Workshop anlässlich der “Medientage Strobl 2019”, die Fachtagung für “Freie Medien und Bildungsarbeit”, Link zur Website.
Gerade in der Bim gehört: "Ey kennst du diesen Reporter @ArminWolf, er ist übelste Legende, Alter! Echt voll krass."
— Lukas Sinabell (@Curlenius) May 20, 2019
Als “4. Macht im Staat” bezeichnet wird Journalimus bezeichnet, und wenn es jemandem nicht daran gelegen ist, dass diese Macht existiert, wird er angegriffen. Oder seine besten Vertreter:innen. Als Anchorman der ZIB2 steht Armin Wolf und insgesamt der gesamte öffentlich-rechtliche Journalismus immer wieder ganz vorne. Lassen wir nicht ihm und dem öffentliche-rechtlichen Rundfunk die heißen Kartoffeln aus dem Rohr holen, “wir alle sind Armin Wolf”. Als Akteure – als Journalist:innen – aber auch als Medienkonsument:innen.
Wir-alle-sind-Armin-Wolf: Trilogie / Diskussion / Manifest
(Lothar Bodingbauer)
Kritischer Journalismus macht Populisten keine Freude. Eigentlich ist das doppelt gemoppelt. Man könnte auch nur “Journalismus” dazu sagen. Journalismus ist kritisch. Wenn Armin Wolf als ZIB2-Anchorman ganz vorne an den glühenden Kohlen arbeitet und dabei angegriffen wird, dann passiert das stellvertretend ihm, wir schauen zu. Aber Armin Wolf, das sind wir alle.
- Bestandsaufnahme. Was ist Journalismus. Ganz genau? Wie funktioniert Meinungsbildung beim Publikum. Geht es um Glauben? Um Wahrheit? Welche Interessensgruppen gibt es, und warum sind wir wirklich alle Armin Wolf?
- Komplexität statt einfache Antworten. Was bedeutet kritisch denken ganz genau? Wer hat Vorteile? Wer hat die Nachteile?
- Glauben versus Wissen. Die “Marke Wissenschaft” löst aus dem Gesamtkomplex “Universum” jene Elemente, die messbar, wiederholbar, vorhersagbar und widerspruchsfrei sind. Was ist der Rest, und wie sollen wir damit umgehen? Es ist nicht die Suche nach der Wahrheit, sondern die Suche nach der besten Geschichte, die Wissenschaft stark macht. Ihre Stärke ist, vom “warum” zum “wie” zu kommen. Warum und wie? Das schauen wir uns an.
Als Endprodukt der Trilogie entsteht pro Teilnehmer:in ein Manifest (LINK), wie sie mit Journalismus, Komplexität, Glauben und Wissen umgehen möchten. Das nageln sie dann an eine Tür.
- Mit wem reden? Ausgrenzen? Oder nicht? – Jan Böhmermann.
- Umgang mit Komplexität.
- Der andere Standpunkt.Meinung abgeben – Meinung machen.


