Wer auf eine Reise geht, weiß oft, was ihn erwartet. Ein klarer Weg, ein schönes Ziel. Manchmal aber lässt man sich treiben, besonders in der Stadt. Überraschungen sind dabei unvermeidlich. Und es gibt noch etwas: wenn die Stadtbewohner über Generationen schon jene oft „informellen Wege“ ganz selbstverständlich benützen, die touristische Besucher nur durch Zufall entdecken. Ingrid Rachbauer und Lothar Bodingbauer nehmen uns mit in Wien so einen Geheimgang, eine Abkürzung durch die Wiener Hofburg.
(more…)Wien
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360. Flusspferd
Gewichtige Pflanzenfresser
Flusspferde wurden von ihren europäischen Entdeckern als “Nilpferde” bezeichnet, weil sie am Nil zuerst gesehen wurden. Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Länge von 6 Metern und ein Gewicht um die 3 Tonnen. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen vor allem in der Nacht an Land, um mit ihren Lippen Gras abzureißen – bis 50 kg pro Tag.
Eigentlich können Flusspferde nicht schwimmen und stoßen sich eher am Gewässergrund ab. Sie “laufen” unter Wasser. Nasen und Ohren sind zum Tauchen verschließbar, sie liegen mit den Augen auf einer Linie. So sind die Tiere kaum sichtbar, wenn sie im Wasser auftauchen. Die Eckzähne können einen halben Meter lang werden und im Kampf mit Konkurrenten die Gegner stark verletzen. Das Maul weit aufzureißen ist dabei nicht für die Nahrungsaufnahme wichtig, sondern eine Geste der Dominanz.
Flusspferde sind näher mit Walen verwandt als mit anderen Säugetieren. Es gibt zwei Arten: Großflusspferde, sie leben im südlichen Teil von Afrika in ausgeschwemmten Flussbecken, und Zwergflusspferde, die nur 350 kg auf die Waage bringen und eher in den Urwaldgebieten von Afrika zuhause sind. Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Flusspferde: Mutter und Sohn.
GESPRÄCHSPARTNERIN:
Sonja Sladky, Tiergarten Schönbrunn
Teil 1: Die irreführende Bezeichnung “Nilpferde” (Filename: radio360_nat_flusspferd_1 mp3)
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Teil 2: Schwieriger Transport (Filename: radio360_nat_flusspferd_2 mp3)
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Teil 3: Leben zwischen Land und Wasser (Filename: radio360_nat_flusspferd_3 mp3)
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Teil 4: Lebensraum am falschen Kontinent (Filename: radio360_nat_flusspferd_4 mp3)
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Teil 5: Alltag im Zoo (Filename: radio360_nat_flusspferd_5 mp3)
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Nach dem Gewitter
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in Fotos

Im #CafeGoldegg haben sie‘s nach dem Gewitter grad ziemlich lustig #WienLiebe #1040 #Sommer2021
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348. Freiwilligenarbeit auf der City Farm
Wirken im Grünen: Andrea Rieß spricht über ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Naturbereich. Gärtnern im Wiener Augarten.
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347. Freiwilligenarbeit im Tiergarten
Günther Hundseder spricht über seine ehrenamtliche Tätigkeit im Naturbereich: Mithilfe im Tiergarten Schönbrunn.
Der Eintritt in die Pension bringt vielfältige Bereicherungen – auch im Naturbereich. Man hat endlich Zeit, den Wandel der Jahreszeiten bewusst zu erleben und zu gestalten, oder man kann die Flora und Fauna vor der Haustüre oder bei Ausflügen neu entdecken.
Es gibt auch etliche Möglichkeiten, sein Wissen und seine Begeisterung für die Natur ehrenamtlich einzubringen. Man kann bei Schutzprojekten mitwirken: Vögel werden bei einem Monitoring erfasst oder Frösche und Kröten im Frühjahr sicher zu ihren Laichgebieten geleitet. Das wertvolle Wissen um die Pflanzenwelt kann an Kinder und Erwachsene weitergegeben werden.
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Abgefahren
Der Verkäufer verlässt den Würstelstand an der Straßenbahnstation durch die Hintertüre, die er versperrt. Er geht eilig um den Stand herum und schiebt vorne von außen das große Glasfenster zu. Dann läuft er zur Straßenbahn, die in diesem Moment einfährt. Er springt hinein und fährt davon. Im Würstelstand geht das Leben weiter, als wäre er noch da. Es brennt das Licht. Fünf Bratwürste liegen nach wie vor am Grill. Eine spanischsprechende Touristin klopft an die Scheibe.
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331. Heuschrecken in Wien
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Episodenbild: Blauflügelige Ödlanschrecke, Foto: Günther Wöss
ORF Radio Österreich1 | 3. August bis 7. August 2020
Die Hinterbeine der Heuschrecken sind als Sprungbeine ausgebildet, zusätzliche Sprungkraft können einige Arten aus der Spannung des gesamten Körpers gewinnen.
Heuschreckenforscher/innen interessieren sich besonders für Verbreitungskarten. Sie zu erstellen erfordert genaue Kenntnisse der Arten. Wenn diese Arten optisch oft schwer zu unterscheiden sind, hilft meist die Analyse der “Gesänge” weiter, die für viele Arten charakteristisch sind. Ob zur Partnersuche oder Revierabgrenzung: Heuschrecken “stridulieren” – sie zirpen. Langfühlerschrecken (zu denen auch die Grillen gehören) verwenden dazu ausschließlich ihre Vorderflügel und Kurzfühlerschrecken reiben die Oberschenkel an den Flügeln.
GESPRÄCHSPARTNER:
Mag. Günther Wöss
Freiberuflicher Zoologe
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Naturhistorischen Museum WienBUCHTIPP:
Günther Wöss, Manuel Denner, Liesbeth Forsthuber, Matthias Kropf, Alexander Panrok, Werner Reitmeier & Thomas Zuna-Kratky:
Insekten in Wien – Heuschrecken
Österreichische Gesellschaft für Entomofaunistik Eigenverlag 2020
Teil 1: Filename: radio331_heuschrecken_1 Eine facettenreiche Landschaft
Teil 2: Filename: radio331_heuschrecken_2 Vielfalt am Schnittpunkt großer Lebensräume
Teil 3: Filename: radio331_heuschrecken_3 Vielfalt am Schnittpunkt großer Lebensräume
Teil 4: Filename: radio331_heuschrecken_4 Hörbare Unterschiede
Teil 5: Filename: radio331_heuschrecken_5 Forschung in Bewegung



