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Ein schwarzes Brett. Ein Tagebuch. Lothar Bodingbauer.

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Podcast und Radio

Eine Art ist, was sich paart. Das wissen die Biologen. Pferd und Igel sind verschieden. Radio und Podcast auch, sonst hätten sie sich längst vermischt. Es gibt aber Überschneidungen. Das Wichtigste: sie teilen sich ein Ohr. Zwei natürlich.

Dann geht es aber schon los: Radio wird über Lautsprecher gehört, Podcasts über Kopfhörer. Radio ist Verlautbarung, Podcast Diskurs. Radio ist Handwerk. Podcast eine Haltung. Radio ist Schein. Podcast hat nichts zu verlieren. Zielgruppe wichtig – Zielgruppe egal. Radio möchte Hörer, Podcasts akzeptiert die Hörer, die sie verdienen. Wenn Radio zu Podcast werden soll, ist das mit Mehraufwand verbunden. Wenn Podcast zu Radio werden soll, auch. Beide müssen nachhaltig agieren, damit sie auf längere Sicht erfolgreich sind. Radio ist gebühren- oder werbefinanziert, Podcast Umweg- oder Hörer:innenfinanziert. Ausnahmen bestätigen wie immer diese Regeln.

Nun zu Details.

Eine Erfolgsgeschichte: Drosden, Virologe. Corona Virus Update. Tägliche Episode zur Corona-Lage. Produziert von zwei Wissenschaftsjournalisten des NDR. Schnell umgesetzt: der Arzt bekommt ein Gerät und kann jeden Tag technisch eine Folge Gespräch liefern. Kompetenz kommt von beiden Seiten.

Hat es einen Feed? Dann ist es ein Podcast. „Podcast” als Ausspielkanal für hochwertige Radiosendungen. Nur mit einem Feed ist eine regelmäßige Sendung im „Podcatcher“ auf mobilen Endgeräten (Smartphones) abonnierbar. Hier gibt es bereits einen Rückstand: Es sollte einen Feed für jede regelmäßige Radio-Wortsendung geben. Zusätzlich zur Mediathek. Es ist dabei nicht wirklich notwendig, dass die Files länger als eine Woche vorgehalten werden. Hauptsache, Onkel Fred in Australien kann die Sendung auf seinem Smartphone abonnieren. Der deutschsprachige Raum befindet sich im ganzen Internet – weltweit.

Radio ist Handwerk, Podcast eine Haltung. Die Stärke von Öffentlich-Rechtlichem-Radio liegt in der ausgebildeten Sprache, im Journalismus, in der Musik, in der Schönheit von Formaten, im Weglassen, Auswählen, Gestalten und im verlässlichen Auffinden unterschiedlicher Standpunkte. In der Diskussion (Redaktionssitzungen). Die Stärke von Radio liegt nicht in der Wahrheit – die gibt es nicht. Die Stärke von Podcast hingegen liegt im Diskurs, im Prozesshaften, im Zugänglichmachen. Nicht im Veröffentlichen – hier ist also für Radio vermutlich wenig zu tun. Obwohl.

Vom persönlichen Vorteil. Ein Podcast wächst dann über die 4. Episode hinaus, wenn er nachhaltig ist. Wenn er für den Produzenten Vorteile hat. Das müssen ehrliche Vorteile sein, im Sinne Viktor Frankls Ergonomie am Arbeitsplatz. Wissen, Vorsprung, ein besserer Zuhörer werden, ein besserer Mensch. Wenn es die Hörerzahl ist, die mir zuhören, und ich das wichtig finde, dann die Hörerzahl. In jede Unternehmen gibt es bisher unerkannte Mitarbeiter:innen, die genau in dieser Hinsicht nicht nur Interesse, sondern auch Talent haben.

Podcast ist Lagerfeuer. Intim (im Ohr über Kopfhörer), authentisch, befreit von Längenvorgaben. Verlässlichkeit, einmal pro Woche, zweimal im Monat, ein mal pro Monat, alle zwei Monate. Sie fordern bestehende Hierarchien heraus und erreichen Zuhörende an nicht vorhergesehenen Orten und Umständen. Zielgruppen zu definieren ist nicht Podcasterdenke. Sie haben keine Musik. Oft auch keine Signation, einfach weil es egal ist. Ein Podcast erreicht die Hörer, die er verdient. Podcast ist Hörer:innentreffen – direkter Kontakt in verschiedenen Städten. Manchmal auch live. Podcast ist das Leben und die Pflege von Metadaten, von Kapitelmarken, die Einbindung des Chats (begleitende Diskussion von Livesendungen via Slack/Andere Software) auf Augenhöhe. Podcasts sind durch ihre Länge trollfrei. Es gibt immer eine Nullnummer, die bereits veröffentlicht wird. Podcasts entwickeln sich über die Episodenzahl. Jene mit 200+ sind die Götter im Podcasthimmel. Podcast is Community, in der bedingungslos geholfen und das System weiterentwickelt wird (Sendegate, #Subscribe, #podcastpatInnen).

