge geschlagen und wurde dabei erwischt. Vielleicht aber schlagen wir alle manchmal über die Stränge und finden das ganz normal. Wo ist die Grenze? (Moment / ORF Radio Österreich 1)

(Passwort notwendig)
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ID 167
Radioproduktion | 26.09.2013
Politik
Wort der Woche: Viel wird analysiert, verglichten, und pronostiziert. Ja, so ist das dieser Tage: Politik ist jetzt in aller Munde. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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Wort der Woche: Viel wird analysiert, verglichten, und pronostiziert. Ja, so ist das dieser Tage: Politik ist jetzt in aller Munde. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

(Passwort notwendig)
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ID 166
Radioproduktion | 22.09.2013
Vielsprachig in die Natur
Sprachlos könnte werden, wer die Wunder der Natur erfährt. Wenn aber eine Gruppe Wiener Volksschulkinder gemeinsam in den Wald geht, um im Wassergraben Bachflohkrebse zu suchen, dann passiert das genaue Gegenteil. Das gemeinsam Erlebte bringt vielfältige Anlässe zu reden. Eine Sprachwissenschaftlerin und mehrere Ökopädagogen der Internationalen Naturfreunde erarbeiten zuvor mit den Schülern gemeinsam den verwendeten Wortschatz in deren jeweiligen Muttersprachen. So trifft die Vielsprachigkeit de …
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22.09.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Sprachlos könnte werden, wer die Wunder der Natur erfährt. Wenn aber eine Gruppe Wiener Volksschulkinder gemeinsam in den Wald geht, um im Wassergraben Bachflohkrebse zu suchen, dann passiert das genaue Gegenteil. Das gemeinsam Erlebte bringt vielfältige Anlässe zu reden. Eine Sprachwissenschaftlerin und mehrere Ökopädagogen der Internationalen Naturfreunde erarbeiten zuvor mit den Schülern gemeinsam den verwendeten Wortschatz in deren jeweiligen Muttersprachen. So trifft die Vielsprachigkeit der Kinder auf die Vielfalt der Natur. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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ID 165
Radioproduktion | 08.09.2013
Lokale Formen des Regens
Meteorologen können an der lokalen Form des Regens die Art der Entstehung ablesen, sie unterscheiden die unterschiedlichen Regenformen darüber hinaus auch in Dauer und Intensität. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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08.09.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Meteorologen können an der lokalen Form des Regens die Art der Entstehung ablesen, sie unterscheiden die unterschiedlichen Regenformen darüber hinaus auch in Dauer und Intensität. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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ID 164
Radioproduktion | 03.09.2013
Schulbeginn
Wort der Woche: Warum ist der Schulbeginn genau im September in Österreich? (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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03.09.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Warum ist der Schulbeginn genau im September in Österreich? (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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ID 163
Radioproduktion | 27.07.2013
Wie schwer. Wie groß. Wie lang.
Über Wiegen und Messen: Will man etwas ganz genau wiegen, bringt man es zum Schwingen. So funktioniert die genaueste Waage der Welt: Die Quarzkristall-Mikrowaage der TU Wien. Will man wissen, wie lang ein Meter ist, braucht man dazu eine Atomuhr, einen Laser und diverse Linsen. Eine solche Ausrüstung findet sich beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. Will man wissen, wie viel man selbst wiegt, stehen noch immer öffentliche Personenwaagen zur Verfügung. Vollmechanische Messgeräte mit Münz …
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27.07.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Über Wiegen und Messen: Will man etwas ganz genau wiegen, bringt man es zum Schwingen. So funktioniert die genaueste Waage der Welt: Die Quarzkristall-Mikrowaage der TU Wien. Will man wissen, wie lang ein Meter ist, braucht man dazu eine Atomuhr, einen Laser und diverse Linsen. Eine solche Ausrüstung findet sich beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen. Will man wissen, wie viel man selbst wiegt, stehen noch immer öffentliche Personenwaagen zur Verfügung. Vollmechanische Messgeräte mit Münzeinwurf, seit Jahrzehnten unverändert. Und wenn das Gewicht eines beladenen Lastschiffs bestimmt werden soll, gibt es auch dafür die passende Methode. Alles kann gewogen, alles kann vermessen werden. Zumindest solange von der sichtbaren Welt die Rede ist. (Lothar Bodingbauer, Matthias Däuble) (

Moment / ORF Radio Österreich 1

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OE1-Link:
Ö1: Moment am Sonntag
https://oe1.orf.at/programm/20130728#318414/Moment-am-Sonntag
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ID 162
Premium | 30.06.2013
Leben mit Licht
Der Biochemiker Gottfried Schatz spricht über die Herausforderung für Lebewesen, die Energie des Sonnenlichts nutzbar zu machen.
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30.06.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Biochemiker Gottfried Schatz spricht über die Herausforderung für Lebewesen, die Energie des Sonnenlichts nutzbar zu machen.

Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1

Programmtext

Ob auf der Erde Leben entstehen konnte, oder ob es entstehen musste, darüber sind sich Wissenschafter ziemlich einig: Es musste entstehen. Die Chance, dass es entstehen konnte, war gering, aber da das "Experiment", wie Gottfried Schatz es nennt, so oft und so lange durchgeführt wurde - nämlich die passenden Moleküle zu bilden - war es nur eine Frage der Zeit, bis Leben entstand.

Die Moleküle des Lebens sind im Vergleich zu vielen anderen chemischen Verbindungen sehr komplex. Um diese Komplexität zu behalten und um alle notwendigen Lebensaktivitäten aufrechtzuerhalten, brauchen lebende Zellen viel Energie. Mit dieser Energie wird in ihrer Umgebung "Unordnung" erzeugt: Wärme. Die große Frage ist, woher die Energie kommt.

Erste Einzeller verwendeten Energie der Erde, die sie von anderen bereits gebildeten Molekülen im Ozean erhielten. Nachdem diese Energiequelle aufgebraucht war, begannen einige von ihnen, das Licht der Sonne zu nutzen. Die Photosynthese begann, bei der als Abfallprodukt Sauerstoff entsteht, ein für die meisten damals existierenden Einzeller giftiges Gas. Die erste Umweltkatastrophe fand statt. Ihr entkamen einige wenige Einzeller, indem sie die Atmung entwickelten. Mit Hilfe von Sauerstoff werden Überreste von sonnenlichtessenden Einzellern der Umgebung "veratmet", es entsteht dabei Energie. Sehr viel Energie, die es nun ermöglicht, komplexere Aufgaben des Lebens zu bewältigen.

Der "große Wurf" gelang dem "Konzept Leben", als Einzeller, die sich nur wenig Energie durch Gärung erarbeiten konnten, Einzeller, die die Atmung beherrschten, in eine symbiotische Lebensgemeinschaft einluden. Sie sind als "Zellkraftwerke" auch heute noch in jeder Zelle enthalten und werden "Mitochondrien" genannt. Durch diese Symbiose entstanden Zellen, die eigentlich aus zwei Lebewesen bestanden. Die Mitochondrien brachten ihr eigenes Erbgut mit.

Das von Gottfried Schatz maßgeblich entdeckte Erbmaterial in den Mitochondrien wird übrigens nur von der Mutter an das Kind weitergegeben und ermöglicht so zum Beispiel die Rückführung der Abstammung des modernen Menschen auf nur wenige Urmütter, die in Afrika gelebt haben.

Pflanzenzellen entstanden durch eine zweifache Symbiose. Einerseits durch die Einladung von "Gästen", die die Atmung beherrschen (Mitochondrien), andererseits durch die Einladung von "Gästen", die die Umwandlung von Sonnenlicht durch Photosynthese beherrschen (Chloroplasten).

Interviewpartner

Prof. Dr. Gottfried Schatz

Biozentrum der Universität Basel

Klingelbergstrasse 50/70

CH - 4056 Basel

Biozentrum der Universität Basel

Teil 1: Filename: radio162_sonnenenergie_1 Die Entstehung des Lebens

Teil 2: Filename: radio162_sonnenenergie_2 Eine erfolgreiche Symbiose

Teil 3: Filename: radio162_sonnenenergie_3 Komplexe Moleküle

Teil 4: Filename: radio162_sonnenenergie_4 Die Weitergabe von Energie

Teil 5: Filename: radio162_sonnenenergie_5 Unbekannte Organismen
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OE1-Link:
Ö1: Vom Leben der Natur
https://oe1.orf.at/programm/20130701#315472/Vom-Leben-der-Natur
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ID 161
Radioproduktion | 18.06.2013
Brandrede
Wort der Woche: Von der Mitteilung seiner Gedanken bis zu einem flammenden Appell. Neben den Inhalten einer Rede geht es immer auch um die Form. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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18.06.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Von der Mitteilung seiner Gedanken bis zu einem flammenden Appell. Neben den Inhalten einer Rede geht es immer auch um die Form. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

(Passwort notwendig)
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ID 160
Radioproduktion | 16.06.2013
Wo Menschen sind, ist meine Heimat
Portrait des Südseediplomaten Rex-Marten Gaidies: 36 Flugstunden ist Vanuatu von Österreich entfernt. In Deutschland geboren, vertritt der Künstler und Bildungsattaché Rex-Marten Gaidies die kleine Inselgruppe im Pazifik bei der UNESCO in Paris. Privat lebt er in Indonesien. Als Vermittler zwischen den Kulturen hat er vor kurzem mit zwei indonesischen Schülern Österreich besucht. Er lebt auf seinen vielen Reisen oft im Transit und kennt selbst das Gefühl der Entwurzelung gut. Heimat ist für ihn …
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16.06.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Portrait des Südseediplomaten Rex-Marten Gaidies: 36 Flugstunden ist Vanuatu von Österreich entfernt. In Deutschland geboren, vertritt der Künstler und Bildungsattaché Rex-Marten Gaidies die kleine Inselgruppe im Pazifik bei der UNESCO in Paris. Privat lebt er in Indonesien. Als Vermittler zwischen den Kulturen hat er vor kurzem mit zwei indonesischen Schülern Österreich besucht. Er lebt auf seinen vielen Reisen oft im Transit und kennt selbst das Gefühl der Entwurzelung gut. Heimat ist für ihn kein Baum, kein Haus, kein Landstrich, sondern immer dort, wo Menschen sind, mit denen er Projekte macht. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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Leben|Portrait
ID 159
Premium | 04.06.2013
Pegel
Wort der Woche: Hochwasser und Verständlichkeit (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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04.06.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Hochwasser und Verständlichkeit (Moment / ORF Radio Österreich 1)

Filename: radio159_wow_pegel
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Leben
ID 158
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 14.05.2013
Rotlicht
Das Rotlichtmilieu sorgt für Schlagzeilen.
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Österreich 1 · 14.05.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Das Rotlichtmilieu sorgt für Schlagzeilen.

Beitrag (Filename: radio158_wow_rotlicht mp3

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Filename: radio158_wow_rotlicht
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Leben
ID 157
Radioproduktion | 28.04.2013
Kesselfallenpflanzen
Kesselfallenblumen fangen Insekten zur Bestäubung ein und lassen sie danach wieder frei. Um das zu bewerkstelligen, gibt es einige bemerkenswerte Anpassungen wie rutschige Oberflächen und Sperrhaare, die der Gefangennahme der Aasfliegen, Mistkäfer und Pilzmücken dienen. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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28.04.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Kesselfallenblumen fangen Insekten zur Bestäubung ein und lassen sie danach wieder frei. Um das zu bewerkstelligen, gibt es einige bemerkenswerte Anpassungen wie rutschige Oberflächen und Sperrhaare, die der Gefangennahme der Aasfliegen, Mistkäfer und Pilzmücken dienen. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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ID 156
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Moment am Sonntag|Radioproduktion > Premium | 20.04.2013
Freunde der Blasmusik
Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich. 2.171 Musikkapellen und Musikvereine gibt es in Österreich. Sie spielen mit tiefem und mit hohem Blech, mit Schlagwerk und mit Holzblasinstrumenten. Über 100.000 Musiker gibt es derzeit, etwas mehr Männer als Frauen, nur in Oberösterreich nicht, da ist es umgekehrt. Die Musikkapellen sind ein mit 10 Millionen Euro pro Jahr subventionierter sozialer Treffpunkt für musikalische Menschen. Geübt wird in kulturell homogenen Gruppen und die …
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Österreich 1 · 20.04.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich. 2.171 Musikkapellen und Musikvereine gibt es in Österreich. Sie spielen mit tiefem und mit hohem Blech, mit Schlagwerk und mit Holzblasinstrumenten. Über 100.000 Musiker gibt es derzeit, etwas mehr Männer als Frauen, nur in Oberösterreich nicht, da ist es umgekehrt. Die Musikkapellen sind ein mit 10 Millionen Euro pro Jahr subventionierter sozialer Treffpunkt für musikalische Menschen. Geübt wird in kulturell homogenen Gruppen und die regelmäßigen Proben stellen eine hörbar sinnvolle Alternative für gemeinsame Freizeitgestaltung dar. Die Terminkalender sind voll, die Vielfalt der Auftritte reicht von sommerlichen Früh- und Dämmerschoppen, der Teilnahme an Blasmusikertreffen zur Förderung der Kameradschaft sowie die Umrahmung kirchlicher und kultureller Feierlichkeiten. Kurse und Wettbewerbe fördern das zu hörende Niveau. Anders als zum Beispiel beim Fußball können die Teams keine „Spieler“ einkaufen: bei Wettbewerben des Blasmusikverbands darf jedes Blasorchester nur mit seinen eigenen Musikern zum Wertungsspiel antreten. Mit Posaunen und Trompeten. Ein akustischer Augenschein bei den Freunden der Blasmusik.

Filename: radio156_mom_blasmusik

(Titelidee: Dieter Bornemann)

Manuskript ohne letzte Änderungen

MOMENT AM SONNTAG

21. April 2013

„Freunde der Blasmusik“.

Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich.

39:50 min.

Gestaltung: Lothar Bodingbauer

Redaktion: Andrea Hauer

SIGNATION

ZUSPIEL 01 (00:09)

„Freunde der Blasmusik“.

ZUSPIEL 02 (00:15)

Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich - Eine Sendung von Lothar Bodingbauer

ZUSPIEL 03 (01:43), nach ca. 25 Sekunden auf Zeichen über die Musik:

30 Musiker haben sich in die Probelisten eingetragen und sie üben für das kommende Konzert. Wir befinden uns in Erzberg, in der Steiermark. Mit dabei das tiefe und das hohe Blech, Schlagwerk und die Holzblasinstrumente.

(Musik hoch, weiterlaufen lassen)

ZUSPIEL 04 (01:24), nach dem Moped über die Atmo

Von einst 5000 Menschen am Erzberg arbeitet heute noch jeder zehnte im Bergbau, 500. Der Ort ist zusammengerückt, die Blasmusikkapelle hingegen eher gewachsen. Und doch, man muss sie suchen.

(Atmo / OTs laufen weiter „…im Großen und Ganzen hab ich es halbwegs im Griff.“)

Auch die beiden Kinder des Kapellmeisters sind schon dabei. Manuel:

ZUSPIEL 05 (01:23) „… Paula, Anton Konrad.“

Kalpak. Der feierliche Festtagsbergwerkshut. Wie alles beim Bergbau: schwarz, doch hier, bei der Musik mit weißen Federn.

ZUSPIEL 06 (00:07) „… wenn dann alles mit den weißen Federn daherkommt.“

Und wenn ein Musiker stirbt, wird er üblicherweise in seiner Uniform auch begraben.

ZUSPIEL 07 (02:24) „… in der Musik diese Solidarität repräsentieren.“

Der „Pomp“ in dieser Solidaritätsmusik, sagt Konrad Köstlin, das Strahlende, stammt von der Zeit der französischen Revolution.

ZUSPIEL 08 (02:27) „… Ebene 6, Unfall und Notfallambulanz“, Atmo läuft weiter, darüber:

Besuch im Allgemeinen Krankenhaus in Wien.

