Weitere Literatur zur Sprechtechnik

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Bücher zum Thema

  1. Das österreichische Standardwerk zum Üben: das Sprechtechnikbuch von Vera Balser-Eberle
  2. Das bundesdeutsche Standardwerk: “Der kleine Hay”

 

 

 

Alle Podcastepisoden auf einer Seite

Geschafft. Alle Sprechkontakt-Podcasts auf einer Seite – als Sammelfeed und Einzelfeeds. Mit den notwendigen Weiterleitungen von den bisherigen Seiten. Möglich gemacht durch den Einsatz des Show-Features von Podlove-Publisher. Hier geht es zur Übersicht der rund 550 Episoden von rund 10 Podcasts: https://www.sprechkontakt.at/shows/

Remote-Aufnahme in Studioqualität

Remote-Aufnahme in Studioqualität

Dieses Set kann man per Post verschicken: ein Yahama AG-03 Interface/Mischpult über USB an den Computer angebunden, Headset Beyerdynamic DT-297 dabei, Verbindung über Studiolink. Das Ganze kann mit der Post verschickt werden.

Einstellungen:

  1. +48V Phantomspeisung ON / für Mikrofon
  2. Ausgangslevel auf “normal”, also 3/4
  3. Computerton möchte man hören, daher Regler auf Mitte (anpassbar)
  4. Kopfhörerlevel insgesamt (mit eigenem Ton), auf Mitte (anpassbar)
  5. ON natürlich – das ganze Ding eingeschaltet
  6. Mikrofoneingang mal auf Mitte (anpassbar)
  7. Effekt aus – sonst klingt’s nach Keller

Wie klingt es? Zum Beispiel so. Aufnahme remote:


Alternativ ist auch ein Focusrite Solo – sogar noch kleiner – möglich. (Foto als PDF)

48V muss gedrückt sein, Direct Monitor gedrückt. Air eher nicht gedrückt.

Geschichten, Sprache und Geräusche

Eine besonders schöne Radiosendung, die mit Sprache und Geräuschen eine ganze Welt entwickelt, ist diese: Eider Island by Falling Tree Productions. Es geht um Vögel und um Menschen auf einer Insel, und die Menschen, die dort leben.

Link: Soundcloud – Ider Island

Vorgestellt wurde diese Sendung im “How Sound Podcast“, einem englischsprachigen Podcast über das Radiomachen, in welcher Episode, weiß ich wieder: Folge 279. Empfehlenswert ist der Podcast für Radiomacher:innen überhaupt. Klar, auch für Podcaster:innen, obwohl es halt wirklich viel Arbeit ist, so mit Tönen zu gestalten.

379. Randnotizen — unterwegs

Wer allein unterwegs ist, braucht sich nicht wirklich viel um andere zu kümmern. Im öffentlichen Verkehr geht das gar nicht, und selbst wenn man auf einem Fluss unterwegs ist – auch dort ist fast unvermeidbar, jemanden zu treffen.


Beitrag (mp3)


Manuskript

SIGNATION

Wieder was erlebt dieser Tage. Steh ich in der U-Bahn in Wien, Linie U1, und höre am linken Ohr: “Wenn du dich einmal selbst verteidigen kannst, darfst du auch alleine fahren”. Es war die Oma, offenbar, die hier mit ihrem Enkelsohn, 8 Jahre, eine Art Einschulung in das U1-Fahren machte. Beide waren mit Daunenjacken verhältnismäßig warm angezogen für einen sommerlichen Tag, aber unter der Erde ist es ja kühl. Wenn du dich einmal selbst verteidigen kannst… Es war schon der erste Teil dieses Satzes, der meine Faszination fand. Und dann kam die Spezialeinschulung auf die U1. “Am schlimmsten”, sagte die Oma, sind die Stationen Praterstern und Schwedenplatz. Meine Kinder haben das bestätigt, fachlich hatte sie also recht. Ich erinnere mich, als ich 14 Jahre alt war, und mich meine Oma das erste Mal nach Wien mitnahm. Da hat sie mir eine 72-Stundenkarte gekauft und mich losgeschickt, ohne Details, und wir haben uns dann im Donauturm auf eine Sachertorte getroffen.