Wovon leben Podcaster:innen? Nicht von Werbung, denn „die hat noch nie etwas besser gemacht“, sondern von Aufträgen aus Museen (Texte schreiben) Hörer:innenbeiträgen (freiwillig), Moderationen von Diskussionsrunden, Zuwachs von Wissen. Von der sozialen Währung „Kontakt und Begegnung“. Von Auftragsarbeiten, die aus ihrem Ruf entstehten, gute Gesprächspartner zu sein.

Weitere Gedanken: Das Manuskript wieder aus dem Radiobereich zurückdrängen. Erzählendes Radio. Das kann man im Podcast üben. Weiterbildung (Mikrofonzeit).

Meine Meinung — was kann man beim Radio tun: Transfer von Radio zu Podcast funktioniert nicht gut, vieles wird dann als „Zusatzbelastung“ empfunden. Eher beim Radio bleiben, oder Podcasts völlig neu aufsetzen.

Hörtipp: “Organisationsidentität” von “FG077 Organisationsforschung” / Leonhard Dobusch
Link: https://forschergeist.de/podcast/fg077-organisationsforschung/?t=14%3A54%2C19%3A47


Sammlung der Podcast-Posts hier: http://www.sprechkontakt.at/category/podcasting/ 

Radio von zuhause

Erfahrungen von Lothar Bodingbauer (Ö1 NAT, Ö1 MOM)

Interviews für Radio wurden bisher face:face oder in Studios durchgeführt, die über Rundfunkleitungen verbunden sind. Wenn beides nicht funktioniert, weil Homeoffice vorgeschrieben und Funkhäuser gesperrt sind, können Radioleute Technik verwenden, die in den letzten Jahren von Podcaster:innen der deutschsprachigen Podcastlandschaft entwickelt wurden: “Studio-Link”. Abhängig vom Mikrofon der Gegenseite sind hier Interviews in Studioqualität möglich.

Beispiel (Sendung mit 6 Leuten an unterschiedlichen Plätzen): https://freakshow.fm/fs248-public-static-final

So geht es:

1) Mein Gegenüber hat ein tolles Mikro und ein Interface. Lösung: Studio-Link Standalone. Die Gegenseite lädt das Programm herunter, startet es, sagt mir ihre/seine ID. Ich lade das Programm herunter, starte es, gebe die ID ein. Allenfalls: Auswahl des Interfaces. Beide Seiten haben einen Aufnahmeknopf, den sie betätigen. Sollte es durch das Internet zu Verbindungsstörungen kommen, kann die lokale Aufnahme verschickt werden. Das Gespräch kann auch gleichzeitig über ein beliebiges Videokonferenz-System geführt werden, um die Gegenseite zu sehen, es wird dann dort nur das Bild verwendet, und der Ton stummgeschaltet. / Häufiger Fehler: Echo – Gegenseite muss einen Kopfhörer aufsetzen. Es gibt auch einen “live”-Knopf, das einen Link zum Abhören der laufenden Aufnahme in bestmöglicher Qualität liefert.

Link: https://doku.studio-link.de/standalone/installation-standalone.html

Link: Anleitung (pdf, Englisch, für Gäste) | Anleitung für Gäste, gut zu klingen von Joram Schwartzmann (engl.)

2) Mein Gegenüber hat kein ordentliches Mikrofon, aber immerhin ein Smartphone. Lösung: Ich schicke ihm einen Link – angeklickt öffnet sich beim Ersten mal eine Download-Seite für eine App (Softphone), diese App wird installiert, und der Link noch einmal geklickt – es ist mit diesem Link alles vorkonfiguriert. Ich habe auf meiner Seite in “my Studiolink” diesen Link vorbereitet und kann dann mit Studiolink-Standalone auf meiner Seite das Gespräch wie in Punkt 1) durchführen und aufzeichnen.

Link: https://doku.studio-link.de/mystudiolink/cloud-softphone.html

3) Mein Gegenüber hat “nur” eine Telefonnummer. Einerseits kann ich aus Skype mit Guthaben herauswählen. Mit Skype Call Recorder (Apple) kann ich beide Spuren getrennt aufnehmen und dann verwenden. Oder ich sorge dafür, dass Studio-Link eine Nummer anrufen kann. Dazu muss ich eine sogenannte SIP-Nummer organisieren. Mit diesem SIP-Konto kann ich die/den gewünschten TeilnehmerIn anrufen, Aufzeichnung wie immer über den Studiolink-Standalone Aufnahmeknopf. Oder ich kann angerufen werden.

