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Wien

Psychologie

  • LUT030 Eyes wide shopped

    Große Augen beim Einkauf.

    Menschen, die impulshaft einkaufen, bekommen geweitete Pupillen dabei.

    Das hat Benjam Serfas untersucht, in einer Arbeit am Institut für Sozialpsychologie und Konsumentenverhaltensforschung. Im Gespräch erfahren wir viel, wie die Forschung eines jungen Wissenschaftlers funktioniert.

    Weg durch Studium und Mitarbeit | Projektmitarbeit | Literaturstudium | Themen finden | Zeitbudget | Überleben an der Uni | Wissenschaftliche Fragen

    Link zur Pressemitteilung, die Anlass für dieses Gespräch war.

    Hörtipp: Episode 45 der Podcastreihe “Modellansatz” beschäftigt sich ebenso mit dem Thema “Kaufverhalten”. Gudrun Thäter spricht mit Kristina Cindric, die von mathematischer Seite her Analysen erstellt, und Modelle entwirft. Es geht dabei um Aspekte des Kaufzeitpunkts, der Produktwahl und der Kaufmenge, um im Wettbewerb einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu erhalten.

  • LUT013 Flow in der Musik

    LUT013 Flow in der Musik

    Man muss auch positive Dinge bemerken, und nicht nur negative.

    Spielen, bis die Lippen blutig sind. Aber dabei im Glücksrausch sein.

    Manuela Marin ist Musikwissenschaftlerin und Grundlagenpsychologin.

    Sie untersucht das Glück beim Musizieren. Warum tut man etwas stundenlang.

    Das F-Wort: Flow. Entsteht in der Balance zwischen Fähigkeiten und Herausforderungen. Die Zeit steht still.

    Flow ist in der Musik mit emotionaler Intelligenz verbunden, hat Manuela Marin herausgefunden.

    Musik kommunziert ja nun besonders Emotionen. Daher ist der Flow in der Musik besonders gut bekannt. Häufiger bei Musikerinnen mit weniger Aufführungsangst, bei jenen, die weniger ichbezogen sind, neugieriger sind, am Leben interessiert, ausdauernder als andere, und vor allem bei intrinsisch motivierten Menschen.

    So gibt es auch einen Bezug zum Lernen und zur Schule.

    Manuela Marin spricht auch über den Vergleich von Wahrnehmung im visuellen und im auditiven Bereich. Was bedeutet subjektives Erleben?

    Gesprächspartnerin:
    Manuela Marin, Universität Wien

    Anlass für diese Sendung: Pressemitteilung “Musizieren wie im Rausch” der Uni Wien.
    Aufnahmedatum: 20. Dezember 2013
    Tee zur Sendung: Quelle des Glücks – Tee Jäger, Wien

    Wikipedia Stichworte: Flow | Emotionale Intelligenz | Motivation | Leistung | Mihály Csíkszentmihályi | autotelische Persönlichkeiten

  • Angst und Krieg

    Früher hatten die Soldaten angeblich mehr Angst vor ihrem Feldwebel als vor dem Gegner, deswegen funktionierte der Krieg so gut. Wie wäre das wohl heute, zum Beispiel bei unserem Bundesheer? Link zu einem hervorragenden Podcast von SWR2 Aula über Angst von Wolfgang Schmidbauer.

  • Nationalsozialistische Erziehungsprobleme

    Aus einem bemerkenswerten Buch eine bemerkenswerte Liste über Kinder, die nach dem nationalsozialistischen Erziehungsideal erzogen wurden, das unter anderem Kameradschaft statt Freundschaft zum Ziel hatte.

    • Sie berichten von “völlig zerstörten, so verwüsteten” Geschwistern
    • Fast alle haben das Gefühl, selbst nicht bindungsfähig zu sein, auch nicht an die eigenen Kinder
    • Beginnen oft einen völligen Neuanfang an ganz anderen Orten
    • Können es sich oft nicht einrichten – ihre Umgebung wohnlich, behaglich, schön machen
    • Verspüren einen Sog zu früheren Kindheitsorten
    • Können oft ihren eigenen Erinnerungen nicht trauen und versuchen Zeugen zu finden – es droht sonst das Verrücktwerden
    • Fast alle können ihre Mutter nicht anfassen, haben einen unüberwindlichen Ekel oder panische Angst davor, es ist diesen Kindern schwer oder gar nicht möglich die Mutter zu pflegen
    • Manche spüren ihren Körper kaum, zum Beispiel dann, wenn sie eigentlich Schmerzen haben müssten
    • Auch bei den eigenen Kindern fällt der Umgang mit Gefühlen schwer. Es kann kaum ausgehalten werden, wenn diese aggressiv sind, selbst wenn es sich um mehr oder weniger normale Auseinandersetzungen zwischen etwa Gleichaltrigen handelt
    • Es gelingt ihnen trotz besten Wollens oder theoretischen Wissens oft nicht etwa ein weinendes Kind zu trösten
    • Wenn es um Situationen geht, in denen die betroffenen Menschen eigentlich selbst heftige Gefühle haben müssten, spüren sie oft nichts anderes als eine leere Starre. In tatsächlich gefährlichen oder katastrophischen Situationen können sie ausgesprochen “cool” und überlegen reagieren
    • Manche benötigen in scheinbar ganz normalen Situationen zwanghafte Rituale, die magischen Praktiken eines Kindes zur Eindämmung des Chaos ähneln
    • Sie können schwer Nein sagen
    • Eigene Wünsche zu äußern fällt ihnen schwer
    • Das Schlagen von Kindern lehnen sie bewusst ab, gelegentlich, im Affekt, schlagen sie doch. Dabei fühlen sie sich selbst wie gespalten, neben der schlagenden Person steht eine zweite, der unbegreiflich ist, wie die andere schlagen kann
    • Relativ viele sind arbeits- und berufsunfähig oder “bewusst” aus Ausbildung und Beruf ausgeschieden

    Quelle: Sigrid Chamberlain: Adolf Hitler, die deutsche Mutter und ihr erstes Kind. Über zwei NS-Erziehungsbücher. Psychosozial-Verlag Gießen, 5., Aufl. Edition (1. Januar 2010).