Mit dem Fahrrad ans Meer: Radtour Wien – Ostsee

Mit dem Fahrrad ans Meer: Radtour Wien – Ostsee


Von Wien nach Sassnitz an die Ostsee. Ein Sommerprogramm für zwei Wochen.

Es ist denkbar unkompliziert. Ein Rennrad, sehr wenig Gepäck. Nicht gegen den Wind. Nicht im Regen. Am Abend ein Hotel. Relativ kurze Etappen. Nach einer Woche einen Extratag Pause. Im Spätsommer. Man kann gar nicht verhindern, dass man gut gelaunt nach zwei Wochen am Meer ankommt, nach 1000 Kilometern, 1000€ für Hotels, und 300€ für Essen. Anlass: Ein Artikel im Drahtesel 2/21.

Das Gepäck: Ein Set am Körper: Radhose, T-Shirt (Sport-Stoff), Socken. Das wird jeden Abend im Hotel gewaschen und ist am nächsten Tag bereit. Ein Extra-Set in der Packtasche links – falls das Hauptset einmal nicht trocken wird (das war einmal der Fall). Ein zweites Extra-Set als Reserve in der Packtasche links (wurde nie benötigt). Ein langärmeliges Funktionsshirt. Eine Goretex-Weste für den Abend. Ein Ausgehset: Chinesische (leichte) lange Hose, T-Shirt. Zwei Unterhosen, die ebenso gewaschen werden. Ein Schlaf-Shirt. Ein Sackerl mit Toilettartikel, ein Sackerl mit bisschen Kabel und Zeugs. Radschuhe am Körper, ganz leichte Vivobarefoot Schuhe für den schicken Abend. Extra: Ein Motorrad-Erste-Hilfe-Set vom ÖAMTC. Eine Ersatzdecke, drei Ersatzschläuche. Nichts von den Extras wurde benötigt. Und: Eine Wasserflasche mit Magnesiumtabletten; Helm. In Summe: Leichtes Gepäck macht Spaß. Nahrung kauft man unterwegs beim Bäcker, im Supermarkt, im Restaurant. Frühstück im Hotel. Kein einziges Problem beim Rad – nicht einmal Luft nachgefüllt.

Die Strecke: Tageslängen zwischen 60 und 120 km sind sehr leicht machbar. Eine direkte Linie zum Ziel, abseits großer Straßen (wichtig) und abseits typischer Radwanderwege. So kommt man hübsch durchs Land und sieht Gegenden, die man sich nicht freiwillig ausgesucht hätte. Dort ist auch wirklich wenig los. Regenradar: zeigt Schauer, bei denen man sich unterstellt, und großflächige Regengebiete, wo man besser mit dem Zug ein Stück fährt (einmal gemacht). Navigation mit Naviki, Bikemap und Bergfex – diese drei unterscheiden sich durchaus ein wenig in Abdeckung und Vorschlägen, es schadet nicht, ein wenig zu probieren und auch mit Hirn einmal einen Fluss eher zu folgen, auch wenn es nicht vorgeschlagen wird. Geplant wurde die Strecke innerhalb 1,5 Stunden mit Booking (Schwerpunkt auf spät noch stornierbare Hotels; es war aber kein Storno notwendig, sodass man diesen Schwerpunkt auch weglassen könnte.)

Wien – Znaim – Trebic – Havlickuv Brod – Poděbrady – Zittau – Hoyerswerda – Lübben (Pausetag) – Berlin – Gransee – Demmin – Stralsund – Sassnitz – Binz

Die Routine: Aufstehen, packen (5 min), Podcasts für den Tag laden, Frühstück meist im Hotel, sonst beim Bäcker. Fahren, losfahren ohne Podcasts wegen der Vogelstimmen in der Früh. Pausen dort, wo es schön ist, auf Bankerl, oder wenn der Hunger kommt. Mittagessen wenn günstig. Ankunft am Nachmittag. Duschen. Ausgehkleidung. Ein Schläfchen vor dem Spaziergang in die Umgebung. Relativ früh schlafen, weil nichts los ist. Duolingo. Kontakt mit Familie & Freunden immer wieder, Strava. Nach einer Woche kommt man gut in eine Routine, die man ja zu Beginn nicht kennt. Strategie: Kein Fahren im Regen.

Der Gruß: “Servus” hilft bei allen Menschen. Wenn man keinen Kopfhörer trägt, geht der Kontakt leichter. Schlecht mit Airpods. Leichter mit Knochenschallkopfhörern, die die Leute nicht sehen. (5 Stunden Podcasthören täglich geht leicht.)