Link: https://sipcall.at/index-private.php

Funktioniert das? Es gibt zwei Fehlerquellen – eine auf meiner Seite – ich sollte meine Infrastruktur schon ausprobiert haben, weil sie eine etwas “neue” Logik hat. Auf der Gegenseite kann es alles geben – von “funktioniert sofort” und “wow”, zu “wir finden den Fehler nicht”. Die Chance ist aber immer mehr als fair. Nur in ungewöhnlichen Umständen (Betriebssysteme/Computer/Aktualisierungsgrad/Interfaces) gibt es Probleme. Die Mühe zahlt sich aus, das Ergebnis ist immer besser als ein Telefonmitschnitt oder Zoom-Mitschnitt oder auch Skype.

Weitere Tipps:

A) Größere Interviews (Vom Leben der Natur): Ich verschicke per Post ein kleines Paket mit einem Headset (Beyerdynamic DT297) und einem kleinen Interface (Focusrite Scarlet), das wird angesteckt, und mit Studiolink-Standalone mache ich das Gespräch in bester Qualität. Theoretisch können hier bis 6 Teilnehmer:innen kombiniert werden.

Link Headset bei Thomann
Link Interface bei Thomann

B) Ein AKG-214 Großmembranmikrofon kostet bei Klangfarbe in Wien 298€ (Stand 2022 Juli 322€ bei Klangfarbe, 344€ Link zu Thomann), vielleicht gibt es sie auch in irgendwelchen Lagern zum Ausborgen. Das sorgt für Studioklang ohne Kleiderschrank und Bettdecke etc. Es klingt einfach nicht wie ein “normales Interviewmikrofon für Moderationen verwendet”. In einem normalen Zimmer verwendbar, das nicht kahl ist, braucht keine absolute Stille in der Wohnung.

C) Auphonic rechnet mir die Aufnahmen “schön”, und zwar vor allem was die Lautstärken betrifft, Rundfunk ist -23 LUFS (Ö1: -20 LUFS). Diese Aufnahme kann ich dann via ftp in den ORF Pool übertragen. Bis 2 Stunden pro Monat gratis. (Keine Rauschunterdrückung einstellen, das mögen wir beim Radio nicht.)

Link: https://auphonic.com/

D) Soll ein Podcast bespielt werden, nimmt man sinnvollerweise mit Ultraschall.fm auf, Studiolink ist dort integriert. Man kann auch einfach live senden (bis 500 Hörer:innen, Link verschickbar). Ultraschall verwendet Reaper (derzeit kostenlos), und adaptiert das in die Podcastwelt.

Link: http://ultraschall.fm

E) Möchte man zuhause OTs/Radiosendungen schneiden, empfehle ich eher Hindenburg (Mac) als Software – dieses Programm ist angetreten, „um Protools aus dem Rundfunkbereich zurückzudrängen“. Es reicht, die einfach Version zu verwenden, “Journalist Pro” ist nicht notwendig, weil Auphonic für die passenden Lautstärken sorgt.

Link: https://hindenburg.com

F) Für den Mitschnitt von Computerton verwende ich Audio Hijack.

Link: https://rogueamoeba.com/audiohijack/

G) Die deutschsprachige Podcast-Community heißt “Sendegate”. Dort gibt es Möglichkeiten, alle Fragen zu stellen, die sich ansammeln. Üblicherweise gibt es jährliche Treffen, bei denen man die Entwicklung vorantreibt:

Link: http://sendegate.de

H) Alle Podcast-Tipps habe ich auf meiner Seite zusammengestellt, ich stehe gerne auch für Fragen zur Verfügung: lothar@sprechkontakt.at , lothar@sprechkontakt.at

Link: https://www.sprechkontakt.at/category/podcasting/

I) Cleanfeed kann auch noch ausgezeichnete Audioverbindungen (Chrome Browser), kostet im monatlichen Abo etwas, ist easy für unerfahrene Gesprächspartner:innen, kann lokale Aufnahmen. Easy mit Smartphones. Man verschickt einfach ein Mail mit dm Link und der Gast wird zugeschalten. Hier muss nichts installiert werden.

Python lernen

Zeit, Programmieren zu lernen. Ein schönes Tutorial kommt von CS Dojo, der alles richtig macht. In seinem ersten Video stellt er sich vor und zeigt, wie man Python installiert, und wie man Variablen tauscht.

PHY 1: Variablen tauschen

Didaktisch kann man das aufbereiten:

Was ist Programmieren? Einen Ablauf gestalten. Eir können das — am Beispiel Geschirrspüler wird das sichtbar. Aufgabe: Wie verwenden wir einen Geschirrspüler im Alltag?