ZWISCHENJINGLE

Und dann der 13A. Immer ein Erlebnis dieser Bus. Für alle, die nicht in Wien zuhause sind, der 13A ist ein Gelenksbus mit vorderem und hinterem Teil. Er durchquert die ganze Stadt innerhalb des Gürtels, vom Hauptbahnhof zur Alserstraße quer durch die Bobo-Bezirke 4-9. Als Mitfahrender kann man sich nach vorne setzen, oder nach hinten, in jedem Fall sind es zwei Schicksalsgemeinschaften, die durch die Fahrt zusammengeschweißt und zusammengehalten werden. Ich also im hinteren Teil dieses Mal. Setze mich hin, der Hund springt mit Beißkorb auf den Schoß, und ich sage “so, jetzt sitz ma” – und alle lächeln. Vermutlich. Über ihren Masken verzogen sich die Augen etwas zu Schlitzen. Und sollte dieser Beitrag in zwanzig Jahren einmal aus dem Archiv geholt werden, wir trugen damals in Wien noch Corona-Schutzmasken, als sie in Restösterreich schon wieder abgeschafft waren. Wir fahren fast schon los, da möchten 10 Oberösterreicher wieder aussteigen, weil sie im Bus der falschen Richtung waren. Das dauerte, bis sie es bemerkten, das dauerte, bis sie es dem Fahrer signalisierten, und er war freundlich und ließ sie wieder raus. Wir lachten, diesmal hörte man es, im hinteren Teil des Busses. Die Gemeinschaft begann sich zu formieren. “Hübsche Nase”, dachte ich mir, hat diese Person gegenüber, und es dauerte ein bisschen, bis es mir dämmerte, warum mir das auffiel. Die Maske bedeckte nur den Mund. Und nicht die Nase. Und wie man so ein bisschen ins Träumen und Überlegen kommt, was das bedeutet, fiel mir ein, dass diese Situation wie bei diesen Internet-Logins ist, wo man seine Menschlichkeit beweisen muss. Zeig, dass du kein Roboter bist, und klicke alle Bilder mit Schornsteinen, oder Zebrastreifen. Oder alle Bilder mit Fahrrädern. Und schon klickte ich im hinteren Teil des 13As alle Mitreisenden durch, ob ich ihre Nase sehen konnte. Bei 3 von 25 hat es Klick gemacht. Ich hatte sie durch, bevor ich dann schon da war, im 6. Bezirk, um mir meine Sonnenbrille zu holen, die ich mir im Brillengeschäft dort ausgesucht habe, am Tag zuvor.

ZWISCHENJINGLE

Die Sonnenbrille brauche ich nämlich fürs Kajakfahren. Kürzlich war ich wieder unterwegs. Auf Thaya und March in Niederösterreich. Eine wunderschöne ruhige Flusstrecke. Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 schützt zuverlässig vor Sonnenbrand, und man kann damit den ganzen Tag in der Sonne sein. Was man aber nicht heißt, dass man das soll. Denn es gibt immer noch den Sonnenstich, das ist eine andere Geschichte, aber was ich erzählen wollte waren ungefähr 50 Begegnungen mit den Fischern entlang dieser Flüsse. Sie zielen mit ihren Angeln quer über den Fluss und man muss wie im Super-Mario-Computerspiel einmal links unter der Schnur und einmal rechts über der Schnur durchfahren. Je nach Situation. Schnüre, die man kaum sieht, und deshalb deuten die Fischer mit erhobener Hand auf diese fast unsichtbaren Fischer-Leinen und sie rufen “Hallo”. 50 freundliche Begegnungen, weil es in ihrem Interesse ist, dass man sie sieht, und in meinem, dass ich sie sehe. Das, was nach Konflikten “Ende-nie” aussehen könnte, ist definitiv nicht der Fall, 50 nette Grüße, man nickt sich zu, und dankt einander. Fast schon so wie ein bisschen im öffentlichen Verkehr, wenn man sich gut versteht.

378. Alpacas

Langer Hals und feines Haar. Die Tierärztin Johanna Czerny spricht über Alpakas.