„… mein Name ist Klaus Latzika und ich bin Internist“

… der mit seinen medizinischen Kollegen die Solidarität gemessen hat.

ZUSPIEL 09 (02:17) „…so viele Musikanten in unseren Reihen zu binden.“

Der Sozialfaktor Blasmusik, der, ganz nebenbei bemerkt, auch einen nicht unbeträchtlichen Wirtschaftsfaktor in Österreich darstellt.

ZUSPIEL 10 (04:23), nach ca. 2:54 „…damit sie zur Tracht oder Landesfarbe dazupassen. “ über Atmo:

Es gibt tausende Dinge in dieser Werkstatt. Und alle tragen einen Namen. Zum Beispiel, das da, der kleine Schweinehammer, den die Handwerker zum Ausbeulen von Instrumenten verwenden.

(Atmo/OT läuft weiter) „… zu 99% kriegt man das hin.“

ZUSPIEL 11 (01:29), darüber gleich zu Beginn darüber

Und das ist Blasmusik von „außerhalb von Österreich“, das ist die Balkan Brass Band, „Underground Chochek“.

„… nachwuchs zu finden in diesem Orchesterbereich.“

Migrationshintergrund hat die österreichische Blasmusik sicher keinen, das bestätigt auch Sabine Reiter von Mica, Music Austria, dem österreichischen Musikinformationszentrum, einem Interessensverband für professionelle Musiker.

ZUSPIEL 12 (01:41), gegen Schluss auf Zeichen über Atmo:

Im Regionalradio spielen Blasmusiksendungen nach wie vor eine wichtige Rolle – allerdings nicht vermischt, sondern isoliert vom Rest des Programms, sagt Peter Kostner von Radio Tirol, selbst Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Wilten.

ZUSPIEL 13 (00:57) „… gerade weil ich modern denke“.

… sagt Alois Schöpf. Gestalter der Innsbrucker Promenadenkonzerte, Blasmusikaufführungen die eine breite Bevölkerungsschicht erreichen sollen.

ZUSPIEL 14 (00:10) „… die Verfehlte Moderne, ja?“

Ein Gespräch mit Alois Schöpf.

ZUSPIEL 15 (05:11) „… ein Genre, das man fairerweise nur historisch bedienen kann.“

Moderne Blasmusik, von „Franui“

ZUSPIEL 16 (08:12)

(

Achtung, es kommt recht bald ein Satz, danach mein kurzer Text)

„Das was ich spüre…“

sagt der Kapellmeister Peter Kostner,

„und darum mache ich das so gerne…“

Landauf, landab proben die Musiker in den Blasmusikkapellen für Wertungsspiele und Konzerte. Letzte Station: Vorarlberg. Tschagguns. Die Farbe der Sprache ist anders, der Klang der Instrumente gleich.

ZUSPIEL 17 (02:00) „…nicht mehr angegriffen“.

Zu wenig Zeit.

ZUSPIEL 18 (03:32) (Endet auf Musik)

ABSAGE:

„Freunde der Blasmusik“.

ZUSPIEL 19 (00:35) nach ein paar Takten, gleich:

Über Leben, Werken und Wirken von Blasmusikkapellen in Österreich …

… eine Sendung von Lothar Bodingbauer. Redaktion: Andrea Hauer.
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ID 155
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 07.04.2013
Leben im Zoo Zürich
Die Verhaltensbiologin Cordula Galeffi erzählt über Projekte im Zoo Zürich, die das natürliche Verhalten der Tiere fördern. Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.
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Österreich 1 · 07.04.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Verhaltensbiologin Cordula Galeffi erzählt über Projekte im Zoo Zürich, die das natürliche Verhalten der Tiere fördern. Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.

Tiere haben in freier Wildbahn im Zuge der Evolution ein vielfältiges Repertoire an Verhaltensformen entwickelt, um mit den Ansprüchen zurechtzukommen, die das Leben dort an sie stellt. Wie kommt man an Futter, wie schützt man sich, wie gibt man seine Gene weiter? Und noch mehr: Wie organisiert man sich, lebt man alleine, in der Gruppe, was tut man, wenn der Nachwuchs groß wird? Ständig gibt es etwas zu tun, ständig gibt es etwas zu entscheiden. In Zoos wurden diese Problemstellungen lange Zeit durch Menschen gelöst und den Tieren viele Entscheidungen abgenommen. Gelangweilte Tiere entwickeln oft ein stereotypes Verhalten - sie laufen im Gehege auf und ab, werfen den Kopf hin und her.

Das Konzept der Verhaltensanreicherung besteht im Wesentlichen darin, den Tieren Probleme zu schaffen, die sie lösen müssen. Der Alltag wird anspruchsvoll, er wird bunt, stereotype Verhaltensweisen verschwinden. Verhaltensanreicherung kann auch dazu benützt werden, um die Aktivität der Tiere zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten für die Besucher sichtbar zu machen. Auch die Besucher entwickeln dadurch ein vielfältigeres Verhalten. Es gibt mehr mit unterschiedlichen Methoden zu beobachten, was dem Auftrag der Tiergärten entgegen kommt, Bewusstseinsbildung im Sinne des Artenschutzes und der Ökologie zu betreiben.

Teil 1:

Entwickelte Fähigkeiten

URL:

Teil 2:

Die Vermeidung von Stereotypen

URL:

Teil 3:

Wühlareale und Kletterstrukturen

URL:

Teil 4:

Sensible Nasen im Gehege

URL:

Teil 5: Geteilte Bedürfnisse

URL:

Das Gebiet der Verhaltensanreicherung nimmt im Zürcher Zoo einen wichtigen Stellenwert ein. Seit mehreren Jahren gibt es in diesem Tiergarten eine eigene Kuratorenstelle, die sich ausschließlich damit beschäftigt, wie man das natürliche Verhalten von Tieren in einem extra dafür hergestellten Lebensraum fördern und besser sichtbar machen kann.

Tiere haben in freier Wildbahn im Zuge der Evolution ein vielfältiges Repertoire an Verhaltensformen entwickelt, um mit den Ansprüchen zurechtzukommen, die das Leben dort an sie stellt. Wie kommt man an Futter, wie schützt man sich, wie gibt man seine Gene weiter? Und noch mehr: Wie organisiert man sich, lebt man alleine, in der Gruppe, was tut man, wenn der Nachwuchs groß wird? Ständig gibt es etwas zu tun, ständig gibt es etwas zu entscheiden.

In Zoos wurden diese Problemstellungen lange Zeit durch Menschen gelöst und den Tieren viele Entscheidungen abgenommen. Gelangweilte Tiere entwickeln oft ein stereotypes Verhalten - sie laufen im Gehege auf und ab, werfen den Kopf hin und her.

Das Konzept der Verhaltensanreicherung besteht im Wesentlichen darin, den Tieren Probleme zu schaffen, die sie lösen müssen. Der Alltag wird anspruchsvoll, er wird bunt, stereotype Verhaltensweisen verschwinden. Verhaltensanreicherung kann auch dazu benützt werden, um die Aktivität der Tiere zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten für die Besucher sichtbar zu machen.

Auch die Besucher entwickeln dadurch ein vielfältigeres Verhalten. Es gibt mehr mit unterschiedlichen Methoden zu beobachten, was dem Auftrag der Tiergärten entgegen kommt, Bewusstseinsbildung im Sinne des Artenschutzes und der Ökologie zu betreiben.

INTERVIEWPARTNERIN:

Dipl.biol. Cordula Galeffi

Zoo Zürich
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ID 154
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute|Radioproduktion > Premium | 05.03.2013
Körperteilmodels
Wenn der Körperteil im Mittelpunkt steht: Schöne Beine, schöne Hände, schöne Ohren. Nicht immer steht der ganze Mensch im Mittelpunkt, sondern ein Körperteil. Körperteilmodels spielen daher in Kunst und Werbung immer schon eine wichtige Rolle. Allein, es gibt sie nur noch selten. Wer als Model heute von seiner Arbeit leben will, muss alles machen, muss also auch noch schön sein. In schönen Händen oder Füßen steckt auch sehr viel Geld und Bewusstsein für Pflege und Erhaltung. Damit lässt sich zwa …
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Österreich 1 · 05.03.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wenn der Körperteil im Mittelpunkt steht: Schöne Beine, schöne Hände, schöne Ohren. Nicht immer steht der ganze Mensch im Mittelpunkt, sondern ein Körperteil. Körperteilmodels spielen daher in Kunst und Werbung immer schon eine wichtige Rolle. Allein, es gibt sie nur noch selten. Wer als Model heute von seiner Arbeit leben will, muss alles machen, muss also auch noch schön sein. In schönen Händen oder Füßen steckt auch sehr viel Geld und Bewusstsein für Pflege und Erhaltung. Damit lässt sich zwar umgekehrt nicht unbedingt auf Schönheit, aber zumindest auch auf die Gepflegtheit des gesamten Menschen schließen.

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ID 153
Schwein und Mensch
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 03.02.2013
Schwein und Mensch
Der Evolutionsbiologe Franz Wuketits erzählt über eine facettenreiche Beziehung.
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Österreich 1 · 03.02.2013 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Der Evolutionsbiologe Franz Wuketits erzählt über eine facettenreiche Beziehung.

Es war für die Menschen der Steinzeit offenbar einfacher, ein gezähmtes Schwein durchzufüttern, als sich von wilden Schweinen die Ernte rauben zu lassen. Das ist die Theorie für die Domestizierung von Wildschweinen, die an unterschiedlichen Gegenden der Erde unabhängig voneinander durchgeführt wurde.

Das Hausschwein ist ein äußerst fruchtbares, in unseren Breiten rosarotes Nutztier, das, artgerecht gehalten, so gar nicht den Vorurteilen entspricht, die Menschen ihm gemeinhin nachsagen. Weder schwitzen Schweine stark - sie haben keine Schweißdrüsen - noch sind sie schmutzig. Körperpflege betreiben sie ausgiebig und oft in Gruppen. Sie sind weder dumm, noch sind sie gefräßiger als andere Tiere.

Schweine sind den Menschen so ähnlich, dass die Borstentiere sogar als Studienobjekte für medizinische Zwecke dienen können. Auch in Ortsnamen, Sprichworten und Redewendungen haben sie Einzug gehalten.

Franz Wuketits: Schwein und Mensch - Die Geschichte einer Beziehung.

Verlag Westarp Wissenschaften.

Interviewpartner

Prof. Dr. Franz Wuketits

Konrad Lorenz Institute for Evolution and Cognition Research

Adolf-Lorenz-Gasse 2

A-3422 Altenberg

Prof. Dr. Franz Wuketits

Teil 1:

Vom Wildschwein zum Nutztier

URL:

Automatisches Transkript (Whisper): Den einen gelten sie als unreine Tiere, für den anderen sind sie wertvolle Nahrungslieferanten. Zu kaum einem anderen Tier hat der Mensch eine so ambivalente, eine so vieldeutige Beziehung. Die in freier Natur lebenden Wildschweine sind begehrtes Jagdwild. Darüber hinaus hat der Mensch seit der Jungsteinzeit Schweine gezüchtet. Das Hausschwein ist heute auf allen Kontinenten der Erde verbreitet. Man nimmt heute an, dass Schweine, aber auch Rinder den Menschen, der in der Jungsteinzeit sesshaft wurde und Ackerbau zu betreiben begonnen hatte, als sogenannte Ernteräuber in die Quere kamen. Es wäre sehr aufwendig gewesen, immer wieder auf die Ernte aufpassen zu müssen, Schweine und auch Rinder als Wildschweine und Wildrinder zu vertreiben. Es war offenbar ökonomischer und einfacher, die Tiere ins Haus zu holen und zu züchten zu beginnen. Und sehr früh muss der Mensch bemerkt haben, dass die Tiere ihm im Hause verschiedenen Nutzen bringen. Schweine eben vor allem als Nahrungslieferanten. Und was der Schwein dabei besonders attraktiv gemacht hat, ist der Umstand, dass er relativ alt wird, bis zu 30 Jahre, und dass es relativ hohe Fortpflanzungsraten erzielt. So galoppiert der Schwein in unserer Geschichte dahin. Wir projizieren in Schweinen verschiedene Eigenschaften, die wir an uns selber und vor allem an unseren lieben Mitmenschen als untugenden empfinden. Was sind nun Schweine zoologisch gesehen? Schweine bilden eine Familie der Säugetierordnung Parhufer. Die Nachbarfamilien sind Flusspferde und Peccaris oder Nabelschweine. Die Schweine, die sogenannten echten Schweine, sind heute mit etwa 12 bis 13 Arten vertreten. Das vertrauteste ist uns natürlich das europäische Wildschwein. Daneben gibt es beispielsweise das afrikanische Riesenwaldschwein mit einer Körperlänge von etwa zwei Metern und einer Schulterhöhe von knapp einem Meter. Ein wahrer Gigant. Oder das ebenfalls in Afrika beheimatete, etwas bizarr anmutende Warzenschwein. Das kleinste Schwein, also das sogenannte Zwergwildschwein, lebt an den Abhängen des Himalaya-Gebirges. Das Hausschwein ist keine eigene Art, sondern die domestizierte Form des Wildschweins. Schweine sind überaus anpassungsfähig, Schweine sind überaus gesellig und intelligent. Jemandem zu sagen, er sei eine dumme Sau, ist daher grundverkehrt. Und vor allem sind Schweine entgegen einer landläufigen Meinung nicht dreckig. Sie sind sogar sehr reindliche Tiere. Sie wälzen sich gern im Schlamm. Sie suhlen sich. Eine Suhle ist vorzugsweise ein größeres Schlammloch oder ein feuchtes Gebiet in der Nähe von Gewässern. Und diese Suhlen dient den Schweinen zur Abkühlung. Sie besitzen keine Schweißdrüsen und können daher nicht schwitzen. Auch die Redewendung "Jemand schwitzt wie eine Sau" ist daher grundverkehrt. Nach dem Suhlen reiben sich Schweine gern an einem nahen Baum, dem sogenannten Mahlbaum, um sich damit von lästigen Parasiten, vor allem Zecken und Flöhen zu befreien. Schweine sind, wie gesagt, sehr gesellig. Sie rotten sich buchstäblich zusammen, bilden also größere Gruppen, die aus einigen Familien bestehen können. Die Führung der Gruppe, sowohl der Rotte als auch der Familie übernimmt, stets eine Bache. Eine Bache ist ein weibliches Schwein oder auch Sau. Man kann sagen, dass Schweine eine materialische Gesellschaft bilden, von Frauen geführt.