Wie tauscht man den Inhalt zweier Variablen.
Wie tauscht man den Inhalt zweier Fächer im Setzkasten.
Wie tauscht man den Inhalt zweier Variablen — Lösung mit temporärer Variablen.
Wie sortiert man eine Reihe im Setzkasten der Größe nach?Wie sortiert man Zahlen der Größe nach — Mensch, Algorithmus.
Volkstanz, Bubblesort als ein Beispiel.
Aufgabe: Beschreiben des Bubblesort Algorithmus in Worten.

Fragen zu Beethoven

Fragen zu Beethoven

Pssst. Draußen läuft ein Pferd vorbei. Der Sturm. Weitere Ideen und Spaziergang am Nachmittag. Weitere Musik geschrieben. Kaum hörbar. Freunde, Ärzte, Publikum.

Ludwig van Beethoven lebte ab 1792 in Wien. 35 Jahre hier in der Probusgasse 6. Heute ist dort das Beethoven Museum von Wien Museum. Eine Ausstellung zu Beethoven in Wien wurde von Lisa Noggler kuratiert und im November 2017 neu eröffnet. Ich habe die Ausstellungstexte redaktionell begleitet.

Meine Fragen zu Beethoven sind im Vorfeld dazu entstanden:

  • Was hat er gegessen?
  • Worüber hat er seine Musik geschrieben (was waren seine Geschichten)? Welche Geschichten hat er erzählt?
  • Wenn er 42 mal umzieht, was … … hat er immer mitgenommen? … immer da gelassen?
  • War er auf der Flucht?
  • Kann heute noch wer wie Beethoven Musik schreiben?
  • Was hat ein Pantomime mit Beethoven zu tun?
  • Ganz ehrlich, wo war B. ein Arschloch? Was hat ihn berührt?
  • Warum berührt Lisa sein Taubwerden?
  • Was war seine zentrale Lebensfrage (Musik war nur ein Weg dorthin a la “Die Welt ist ungerecht, durch meine Musik kann man das ändern bzw. die Welt ist gottlos, durch meine Musik…)
  • Komponieren Luxus oder Knochenarbeit? Getrieben oder treibend?
  • Wie hat er das gelernt? Warum durfte er das lernen, in welcher Welt lebt man, dass er das darf?
  • Wer war sein wirklicher Gegner? Wer hat gewonnen?
  • Warum kennt ihn in Wien niemand? Also so als “Wiener”. 
  • Wen würde Beethoven heute wählen? Waren seine Schüler gute und freundliche Menschen?
  • Wem würde auffallen, wenn Beethoven me (in Wien) gelebt haben würde?
  • Wer hätte heute finanzielle Verluste, wenn sein Ruf schlecht wäre? 
  • Wer redet Beethoven schön und warum? 
  • Typische Handbewegung (Geste) oder Gesichtausdruck (Mimik)
  • Hören Taube heute Beethoven?
  • Beethovens Einfluss auf Deutschpop.
  • Warum war Beethoven keine Frau.
  • Hätte er in Wien “keine Werbung” an die Tür geklebt (wovon hielt er sich in seiner Wiener Zeit fern)?
  • Wie würde er heute in Wien leben?
  • Was haben wir davon, wenn wir uns heute mit Beethoven in Wien beschäftigen? Wer kann und konnte mit B Geld verdienen. 
  • Wie ging er mit Konflikten um
  • Und hört man das in seiner Musik.
  • Bedingungsloses Grundeinkommen. Wie hätte sich das auf seine Zeit in Wien ausgewirkt. 
  • Was war seine Wiener Musik: Abgrenzung? Protest? Musik für die Massen? 
10 Jahreszeiten-Hecke

10 Jahreszeiten-Hecke

Die Artenzusammensetzung der Hecken umfasst die international als phänologische Indikatoren verwendeten Arten. (Quelle: nicht mehr auffindbar)

  • Hasel (Corylus avellana)
  • Schlehe (Prunus spinosa)
    Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Sal-Weide (Salix caprea)
    Hunds-Rose (Rosa canina)
  • Gewöhnlicher Liguster (Ligustrum vulgare)
    Gewöhnlicher Spindelstrauch (Euonymus europaeus)
  • Berberitze (Berberis vulgaris)
  • Breitblättriges Pfaffenhütchen (Euonymus latifolius)
    Faulbaum (Frangula alnus)
    Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Gewöhnliche Pimpernuss (Staphylea pinnata)

