Lothar Bodingbauer ist Radiojournalist, Lehrer an einer Abendschule und freier Podcaster. Diese Seite bietet einen Überblick über 432 gestaltete Radioproduktionen. Die Sendungen stehen angemeldeten Teilnehmer:innen nach dem Login zum Anhören zur Verfügung. Passworthinweis: Familienname des Besitzers von Balu – oder sonst gerne per Mail an lothar@sprechkontakt.at nachfragen.
Flusspferde wurden von ihren europäischen Entdeckern als "Nilpferde" bezeichnet, weil sie am Nil zuerst gesehen wurden. Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Länge von 6 Metern und ein Gewicht um die 3 Tonnen. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen vor allem in der Nacht an Land, um mit ihren Lippen Gras abzureißen - bis 50 kg pro Tag.
Eigentlich können Flusspferde nicht schwimmen und stoßen sich eher am Gewässergrund ab. Sie "laufen" unter Wasser. Nasen und Ohren sind zum Tauchen verschließbar, sie liegen mit den Augen auf einer Linie. So sind die Tiere kaum sichtbar, wenn sie im Wasser auftauchen. Die Eckzähne können einen halben Meter lang werden und im Kampf mit Konkurrenten die Gegner stark verletzen. Das Maul weit aufzureißen ist dabei nicht für die Nahrungsaufnahme wichtig, sondern eine Geste der Dominanz.
Flusspferde sind näher mit Walen verwandt als mit anderen Säugetieren. Es gibt zwei Arten: Großflusspferde, sie leben im südlichen Teil von Afrika in ausgeschwemmten Flussbecken, und Zwergflusspferde, die nur 350 kg auf die Waage bringen und eher in den Urwaldgebieten von Afrika zuhause sind. Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Flusspferde: Mutter und Sohn.
GESPRÄCHSPARTNERIN:
Sonja Sladky,
Tiergarten Schönbrunn
Teil 1: Die irreführende Bezeichnung "Nilpferde" (Filename: radio360_nat_flusspferd_1 mp3
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Teil 2: Schwieriger Transport (Filename: radio360_nat_flusspferd_2 mp3
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Teil 3: Leben zwischen Land und Wasser (Filename: radio360_nat_flusspferd_3 mp3
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Teil 4: Lebensraum am falschen Kontinent (Filename: radio360_nat_flusspferd_4 mp3
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Teil 5: Alltag im Zoo (Filename: radio360_nat_flusspferd_5 mp3
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Wetterfrosch und Satellitenbild
Der Meteorologe Alexander Ohms über Grenzen und Möglichkeiten der Wettervorhersage für die kommenden Tage.
Beschreibung:
Der Meteorologe Alexander Ohms über Grenzen und Möglichkeiten der Wettervorhersage für die kommenden Tage.
Teil 1: Natürliche Sensoren
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Teil 2: Der Blick in die Zukunft
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Teil 3: Stichtage und Wetterregeln
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Teil 4: Wetterfühligkeit und Fehlprognosen
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Teil 5: Wetterkerzen und Hagelflieger
Ist es der Frosch, der das Wetter des nächsten Tages bekannt gibt, indem er auf die oberste Sprosse einer Leiter im Gurkenglas steigt? Man muss genau hinschauen, und Ursache von Wirkung trennen, wissen Meteorologinnen und Meteorologen. Es sind die Insekten, die durch die Thermik - heiße Luft - nach oben getragen werden. Der Frosch folgt den Insekten, und das nur in freier Natur. Das Gurkenglas ist Unsinn.
Frösche zeigen also nur indirekt das Wetter an. Aber immerhin. Wetterbedingungen der Gegenwart weisen in die Zukunft. Die Höhe des Flugs der Schwalben zeigt dasselbe an. Wenn die Luft feuchter wird, selbst wenn die Sonne scheint, verschwindet die Thermik. Insekten werden nicht hochgetrieben, die insektenfressenden Schwalben bleiben mit ihrem Flug in Bodennähe. Bald wird es regnen. Als Menschen nehmen wir die steigende Luftfeuchtigkeit allerdings nicht wahr, wir müssen uns auf die Beobachtung der natürlichen "Wetterpropheten" verlassen.
Für die großräumige Wetterlage nützen Meteorologinnen und Meteorologen Vorhersagemodelle, die ständig angepasst und entwickelt werden. Bis zum 8. Tag ist die professionelle Wettervorhersage derzeit noch besser als ein zufällig geworfener Würfel. Kleine Anfangsunsicherheiten können beim Wetter wie beim Würfel große Wirkungen und damit Überraschungen ergeben.
Für das lokale Wetter und die Vorhersage der Bedingungen - das sogenannte "Nowcasting" - werden nach wie vor die Pflanzen, der Himmel und das Verhalten der Tiere miteinbezogen. Dem Blick auf den Bildschirm folgt auch bei professionellen Wettervorhersagen nach wie vor ein Blick in die Natur.
Ob "Eisheilige" oder die "Schafskälte", Wetterregeln und Stichtage fassen das Erfahrungswissen der Bevölkerung in Reimen und Kalenderdaten zusammen. In früherer Zeit war gerade für Bauern auch die Sicherung der Existenz mit ihrer Richtigkeit verbunden. So schlecht sind die Vorhersagen nicht, wissen Meteorologinnen und Meteorologen heute. Sie haben mit wissenschaftlichen Methoden jede einzelne Regel geprüft: Etwa ein Drittel der Erfahrungswerte stimmt ganz gut - zum Beispiel in zwei Drittel aller Fälle.
Service
INTERVIEWPARTNER:
Mag. Alexander Ohms
Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik
Kundenservice Salzburg und Oberösterreich
Freisaalweg 16
A-5020 Salzburg
BUCHTIPP:
Alexander Ohms: Wetterprophet Natur.
So nützt man Tiere und Pflanzen zur Wettervorhersage.