Teil 2:

Tabu und begehrte Speise

URL:

Automatisches Transkript (Whisper): Die Zahl der heute weltweit gehaltenen Hausschweine dürfte etwa eine Milliarde betragen, mit steigender Tendenz. Auf allen Kontinenten praktisch gilt das Hausschwein als ein wichtiger Nahrungslieferant. Dass es in manchen Kulturen ein Schweinefleisch-Tabu gibt, bestätigt als Ausnahme eher die Regel. Wahrscheinlich war es nicht primär religiös motiviert, sondern hatte ökologische und ökonomische Gründe. In den kargen biblischen Kernlanden war die Schweinehaltung und Schweinezüchtung letzten Endes unwirtschaftlich. Schweine grasen nicht einfach wie Rinder in der Gegend herum, sondern wollen durchgefüttert werden. Während man vor allem Rinder auch als Zugtiere verwenden kann und sie auch Milch liefern, kommt das für Schweine nicht infrage. Daher war es wahrscheinlich mittelfristig unrentabel, in jenen Regionen Schweine zu züchten. Das religiös motivierte Schweinefleisch-Tabu wird wahrscheinlich erst sekundär, nach einer den Religionen eigenen Logik, entstanden und gefestigt worden sein. In manchen Ländern der Welt ist Schweinefleisch besonders begehrt und von den Speisezetteln verschiedenster Völker überhaupt nicht mehr wegzudenken. Hauschweine entstanden vor ca. 9.000 bis 10.000 Jahren, also schon in der Jungsteinzeit, wobei man annehmen kann, dass das heutige Hauschwein zurückzuführen ist auf zwei verschiedene Rassen des Wildschweins, die sich ihrerseits stammesgeschichtlich vor ca. 500.000 Jahren bereits voneinander getrennt haben. Der Prozess der Verhausschweinung, wenn man so will, wird allerdings in unterschiedlichen Regionen der Welt auch zu verschiedenen Zeiten stattgefunden haben. Heute gibt es eine ungeheure Zahl von Schweinerassen, vor allem in China. China ist eines der traditionellen Länder, wo Schweine gezüchtet und nach wie vor verspeist werden. Im Laufe der Zeit sind Hausschweine, wie gesagt, in unterschiedlichsten Rassen aufgetreten. Natürlich war das Ziel des Menschen, Schweine möglichst als effektive Nahrungslieferanten zu züchten, was natürlich in der Tendenz dann dazu geführt hat, dass Schweine fett wurden. Es entstand das Mastschwein, dem der Mensch immer mehr Fett angezüchtet hat. Und obwohl das Hausschwein keine eigene Schweineart darstellt, sondern wie gesagt die verhausschweinte Form des Wildschweins, ist es im Habitus der Stammform gegenüber doch ziemlich unterschiedlich. Es hat einen kastenförmigen Körper, einen etwas plumpen, relativ kurzen Kopf und kürzere Beine. Als Haustiere eigneten sich Schweine insbesondere deswegen, weil sie nicht nur sehr anpassungsfähig sind, sondern auch alles fressen. Schweine gelten vielfach als sehr gefräßig. Auch das ist ein Missverständnis. Sie sind nicht gefresslicher als viele andere Tiere. Dass sie Altersfresser sind, lässt sie für den Menschen besonders attraktiv erscheinen. Und man kann annehmen, dass sie von vornherein mit unterschiedlichsten Nahrungsmitteln gefüttert worden sind. Wobei die ursprünglichen Hausschweine auch nicht so fett und so rosa waren wie die heutigen Hausschweine. Durchschnittlich wirft eine Sau beim Hausschwein acht bis zehn Junge, und das nach einer Tragzeit von nur vier Monaten. Also Schweine sind insoweit sehr reproduktionsfreudig. Kein Wunder, dass sie auch als Symbole für Fruchtbarkeit gelten. Bei den alten Griechen und bei den alten Römern war Schweinefleisch bereits sehr begehrt. Man hat Schweine übrigens auch gelegentlich als Jagdhelfer eingesetzt. Oder auch bei der Trüffelsuche. Schweine haben einen sehr ausgeprägten Geruchssinn und nachdem Trüffeln riechen wie bestimmte Sexualhormone, sind sie auch für Schweine sehr attraktiv und daher erfüllen Schweine nach wie vor in einigen Ländern bei der Trüffelsuche eine wertvolle Funktion.

Teil 3:

Symbole der Wildheit

URL:

Automatisches Transkript (Whisper): Schweine haben in der Kulturgeschichte, in Mythen, in Legenden, in Fabeln und Märchen eine ungeheure Bedeutung, eine wahrscheinlich größere Bedeutung als verschiedene andere Tiere. In der griechischen Mythologie kennt man Faya, eine gewaltige Wildschau, die die Gegend um Korinth tyrannisiert haben soll. Ihre Abkömmlinge waren der Erymantische und der Kalydonische Keiler. Die Jagd auf den aromantischen und kaledonischen Keiler ist eines der abenteuerlichsten Kapitel der griechischen Mythologie. Berühmte Helden aus den griechischen Mythen wurden zusammengerufen, um diese beiden Untiere zur Strecke zu bringen. Hier haben wir ein auch später in der Kulturgeschichte wie immer wieder auftretendes Muster, nämlich Das Schwein als Symbol für Wildheit, das Schwein als Symbol des Bösen, das Schwein als ein dämonisches Tier gewissermaßen, das den Menschen auch sehr gefährlich werden kann. Das sind Wildschweine, die er wohl auch gejagt hat. Allerdings muss man sich vergegenwärtigen, dass die Jagd auf Wildschweine in prähistorischer Zeit ohne Schusswaffen ein äußerst gefährliches Unterfangen war. Die männlichen Wildschweine, erwachsene Keiler, sind echte Einzelgänger. Ein erwachsener Keiler ist ein ziemlich mächtiges und beeindruckendes Tier, das sich naturgemäß auch nicht gern fangen lassen möchte und schon gar nicht getötet werden will. Also muss eine Wildschweinjagd unter den Umständen der Steinzeit ein äußerst riskantes Unternehmen gewesen sein. Ein insoweit lohnendes, weil ein erwachsenes, kräftiges Wildschwein eine gewaltige Mahlzeit für eine ganze Gruppe von Menschen bereitsteht. Das Wildschwein wurde auch in späteren Phasen unserer Geschichte, unserer Kulturgeschichte gejagt bis heutzutage. Wildschweintrophäen sind bei Jägern nach wie vor sehr begehrt, während das Hausschwein in dieser Zeit seit Jahrtausenden mehr oder weniger ein friedliches Dasein in den Stallungen des Menschen geführt hat bzw. führt. Die ursprünglichen Mythen bezogen sich in der Hauptsache natürlich auf das Wildschwein. Auch spätere Mythen, zum Beispiel in der Schweiz, kennen das Wildschwein als ein geradezu dämonisches Tier. Beispielsweise trieb im Berner Oberland die Vorstellung von dämonischen Schweinen besonders skurrile Blüten. Unter dem Ausdruck "Rochelmore" war eine gespenstische Muttersau gemeint, die angeblich unter fürchterlichen Grunzlauten durch die Luft flog und Menschen spürbar um die Füße und die Beine streifte. Nicht in allen Mythen sind Schweine so negativ besetzt. Man denke an die nordische Mythologie und dort an den Gott der Fruchtbarkeit, Friar, der ständig vom Keiler Gullinborsti umgeben wird. Und zwar ist das der mit den goldenen Borsten, der in der Dunkelheit Funken sprüht. Die Schwester des Gottes, Freia, trug bezeichneterweise den Beinamen Sau und galt als Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit. Auch in anderer Hinsicht haben Schweine große Bedeutung erlangt, man denke an die Glücksschweine. Silvester und Neujahr in unseren Breiten sind ja ohne Schweine praktisch kaum denkbar. Auf einer Postkarte steht "Ein wenig Glück, ein bisschen Schwein, mehr braucht man nicht zum fröhlich sein." Schweine haben also nicht nur in verschiedenen Kulturen negative Akzente gesetzt bekommen, sondern eben auch positive. Man denke auch an das Sparschwein. Alles das sind kulturgeschichtlich übermalte Merkmale, die das Schwein hatte, beziehungsweise die man ihm eingedichtet hat. einer Seite wild, bösartig, dämonisch, auf der anderen Seite sparsam, friedlich, freundlich, rosa, schweinemäßig, also sehr positiv besetzt. Es zeigt die ambivalente Haltung des Menschen zur Natur überhaupt, wobei aber das Schwein als ein für den Menschen ganz besonders interessanter Repräsentant der Natur herangezogen werden kann.

Teil 4:

Allesfresser als Studienobjekte

URL:

Automatisches Transkript (Whisper): Die physiologische Ähnlichkeit zwischen dem Schwein und ihm selbst muss der Mensch sehr früh bemerkt haben. Der Mensch ist genauso wie der Schwein ein Allesfresser. Diese fundamentale Ansicht hat dem Schwein allerdings nicht immer gut getan. Zunächst einmal begann es ziemlich harmlos. Der griechisch-römische Arzt Claudius Galenus, einer der Pioniere der Heilkunde, hat selten menschliche Leichen seziert, vielmehr tierische, vor allem auch Schweine, um über Analogieschlüsse aus dem Körperbau von Schweinen etwas über die Anatomie des Menschen zu erfahren. Und in den Zeiten, vor allem im Mittelalter, als es aus religiösen Gründen verböhnt war, menschliche Leichen zu sezieren, haben unter anderem Schweine dafür herhalten müssen, um den Studierenden der Medizin die Grundlagen des Körperbaus anhand von Schweinen in Analogie zu Menschen darzustellen. In späteren Zeiten kam dann ein trauriges Kapitel auf die Schweine zu. Sie wurden zu verschiedenen, teils grausamen Tierversuchen missbraucht. Aus den 1970er und 1980er Jahren sind hierbei insbesondere Experimente im militärischen Bereich bekannt. Man hat beispielsweise, um die Effektivität von Schusswaffen zu studieren, auf hängende Schweine geschossen. Man hat wiederum im Interesse der militärischen Industrie Schweine radioaktiv bestrahlt. Aber natürlich sind diese Experimente als solche völlig sinnlos. Nicht nur aus ethischen, moralischen Gründen sinnlos, sondern auch wissenschaftlich praktisch wertlos. Genauso wie der in jüngerer Zeit gestartete und abgebrochene Versuch in den Tiroler Alpen, wo man Schweine in den Schnee vergraben hat und herausfinden wollte, wie lang ein Lawinenopfer es im Schnee aushalten würde. Schweine wurden auch narkotisiert und es wurde auf sie geschossen, um dann nach ihrem Aufwachen, sofern sie die Schüsse überlebt haben, ihr Leiden und Sterben zu beobachten. Ein weiteres trauriges Kapitel ist allerdings auch die moderne Schweinehaltung. Während die längste Zeit Schweine in relativ großzügigen Stallungen, teilweise auch im Freien, gehalten worden sind, sind sie heute zu Tausenden zusammengepfercht in modernen Schweinefabriken. Diese modernen Schweinefabriken werden den Schweinen als Art natürlich nicht mehr gerecht. Es sind gigantische Bauten aus Stahl und Beton und führen dazu, dass Schweine ihre arttypischen Verhaltensweisen nicht mehr ausleben können. Das Hauchschwein hat natürlich vom Wildschwein die Eigenschaft übernommen, sich zu suhlen. Es wälzt sich gern im Schlamm auf feuchter Unterlage, wobei Schweine auch gegenseitig Körperpflege betreiben. vor allem Bachen pflegen sich gegenseitig. Und das wird dem armen Hausschwein in so einer Tierfabrik natürlich verwehrt. Und da kann man nur sagen, dass es dem Schwein besser getan hätte, wenn es dem Menschen nie begegnet wäre. Oder wie der italienische Journalist Franco Bonera einmal gesagt hat, "Das Schwein hat kein Schwein." Man hat ein Schwein im buchstäblichen und im übertragenen Sinne des Wortes. Nur ist die Mehrzahl der heute gezüchteten Schweine wahrscheinlich nicht in dieser glücklichen Lage, auf einem Bauernhof oder irgendwo im Gebirge in größeren Gehegen fröhlich herumgrunzen zu dürfen. Man diskutiert seit langem, ob Schweine als Organspender für den Menschen infrage kommen. Die Physiologie zwischen Schwein und Mensch zeigt viele Ähnlichkeiten auf und grundsätzlich sollten sich verschiedene Organe wie Nieren, Leber und so von Schweinen als Organe für den Menschen eignen, wenn es da nicht verschiedene Komplikationen gäbe, technische Komplikationen, beziehungsweise Komplikationen in der Immunreaktion. Aber Schweine wären grundsätzlich neben unseren nächsten Verwandten den Menschenaffen als Organspender für den Menschen möglich.

Teil 5:

Namen und Redewendungen

URL:

Automatisches Transkript (Whisper): Praktisch kein anderes Tier hat unsere Altlagssprache dermaßen bereichert wie der Schwein. Auch das zeigt natürlich die menschliche Projektion, Projektionen in der Schwein, unterschiedliche Gefühle, die der Mensch Schweinen gegenüber hegt. Auf der einen Seite gibt es dabei positive Ausdrücke, auf der anderen Seite eine ganze Reihe von negativen. Die Sau rauslassen bedeutet letzten Endes, sich zu entspannen, Wohlbefinden zu gewinnen, sich sauwohl fühlen. Wenn etwas als saugut klassifiziert wird, dann ist es wirklich gut, eine saugute Speise, ein saugutes Essen kann praktisch nicht mehr in seiner Vortrefflichkeit übertroffen werden. Aber man kann etwas auch gründlich versauen. Ein Handwerker kann eine Arbeit liefern, die unter jeder Sau ist. Und dafür zahlt man damit unter auch noch ein Schweinegeld, das wiederum keine Sau interessiert. Traurig für einen Vortragenden, einen Musiker oder sonst irgendeinen Künstler, wenn kein Schwein zu seiner Präsentation erscheint. Auf der anderen Seite wiederum gibt es unterschiedlichste Wendungen, die Schweine in ganz spezifischen Situationen charakterisieren, beziehungsweise umgekehrt, wo Schweine für bestimmte Situationen herhalten müssen, bis hin in die politische Sprache. Denken Sie an Ausdrücke wie "Chauvinistenschwein" oder "Rassistenschwein", "Kameradenschwein", "rechtes oder linkes Schwein" bzw. "rechte oder linke Sau". Interessanterweise sind alle diese Ausdrücke auf weibliche Schweine bezogen. Man wird kaum als Schimpfwort sagen "ein Chauvinisten Eber" oder man sagt beispielsweise jetzt außerhalb vom politischen Kontext "eine Pistensau". Das ist ein Skifahrer, der gedankenlos und ziemlich brutal die Piste hinunterfährt. Man würde kaum sagen "ein Pisten Eber". Für Beschimpfungen stehen uns unzählige. Schweinische Ausdrücke zur Verfügung. Die allerdings in der Hauptsache auf Merkmale zurückzuführen sind, die der Mensch dem Schwein angedichtet hat, wofür der Schwein eigentlich gar nichts kann. Man denke abermals an die Drecksau, man denke aberferner auch beispielsweise an Ausdrücke wie "faule Sau", "feige Sau", "dumme Sau" und vieles andere mehr oder auch dumme Schwein und ähnliches. Gieriges Schwein, korruptes Schwein, das geht dann wieder in die Politik hinein, lauter Eigenschaften, die Schweine ganz bestimmt nicht haben. George Orwell in seiner berühmten Animal Farm, Farm der Tiere, hat Schweinen eigentlich zu einer praktisch die Zeiten, die Epochen übergreifenden Bedeutung verholfen, Bedeutung im politischen Sinn. Auf dem Bauernhof übernehmen die Schweine die Führung und Und am Ende kommt es heraus, und das macht das Ganze dann besonders bekannt, satirisch bekannt, es kommt heraus, dass Schweine sich dann letztlich so wie Menschen verhalten und am Ende kann der Leser diese Geschichte zwischen Menschen und Schweinen nicht mehr unterscheiden. Und da Schweine die Führung auf dem Bauernhof übernommen haben, hat aber, und das hat offensichtlich George Orwell das sehr gut beobachtet, hat wohl den Hintergrund, dass die Schweine sehr gut als Führungsfiguren eignen, beziehungsweise sehr intelligent sind und mit den Menschen gut umgehen können. Winston Churchill hat einmal gesagt, Hunde schauen zu uns herauf, Katzen auf uns herab, das Schwein hingegen begegnet uns in Augenhöhe.
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ID 152
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute | 12.12.2012
Faszination der Worte
Die Leseförderer: Zwei Organisationen widmen sich in Österreich in besonderer Weise der Leseförderung für Kinder. Der "österreichische Buchclub der Jugend", 1948 vom Lehrer und Literaturforscher Richard Bamberger gegründet, und das Jugendrotkreuz, das unter anderem mit seinen Zeitschriften "Spatzenpost" und "Kleines Volk" schon seit vielen Schüler-Generationen Leseförderung und Bewusstseinsbildung für humanitäre Themen schafft. Die Aufgabe, die Faszination des Lesens Kindern zu vermitteln, hat s …
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Österreich 1 · 12.12.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Leseförderer: Zwei Organisationen widmen sich in Österreich in besonderer Weise der Leseförderung für Kinder. Der "österreichische Buchclub der Jugend", 1948 vom Lehrer und Literaturforscher Richard Bamberger gegründet, und das Jugendrotkreuz, das unter anderem mit seinen Zeitschriften "Spatzenpost" und "Kleines Volk" schon seit vielen Schüler-Generationen Leseförderung und Bewusstseinsbildung für humanitäre Themen schafft. Die Aufgabe, die Faszination des Lesens Kindern zu vermitteln, hat sich über die Jahre nicht verändert, in Zeiten digitaler Herausforderungen werden aber die bestehenden Methoden immer wieder angepasst.
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Rute
Wort der Woche: Es rumpelt wieder in Österreichs Gesundheitswesen. Die Ärzte stellen gerade "der Politik die Rute ins Fenster", sie wollen die Patienten über die ihrer Meinung nach drohenden Einsparungen und Leistungskürzungen informieren. Auch am Krampustag, vieltausendmal landauf landab die Rute. Die Großen werden sich freuen, die Kleinen sich fürchten.
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Österreich 1 · 04.12.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Es rumpelt wieder in Österreichs Gesundheitswesen. Die Ärzte stellen gerade "der Politik die Rute ins Fenster", sie wollen die Patienten über die ihrer Meinung nach drohenden Einsparungen und Leistungskürzungen informieren. Auch am Krampustag, vieltausendmal landauf landab die Rute. Die Großen werden sich freuen, die Kleinen sich fürchten.