Podcast – 7 häufige Fehler

  1. Sprache ist zu groß – man eifert vielleicht jemandem oder etwas nach, möchte einen Schein erwecken, fehlender Zeitraum, der beansprucht wird; Atem mit Mundgeräuschen; Klicken
  2. Technik ist zu schlecht – Hall, Nichtpräsenz, Lautstärken, Rauschen
  3. Kein Feed, oder sonderbarer Feed, oder Feed in geschlossenen Systemen
  4. Konzept ist mau bei niedriger Folgenzahl
  5. Format ist nicht nachhaltig – zu viel Energie pro Folge
  6. Monolog statt Dialog oder Trialog etc: Isoliertheit im Denken, Isoliertheit in der Durchführung
  7. Keine Anbindung an Sendegate/Podlove – keine Kapitelmarken, Player, Transkript, Shownotes, keine gegenseitige kostenlose Hilfe
Wie geht das mit der VWA

Wie geht das mit der VWA

Die Vorwissenschaftliche Arbeit (VWA) ist Teil der Österreichischen Reifeprüfung. Damit das ein bisschen netter wird, habe ich auf meiner Physikseite drüben ein paar flotte Sachen zusammengetragen. Bitte hier entlang: https://www.phyx.at/vwa/

Wikipedia und Schule im Jahr 2020

Ich höre immer wieder mal von Schüler:innen, dass sie in der Schule von Wikipedia gewarnt werden. Besonders im Bereich der Vorwissenschaftlichen Arbeit (VWA) als Teil der österreichischen Reifeprüfung sollen Schüler:innen mit Quellen von Wissen kompetent umgehen. Wikipedia ist böse. Oder zumindest nicht offen und zugegeben verwendbar.

Es scheint so, dass Positionen von Lehrer:innen aus der ersten Zeit von Wikipedia stammen und aktualisiert werden können. Hilfreich ist dazu, selbst einen Wikipedia-Artikel zu schreiben, oder auch nur zu bearbeiten, um die aktuellen Mechanismen kennenzulernen, um zu sehen, dass nicht “irgendetwas” in die Enzyklopädie aufgenommen wird. Klar, es muss nicht alles stimmen, was in der Wikipedia steht. Aber: es kann eben nicht jeder alles schreiben. Hat ein Autor keinen Ruf erarbeitet, müssen seine Änderungen oder Artikel erst “gesichtet” werden. Jede Behauptung in einem Wikipedia-Artikel braucht einen Beleg – sonst wird es im Artikel gekennzeichnet. Gelöscht wird da durchaus schnell. Es gibt umfassende Diskussionen über die Relevanz von Artikeln – alles hinter den Kulissen und sichtbar für jene, die selbst mitschreiben.

Natürlich wird eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Thema nicht im Überblicksartikel bleiben und vielleicht zu den Quellen des Wikipedia-Artikels, der Belege, führen. Aber als Angabe der Basisliteratur zu wohl allen denkbaren Themen ist der Wikipedia-Artikel meines Erachtens sehr gut geeignet. Er gibt einen Überblick, wurde von mehreren Menschen verfasst, wird ständig aktualisiert, und die Mechanismen der Inhaltserstellungen sind transparent. Selbstverständlich sollte man den zugehörigen Wikipedia-Artikel zum Thema vor der Einreichung einer VWA gelesen haben, des Überblicks wegen – und somit ist es in Ordnung für mich, ihn auch als Basisliteratur anzugeben.

Das, was Wikipedia von Lehrer:innen vorgeworfen wird, offen zu sein, um es als Argument zu verwenden, Wikipedia nicht zu verwenden, könnte heute im Jahr 2020 eigentlich umgekehrt gehandhabt werden. Gerade weil sie offen ist, und die Vorgänge dahinter transparent sind, sollte sie verwendet werden. Das ist bei anderen enzyklopädischen Standardwerken nicht unbedingt der Fall. Fehler wird es auch dort geben, nur sind die Vorgänge dahinter nicht transparent. — Lothar Bodingbauer, VWA-Betreuung am Abendgymnasium Wien.

Übrigens: wenn es sich um Lehrbuchwissen handelt, brauchen Quellen nicht angegeben zu werden. Man muss also nicht immer und unbedingt dazusagen, dass man sein Wissen aus der Wikipedia hat. Empfehlenswert ist in jedem Fall, vor allem Lesen sich über ein Thema selbst Gedanken zu machen, was man weiß, was man erwartet, um dann genauer nachzulesen. Und selbstverständlich sollte man den Wikipedia-Artikel zu jedem Thema gelesen haben, mit dem man sich irgendwo im (halb-)öffentlichen Raum beschäftigt, bevor man loslegt.

Vorarlberg Museum: Römer in der Zukunft

Vorarlberg Museum: Römer in der Zukunft

Wenn die Texte einer historischen Ausstellung in der Zeitform “Zukunft” geschrieben wurden, bedeutet das: als Besucher:in bin ich beim Lesen unmittelbar zurückgeworfen in die Gegenwart von damals und von dort aus blicke nach vorne. Wie sich das alles entwickeln wird.