Das Ziel: Das Meer ist sehr schön als Ziel. Irgendwann kommen nämlich dann die Möwen, der Geruch, die Häuser, die Flüsse, da weiß man, dass man bald ankommt.

Die Überraschung: Überall war es anders, als ich mir vorgestellt habe. Berlin ist relativ leicht erreichbar von Wien aus. Fahrradfahren ist nicht langweilig, die Neuheit der Landschaft ändert sich angemessen und angenehm jeden Tag.

Fazit: Ich würde es genau so wieder machen. Keine Änderungen. Erstaunlich. Steigungen sind kein Thema, wenn man Zeit hat. Feldwege mit Schotter sind eine nette Variation, halt ein bisschen langsamer fahren. Das Rennrad kann das auch. Die Stimmung war wie der Weg: 75% wundervoll, 22% geht gut, 3% muss man durch.

Tipp zum Schluss: Wenn man das Rennrad zerlegt und mit Frischhaltefolie (0,99€) einwrappt, kann man es im Zug auch bei vollen Fahrradreservierungen als Handgepäck mitnehmen.

WWW007 Schauplatz Waldboden

Interviews mit Hermann Jansesberger, Ranger im Nationalpark Kalkalpen / OÖ Franz Hölzl, Biologe an der Universität Wien

Noch mehr Tipps für deinen Urlaub findest du auf austria.info/erholung

▬ Wald wirkt Wunder – über Moos, Muße und Müßiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.

▬ Über Urlaub in Österreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schließlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Österreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spüren, geht hier ganz einfach. #feelaustria

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Einen Podcast starten

Einen Podcast zu starten, das ist doch eine wirklich gute Idee. Es braucht auch nicht viel dazu.

1. Jede Person ein eigenes Mikrofon. Welches das ist, ist nicht die große Frage. Aber die anzustrebende „Präsenz“ kommt nur daher, dass das Mikro vor dem Mund ist. Das wollen wir haben. Wir zeichnen diese Mikros auf getrennten Spuren auf. Das ist das eigentliche Ziel der einzelnen Mikros: die getrennten Spuren. Jede Person braucht 1 Spur. Keine Kompromisse hier. Warum? Siehe den nächsten Punkt.

2. Die getrennten Spuren lädst du auf www.auphonic.com hoch und legst dort eine „Multitrack Produktion“ an. Auphonic wird daraus ein Audiofile (mp3) File machen. Und zwar so: wer nicht spricht, wird stummgeschalten – denn das Mikrofon der ruhigen Person würde ja auch die Sprache der daneben sitzenden sprechenden Person aufnehmen, aber das auf Entfernung. Das würde klingen, wie im Bad. Und das genau wollen wir nicht. Es soll nach Studio klingen. Das könnte man auch per Hand machen, aber Auphonic macht das mühelos automatisiert für 1 Euro die resultierende Stunde. Guter Klang und geschenkte Zeit – deswegen mögen wir Auphonic. Jetzt müssen wir das eine – gerechnete – Audiofile nur noch bereitstellen. Dafür sorgt der nächste Punkt.

3. Theoretisch wäre WordPress + Podlove Plugin die schönste Lösung, einerseits die Audioepisode zur Verfügung zu stellen, samt einem Feed für den Podcast, unter dem Leute ihn in Verzeichnissen finden können. Das braucht ein bisschen Erfahrung und den Willen zum Schrauben. Wenn du dir das sparen möchtest, nimm irgend ein Modell von www.podigee.com – die kümmern sich um alles und die höheren Abomodelle beinhalten sogar Auphonic.

Das war’s. Der Rest ist Detail und Feinputz. Schau, dass du möglichst bald und regelmäßig veröffentlichend auf Episode 10 kommst, dann hast du genug Erfahrung, dich um den Feinputz zu kümmern. Den Goldstandard des Audioequipments habe ich hier zusammengestellt, aber nimm ruhig einmal irgend etwas anderes, Hauptsache du berücksichtigst Punkt 1. Feedback und Verbesserungen bau immer in die nächste Folge ein, nicht in jene, die du veröffentlichen möchtest, sonst kommst du vor lauter Bessermachenwollen zu nichts anderem.

Und wenn du Fragen hast, stell dich bei sendegate.de vor und erzähl von deinem Projekt. Die gibt es PodcastpatInnen, die bedingungslos helfen. Ich bin auch einer.

Alle meine Podcast-Posts findest du hier, da ist sicher auch etwas dabei.