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Manuskript:

Moderation: Österreichs Ärzte protestieren gegen die Gesundheitsreform. Am Krampustag stellen sie, Zitat: "der Politik die Rute ins Fenster". Rute ist das "Wort der Woche".

Wer das Wort Rute hört, kann nur hoffen, dass es sich um die Autoroute handelt, die nächste Abzweigung links, hinter der Brücke dann hinauf, den Serpentinenweg zu einer sonnigen Alm. Das wäre schön, es ist aber dieser Tage mit Krampus und Nicolo die andere Rute gemeint, die mit U. und diese Rute ist ein trauriges Stück Holz. Ein langer, dünner, biegsamer Zweig. Die abgeschnittene Rute einzeln oder im Bündel. Verwendet wird sie zum Schlagen, zum Züchtigen. Sonnig ist das ganz und gar nicht und so hat die Rute mit U allgemein auch eine ganz, ganz schlechte Presse. Der "Nikolaus mit Sack und Rute" delegiert das Stück gerne an den Krampus. Eine schöne Bescherung wird das, wenn die Kleinen nicht brav sind. Schon das Geräusch ist unangenehm. Dieses Zischen, dieses "sssssp". Wer damit geschlagen wurde, dem muss man nur noch die Rute zeigen, sie ins Fenster stellen und dann spielt die emotionelle Landkarte alles, was man auf der Achterbahn der Autorität verspüren muss, wenn man nicht vorne sitzt, wenn man der Kleinere ist, wenn man auf der falschen Seite steht. Wer mit eiserner Rute hingegen regiert, ist hart und rücksichtslos. Ob er dabei Lust empfindet oder nicht, ist für den Geschlagenen nun wirklich unbedeutend.

Etwas sanfter: die Rute in den Le Normand-Karten. Das sind Wahrsagekarten. Wer die Karte mit der Rute zieht, zieht Streit, Kommunikation, Diskussion. Sie bedeutet Auseinandersetzung oder auch nur ein Gespräch.

Einzig, wer mit der Angelrute aber zum Fischen geht, der kann sich freuen. Wer die Wünschelrute beherrscht, wird möglicherweise auch reich. Jäger verwenden den Ausdruck Rute, um den Schwanz bei Raubwild, bei Hunden und Eichhörnchen anzusprechen. Die Rute auch beim Schwanz vom Mann, aber pst, nur in einigen Sprachen, nur in einigen Milieus. Selbst in einem Online-Spiel trifft man auf Ruten, virtuell, zum Beispiel bei der World of Warcraft. So schreibt ein Spieler in einem Online-Forum:

"Die Rute liegt auf der obersten Plattform, links, von den Elite-Mobs, in einem Extra-Pavillon. Von hinten anfliegen, runter vom Greif, Truhe öffnen, Rute rausholen und dann nichts wie weg. Habe einen Schuss auf den Hintern bekommen."

Gerte, Rohrstock oder Rute. Starke Striemen ziehen der Schmerz. Dabei gilt, je stärker der Durchmesser, desto heftiger strahlt der Schmerz aus. Schon in der Bibel steht geschrieben im Bereich "Sprüche, Kapitel 23", unter dem Titel "Ratschläge erfahrener Männer": "Erspare dem Knaben die Züchtigung nicht. Wenn du ihn mit der Rute schlägst, stirbt er nicht."

Indem du ihn mit der Rute schlägst, rettest du seine Seele vom Tode. Die Rute im Fenster kommt übrigens, wie es scheint, aus jener Zeit, in der Singvögel im Käfigen gehalten wurden. Man konnte sie an Markttagen kaufen und sie wurden meist von Vogelfängern angeboten. Ein Vogel in einem solchen Käfig wurde vom Käufer dann zu Hause ans Fenster gestellt und in dieses Fenster wurde eine mit Leim bestrichene Rute getan. Wenn ein Artgenosse durch den Gesang des gefangenen Vogels angezogen wurde und sich auf diese Rute setzte, wurde er betrogen. Und so war auch die ursprüngliche Bedeutung der Redensart der "Rute im Fenster" eigentlich, jemanden zu betrügen. Bei uns aber ist die Rute im Fenster eine unverhohlene Drohung. Knecht Ruprecht verteilt meistens nur die Rute für unartige Kinder, während der Krampus auch wirklich damit zuschlägt. Am sinnvollsten kommen einem übrigens bei der Recherche zur Rute die Ratschläge aus der Sadomaso-Szene vor, die beschreiben, mit der Rute umzugehen, wie man sie wohlüberlegt anwendet, damit man dies oder das erreicht, aber immer mit dieser Freiwilligkeit den Schmerz zu verspüren. "Ssssp"! Dann, wenn man das aus welchem Grund auch immer wirklich will. Es tut mir leid, dass es sonst also nicht viel Gutes zur Rute zu sagen gibt, Es bleibt also vorerst mal bei der schlechten Presse für dieses eigentlich doch schöne Wort.

Abmoderation: Das Wort der Woche von Lothar Bodingbauer.
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Angelrute|Bibel|Drohung|Etymologie|Fischerei|Gesundheitswesen|Glosse|Krampus|Kulturgeschichte|Le Normand-Karten|Leben|Metapher|Nikolaus|Protest|Redewendung|Rute|Sadomaso|Schlaginstrument|Sprache|Sprichwort|Symbolik|Wort der Woche|Wortbedeutung|Wünschelrute|Züchtigung
ID 150
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute|Radioproduktion > Premium | 26.11.2012
Mimik
Zeichen im Gesicht: Gesten und Mimik – die Sprache ohne Worte. Während Gesten mit der Hand gemacht werden, oder mit den Armen, spielt sich die Sprache der Mimik ausschließlich im Gesicht ab. Menschen können im allgemeinen hervorragend die Muskelregungen im Gesicht des Gegenübers erkennen – und die damit verbundenen Gefühle. Kann Mimik auch zur Täuschung eingesetzt werden? Wann wirkt ein Lächeln aufgesetzt? Eine akustische Rundreise in der Landschaft des Gesichts.
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Österreich 1 · 26.11.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Zeichen im Gesicht: Gesten und Mimik – die Sprache ohne Worte. Während Gesten mit der Hand gemacht werden, oder mit den Armen, spielt sich die Sprache der Mimik ausschließlich im Gesicht ab. Menschen können im allgemeinen hervorragend die Muskelregungen im Gesicht des Gegenübers erkennen – und die damit verbundenen Gefühle. Kann Mimik auch zur Täuschung eingesetzt werden? Wann wirkt ein Lächeln aufgesetzt? Eine akustische Rundreise in der Landschaft des Gesichts.

Transkript (automatisiert, Whisper)

Signation

Speaker 1

Moment. Leben heute.

Teaser: Was mir immer wieder passiert ist, ich gehe auf der Straße, weil ich im Kopf eine lustige Geschichte habe, und die Leute kommen mir entgegen, schauen mich an und lächeln. Und ich weiß nicht, wieso.

Speaker 2

"Das menschliche Gesicht ist wohl der interessanteste Teil der Erdoberfläche", sagte einmal der deutsche Physiker Georg Christoph Lichtenberg. 26 Gesichtsmuskeln gibt es und ihr Zusammenspiel ist für die Mimik verantwortlich. Unter ihnen der Augenbrauenheber, der Mundwinkelherabzieher, der Schmollmuskel, das ist der, der die Haut am Kinn runzelt.

Speaker 3

Also was ich wahrnehme, sind immer zuerst die Augen, wie der Blick ist, und alles rund um Augenspiel. Und dann, der nächste Schritt, wenn ich jetzt versuche, das zu analysieren, ist dann das Zusammenspiel zwischen Augen und Mund.

Speaker 2

Menschen können im Allgemeinen hervorragend die Muskelregungen im Gesicht des Gegenübers erkennen und die damit verbundenen Gefühle deuten. Probleme mit dem Erkennen oder dem Produzieren von Mimik haben daher oft auch soziale Auswirkungen. Bei Autisten zum Beispiel oder bei Patienten nach einem Schlaganfall, deren Mimik begrenzt sein kann. Kann Mimik auch zur Täuschung eingesetzt werden? Wann wirkt ein Lächeln aufgesetzt? Ein Beitrag über die Feinheiten des Gesichts des Gegenübers. Eine akustische Rundreise in der Landschaft des Gesichts. Von Lothar Budingbauer.

Speaker 3

Die Mimik spielt für mich persönlich eine sehr wichtige Rolle, wenn ich im Auftrag eines Kunden auslesen muss, welche Personen ich für eine offene Position im Wirtschaftsleben empfehlen möchte.

Speaker 4

Eva Lindquist. Sie ist Personalberaterin, Headhunterin. Sie sucht die grossen Fische.

Speaker 3

Und da gehe ich natürlich auch so vor, wenn ich das Gefühl habe, die Person, mit der ich gerade das Interviewgespräch führe, mit mir den Blickkontakt hält Und kombiniert mit einem leisen Lächeln in den Augen zum Beispiel, kombiniert mit einer offenen Körperhaltung, dann kommt dieser Mensch mir offen und ehrlich und sympathisch rüber.

Speaker 4

Nicht alles kann dabei selbstbestimmt und dadurch kontrolliert werden, zumindest nicht für lange Zeit. Setzen Sie im Gespräch Ihre Mimik ganz gezielt ein, vielleicht sogar als Provokation?

Speaker 3

Ja, das tue ich. Wenn ich mir jetzt unsicher bin und ich merke, die Person hat ein bisschen Angst, den Augenkontakt länger zu halten, dann möchte ich evaluieren, ist das reine Nervosität aus der Situation heraus oder schummelt der am Ende. Dann schaue ich besonders lang in die Augen, suche den Blickkontakt und möchte sehen, wie er darauf reagiert zum Beispiel.

Speaker 4

Jetzt werden Sie wahrscheinlich nicht alles verraten.

Speaker 3

Nein.

Speaker 4

Gibt es Mimik, die Ihnen Angst macht?

Speaker 3

Ja, es gibt eine Mimik, die ist aber schwer zu beschreiben. Ich kann es zeigen, also wenn jemand so lächelt und das Lächeln bleibt nicht konstant, sondern willentlich werden die Mundwinkeln nach oben gezogen zu einem Lächeln. Das hält eine Zehntelsekunde, dann geht es wieder runter und wieder rauf, runter. Das habe ich öfters gesehen. Damit ist es für mich sehr schwierig umzugehen, weil es kann ein Persönlichkeitsmerkmal sein. Es kann aber auch sein, dass die Person sehr freundlich sein will, ist es aber innerlich gar nicht. Irgendwas ist da sehr merkwürdig für mich. Wer geht schon gern zur Polizei, wer geht schon gern zu Gericht? Ansonsten Angst machen nein.

Speaker 5

Ja Mimik hat natürlich auch damit zu tun, mit wem habe ich es zu tun.

Speaker 4

Sagt Kurt Unger, der Leiter des Ermittlungsbereichs Leibleben im Wiener Kriminalamt, der Mordkommission, wie man umgangssprachlich sagt.

Speaker 5

Wenn ich da einen Spitzensputtler sitzen habe, der gewohnt ist Interviews zu geben und eine Vernehmung ist ja ein Interview im eigensten Sinn. Oder ein hochgebildeten, oder einen durchschnittlich gebildeten, oder einen unterdurchschnittlich gebildeten. So wird auch die Mimik möglicherweise gesteuert eingesetzt, bewusst eingesetzt.

Speaker 4

Kann sein, muss nicht sein. Ziel der Vernehmung ist, die Wahrheit herauszufinden. Welchen Anteil hat die Mimik am Gesamteindruck?

Speaker 5

Ich würde sagen, es ist ein wesentlicher Bestandteil beim Einstieg. Ich mache mir ein Bild von der Person und ich werde, wenn ich erfahren bin, darauf reagieren darauf abstimmen. Wesentlich ist, wir erkennen, ob der das bewusst einsetzt, wie er das bewusst einsetzt, wie heftig und wie genau. Worauf schauen Sie da ganz genau? Die aus der Psychologie stammenden Punkte, links nach oben schauen, rechts nach oben schauen, ob er in der konstruktiven Phase ist oder in der Realitätsphase ist. Also er versucht konstruktiv durch das Schauen in einen gewissen Blinkwinkel, Wahrheit für sich zu konstruieren, also Wahrheit unter Anführungszeichen, oder er denkt nach, was war wirklich, ich will die Wahrheit sagen. Also wir sind in einer konstruktiven Phase, da sind wir eher im Bereich der Lügen oder der Halblüge oder bei der Wahrheitsphase und dann sind wir dort, wo er schaut, wo habe ich das gesehen, was habe ich gesehen. Sicherlich eine schwierige Situation, wenn jemand gut vorbereitet ist, sich mit Psychologie, mit Körpersprache und Gestik auskennt, da sind wir natürlich genau dort, dass ich das bewusst einsetzen kann und ob ich das dann immer herausfiltern kann oder nicht, das ist das große Fragezeichen.

Speaker 4

Durch die Dauer einer Vernehmung aber wendet sich das Bild oft zugunsten des Ermittlers.

Speaker 5

Eine Vernehmung kann ja stundenlang dauern, wenn man nicht mehr daran denkt, was er sich alles vorgenommen hat. Das ist ja das Problem des Phenomenon. Sollte er in der konstruktiven Phase mit der Mimik sein, dann wird sich das durch stundenlange Vernehmungen natürlich abschwächen oder überhaupt auf Null reduzieren. Weil das hält man nicht durch und man merkt sich auch nicht, was wollte ich alles machen.

Speaker 4

Good Cop, Bad Cop - das gibt es, man kann sich als Vermittler freundlich zeigen oder böse, auch das durch Mimik. Und es gibt Tricks, aber die will auch Kurt Unger nicht erzählen.

Speaker 5

Ich glaube, jeder hat wie beim Kartenspieler ein gewisses Blatt in der Hand und das will man natürlich nicht aus der Hand geben. Werden Sie oft überrascht dabei? Nur mit Sicherheit, ja.

Speaker 1

Den Preis habe ich jetzt nicht im Kopf. Aber das ist eingeblendet immer.

Speaker 6

Jetzt kommt die Sache, dass du das loswerdest. Den Sack.

Speaker 4

Die Meister der Verstellung sind wohl die Clowns. Wir sind nun zu Gast im Wiener Clown-Theater Olle. Probe für das Stück am Donnerstag. Ein Sportgerät und eine Tasche sind die einzigen Requisiten. Und der Körper. Und das Gesicht.

Speaker 1

Also ich gehe schon auch von meinem Gefühl aus, was ich da jetzt empfinde. Und dann habe ich eine entsprechende Mimik dazu.