 

 

Für etwa 300 Jahre wird die Region um den Bodensee Teil des riesigen Römischen Reiches sein. Das Imperium Romanum. 15 Jahre vor dem Jahr 0 wird das römische Heer das Rheintal erobern. Es ist bereits spärlich von Menschen besiedelt, von Kelten. Verschiedene Lebensarten werden aufeinandertreffen, unterschiedliche Kulturen und Religionen. Verschiedene Sprachen! Was sich verändern wird? Manches werden wir nicht mehr herausfinden. Es wird nur wenige schriftliche Quellen geben, die von Römern verfasst wurden. Archäolog:innen werden die ausgegrabenen Dinge vergleichen – von hier, von dort, von anderswo. Sie stellen fest: So könnte es gewesen sein.

 

 

Vorarlberg Museum, Weltstatt oder so. Brigantium im 1. Jhd. n. Chr.
Kuratorin: Lisa Noggler, Textredaktion: Lothar Bodingbauer

Die Sinnhaftigkeit

Kurz vor der Vergabe der Semesterzeugnisse in den nächsten fünf Bundesländern reißt die Debatte über die Sinnhaftigkeit von Ziffernnoten in der Volksschule nicht ab.

Schneiden am Ende

Schneiden oder nicht? Man soll beim Radio-OT dann schneiden, wenn der Punkt gemacht wurde. Es gibt oft Nachsätze, die etwas ergänzen, was eigentlich schon gesagt wurde. Wir schneiden es weg.