Happy Podcasting!

Alltagsdialog, Wien, 10 Uhr

“Entschuldigen Sie bitte”, ruft ein alter Mann aus dem offenen Fenster die Gasse hinunter zur vorbeigehenden Frau, “was ist heute für ein Tag?” – “Samstag”, antwortet die Frau. “Ich danke Ihnen!”, ruft der Mann und zieht sich ins Wohnungsinnere zurück.

Entgegnungen

In Gesprächen überhören wir sie meist. Und doch sind sie wichtig. Wer sie beherrscht, gehört dazu. Ein Integrationskriterium?

* Stell dir vor!
* Geh!
* Na geh.
* Geh weiter…
* Bist du deppert!
* Wirklich?
* Echt?
* War ist’s.
* Geh, wirklich.
* Nein, sowas!
* Ja, eh.
* Na servus!
* Oida! Oida? Oida. Oida!? Oida?!
* Aber nicht wirklich.
* Was du nicht sagst.
* Ach so!
* Interessant

358. Thripse

Ö1 / Vom Leben der Natur ab 6. Juli 2021

Mit winzigen Flügeln durch die Luft

Elisabeth Koschier, Professorin für Pflanzenschutz, spricht diese Woche über die Thripse.

Thripse sind sehr kleine Insekten. Sie werden auch Fransenflügler genannt, Blasenfüße oder Gewitterfliegen. Weltweit sind 6000 Arten beschrieben. Viele ernähren sich von Pilzen oder Pflanzen, andere sind Räuber und ernähren sich von anderen Insekten.

Sie sind etwa 1 bis 3 mm groß, haben Flügeln mit Fransen, 6 Beinchen, einen ovalen Kopf mit Antennen. Ihre Mundwerkzeuge sind Stechborsten, die sie vorstoßen können, um Zellen auszusaugen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, es gibt zwei Larvenstadien, danach zwei Ruhestadien, dazwischen häuten sie sich, und zu guter Letzt entsteht ein erwachsener Thrips. Das ganze dauert zwischen ein und vier Wochen. Sie leben zwischen 20 und 70 Tagen.

Thripse verstecken sich in Spalten und Nischen von Pflanzen, um sich vor Feinden zu schützen. Sie sind daher als Insektenart sehr unbekannt. Gut bekannt – und wenig geliebt – sind sie hingegen in der Landwirtschaft und der Zierpflanzenzucht. In Glashäusern und Monokulturen können sie großen Schaden anrichten.

Interviewpartnerin:

Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn.
Elisabeth Helene Koschier
Institut für Pflanzenschutz
Universität für Bodenkultur, Wien


Teil 1: Mit winzigen Flügeln durch die Luft


Teil 2: Vorbereitungen zum Fliegen


Teil 3: Herausforderungen im Gartenbau


Teil 4: Lebensraum Zimmerpflanze


Teil 5: Zuchtprogramm im Marmeladenglas


357. Rasen, Wiesen, Gstettn

357. Rasen, Wiesen, Gstettn

ORF Radio Österreich 1 | 18.07.2021 | Moment am Sonntag

Sattes Grün in vielen Schattierungen

Bekanntlich ist das Gras in Nachbars Garten immer grüner. Deshalb wird der Rasen gepflegt wie sonst kaum ein Stück Natur. Als Ideal gilt seit dem 18. Jahrhundert der sattgrüne, akkurat gestutzte “englische Rasen”. Wer ohne Mähen und Bewässern zum Rasenteppich kommen möchte, holt sich einen Plastik-Rasen in den Vorgarten. Wenn das Grün allerdings als Blumenwiese daherkommt, ist das oft Anlass für Unstimmigkeiten in der Nachbarschaft. Viele dieser “Gstettn” sind allerdings gewollt: die Stadt Wien etwa lässt bewusst manche Verkehrsinseln ungemäht, um die Pflanzen- und Insektenvielfalt zu fördern. Über private Grünflächen aller Art.

Gestaltung: Bea Sommersguter und Lothar Bodingbauer

WWW006 Märchenwald oder Waldmärchen

Interviews mit Folke Tegetthoff, professioneller Märchenerzähler und Autor Claudi Widerin, Deutsch- und Philosophielehrerin 

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▬ Wald wirkt Wunder – über Moos, Muße und Müßiggang wird von Ulli Cecerle-Uitz, Kathrin Löffel und Lothar Bodingbauer produziert.