Speaker 4

Michaela Zirk erarbeitet gerade ihre Rolle als Clown.

Speaker 1

Ich denke, wenn ich authentisch bin, dann stimmt auch die Mimik. Ja, es sind die Augen. Es ist über die Augenbrauen dann auch alle möglichen Empfindungen wie Entsetzen. Augen sind schon wesentlich. Ich kann sie verkleinern, vergrößern. Ich kann ein Glitzern hineinbringen. Ich kann meine Traurigkeit ausdrücken. Ich stelle mir das Gefühl vor. Und dann geht das ins Gesicht. Wir haben ein Stück mit anderen Clowns, da sind wir die Meisterklasse und da gibt es eine Szene. Da warten wir. Wir haben Sanitäter bestellt und die kommen dann. Und bei diesem Warten tun wir nichts. Mein Kollege und ich, wir sind verliebt und er gibt dann seine Arme hinter mich und dann mache ich mit meinem Gefühl "Hah, der hat die Hand hinter mir!" Und auf einmal fängt das Publikum zu lachen an, weil ich dieses Erstaunen ausdrücken kann mit den Augen und mit vielleicht auch ein bisschen Lächeln. Oder was spielt sich jetzt noch ab? Und das Publikum lacht. Und das ist nur mit ganz kleinen Bewegungen.

Speaker 7

Man geht heute tatsächlich vor allem von der Emotion aus und die Mimik folgt dann. Hubertus Zorell, er ist Schauspieler und Clownlehrer. Allerdings, was wir in der Clownarbeit machen können, wir können es verstärken, weil im Laufe des Lebens, im Zuge des Erwachsenwerdens, verlieren wir im Allgemeinen einen Teil unserer Mimik. Die Kindergesichter sind regelmäßig ausdrucksstärker als Erwachsenengesichter. Als Erwachsene verbergen wir ja auch oft unsere Emotionen und erlangen darin immer eine gewisse Kunstfertigkeit im Verbergen. Und in der Clownarbeit ist es durchaus eine Anstrengung, wieder Zugang zu haben zu den ganz offenen Emotionen und deren Ausdrücken in der Mimik.

Speaker 8

Das ist eben die Nähe, die man dann auch schafft.

Speaker 4

Sagt Verena Wondrak zu ihrer Rolle als Clown. Sie ist auch künstlerische Leiterin der Klinik Clowns. Diese Clowns besuchen kranke Kinder und zeigen nicht nur Mimik als Teil ihrer Sprache, sondern sie lesen aus den Gesichtern der Kinder Mimik auch ab, um zu erfahren, wie es ihnen geht.

Speaker 8

Wenn wir quasi Clown-Sein unterrichten, da gehen wir immer davon aus, dass man sich orientiert an Kindern, dass man sagt, man entweder an seinem eigenen Kind oder überhaupt Kinder so mit drei, vier Jahren, die noch sehr frisch und lebendig sind mit den Emotionen und da gehört natürlich das mimische Spiel auch dazu. Und das macht dann die Verbindung zu den Kindern, dass man sich dann sehr verbunden fühlt auch, weil man da auf der emotionellen Ebene sehr ähnlich funktionieren, der naive Clown und das Kind auch.

Speaker 4

Wer im Alltag eine starke Mimik zeigt, kann unter Umständen auch naiv wirken. Dementsprechend groß ist die Zurückhaltung, zum Beispiel in einem Universitätskurs, den Verena Wondrak geleitet hat.

Speaker 8

Aber was ich bemerkt habe, dass es einfach junge Menschen gibt, die sehr gehemmt sind, einfach ein bisschen mehr zu zeigen, auch eben nur gesagt, sie sollen sich begrüßen und dem Sinn, zum Beispiel sie sollen ihren Namen sagen und sie stellen sich vor, sie haben etwas ganz Scharfes im Mund. Das heißt, ich muss dann auch etwas Scharfes im Mund haben, muss ich ganz anders sprechen. Und das war eigentlich für die meisten eine Wahnsinnsüberwindung.

Speaker 7

Was für Clowns sehr schön ist und gleichzeitig aber auch schwer wiederzulernen, das ist das Erstaunen, die Überraschung, die Ratlosigkeit, sich in einer Situation zu finden, wo man nicht weiß, was tun. Und das im Gesicht auszudrücken, dieses Nichtwissen, ist eine sehr köstliche Sache.

Speaker 9

Warum? Bist du wütend oder bist du einfach böse oder bist du aggressiv?

Speaker 4

Ich bin zornig. Gefühle drücken sich im Gesicht aus. Sie zu lesen und die Gefühle auch in Worte zu fassen, braucht einiges an Übungen, die wie hier zum Beispiel in einem Rhetorikkurs am Abendgymnasium Wien stattfinden.

Speaker 9

Er reißt die Augen auf. Die Augen geht weg.

Speaker 10

Sie schaut in die Ferne, es ist ein weiter Blick. Vielleicht bereut sie etwas, vielleicht denkt sie über etwas nach. Und was ist es?

Speaker 11

Trauer.

Speaker 12

Die Stirn runzelt sich, die Augenbrauen erhöhen sich. Mundwinkel sind neutral. Ich würde sagen, schockiert. Überrascht.

Speaker 13

Er schaut von unten rauf und seine Augenbrauen sind ein bisschen zusammengezogen und sein Mund ist zu. Ein bisschen böse. Ja, böse.

Speaker 4

Eine Szene aus "I, Robots". Ein Film, in dem ein intelligenter Roboter plötzlich auch Gefühle zeigt. Sunny, so heißt der menschenähnliche Roboter, bemerkt, wie sich die Ermittler zuzwinkern.

Speaker 11

Als Sie eintraten und den anderen Menschen ansahen, was bedeutet das? Ein Zeichen von Vertrauen ist was Menschliches, würdest du nicht verstehen. Mein Vater versuchte mich menschliche Emotionen zu lehren. Sie sind… schwierig. Du meinst deinen Konstrukteur? Ja. Warum hast du ihn ermordet? Ich habe ihn nicht ermordet.

Speaker 14

Ja, aber simulierte Emotionen eignen sich möglicherweise nicht so gut für Robots. Ich habe ihn nicht ermordet. Scheiße, ich will doch auch nicht, dass mein Toaster oder Staubsauger irgendwelche Emotionen hat.

Speaker 11

Ich habe ihn nicht ermordet!

Speaker 15

Die Emotionen sind vor allem auch deswegen wichtig, weil sie uns ein bisschen einen Aufschluss darüber geben können, was wird der andere als Nächstes tun.

Speaker 4

Sagt Elisabeth Oberzaucher, Verhaltensanthropologin an der Universität Wien.

Speaker 15

Hat er eher einen freundlichen Gesichtsausdruck, kann ich mich annähern, kann er warten, dass der sich mir gegenüber positiv verhalten wird. Und dementsprechend ist das natürlich besonders wichtig. Den Vorteil, den wir daraus ziehen, einerseits unsere Emotionen anderen mitzuteilen und andererseits aber auch die Emotionen anderer zu lesen, der ist evolutionsbiologisch sehr groß. Einerseits können wir durch das Mitteilen unserer Emotionen erwünschte Handlungen von anderen hervorrufen. Und wenn ich vorhersagen kann, was der andere als nächstes wahrscheinlich tun wird, ist oder eben dazu geneigt, etwas Aggressives zu tun? Ist derjenige traurig, zurückgezogen, oder ist derjenige freudig, offen und hilfsbereit? Dann kann ich einschätzen, was kann ich von dem anderen erwarten, und kann dann auch meine eigenen Aktionen darauf abstimmen. Und das war natürlich für unsere Vorfahren von großem Vorteil, wenn die nicht überrascht wurden von dem, was die anderen gemacht haben.

Speaker 4

Und am Anfang des Lebens, sagt die Anthropologin, steht das Kennenlernen der positiven Emotionen, auch durch die Mimik. Das bestätigt auch die Personalberaterin Eva Lindquist aus eigener Erfahrung.

Speaker 3

Also meine Oma zum Beispiel, die mir Struwelpeter vorgelesen hat. Also wenn man im Gesicht die ganze Liebe sehen kann, das ist für mich persönlich unwiderstehlich.

Speaker 15

Was das Ausdrucksverhalten betrifft, gibt es Geschlechterunterschiede. sind Frauen Männern ein bisschen überlegen dahingehend, dass sie expressiver sind, also in ihrem Ausdrucksverhalten ausgeprägter sind einerseits und andererseits auch besser darin sind, die Ausdrucksverhaltensweisen anderer Menschen zu lesen und richtig zu interpretieren. Warum? Das geht eigentlich in einer Reihe mit ausgeprägteren sozialen Fähigkeiten auf der weiblichen Seite im Allgemeinen. Und das erklären wir dadurch, dass wir wahrscheinlich in unserer Evolutionsgeschichte Verheiratungssysteme hatten, wo die Frauen ihre Geburtsgruppe verlassen haben und sich der Gruppe des Mannes angeschlossen haben. Und deswegen für Frauen es sehr wichtig war, in dieser neuen Gruppe neue soziale Netzwerke aufzubauen, verlässliche Unterstützungsnetzwerke auch zu haben. Und dafür waren eben diese sozialen Fähigkeiten so wahnsinnig wichtig. Nicht unwichtig für die Männer, aber viel wichtiger für die Frauen.

Speaker 11

Mimik - die Zeichen im Gesicht. Das war eine Sendung von Lothar Budingbauer. Redaktion Marie-Claire Messinger.
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ID 149
Radioproduktion | 13.11.2012
Affäre
Wort der Woche: Wenn der Geheimdienstchef mit einer Frau ein außerordentliches Verhältnis hat, dann kennen wir das längst von Filmen wie James Bond. Geheimnisverrat steht im Raum. Das gibt es aber auch im "richtigen Leben". (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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13.11.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Wenn der Geheimdienstchef mit einer Frau ein außerordentliches Verhältnis hat, dann kennen wir das längst von Filmen wie James Bond. Geheimnisverrat steht im Raum. Das gibt es aber auch im "richtigen Leben". (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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ID 148
ORF > Österreich 1 > Journal Panorama|Radioproduktion > Premium | 22.10.2012
Abgeschaffter Adel?
Leben und Rolle von Aristokraten heute in Österreich: Nach dem Ende der Monarchie, im Jahr 1919, wurden die Privilegien des Adels in Österreich abgeschafft. Anders als in Deutschland dürfen Menschen adeligen Hintergrunds auch heute keinen Titel mehr im Namen tragen. Statt um den Stand durch Geburt geht es heute mehr um Leistung. Wer über die Jahre Geld und Einfluss erhalten konnte, fühlt sich aber nach wie vor als Mitglied einer Elite - und ist stolz darauf. Die Rolle des Adels muss auch fast 10 …
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Österreich 1 · 22.10.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Leben und Rolle von Aristokraten heute in Österreich: Nach dem Ende der Monarchie, im Jahr 1919, wurden die Privilegien des Adels in Österreich abgeschafft. Anders als in Deutschland dürfen Menschen adeligen Hintergrunds auch heute keinen Titel mehr im Namen tragen. Statt um den Stand durch Geburt geht es heute mehr um Leistung. Wer über die Jahre Geld und Einfluss erhalten konnte, fühlt sich aber nach wie vor als Mitglied einer Elite - und ist stolz darauf. Die Rolle des Adels muss auch fast 100 Jahre nach seiner Entmachtung immer wieder neu definiert werden. Die politische Diskussion um das 2011 schließlich abgeschaffte Habsburgergesetz war dafür nur ein Beispiel. Und bis heute haben sich viele Aristokrat/innen einer sachlichen historischen Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte nicht gestellt.

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ID 147
Radioproduktion | 14.10.2012
Beobachtungen
Randnotizen: (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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14.10.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Randnotizen: (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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ID 146
Radioproduktion | 18.09.2012
Fusion
Wort der Woche: Wenn man eine Zwetschke zerlegt, wird niemand behaupten, ihre Einzelteile wögen mehr als die gesamte Zwetschke. Bei einem fusionierten Atom aber ist genau das der Fall. (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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18.09.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Wenn man eine Zwetschke zerlegt, wird niemand behaupten, ihre Einzelteile wögen mehr als die gesamte Zwetschke. Bei einem fusionierten Atom aber ist genau das der Fall. (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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ID 145
Radioproduktion | 16.09.2012
Hochwässer und Trockenzeiten
Über die verschiedenen Gesichter einer faszinierenden Flusslandschaft. Der Inn prägt mit seine alpinen Zubringerflüssen den Lebensraum, den er durchfließt, in besonderer Weise. Kalkhaltige und silikathaltige Schwebstoffe begünstigen gleichermaßen Pflanzen, die das eine oder das andere lieben. Im Naturschutzgebiet Unterer Inn, im Innviertel, vor seiner Mündung in die Donau bei Passau sind demzufolge eine Viezahl verschiedener Arten zu finden. Es spricht der Botaniker Michael Hohla. (Vom Leben der …
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16.09.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Über die verschiedenen Gesichter einer faszinierenden Flusslandschaft. Der Inn prägt mit seine alpinen Zubringerflüssen den Lebensraum, den er durchfließt, in besonderer Weise. Kalkhaltige und silikathaltige Schwebstoffe begünstigen gleichermaßen Pflanzen, die das eine oder das andere lieben. Im Naturschutzgebiet Unterer Inn, im Innviertel, vor seiner Mündung in die Donau bei Passau sind demzufolge eine Viezahl verschiedener Arten zu finden. Es spricht der Botaniker Michael Hohla. (Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)
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ID 144
Der Sauwald
Fotos|Radioproduktion > Premium|Radioproduktion > Deutschlandfunk > Sonntagsspaziergang | 01.09.2012
Der Sauwald
Erst mit zwei Wochen Verspätung konnte der kaiserliche Bote den Eintritt Österreichs in den ersten Weltkrieg in die dichten Stellen dieses Waldes bringen. Mit der Zeit wurde es leichter mit der Erreichbarkeit, aber auch heute noch ist der Sauwald an der Donau auf der österreichischen Seite vor Passau ein wildes Stück Land. Nur selten verirren sich Touristen in diese schöne Gegend, in dessen bäuerlichen Orten noch bis bis vor kurzem ganz gern des Sonntags nach der Kirche zum blanken Zeitvertreib …
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Deutschlandfunk · 01.09.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Erst mit zwei Wochen Verspätung konnte der kaiserliche Bote den Eintritt Österreichs in den ersten Weltkrieg in die dichten Stellen dieses Waldes bringen. Mit der Zeit wurde es leichter mit der Erreichbarkeit, aber auch heute noch ist der Sauwald an der Donau auf der österreichischen Seite vor Passau ein wildes Stück Land. Nur selten verirren sich Touristen in diese schöne Gegend, in dessen bäuerlichen Orten noch bis bis vor kurzem ganz gern des Sonntags nach der Kirche zum blanken Zeitvertreib gerauft wurde. (Sonntagsspaziergang / Deutschlandfunk)

Link zur Sendung (Nachhören):

Link zum Audiofile (mp3):

Link zum Trailerfile 1:

https://www.sprechkontakt.at/audio/radio144_sauwald_trailer_1_ schopf.mp3

Link zum Trailerfile 2:

Link zu Informationen zur

Raaber Kellergröppe (PDF)

(Quelle: unbekannt)

Viechtenstein

Wollsackverwitterung

Ein wildes Stück Land

Manuskript

In der Gegend von Passau hat sich die Donau den Weg durch den uralten Granit der Böhmischen Masse gebahnt. Der Großteil des Granits befindet sich nördlich der Donau. Ein bisschen was davon aber auch südlich von ihr, auf österreichischer Seite. „Sauwald“ heißt das waldreiche und hügelige Gebiet. Nur selten verirren sich Touristen dorthin, wo bis vor nicht allzu langer Zeit des Sonntags nach der Kirche noch zum Zeitvertreib gerauft wurde.