Beispiel ohne Anhängsel, auf den Punkt geschnitten

Beispiel mit Anhängsel, hier kommt noch ein unnötiger Satz

111+ Stellschrauben für Podcasts

  1. Länge
  2. Tonqualität / Auphonic-Verwendung
  3. Frequenz der Veröffentlichung
  4. Aktuelle Folgenzahl
  5. Anzahl Downloads
  6. Regelmäßigkeit der Veröffentlichung
  7. Format
  8. Community-Angebot
  9. Live-Aufnahme mit Chat
  10. Live-Option vor Publikum
  11. Monetarisierungswille
  12. Förderungspotenzial für Geldgeber
  13. Anzahl an Stimmen, unterscheidbar/ähnlich
  14. Sprechweise und Sprechtechnik
  15. Genderwahrheit (Gäste, Inhalt, Art zu reden)
  16. Gewalt in der Sprache vs. Gesprächskultur
  17. Bedarf für diesen Podcast
  18. Massentauglichkeit
  19. Skalierbarkeitselemente
  20. Aktuelle thematische Relevanz
  21. Definierte existierende Zielgruppe
  22. Außerhalb-der-Zielgruppen-Chancefaktor
  23. Abhängigkeiten irgendwelcher Art
  24. Medienhaus im Nacken vs. Indie
  25. Interessensgruppe im Nacken vs. Indie
  26. Support von angrenzenden Abteilungen
  27. Persönlichkeitszuordnung & Rampensau-Faktor
  28. Kleinteiligkeit, Gestaltungsdichte
  29. Schnitt oder nicht
  30. Vorbereitungsdauer
  31. Definierter Workflow zur Episodenentstehung
  32. Kontributorendeklaration
  33. Bearbeitungsdauer nach der Produktion
  34. Unverwechselbarkeit, Vergleichbarkeitsfaktor
  35. Vorbilder irgendwo vorhanden?
  36. Grafik und Metatexte
  37. Signation, Sounddesign, Soundlogo
  38. Newsletter begleitend
  39. Facebook / Twitter / Instagram / TicToc
  40. Vorankündigung der Folgen
  41. Planungshorizont
  42. Podcast-Community-Anbindung D/Ö
  43. Nähe-Ferne-Potenzial ausgeschöpft
  44. Ausspielkanäle ausgeschöpft
  45. Lizenzfragen geklärt
  46. Jingle / Signation / akustische Trennungselemente
  47. Transkript und Transkript-Player-Einbettung
  48. Übersetzung in andere Sprachen & Länder
  49. Micro Payments und weitere Spendenmöglichkeiten
  50. Hörer-Adressierung
  51. Housekeeping : Content – Ratio
  52. Mikrofondisziplin
  53. Überraschungselemente
  54. Impact-Factor – wird erwähnt, Cross-Empfehlungen
  55. Shownotes gepflegt
  56. Episodenbilder und Episodenunterscheidbarkeit
  57. Ästhetisierungsfaktor im Gesamtbild
  58. Schnöselfaktor
  59. Kritikmöglichkeit
  60. Hörertreffen
  61. Podcast-Radio-Crossoverpotenzial
  62. Podcast-Print/Online Crossoverpotenzial
  63. Abo-Button auf Homepage
  64. Internetauftritt: Episodenliste versus „letzte Folge only“
  65. Aufkleber, Kugelschreiber, Luftballons, Shirts etc.
  66. Kindermit/zuhörtauglichkeit
  67. Intimitätsfaktor, Lagerfeuerfeeling, Radiogefühl, Drama und große Bühne?
  68. Geschwindigkeit / Pace
  69. Doppelgeschwindigkeitsabspielgeeignet
  70. Innovationspotenzial – ganz vorne in der Meute?
  71. Professionalitätsgesamteindruck
  72. Dauer-Archivierung (archive.org) vs „stirbt mit Macher:in“
  73. Kapitelmarken / Bilder zu Kapitelmarken
  74. Würde man eine Episode zufällig hören wollen – Faktor
  75. Hat bei einem Symposion darüber erzählt
  76. Hat einen Preis gewonnen, Preistauglichkeit
  77. Universitäts-Anbindung
  78. Zitierbarkeit angesprochen bzw. geklärt
  79. Volatilität – Folgen ändern sich ständig / bleiben gleich
  80. Ausgereiztheit. Fertig. bzw. Potenzial für wie viele Folgen
  81. Haben-die-Gestalter:innen was davon-Faktor
  82. Podcast-als-Haltung Kompatibilität
  83. Bei fyydd und panoticum geclaimed?
  84. Foto der Gestalter:innen irgendwo dabei
  85. Eigene Domain
  86. Hobbyproduktion, Nebenbei oder Hauptberuf
  87. Wie finden es andere – Stimmen bekannt?
  88. Im Sendegarten je gewesen?
  89. Gäste oder nicht
  90. Prominenzfaktor passiv (Gäste) und aktiv (Hörer:innen)
  91. Themenklarheit
  92. Würde es mein Vater hören – Faktor
  93. Druck auf die Veröffentlichung der nächsten Folge vorhanden
  94. Redigierte Manuskripte bzw. Zweitverwertung der Inhalte
  95. Hinweise auf andere Podcasts im Programm
  96. Gibt es eine oder mehrere Gold-Folgen, sind diese auf der Homepage dargestellt
  97. Sieht auf allen Playern und Devices gut aus
  98. Veränderungswille, -wunsch, oder -druck
  99. Existierendes Einkommen aus Podcast / Folgeaufträgen
  100. Könnte man es als Unternehmen aufblasen-Faktor
  101. Wurde bereits eine Folge zurückgezogen
  102. Könnte jemand eine produzierte Folge zurückziehen – (Droh)potenzial
  103. Troll-Freiheit
  104. Text-Redundanzen/Dubletten in der Folgendarstellung (Titel, Untertitel, Beschreibung)
  105. Wenn kommerziell: Produktionskosten bekannt, Verkaufskosten pro Folge bekannt
  106. Nachhaltigkeitspotenzial für Produzent:innen, „wesensgemäßes Podcasten” möglich?
  107. Glücksfaktor aktiv (Produktion) und passiv (Zuhören)
  108. Qualitätsmananagement
  109. Feedback vorhanden
  110. Feedbackmanagement vorhanden
  111. Einsam versus gemeinsam – Faktor
  112. Accessibility: Hörbehinderung, Seebehinderung, Leichte Sprache
  113. Fachzeitschriften Anbindung
  114. Sprachmix / Mehrsprachigkeit
  115. Freies Radio Anbindung/Verwandtschaft/Herkunft
  116. Fach-Experten machen Podcast vs. Laie
  117. Risikofaktor 1: was würde passieren, wenn was inhaltlich schiefgeht
  118. Risikofaktor 2: was würde passieren, wenn der Feed bricht und alle Abos weg sind
  119. Kopf und Kragen – Faktor: Ist jemand abhängig vom Podcast
  120. Geplante Obsoleszenz/Ablaufdatum vorhanden
  121. Langzeitarchivierung gesichert
  122. Ist/war zu Gast in anderen Podcasts
  123. Es gibt kleine Aufkleber
  124. Dauer und Stelle von Housekeeping
  125. Beim Reden klickt es

n! Sprüche für 24 Wochen

Der Friede meiner Freude ist die Hoffnung deiner Vielfalt.
Der Friede seiner Freude wird die Vielfalt ihrer Hoffnung.
Der Friede seiner Hoffnung war die Freude unserer Vielfalt.
Der Friede eurer Hoffnung ist die Vielfalt ihrer Freude.
Der Friede meiner Vielfalt wird die Freude deiner Hoffnung.
Der Friede ihrer Vielfalt war die Hoffnung seiner Freude.
 
Die Freude meines Friedens sei die Hoffnung deiner Vielfalt.
Die Freude seines Friedens werde die Vielfalt ihrer Hoffnung.
Die Freude seiner Hoffnung wäre der Frieden unserer Vielfalt.
Die Freude eurer Hoffnung sei die Vielfalt ihres Friedens.
Die Freude meiner Vielfalt werde der Frieden deiner Hoffnung.
Die Freude ihrer Vielfalt wäre die Hoffnung seines Friedens.
 