▬ Über Urlaub in Österreich Den getriebenen Geist zum Ruhepol in der Natur schicken: Wald, Wiesen, Seen und alpine Landschaften wirken schließlich magisch auf unser Seelenleben. Wie schön, dass Österreich reichlich davon zu bieten hat. Das Leben spüren, geht hier ganz einfach. #feelaustria

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356. Hausarrest

Manuskript

SIGNATION “Wort der Woche”

Der Hausarrest verbindet etwas Angenehmes – das Haus – mit etwas Unangenehmen – dem Arrest. Arrest, entstanden das Wort aus dem lateinischen restare – zurückbleiben, stillstehen; wir kennen auch arretieren, und das bedeutet: blockieren. Man wird zuhause blockiert. Das kennen einige von uns vielleicht aus den 1950er- und 60-er Jahren, wo das oft angewendet wurde, wenn Kinder etwas angestellt hatten. Keine Freunde treffen. Kein Badenfahren. “Ist das erlaubt”, fragen offenbar viele Kinder Google. Und die Antwort ist, ja, leider. Aber: einsperren dürfen die Eltern die Kinder dabei nicht, das wäre Freiheitsberaubung. Man kann die Kinder auch nicht der Schulpflicht entziehen. Langer Hausarrest gilt aber als eine sehr schwere Form der Strafe. Häufig wird auch Computer- oder Fernsehbenützung verboten. Wer übertreibt, gefährdet das Kindeswohl, und das ist sehr wohl verboten.

Galileo Galilei wurde 1633 bis 1642 von der Inquisition unter Hausarrest gestellt, weil er die Sonne in den Mittelpunkt rückte. Das waren Vergehen. 9 Jahre dauerte dieser Hausarrest, der, so muss man sagen, nur durch Galileos Tod beendet wurden.

International gibt es viele Beispiele von Menschen, die zuhause festgesetzt werden oder wurden.

In Österreich aber ist Hausarrest im öffentlichen Recht durchaus ein geordneter Teil des Strafvollzugs. Seit 2010. Denn wer zuhause ist, hat Struktur. Er muss eine Arbeit haben.

OT “Anstatt dass man in Haft ist, ist man im eigenen Zuhause und hat dann nur ganz bestimmte Zeiten, wo man die Unterkunft verlassen darf.”

Miriam Zillner ist leitende Sozialarbeiterin im Verein Neustart, einer Organisation für Bewährungshilfe und Soziale Arbeit. Haftstrafen bis zu 12 Monaten dürfen in Österreich in Hausarrest umgewandelt werden. Im Durchschnitt sind es 3 Monate.

OT “Es gibt Sonderzeiten wo man die Unterkunft verlassen darf. Man braucht eine Beschäftigung, eine Tagesstruktur, da darf man die Unterkunft verlassen. Und für Einkauf, Arztbesuche. Und Behördentermine.”

Das Gefängnis zuhause ist ein Gefängnis im Kopf, sagt Miriam Zillner und berichtet von einem der ersten Häftlinge, der 2010 in den Hausarrest durfte.

OT “Man ist eingesperrt, und er hat gesagt, nach ein paar Wochen hat er diese Fußfesseln nicht mehr gesehen, sondern er hatte das Gefängnis im Kopf sozusagen, weil er eben nicht raus darf aus der eigenen Wohnung.”

Miriam Zillner berichtet von durchwegs positiven Erfahrungen. Die Betreuung ist das Um- und Auf. Man ist beim behördlich angeordneten Hausarrest mit elektronischer Überwachung nicht einfach nur zu Hause.

OT “Es bringt aus unserer Sicht, aus unserer Erfahrung, dass die Personen, die die Haft auf diese Art verbüssen, dass Resozialisierung nicht notwendig ist, weil sie nie die Unterkunft und die Arbeit verlieren und so nie aus dem Umfeld herausgerissen werden und dadurch auch der Einstieg nicht wieder notwendig ist. Der zweite Grund ist, dass es eine extreme Voraussetzung an Struktur braucht. Die Personen müssen den ganzen Tagesablauf selbst strukturieren, haben da so etwas wie einen Wochenplan und müssen den einhalten. Und immer früh aufstehen, um in die Arbeit zu gehen zum Beispiel. Viele Personen haben das davor nie geschafft. Und das war dann oft das erste Mal, dass sie das über einen längeren Zeitraum geschafft haben.