02.09.2012

SONNTAGSSPAZIERGANG: SAUWALD (13:07 min)

MODERATIONSVORSCHLAG

Wenn sich ein Fluss einen Weg bahnt, dann teilt er immer eine Landschaft. So ist das auch in der Gegend von Passau in Bayern, an der Grenze zu Österreich. Die Donau hat sich hier an einer Bruchstelle den Weg durch den uralten Granit der Böhmischen Masse gebahnt. Der Großteil des Granits befindet sich nördlich der Donau. Ein bisschen was davon aber auch südlich von ihr, auf österreichischer Seite, oberhalb der Flüsse Inn und Donau.

Das Gebiet heißt

Sauwald

, ist waldreich und hügelig, und so groß etwa wie das Stadtgebiet von Hamburg.

Nur selten verirren sich Touristen dorthin, wo bis vor nicht allzu langer Zeit des Sonntags nach der Kirche noch zum Zeitvertreib gerauft wurde. Das hat mein Kollege

Lothar Bodingbauer

mit schreckgeweiteten Augen in Erfahrung gebracht, den wir jetzt auf eine kleine Rundreise dorthin begleiten.

BEITRAG MANUSKRIPT

Es gibt Hinweise darauf, dass man als Fremder im Sauwald nie ankommen kann, denn wenn man sich dem Gebiet nähert, und fragt, "bin ich schon da", sagen die Leute dort gerne "nein", "weiter da oben" sagen sie, und sie sagen "weiter dahinten". Das setzt sich so fort, bis der Suchende lange Zeit niemanden mehr trifft, dann plötzlich an der Donau steht, den Passauer Dom sieht und erkennen muss: im Sauwald bin ich gerade gewesen.

Er muss es daher mit einem Trick versuchen und fragt die Menschen dort nach ihrer Sprache, am besten einen Schübel Kinder. Er bittet sie zu zählen

(OT Kinder:

1, 2, 3

)

und wenn es sich

so

anhört, dann weiß er, ja, jetzt bin ich wirklich da:

OT Kinder –

4, 5, …, 15

Sprachlich ist unüberhörbar Bayern nahe.

OT Kinder –

Wir im Sauwald haben einen Dialekt, wir gehören zum Bayrischen Dialektkreis dazu. Am Anfang verstehst du es sicher schwer, aber mit der Zeit gewöhnst du dich daran.

ATMO

– Eisenbahn im engen Tal

Hier in Wernstein und Neuburg, nur noch einige Kilometer vor Passau, wird es eng für den Inn, kurz vor seiner Mündung in die Donau. Straße, Fluss und Bahn teilen sich das enge Tal. - Wer den Kopf hebt, sieht die vielen Flugzeuge von und nach Deutschland, und wer sich umdreht und über kleine eingeschnittene Bachschluchten hinweg bergan geht, der erreicht nach einigen Stunden Wanderung den höchsten Punkt des Sauwalds.

OT Reportage –

Ich bin am Haugstein, 895m Seehöhe in einem Fichtenwald, durchzogen von Buchen, einige Schritte weiter noch, und dann bin ich oben an der höchsten Stelle. Kein Gipfelkreuz sondern unzählige Granitblöcke, verwittert und zerfurcht, eine hohe Waldlichtung mit einer Buche ganz im Mittelpunkt eines Kultplatzes, so sieht es aus, von Granitsteinen, die wie von einem Riesen hingeworfen, hier herumliegen.

Angeblich war der Wald hier an manchen Stellen so dicht, dass der Kaiserliche Bote erst mit zwei Wochen Verzögerung den Eintritt Österreichs in den ersten Weltkrieg bekanntgeben konnte. Wer heute hier wandert, wird aber schnell bemerken, dass der Wald sich wandelt, dass er vielseitig ist, sich immer wieder ändert, und das auf kleinem Raum. 23 verschiedene Waldarten haben unermüdliche Alleszähler hier gezählt. Vom Eichen- und Birkenvorwald, der von den Einheimischen auch „Hoad“ genannt wird, zu Tannen-, Föhren-, Fichtenwäldern, Waldmeister-Ahorn-Buchen-Mischwäldern, Moorwäldern, Schlucht und Hangwäldern bis hin zu Schwarzerlen-Ufer-Auwäldern.

OT Stefanie Haidinger –

Es ist der Wald, der dir Schutz gibt.

Sagt Stefanie Haidinger, eine Pensionistin aus Viechtenstein, eine der 30 Gemeinden der Gegend mit etwa 700 Einwohnern.

OT Stefanie Haidinger –

Es gibt verschiedene Wälder. Und der Sauwald ist ein freundlicher Wald.

Als Kinder sind sie mit dem Postbus um die Wette gelaufen, der Postbus von der Donau herauf schnaufend und langsam fahrend über Serpentinen, die Kinder durch den Wald auf direkter Linie. Gewonnen haben die Kinder meistens, bergan. Und bergab mit dem Schlitten im Winter haben sie immer gewonnen.

OT Stefanie Haidinger –

Du hast irgendwie das Gefühl in dem Wald, da ist etwas um dich herum, das beschützt dich. Also der Wald hinter dir gibt dir Schutz und nach vorne hast du das Gefühl. Hurra, mir gehört die ganze Welt.

…die ringsherum zu Füßen liegt, denn immer wieder sieht man durch lichte Stellen weit hinab ins Umland. Der Blick ins Innviertel….

OT Stefanie Haidinger –

und der Blick nach Bayern.

OT Gabi Bernauer –

Ja ich denke, dass man da einfach wandern geht …

… sagt Gabi Bernauer, die auch hier wohnt.

OT Gabi Bernauer –

Es ist im Viechtenstein genauso, wenn man raufgeht zum Jagabild. Oder da in Wernstein, wenn man hinunterschaut. Da gibt es schon so Stellen, wo Blicke frei werden, wo man wirklich die Burg Wernstein, die Burg Neuburg, die Innenge bei Schärding, wo man das wirklich schön sieht. Wenn man dort hinkommt, dort kommt man wirklich nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß hin, und da kann man es dann bewusst wahrnehmen, wie schön es da ist.

Gabi Bernauer betreut mit ihrem Mann das einstige Wohnhaus und Museum von Alfred Kubin in Zwickledt bei Wernstein.

ATMO Glocken, OT Gabi Bernauer –

Kubinhaus Zwickledt, es steht an der Tür

Alfred Kubin war ein österreichischer Künstler, der ab 1906 hier gelebt und gearbeitet hat. Kubin war Zeichner, er illustrierte Bücher, hat auch Horrorzeichnungen gemacht für Bücher von Edgar Allan Poe. Kubin war Mitglied der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ in München, und er war damit Wegbereiter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. Auch Wasiliy Kandinski gehörte dieser Gruppe an. Die künstlerische Moderne - und das mitten im Sauwald. Schloss Zwickledt in Wernstein am Inn war während der Weltkriege jahrzehntelanger Wohnsitz des Ehepaares Kubin. Der Künstler schätzte den Sauwald wegen der Ruhe. Selbst eher nervös und immer wieder in Sorgen verwickelt, liebte er den Garten und die Gegend rund ums Haus.

OT Gabi Bernauer –

So ein schöner Garten! – Ja, der Garten ist so belassen wie zu Kubins Zeiten. Früher war es ein Gemüsegarten, der ist aber dann umfunktioniert worden in einen Ziergarten und so ist es jetzt ein gewachsener, wirklich schöner alter Garten.

Ein Bauerngarten, mit allen Farben, so scheint es, die es gibt in dieser Welt. Kubins Zeichnungen hingegen sind meist schwarzweiß. Angst hatte der Künstler oft, wenn er bei seinen ausgedehnten Spaziergängen länger wo ausblieb, beim Kartenspielen zum Beispiel, in den umliegenden Wirtshäusern. Karl Bernauer führt durch das Kubinhaus.

OT Karl Bernauer –

Da hängt Kubin, ich sag das einfach einmal so. Wenn er draußen einmal unterwegs war, und er ist viel zu Fuß gegangen, dann hat er fast immer diesen Wetterfleck getragen. So haben ihn die Leute gesehen und kennengelernt. Er ist oft nach Wernstein gegangen zur Eisenbahn, man kann nach Passau und Linz fahren. Wenn es einmal später geworden ist, dann war es oft so, dass der Franz, der jetzige Bauer, der damals ein kleiner Bub war, mit Kubin mitgehen hat müssen, denn wenn es dämmrig war, hat er sich nicht mehr so wohlgefühlt, wenn er alleine heimgehen musste. Der hat ihn dann heimgebracht und ihn nach Zwickledt zum Hausherrn begleitet.

… und der kleine Bauernbub ging dann seinerseits alleine durch den dunklen Wald nach Hause. Aber Bauernbuben haben keine Angst vorm Wald, sondern Respekt, sagt einige Kilometer weiter in Kopfing, dort wo der Sauwald am dichtesten ist, der "große Bauernbub" Hans Schopf.

OT Hans Schopf –

Das ist einfach der Unterschied von Tag und Nacht. Und es heißt nicht umsonst, der Wald hat tausend Augen. Die hat er auch in der Nacht. Und Geräusche noch viel mehr. Wir sind halt das gewöhnt als Bewohner von da, da sehr viel Wald ist und dass man immer wieder durch den Wald gehen muss. Ich weiß es als Kind noch, wenn wir bei der Musik dabei waren, nach der Musikprobe ist man zu Fuß zum Teil heimgegangen, immer durch den Wald gehen müssen, da hätte ich mir nie was gedacht. Das war halt so.

Hans Schopf hat in der Sauwaldgemeinde Kopfing einen Baumkronenweg errichtet. Besucher können durch seinen Wald auf hölzernen Brücken durch die Kronen der Bäume gehen, und ihnen dabei in die Augen schauen, wie er sagt. – In die Augen schauten sich die Männer der Region bis vor kurzem auch ganz gerne, und zwar besonders fest, wenn gerauft wurde.

OT Hans Schopf –

Wir haben sogar für’s Raufen ein eigenes Gesetz gehabt. Da hat es ein eigenes Landesgesetz gehabt, dass die Kopfinger nur die Hälfte an der Zeit verurteilt wurden, als andere. Weil das war bei uns so überbracht, dass die Kopfinger das so geregelt haben. Das war halt einmal so. Das ist Vergangenheit. Das Raufen hat sich dann aufgehört, ist auch kein System. Aber dass wir ein wenig härter sind, ein wenig rauer in der Mentalität, aber ich sage immer, im Herzen dann doch sehr, sehr weich sind.

In sogenannten Zechen waren die Menschen früher hier organisiert, kulturell. Brauchtum, Volkstanz und dort und da auch eine Kegelbahn. Das gesellige Beisammensein wird auch heute hochgehalten. Mostverkosten, Traktoren zeigen. Wie zum Beispiel den hier, einen alten „Lanz Pampa“ - aus Argentinien.

OT Bauernbub –

Jetzt muss ich einmal die Heizlampe aufheizen, dass der Glühkopf einmal warm ist, und dann muss ich warten, bis der Glühkopf glüht, dann kann ich ihn anwerfen. – Ein bisschen weggehen, nicht dass er zu brennen beginnt. – Nein, da kann nichts passieren.

ATMO Traktor startet

Jetzt läuft er. Der Jungbauer lacht, holt sich ein hübsches Mädchen im Dirndlkleid und fährt mit ihr ganz stolz davon.

ATMO Autoradio

Ich fahre auch weiter, ein schöner Sonntag, im Autoradio aus dem nur kilometerentfernten Deutschland: der "Sonnstagsspaziergang" eine Reisesendung, die Lust macht aufs Verreisen, zum Beispiel nach Ferrara.

Ferrara. Mein Kollege kann hier aus dem Vollen schöpfen. Leben und Kultur auf jeden Meter dieser Stadt. Ich aber fahre durch eine fast menschenleere Landschaft. Die Geschichte präsentiert sich hier, so scheint es, vorwiegend als Verwitterung. Links ein aufgelassener Schilift, wegen der wenigen Touristen zahlt sich der Betrieb im Winter nicht aus. Überwachsene Granitblöcke, die in den Feldern und im Wald liegen. Wollsackverwitterung heißt das, wenn das Wetter den Granit über Jahrtausende an Rissen zerfurcht, und die Blöcke dann aussehen, wie aufgestapelte Leinensäcke mit Wolle. In den Feldern wurden diese "Blockhalden" meist weggeräumt, aber in den Wäldern sind noch viele zu sehen. Die Landschaft prägen neben den vielen Waldteilen ebenso viele bunte Wiesen, wogende graue Kornfelder und kleine bäuerliche Siedlungen. Die Gehöfte wurden an den Hängen errichtet, kaum einmal auf flachem Grund, denn dieser ist kostbar. Ein Mosaik auch das Klima. Vom Warmen Hügel her kommend taucht man oft hinab und hinein in einen Kaltluftsee.

Erfrischend kühl ist es im Sommer auch in der Erde selbst. Ich bin im verabredet mit Hilde Ganglmaier, im Ort Raab. In der "Kellergröppe".

OT Hilde Ganglmaier –

Sie sind den ersten Teil der Kellergröppe schon gegangen.

Gröppe ist ein altes Wort und bezeichnet einen vom Wasser ausgespülten Graben, einen schattigen mittelalterlichen Hohlweg, und in der Kellergröppe in Raab wurden links und rechts in die Wände des Hohlweges 26 Keller in den Sand gegraben, oft 70 Meter tief in den Hang hinein.

OT Hilde Ganglmaier –

Die großen Keller werden auch heute noch genutzt von den Baumschulen im Winter zum Pflanzen einlagern. Weil die Temperatur konstant 9 Grad Sommer wie Winter ist. Und wenn Sie wollen, das ist mein eigener Keller, Sie können reinschauen, das ist ein Haushaltskeller, da können wir reinschauen, dürfen Sie sich nicht schrecken, es ist finster (ATMO).

Vorsicht! Sie sehen, das ist ein typischer Haushaltskeller. Man lagert Äpfel, ich habe einen Kren herinnen, und die Äpfel können Sie kosten, die kann man noch essen. Ich suche Ihnen einen schönen aus.

Und wirklich, der Apfel schmeckt gut, vom letzten Herbst den Winter hinüber gerettet, und das ohne Strom. In den großen Kellern wurde auch, als es noch drei Brauereien im Ort gab, Bier gelagert. Ein begeisterter Biertrinker war damals auch Franz Stelzhammer, Dichter und Schöpfer der oberösterreichischen Heimathymne. Ihm wird heute hier gedacht.

OT Hilde Ganglmeier –

Der war ja Wanderer, war früher immer zu Fuß gewesen, und ist ganz viel nach Raab gekommen, weil ihm das Raaber Bier so geschmeckt hat. Da hat er so ein liebes Gedichtl geschrieben.- (Räuspert sich). Aber jetzt frisch voran, übers Viechtstein und Fran, wo es das beste Bier oh gad. Z’Raab halt dich staad. Raaber Bier, Raaber Bier, bist wie ein Graberstier. Haust um dich, schlagst um dich. Sakaratie. – Die Kellergröppe, jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Jetzt ist es wunderschön, wenn es grün ansticht. Wunderschön im Frühling, im Winter wenn es hereinschneibt ist es wunderschön. Im Sommer ist es sehr kühlend, und im Herbst ist die Laubfärbung das Besondere, das Ganze Flair vom Herbst kommt dann zum Vorschein.

OT Kinder –

… 16, 17, 18, 19, 20

Zurück in der Schule, bei den zählenden Kindern. Sie haben hier ausreichend Platz zum Spielen und zum Aufwachsen. Wenn sie aber eine höhere Schule besuchen möchten, müssen sie weg aus ihrer Heimat, sagt ihre Lehrerin, die aber selbst nach Jahren im Ausland mit ihrer Familie wieder zurückgekommen ist.

OT Lehrerin

– In unserem Bekanntenkreis sind viele, die wirklich wo anders studiert haben, etwas gesehen haben von der Welt. Und wieder zurückgekommen sind. Das zeichnet eine Gegend aus, dass nicht nur die Leute abwandern, sondern dass auch wieder Leute zurückkommen. (Lacht)

Und ein Geheimnis müssen wir noch lüften, sagt der Heimatkundelehrer: warum der Sauwald Sauwald heißt.