Die Hoffnung meines Friedens ist die Freude deiner Vielfalt.
Die Hoffnung seines Vielfalt wird die Struktur ihrer Freude.
Die Hoffnung seiner Freude war der Frieden unserer Vielfalt.
Die Hoffnung eurer Freude ist die Vielfalt ihres Friedens.
Die Hoffnung meiner Vielfalt wird der Frieden deiner Freude.
Die Hoffnung ihrer Vielfalt war die Freude seines Friedens.
 
Die Vielfalt meines Friedens sei die Freude deiner Hoffnung.
Die Vielfalt seines Friedens werde die Hoffnung ihrer Freude.
Die Vielfalt seiner Freude wäre der Frieden unserer Hoffnung.
Die Vielfalt eurer Freude sei die Hoffnung ihres Friedens.
Die Vielfalt meiner Hoffnung werde der Frieden deiner Freude.
Die Vielfalt ihrer Hoffnung wäre die Freude seines Friedens.

 

(Mit Zaun funktioniert es nicht.)

Podcast und Natur

Journalismus ist Handwerk und Podcast ist eine Haltung. Beim Podcast möchte man Inhalte vielleicht weniger veröffentlichen, im Sinne hoher Zuhörer:innenzahlen, sondern eher “zugänglich machen”. Wie beim Lagerfeuer, um das man sitzt, bei dem sich jemand über ein bestimmtes Thema unterhält und man dabei zuhören kann. Besonders die Natur eignet sich als Thema für Podcasts, weil es gerade hier viele Menschen gibt, die über einen Teil daraus sehr gut Bescheid wissen. Man spricht in beliebiger Länge miteinander, bis das Thema entweder fertig geredet, oder argumentativ, diskursiv umkreist wurde. So entstehen Geschichten, im Fall der Natur “Naturgeschichten”.

https://www.facebook.com/annadoppelpunktlog/

Bienenpodcasts von anderswo

Bienengespräche – Podcast
Feed-Adresse: https://www.sprechkontakt.at/show/bg/feed/mp3/

Es gibt auch weitere aktuelle Podcasts zum Thema Bienen. 
Stand: Oktober 2019

Kiwimana | New Zealand | iTunes | Feed

“Established in 2009. If you want to learn about beekeeping this is the show for you. It’s been described by many as fun and informative. Hosts Gary and Margaret from New Zealand share tips, interviews and news about beekeeping. We discuss ways to bee more successful with your bees, get a sweet honey crop and keep your bees healthy.”

Beekeeping Today: iTunes

“The podcast for the latest beekeeping news, information and entertainment for today’s beekeeper. Hosts Jeff Ott and Bee Culture’s Editor-in-Chief, Kim Flottum bring you interviews and commentary helping you become a more informed and knowledgeable beekeeper.”

The Beekeeper’s Corner | iTunes

Kevin Inglin is a hobby beekeeper from central New Jersey, USA.

The Hive Jive | iTunes

“What happens when you take a professional Fishing Guide, pair him with a Master Beekeeper, and throw in some Texas Red Headed Mutt Honeybees? Well, we are about to find out!”

The Contrary Beekeepers ShowiTunes

“Join us as we journey into beekeeping while we learn to be the change, one hive at a time.”

The Beehive JiveiTunes

“The Beehive Jive podcast is hosted by two beekeeping friends: Tracey and Paul. Keeping honey bees in South London they regularly chat about their adventures juggling bees. It seemed like a good idea to record them and a podcast was born.”

Urban Bee | San Francisco

“Terry Oxford is an urban rooftop beekeeper in downtown San Francisco, California. A graduate of UC Berkeley, Terry is a long time activist and environmentalist. Terry’s focus is natural, sustainable beekeeping and her goal is strong and healthy bees that require little human intervention and no chemical interference.  Her desire is to expose the use of, and assist in banning systemic poisons (neonicotinoids, fungicides and herbicides.) in ornamental trees and plants at nurseries.”

PolliNation Podcast | Oregon State University | iTunes

“For people making bold strides to improve the health of pollinators.”

Honey Bee My Teacher | iTunes

“Sustainable stewardship of our environment to preserve our life requires caring for our pollinators. We can successfully share small spaces together if we take care of each other.”

Beekeeping Short and Sweet | iTunes

“A Beekeeping Podcast for the Inquisitive Beekeeper with a Short Attention Span!”

Beekeeping at Five Apple Farm | iTunes

“Sustainable beekeeping, bees, planting trees and shrubs for pollinators at Five Apple Farm in the Appalachian mountains of NC.”

Beekeeper Confidential | iTunes

“A podcast about the curious lives of beekeepers and their bees.”