Strafen haben in unserer Gesellschaft eine Wandlung erlebt. Prügelstrafen wurden abgeschafft. In den 1970er Jahren prägte der ehemalige Justizminister Christian Broda den Begriff der „Gefängnislosen Gesellschaft“. Das Gefängnis aber gibt es nach wie vor. Es gibt hier den Begriff “Haftübel” das verspürt werden soll. Haftübel als Konsequenz eines strafrechtlich relevanten Verhaltens in der Vergangenheit. – Hausarrest unter kontrollierten Bedingungen, sagt Miriam Zillner vom Verein Neustart, das ist moderner Strafvollzug.

OT “Dadurch dass die Personen eben nicht aus dem Umfeld herausgerissen werden, den Job nicht verlieren und die Wohnung nicht verlieren nämlich auch aus Sicht der Rückfallgefahr, ohne Arbeit und ohne Einkommen ohne Wohnen hat man eine höhere Rückfallgefahr, das sagen auch zahlreiche Studien und dadurch dass dieser Verlust nicht passiert, dass eben die Arbeit bleibt und auch bleiben muss, weil sonst verlieren sie den elektronisch überwachten Hausarrest, ist das ein großer Vorteil aus unserer Sicht, dass der elektronisch überwachte Hausarrest angewendet werden kann.”

35 Gedanken Community Building & Podcast

Podcasts werden gehört, Podcast finden Community. Das kann kaum verhindert, unter Umständen aber gefördert werden.

  1. Hörer:innentreffen
  2. Nicht in Zielgruppen denken, eher vielleicht in “Stilgruppen” (Quelle)
  3. Werbung hat noch nie etwas besser gemacht
  4. Kontinuierliches und regelmäßiges Publizieren
  5. Content – Inhalt – Relevanz
  6. Werbung ab 5000 regelmäßige Downloads über zB https://missing-link.media 
  7. Live-Sendungen mit Bühne
  8. Live-Sendungen mit Chat
  9. Newsletter, Instagram, Facebook, Twitter 
  10. Titel sind überbewertet / Ausnahme: „Der Podcast des Jahres“ von den Gebrüder Moped
  11. Vorbilder anschauen: Erklär mir die Welt, Falterradio, Freakshow, Erzähl mir von Wien, Lage der Nation, Methodisch inkorrekt, Omega-Tau, Sozialpod, Raumzeit, Jung und Naiv, Geschichten aus der Geschichte, wrint, Sendegarten
  12. Die Themenlandschaft des Podcasts konsequent abarbeiten (alle relevanten Stellen/Leute kommen irgendwann mal vor)
  13. Host erarbeitet sich einen „Ruf“, wird als Person wiedererkannt
  14. Eingeladen werden / cross-podcast
  15. Jemanden einladen, die:der Community hat
  16. Thema des Podcasts ist klar abgegrenzt (Astronomie, Kakteen)
  17. Art des Podcasts ist wiedererkennbar
  18. Flyer auf (Fach-) Veranstaltungen
  19. Berichte in Fachzeitschriften
  20. Preise (Auszeichnungen) sind nicht zu vernachlässigen 
  21. Moderationen übernehmen
  22. Kalte Akquise (Universitätsinstitute)
  23. „Routinekompetenz“ durch Regelmäßigkeit in Nebenpodcasts erarbeiten
  24. Podcaster:innen-Treffen: #Podstock, #Subscribe, Podcasterei Österreich #meetup
  25. Gastgeber:in sein (Rubriken)
  26. Erst ab Folge 10 den Community-Apparat auffahren – spart Nerven
  27. Authentische Sprache (nichts ablesen)
  28. Golden Five: Audioqualität, Formatklarheit, Feedbackkultur, Workflow sitzt, Sprache passt
  29. WhatsApp /Signal Audiomailbox einrichten, Hörer:innenbeteiligung
  30. Nischenhoheit anstreben
  31. Bei sendegate.de anmelden, mitschreiben und mitlesen
  32. Warum nicht auch Apple Podcasts Subscriptions probieren
  33. Kommerzielle Plattformen nicht ignorieren, „keine kommerzielle Nutzung“ schränkt Reichweite ein
  34. Clubhaus Room nach einer Sendung zum Diskutieren mit Hörer:innen
  35. Kolumne in irgendeinem Magazin gedruckt auf totem Holz

Herzlich willkommen

Media | Science | Education

Lothar Bodingbauer, Wien. Media, Science, Education. Texte für Museen und Ausstellungen, Radiobeiträge, Workshops zu Bildung, Journalismus und Wissenschaft. Podcasts und Podcastberatung. -> Referenzen. Fotos sind auch auf Instagram: lobodingbauer

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