OT Lehrer –

Der Name Sauwald leitet sich ab vom Passauer Wald, und nicht wie viele meinen würden, von den vielen Wildschweinen, von den Wildsauen. Also: Passauer Wald, Sauwald. Daher kommt der Name.

Hintergrund: Wie ist es zu diesem Beitrag gekommen? Ausflug nach Kopfing, zum schönsten Hühnerstall der Welt, über dem Innviertel. Besuch in der Hauptschule Esternberg bei den Kindern, die ein Dialektprojekt gemacht haben. Für Rudi Radiohund. Ausflug nach Raab, Wanderung auf den Haugstein, Besuch bei Feuerwehrfest mit Traktorenschau.

Haugstein

(Wikipedia)
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ID 143
Flechten im Stadtgebiet
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 26.08.2012
Flechten im Stadtgebiet
Sensible Überlebenskünstler: Flechten sind Verbindungen von Pilzen und Algen. Der Pilz sorgt im gemeinsamen Organismus der Flechte für Form und Halt, während sich die Alge um die Energieerzeugung durch Photosynthese kümmert. Flechten werden gemeinhin mit "gesunder Luft" in Verbindung gebracht, und das ist durchaus richtig. Allerdings gibt es eine wahre Bandbreite an Flechten, die zum Teil recht unterschiedliche Bedürfnisse an die Luftqualität haben. Besonders Stickoxide aus Verkehrsabgasen könne …
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Österreich 1 · 26.08.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Sensible Überlebenskünstler: Flechten sind Verbindungen von Pilzen und Algen. Der Pilz sorgt im gemeinsamen Organismus der Flechte für Form und Halt, während sich die Alge um die Energieerzeugung durch Photosynthese kümmert. Flechten werden gemeinhin mit "gesunder Luft" in Verbindung gebracht, und das ist durchaus richtig. Allerdings gibt es eine wahre Bandbreite an Flechten, die zum Teil recht unterschiedliche Bedürfnisse an die Luftqualität haben. Besonders Stickoxide aus Verkehrsabgasen können sich in Verbindung mit Wasser zu düngenden Ammoniaksalzen umformen, was bestimmten Flechtenarten als Dünger dient. Es spricht die Biologin Barbara Wunder.

Hinweis: Das Interview mit Barbara Wunder wurde mit dem Yellowtec iXs Mikrofon aufgenommen.

Programmtext

Flechten sind Verbindungen von Pilzen und Algen. Der Pilz sorgt im gemeinsamen Organismus der Flechte für Form und Halt, während sich die Alge um die Energieerzeugung durch Photosynthese kümmert.

Flechten werden gemeinhin mit "gesunder Luft" in Verbindung gebracht. Allerdings gibt es eine große Bandbreite an Flechten, die zum Teil recht unterschiedliche Bedürfnisse an die Luftqualität haben. Besonders Stickoxide aus Verkehrsabgasen können sich in Verbindung mit Wasser zu Ammoniaksalzen umformen, was bestimmten Flechtenarten als Dünger dient.

Zum anderen hat sich die Luftqualität in den Städten in den letzten Jahrzehnten zum Teil massiv gewandelt. Wo früher etwa in Gegenden um die Linzer Schwerindustrie keine Flechten auftauchten, sind manche Arten dort wieder zu finden.

Autoabgase sind zum wesentlichen Faktor geworden, welche Flechten sich wo ansiedeln. Die Stärke der Flechte, ihre Nährstoffe aus der Luft aufnehmen zu können, ist nämlich auch gleichzeitig ihr Schwachpunkt: Sie nimmt eben auch schädliche Stoffe auf, was zur Schädigung des Organismus führt, wenn er nicht an den jeweiligen Standort angepasst ist.

Insgesamt wird man, wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, an Bäumen, Mauern und Steinen mehr Flechten sehen, als man eigentlich vermuten möchte. Flechten sind daher auch ausgezeichnete Bioindikatoren, die anzeigen, wie es um die Lebensbedingungen im Stadtraum steht.

Interviewpartnerin:

Dr. Barbara Wunder

Biologiezentrum der oberösterreichischen Landesmuseen

Johann-Wilhelm-Klein-Straße 73

A-4040 Linz-Dornach

Teil 1: Filename: radio143_flechten_1 Eine überraschende Verbreitung

Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_1

Teil 2: Filename: radio143_flechten_2 Eine erfolgreiche Gemeinschaft

Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_2

Teil 3: Filename: radio143_flechten_3 Der Wunsch nach guter Luft

Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_3

Teil 4: Filename: radio143_flechten_4 Harte Bedingungen

Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_4

Teil 5: Filename: radio143_flechten_5 Grüne Oasen im Stadtraum

Filename: https://www.sprechkontakt.at/audio/radio143_flechten_5

Link zum Artikel in ÖKO-L 34/1 (2012)

Flechten in Linz (PDF)

Episodenbild: Parmelina-tiliacea / Barbara Wunder
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ID 142
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 23.07.2012
Altersbestimmung von Gesteinen
Spuren geologischer Entwicklung. Geochronologen unterstützen Geologen bei der Entwicklung eines Verständnisses über die Entwicklung der Erde durch die wissenschaftliche Bestimmung des Alters von Gesteinen. Geologische Zeiträume sind verglichen mit Zeiträumen für Lebewesen riesig. Die Erde selbst ist 4,56 Millliarden Jahre alt, die ältesten Gesteine auf der Erde etwas jünger. Bei der relativen Altersbestimmung geht es um die Abfolge von Gesteinen oder Ablagerungen. Mit Hilfe von Fossilen und der …
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Österreich 1 · 23.07.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Spuren geologischer Entwicklung. Geochronologen unterstützen Geologen bei der Entwicklung eines Verständnisses über die Entwicklung der Erde durch die wissenschaftliche Bestimmung des Alters von Gesteinen. Geologische Zeiträume sind verglichen mit Zeiträumen für Lebewesen riesig. Die Erde selbst ist 4,56 Millliarden Jahre alt, die ältesten Gesteine auf der Erde etwas jünger. Bei der relativen Altersbestimmung geht es um die Abfolge von Gesteinen oder Ablagerungen. Mit Hilfe von Fossilen und der Kenntnis der Evolution dieser versteinerten Tiere und Pflanzen können “vorher” oder “nachher” gut eingeordnet werden. Bei der absoluten Altersbestimmung wird auf physikalische Methoden zurückgegriffen. Es spricht der Geologe Urs Klötzli.

Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1

Programmtext

Geochronologen unterstützen Geologen bei der Erforschung der Entwicklung der Erde, indem sie das Alter von Gesteinen bestimmen. Geologische Zeiträume sind verglichen mit Zeiträumen für Lebewesen riesig. Die Erde selbst ist 4,56 Milliarden Jahre alt, die ältesten Gesteine auf der Erde etwas jünger.

Bei der Altersbestimmung von Gesteinen werden zwei grundsätzlich unterschiedliche Strategien verfolgt: die relative und die absolute. Bei der relativen Altersbestimmung geht es um die Abfolge von Gesteinen oder Ablagerungen. Mit Hilfe von Fossilen und der Kenntnis der Evolution dieser versteinerten Tiere und Pflanzen können "vorher" oder "nachher" gut eingeordnet werden. Bei der absoluten Altersbestimmung wird auf physikalische Methoden zurückgegriffen. Ähnlich der C-14 Methode, die durch den radioaktiven Zerfall eines Kohlenstoff-Isotops eine Datierung jüngerer Objekte zulässt, arbeiten Geochronologen mit der Uran-Blei- Methode.

Zuerst werden Forschungsfragen ausgearbeitet und dann im Feld oder auf dem Berg die passenden Gesteine gesammelt. Diese werden im Labor aufbereitet und untersucht. Das Ziel ist es, eine möglichst reine Probe zu erhalten, ein reines Element, das genau bestimmt wird.

Interviewpartner

Univ. Prof. Mag. Dr. Urs Klötzli

Universität Wien

Department für Lithosphärenforschung

Althanstrasse 14

A-1090 Wien

Teil 1: Die Gewinnung von Informationen

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Teil 2: Aufschlussreiche Abfolgen

URL:

Teil 3: Unterschiedliche "Uhren"

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Teil 4: Filename: Hämmern und sieben

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Teil 5: Filename: Die Entwicklung in Österreich

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OE1-Link:
Ö1: Vom Leben der Natur
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Link zur Sendungsseite
ID 141
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 19.06.2012
Konservativ
Wort der Woche
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Österreich 1 · 19.06.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche

URL:

Automatisches Transkript (Whisper)

Speaker 1

Am Wochenende haben die Griechen mit knapper Mehrheit "Konservativ" gewählt. Die Mitte-Rechtspartei Näher Demokratia und Parteichef Antonis Samaras ist mit knapp 30% nun stärkste politische Kraft. Konservativ ist daher unser "Wort der Woche".

Speaker 2

Konservativ kommt von Lateinisch "conservare", "bewahren", ebenso wie die Konserve, deren Inhalt luftdicht verpackt und vor jeglichem äußeren Einfluss geschützt, Jahrzehnte unverändert überdauert. Das soll nicht heißen, dass politisch-konservative starr und unbeweglich sind und sich immer wie Fische in der Dose jeder Veränderung entziehen. Jeder wird verstehen, dass ein Wald nicht alle paar Jahre umgegraben werden soll. Man wird daher auch verstehen, dass Waldbesitzer eher dem konservativen Lager zuzurechnen sind, während jene, die zum Beispiel die neuen Einflüsse von Zuwanderern schätzen, genau an den Veränderungen interessiert sind, die diese mit sich bringen. Ein Wechselspiel ist das und die verschiedenen Lager sind in einer Demokratie am besten aufgehoben, sagt der Politikwissenschaftler Heinz Gärtner von der Universität Wien.

Speaker 3

In jeder Demokratie gibt es zwei oder mehr Parteien, die mehr das eine oder das andere betonen. Totalitäre Systeme, autoritäre Systeme schütten das zu. Totalitäre Systeme sind daher nicht wirklich menschengerecht. Sie können eine Zeit lang wahrscheinlich die Biologie versuchen zu manipulieren, aber nicht auszuschalten.

Speaker 2

Nicht nur in einer Gesellschaft ist das Spannungsfeld zwischen Bewahrern und Veränderern vorhanden, sondern sogar in jedem Menschen selbst.

Speaker 3

Es gibt eine Reihe neuer Studien über die evolutionsgeschichtliche Entwicklung von konservativ, fortschrittlich, von individuellem Denken und von Gruppendenken. Und diese Forschungen kommen zum Ergebnis, dass in Menschen immer beides vorhanden ist, sowohl in der gesellschaftlichen Entwicklung, aber auch in der biologischen Entwicklung.

Speaker 2

Konservativ ist nicht gleichzusetzen mit rückschrittlich. Demagogen können aber das Traditionalistische, das Irrationale im Konservativen fördern und zutage heben. Durch die Angstmache, die Grundwerte der Bürger werden bedroht. Familie, Ehe, Eigentum. Bedroht von Gruppen, gegen die ohnehin schon eine emotionelle Voreingenommenheit besteht. Entstanden ist der Konservatismus aus den bürgerlichen Bewegungen des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Bürger waren zwar auch gegen die absolute Monarchie und den Absolutismus.

Speaker 3

Allerdings, Konservative wehren sich gegen radikale Veränderungen, gegen revolutionäre Veränderungen, auch gegen einschneidende Veränderungen. Deswegen gibt es ja auch in der Medizin der Begriff Konservativ, wird hier verwendet für nichtchirurgische Eingriffe, also keine einschneidenden Eingriffe. Deswegen ist die bürgerlich-konservative Bewegung ja auch im Wesentlichen aus der Ablehnung der französischen Revolution hervorgegangen. Und gleichzeitig war damit verbunden eine Ablehnung der Aufklärung, weil Rationalität bedeutet Veränderung. Und Rationalität kann natürlich auch unvorhergesehene Veränderungen mit sich bringen.

Speaker 2

Was die Rolle des Staates betrifft, so sind sich Konservative oft uneins. In der angelsächsischen Tradition soll er sich zurückhalten, in der kontinentaleuropäischen soll er stark sein und die bürgerlichen Werte garantieren. Fiskalpolitisch bedeutet Konservativ den Gedanken an ein ausgeglichenes Budget, tendenziell weniger Steuern, aber auch weniger Ausgaben. Wie in allen politischen Richtungen gibt es auch bei den Konservativen Widersprüche, sagt Heinz Gärtner, Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Sicherheitspolitik.

Speaker 3

Auf der internationalen Ebene ist Konservativ vor allem ein Ordnungstrinzip. International wollen Konservative die eigene Machtposition verteidigen, die eigenen Ressourcen verteidigen. Deswegen sind Konservative auch für eine Stärkung des Militärs, für eine starke Verteidigung und sehen auch nicht ein Problem darin, dass es möglicherweise zu Auffristungsprozessen führen kann, weil die Verteidigung der eigenen Werte Vorrang hat.

Speaker 1

"Konservativ" - das Wort der Woche. Gestaltet von Lothar Bodingbauer.
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ID 140
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 28.05.2012
Cyberangriff
Wieder einmal wurde ein neues hochkomplexes Computer-Virus entdeckt. Die Flame-getaufte Schad-Software habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit fünf Jahren aktiv, teilte eine auf Antivirenprogramme spezialisierte Firma mit. Sollte das stimmen, wäre Flame eine der größten bisher entdeckten Cyberwaffen. Ein Programmcode, geschrieben von bisher unbekannten Auftraggebern für einen Cyberangriff auf Unternehmen Schulen im Iran, Israel in den Palästinensergebieten im Sudan …
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Österreich 1 · 28.05.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wieder einmal wurde ein neues hochkomplexes Computer-Virus entdeckt. Die Flame-getaufte Schad-Software habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit fünf Jahren aktiv, teilte eine auf Antivirenprogramme spezialisierte Firma mit. Sollte das stimmen, wäre Flame eine der größten bisher entdeckten Cyberwaffen. Ein Programmcode, geschrieben von bisher unbekannten Auftraggebern für einen Cyberangriff auf Unternehmen Schulen im Iran, Israel in den Palästinensergebieten im Sudan und Syrien. Cyberangriff ist das Wort der Woche.

Kurzfassung: Ein neues komplexes Computervirus namens

Flame

wurde entdeckt. Es soll seit fünf Jahren aktiv sein und vor allem im Nahen Osten Computer infiziert haben – möglicherweise als Cyberwaffe im Auftrag unbekannter Akteure.

Es sprechen: Lizflx und Hans Bernhard |

ubermorgen.com

URL:

Transcript (automatisch, Whisper)

Speaker 1

Wieder einmal wurde ein neues hochkomplexes Computer-Virus entdeckt. Die Flame-getaufte Schad-Software habe tausende Rechner vorwiegend im Nahen Osten befallen und sei seit fünf Jahren aktiv, teilte eine auf Antivirenprogramme spezialisierte Firma mit. Sollte das stimmen, wäre Flame eine der größten bisher entdeckten Cyberwaffen. Ein Programmcode, geschrieben von bisher unbekannten Auftraggebern für einen Cyberangriff auf Unternehmen Schulen im Iran, Israel in den Palästinensergebieten im Sudan und Syrien. Cyberangriff ist das Wort der Woche.