Link zur Sendung

Alpakas und Lamas gehören zur Gruppe der Neuweltkameliden. Sie stammen aus Südamerika, sind sogenannte Schwielensohler und gehören zur Familie der Kleinkamele. Sie wurden aus Vikunja und Guanako domestiziert, Wildformen, die auch heute noch in der freien Natur existieren. Alpakas werden besonders dafür gehalten, um Wolle zu produzieren. Diese Wolle wird "Flies" genannt, und besteht aus sehr feinen Fasern, aus denen Garn gesponnen wird. Auch als Herdenschutztiere eignen sich Alpakas, da sie neugierig sind, aufgrund des langen Halses eine gute Übersicht haben und im Krisenfall durchaus wehrhaft sind.

Alpakas leben am liebsten in der Herde und versichern sich durch regelmäßige Laute, dass die jeweils anderen "da" sind. Ihre ausgesprochene Sensibilität für Nähe und Ferne, ihr sensibles Distanzverhalten, macht sich zu idealen Begleitern in der tiergestützten Intervention, bei der es für Menschen unter anderem darum geht, ein besseres Gefühl für Nähe und Ferne zu entwickeln.

Obwohl Alpakas ihre Nahrung wiederkauen, sind sie keine "echten" Wiederkäuer, die einen mehrteiligen Magen haben. Werden sie in Europa gehalten, muss darauf geachtet werden, Giftpflanzen zu erkennen, die sie fressen könnten. Auch die lokalen Parasiten sind für sie ein Problem, für die sie aufgrund ihrer südamerikanischen Herkunft hier keinen Schutz entwickelt haben.


GESPRÄCHSPARTNERIN: 
Dipl. Tierärztin Johanna Czerny
Lama- und Alpakahof "Lamas mit Herz"  
A-5241 Maria Schmolln

BUCHTIPP: Johanna Czerny: Alpakas und Lamas - Begleiter aus der neuen Welt, Stocker Verlag


Teil 1: Herkunft und Vermischung (mp3)


Teil 2: Zusammenleben in der Herde (mp3)


Teil 3: Nähe und Distanz (mp3)


Teil 4: Die Bedeutung der Gesundheit (mp3)


Teil 5: Neugierige Übersicht (mp3)


377. Seltene Obstsorten

Link zur Sendung

Früchte entstehen aus Blüten und enthalten die Samen einer Pflanze. Früchte sind - zumindest in unserem Verständnis - süß und kommen in unseren Breiten vorwiegend als Beeren vor. Die Eiszeit hat mit ihren sich vor- und zurückziehenden Gletschern viele Früchte nach Süden gedrängt. Größere Früchte wie Äpfel und Birnen kamen aus dem zentral- und ostasiatischen Raum erst nach der Eiszeit und mit zunehmender Sesshaftwerdung der Menschen zu uns.

Evolutionär ist es für Pflanzen von Vorteil, süße Früchte für den Verzehr "anzubieten" - es sichert Verteilung und Ausbreitung der Samen. Als süße Handelsware erfüllen Früchte bei Menschen auch eine soziale Funktion. Wer Marmelade kochen kann, und sie verschenkt, hat Freunde. "Essbare Gärten" erfüllen in Dörfern eine sozial verbindende Funktion.

Heute haben wir uns an das "lokale" Fruchtangebot gewöhnt. Viele weitere Sorten findet sich auf Märkten und Supermärkten, exotische Früchte werden importiert. 

Wenig bekannt ist, dass auch vermeintlich exotische Früchte wie Kaki und der Granatapfel in Österreich wachsen können, es gibt winterharte Sorten. Andererseits wachsen auch Früchte hier, die wir kaum kennen: die Früchte der Ölweide, die Chinesische Dattel, oder die Schisandra. Der Permakulturexperte Siegfried Tatschl hat diese seltenen Obstarten im eigenen Garten angebaut.

GESPRÄCHSPARTNER:
Mag. (FH) Siegfried Tatschl
Permakulturpionier und sozialer Obstgärtner

BUCHTIPP:
Siegfried Tatschl: 555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon. Löwenzahn Verlag


Teil 1 (mp3): Die Schisandra


Teil 2 (mp3): Der Granatapfel


Teil 3 (mp3): Die Ölweide


Teil 4 (mp3): Die Chinesische Dattel


Teil 5 (mp3): Die Kaki

Herzlich willkommen

Media | Science | Education

Lothar Bodingbauer, Wien. Media, Science, Education. Texte für Museen und Ausstellungen, Radiobeiträge, Workshops zu Bildung, Journalismus und Wissenschaft. Podcasts und Podcastberatung. -> Referenzen. Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer

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