Seit Aristoteles werden die Sinne von Lebewesen in die fünf Kategorien Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen eingeteilt. Diese Kategorien müssen jedoch bei der genauen Betrachtung der Sinne von Gliederfüßern wie Insekten oder Spinnen beträchtlich erweitert werden: einige Arten können Magnetfelder wahrnehmen, andere UV- oder Infrarotstrahlen. Neben dem Schalleindruck „Lautstärke“ können viele auch die Schallschnelligkeit – die Bewegung der Luftmoleküle – feststellen.

Aber auch in den althergebrachten Kategorien übertreffen Insekten und Spinnen den Menschen: Bienen können auch in der Nacht Farben sehen, und Spinnen können Vibrationen mit einer Genauigkeit aufnehmen, die selbst erfahrene Zoologen in Staunen versetzt.

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Emer. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Barth
Universität Wien
Department für Neurobiologie
Althanstraße 14
1090 Wien

(Vom Leben der Natur / ORF Radio Österreich 1)