Speaker 2

Stellen Sie sich eine Schule vor. Sie wird zentral geheizt und die Steuerung der Heizung befindet sich nicht in der Schule selbst, sondern an einem zentralen Punkt der Stadt. Dort werden mehrere solcher Schulen temperaturmäßig überwacht und gesteuert. Das gibt es wirklich auch bei uns in Österreich. Wir stellen uns jetzt vor, an dem Tag, an dem der PISA-Test stattfindet, ein internationaler Leistungsvergleich von Schulen, an diesem Tag steigt aus unerklärlichen Gründen die Temperatur an einigen Schulen auf ein unerträgliches Maß. Das Resultat, die Schüler schneiden beim Test signifikant schlechter ab, Österreich rutscht im internationalen Vergleich spürbar ab. Später wird man einen Angriff im Datenraum feststellen, die Datenleitung zur Temperatursteuerung wurde gehackt. Hier nur fiktiv, als Beispiel für einen Cyberangriff. Cyberangriffe finden statt, um die Wirtschaft zu fördern. Stichwort Spam und Werbemails. Man will etwas verkaufen. Cyberangriffe finden statt, um die Wirtschaft zu bremsen. Stilllegen von Websites, Niederzwingen von Netzen. Ein Pizzabäcker bestellt vom konkurrierenden Pizzadienst automatisiert so viele Pizzen, dass das Geschäftsmodell des Gegners zusammenbricht. Cyberangriffe finden statt, um an Informationen zu kommen, den Gegner auszuspionieren, um Propaganda zu verbreiten, um Infrastruktur lahmzulegen.

Speaker 3

Früher war es halt so, dass die meisten Viren von unterbeschäftigten, osteuropäischen, hoch ausgebildeten Männern geschrieben wurden. Mittlerweile habe ich das Gefühl, das ist alles kommerziell. Das sind Staaten und Firmen, die das machen. Das meiste kriegt man sowieso nicht mit.

Speaker 2

Hans Bernhard ist Medienkünstler, Teil des Künstler-Duos "Übermorgen", das sich mit dem Verändern und Gestalten von Datenströmen beschäftigt.

Speaker 3

Für mich ist das Netz ein Organismus aus Maschinen und Menschen und daher ein Teil der Natur. Und wir haben die Möglichkeiten jetzt, so wie in der Biologie, in diesem Netzwerk drinnen, Objekte und Organismen und Dinge zu kreieren, die dann ein Eigenleben entwickeln. Und das finde ich interessant.

Speaker 2

Bei Cyberangriffen, ob wirklich oder fiktiv, ob ernst oder vor künstlerischem Hintergrund, Bei diesen Angriffen im Netz ist viel Psychologie dabei, sagt Liz vom Künstler-Duo Übermorgen.

Speaker 4

"De facto, ich meine, weiß keiner von uns wirklich, was denn wirklich da immer rein in dem Kontext am Gehen ist, und ich würde meinen meistens minimal wenig."

Speaker 2

Angst und Schrecken gilt es zu verbreiten, wie im richtigen Leben, wie im richtigen Krieg. Das braucht nicht die Kraft des Worms sein, der in den Computern des Gegners installiert wird und der sich dort verbreitet. Es braucht nur die Berichterstattung darüber manipuliert zu werden.

Speaker 3

Wir nennen das ein Media-Hack. Die Medien eigentlich muss man hacken. Man muss nicht den effektiven Virus rausbringen, sondern rein nur die Story erzählen. Und das raucht eigentlich genug und das funktioniert auch.

Speaker 2

Als Künstler versuchen Liz und Hans Bernhard, die Cyberangriffe zu analysieren und mit ihren Vorstellungen über die Mechanismen der Informationsverbreitung künstlerisch zu verbinden.

Speaker 4

Leider Gott ist das alles illegal. Auch der Kunstmarkt und der Kunstbetrieb fühlt sich genauso angegriffen von solchen Sachen und hat kein Interesse, mit solchen Künstlern zusammenzuarbeiten. Vielleicht oberflächlich schon, weil es irgendwie cool ist, aber nicht wirklich dauerhaft, weil man einfach gefährlich ist. Ich meine, jeder Hacker ist ja gefährlich.

Speaker 2

Und die guten Hacker wollen bei ihrer Arbeit nichts zerstören, sondern sie wollen zeigen, dass etwas geht. Und das ist die Begründung für ihr Tun. Weil es geht. Anders als der Einsatz eines Cyberangriffes zu profanen Zwecken.

Speaker 4

Wenn man hier in dem Bereich künstlerisch aktiv ist, muss man vom Setup genauso vorgehen wie jeglicher andere, ich weiß nicht, voll extrem superkriminelle Megaterrorist, weil das ist das technische Setup, das man brauchen würde.

Speaker 2

Google will eat itself. Das war ein künstlerischer Cyberangriff. Also Google isst sich selber auf. Liz und Hans Bernhardt gestalteten Websites, auf denen sie Google-Werbungen schalteten. Wenn jemand darauf klickte, bekamen sie Geld. Und um dieses Geld kauften sie Google-Aktien.

Speaker 4

Sprich, wir haben einfach Google-Aktien gekauft mit dem Geld, das wir von Google bekommen haben. In dem Sinne hat sich Google selber aufgegessen.

Speaker 2

Google wurde vorgeführt. Eine Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Ein Cyberangriff, aber nur vom Konzept her.

Speaker 4

Es hat bei der Menge an Google-Eids, die wir gehabt haben, glaube ich, 200 Millionen Jahre gedauert, bis wir Google ganz aufgegessen hätten.

Speaker 2

Wo Künstler sich mit dem Aufzeigen von Mechanismen begnügen, machen Geheimdienste und andere Interessenten weiter. Nur das wenigste wird dabei bekannt, und das, was bekannt ist, ist sauber. Nun ja, sauberer.

Speaker 4

Es ist natürlich besser anzusehen, wenn man einen Virus einschleust, weil das ist ja angeblich so hochkomplex, versus wenn ein paar CIA-Leute wieder ein paar Wissenschaftler umbringen. Es gibt natürlich auch der cyberangreifenden Macht den Flair von Hightech.

Speaker 2

Hightech, den die beteiligten Staaten und Institutionen in Zeiten der schnellen Verbreitung von Bildern getöteter und verletzter Menschen für ihr Image gut gebrauchen können.

Speaker 1

Das Wort der Woche von Lothar Bodingbauer.
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ID 139
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute | 14.05.2012
Der Schrei
Die lauteste Gefühlsäußerung: In Musik und auf der Bühne wird es manchmal richtig laut. Der Höhepunkt einer Gefühlsregung kulminiert dann oft im Schrei – und der ist zielsicher zu setzen. Wer schon als Kind viel geschrien hat und dafür auch oft ermahnt wurde, darf das nun zielsicher und bezahlt vor vielen Menschen tun. Da aber alles nur gespielt ist, entsteht auch der Schrei nicht zufällig sondern absichtlich, genau und hoffentlich zur rechten Zeit. Regisseure, Sänger und Sprechbildner erzählen …
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Österreich 1 · 14.05.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die lauteste Gefühlsäußerung: In Musik und auf der Bühne wird es manchmal richtig laut. Der Höhepunkt einer Gefühlsregung kulminiert dann oft im Schrei – und der ist zielsicher zu setzen. Wer schon als Kind viel geschrien hat und dafür auch oft ermahnt wurde, darf das nun zielsicher und bezahlt vor vielen Menschen tun. Da aber alles nur gespielt ist, entsteht auch der Schrei nicht zufällig sondern absichtlich, genau und hoffentlich zur rechten Zeit. Regisseure, Sänger und Sprechbildner erzählen ihre Sicht vom Schrei.
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Drama|Gefühle|GEsang|Leben|Schreien|Theater
ID 138
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute|Radioproduktion > Premium | 07.05.2012
Der zunehmende Mensch
Wäre es doch so wie beim Mond, dass nach dem Zunehmen mit Sicherheit ein Abnehmen erfolgt. Über die Jahre hinweg ist es jedoch anders und zumeist so: die Menschen legen konsequent an „Jahresringen“ zu. Ihr Umfang wächst gleich einem Baum. Nicht das zunehmende Alter ist die Ursache, sondern das Aufsummieren von Fehlern im Lebensstil. Zu viel Nahrung bei gleichzeitig sinkender Bewegungsleistung. Ein Dilemma? Nicht unbedingt, es gibt durchaus alternative Konzepte, die mit etwas Konsequenz und Änder …
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Österreich 1 · 07.05.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wäre es doch so wie beim Mond, dass nach dem Zunehmen mit Sicherheit ein Abnehmen erfolgt. Über die Jahre hinweg ist es jedoch anders und zumeist so: die Menschen legen konsequent an „Jahresringen“ zu. Ihr Umfang wächst gleich einem Baum. Nicht das zunehmende Alter ist die Ursache, sondern das Aufsummieren von Fehlern im Lebensstil. Zu viel Nahrung bei gleichzeitig sinkender Bewegungsleistung. Ein Dilemma? Nicht unbedingt, es gibt durchaus alternative Konzepte, die mit etwas Konsequenz und Änderung im Lebensstil nachhaltig die menschlichen Jahresringe, wenn überhaupt, nur langsam wachsen lassen. Lothar Bodingbauer hat Menschen zughört, die von Berufs wegen oder wegen "persönlicher Betroffenheit" davon zu erzählen wissen. Ein Beitrag im Rahmen des ORF Programmschwerpunktes "Bewusst Gesund - Österreich speckt ab".

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ID 137
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 01.05.2012
Transparenz
Durchsicht und Nachvollziehbarkeit. Es spricht: Renée Schroeder.
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Österreich 1 · 01.05.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Durchsicht und Nachvollziehbarkeit. Es spricht: Renée Schroeder.

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Filename: radio137_wow_transparenz
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ID 136
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 24.04.2012
Stichwahl
Wort der Woche: Die Situation, wenn man nur das eine oder das andere wählen kann.
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Österreich 1 · 24.04.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Die Situation, wenn man nur das eine oder das andere wählen kann.

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ID 135
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 10.04.2012
Hass
Wort der Woche: Was ist Hass. Warum gibt es ihn. Und ist das normal? (Moment / ORF Radio Österreich 1)
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Österreich 1 · 10.04.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Was ist Hass. Warum gibt es ihn. Und ist das normal? (Moment / ORF Radio Österreich 1)

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ID 134
Deutschlandfunk > Forschung Aktuell | 09.04.2012
Sprengstoffnachweis auf Entfernung
Es klingt wie die Erfüllung eines lang gehegten Traumes, den Inhalt von Behältern zu bestimmen, die in großer und damit sicherer Entfernung stehen. Forscher der Technischen Universität Wien haben zwei Verfahren kombiniert, die nun genau das schaffen. Sie können mit Laserlicht Chemikalien in einer Entfernung von 100 Metern nachweisen, selbst wenn sie im Inneren von Behältern verborgen sind.
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Deutschlandfunk · 09.04.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Es klingt wie die Erfüllung eines lang gehegten Traumes, den Inhalt von Behältern zu bestimmen, die in großer und damit sicherer Entfernung stehen. Forscher der Technischen Universität Wien haben zwei Verfahren kombiniert, die nun genau das schaffen. Sie können mit Laserlicht Chemikalien in einer Entfernung von 100 Metern nachweisen, selbst wenn sie im Inneren von Behältern verborgen sind.
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ID 133
ORF > Österreich 1 > Vom Leben der Natur | 25.03.2012
Trockentäler und Kältepole
Die Kleinräumigkeit des Klimas und des Wettergeschehens in Österreich. Der Meteorologe Reinhold Steinacker erzählt über die Kleinräumigkeit des Klimas und des Wettergeschehens in Österreich.
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Österreich 1 · 25.03.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Die Kleinräumigkeit des Klimas und des Wettergeschehens in Österreich. Der Meteorologe Reinhold Steinacker erzählt über die Kleinräumigkeit des Klimas und des Wettergeschehens in Österreich.

Durch die besondere Lage inmitten Europas großer Klimazonen ändert sich das österreichische Klima und das Wettergeschehen rasch auch über geringe geografische Distanzen. Die Alpen verhindern zusätzlich, dass großräumig Luftmassen ausgetauscht werden, die weite Gebiete gleichermaßen überstreichen würden.

Das österreichische Klima und Wettergeschehen ist an Kleinräumigkeit kaum zu übertreffen. Rekordtemperaturen gibt es dazu ebenfalls, zumindest was tiefe Temperaturen betrifft: In Dolinen wurden bis zu -50° Celsius gemessen.

Verblüffend ist auch, dass es in den österreichischen Alpen Täler gibt, die sehr trocken sind. Normalerweise würde es bei einem Gebirge immer kühler und feuchter werden, da die Täler aber den Gebirgsblock einschneiden, haben sich die Wolken schon vorher außen abgeregnet.

Die Wetteraufzeichnungen haben sich stark verbessert, die Stationen wurden automatisiert und durch das engere Netz sind das österreichische Klima und das Wetter auch besser erklärbar. Vorhersagen auf lange Sicht sind nach wie vor schwierig.

Teil 1: Die Alpen als Hindernis.

Teil 2: Hohe und tiefe Temperaturen.

Teil 3: Weniger Niederschlag in einigen Tälern.

Teil 4: Extreme Temperaturen.

Teil 5: Ein dichtes Messnetz.

Service

INTERVIEWPARTNER:

Univ.-Prof. Dr. Reinhold Steinacker

Universität Wien

Institut für Meteorologie und Geophysik

Althanstraße 14

1090 Wien

Institut für Meteorologie und Geophysik
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Klima|Wetter|Wissenschaft
ID 132
ORF > Österreich 1 | 10.03.2012
An die Grenzen der Naturgesetze
Über Bedeutung der Physik im Sport: Wodurch werden Schwimmer wirklich schnell, welche Kräfte wirken beim Stabhochsprung und warum schleudert es die Eiskunstläuferin bei der Pirouette nicht aufs Eis? Eine Betrachtung ausgewählter Sportarten aus dem Blickwinkel der Physik. Von den beschränkenden Faktoren bis zu raffinierten Techniken, die auf der Kenntnis der Naturgesetze basieren. (Alois Schörghuber und Lothar Bodingbauer)
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Österreich 1 · 10.03.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Über Bedeutung der Physik im Sport: Wodurch werden Schwimmer wirklich schnell, welche Kräfte wirken beim Stabhochsprung und warum schleudert es die Eiskunstläuferin bei der Pirouette nicht aufs Eis? Eine Betrachtung ausgewählter Sportarten aus dem Blickwinkel der Physik. Von den beschränkenden Faktoren bis zu raffinierten Techniken, die auf der Kenntnis der Naturgesetze basieren. (Alois Schörghuber und Lothar Bodingbauer)
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ID 131
ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Randnotizen | 04.03.2012
Theorie der Beleidigung
Randnotizen: Es wird viel zu schlecht beleidigt. Dieser kurze Beitrag will Abhilfe schaffen und für gezielte Bösartigkeiten das nötige theoretische Grundzeug liefern.
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Österreich 1 · 04.03.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Randnotizen: Es wird viel zu schlecht beleidigt. Dieser kurze Beitrag will Abhilfe schaffen und für gezielte Bösartigkeiten das nötige theoretische Grundzeug liefern.
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ID 130
Premium|Radioproduktion > ORF > Österreich 1 > Moment – Leben heute > Wort der Woche | 28.02.2012
Das Amtsgeheimnis
Wort der Woche: Was für den Priester das Beichtgeheimnis, für den Arzt die Verschwiegenheitspflicht, was für den Journalisten der Schutz seiner Informanten ist, das ist das Amtsgeheimnis im staatlichen Beamtentum. Was aber genau ist darunter zu verstehen? Professor Heinz Mayer ist Professor für Staatsrecht an der Universität Wien. Er erzählt, was sich hinter geschwärzten Balken in Protokollen eigentlich verbergen darf.
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Österreich 1 · 28.02.2012 · Gestaltung: Lothar Bodingbauer · Importiert
Wort der Woche: Was für den Priester das Beichtgeheimnis, für den Arzt die Verschwiegenheitspflicht, was für den Journalisten der Schutz seiner Informanten ist, das ist das Amtsgeheimnis im staatlichen Beamtentum. Was aber genau ist darunter zu verstehen? Professor Heinz Mayer ist Professor für Staatsrecht an der Universität Wien. Er erzählt, was sich hinter geschwärzten Balken in Protokollen eigentlich verbergen darf.

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