Ö1 / Vom Leben der Natur / 21.–24.12.2020

Warum ich zu den Sternen blicke

Blicke zu den Sternen gehören neben der Wahrnehmung von Sonne und Mond zu den wohl eindrücklichsten Erlebnissen der Kindheit. In der dunklen Nacht den Kopf zu heben, um bei klarem Wetter „die Unendlichkeit“ zu sehen, das haben wir wohl alle irgendwann erlebt. Es kamen viele Fragen, und im Idealfall viele Antworten. Oft Jahre später.

Für Wissenschaftler:innen, die sich mit dem Universum beschäftigen, entstehen neben den Antworten dann auch immer neue Fragen. Der eine beschäftigt sich mit Galaxien, wie sie entstehen, und wie sie zusammenhalten, der andere mit den technischen Fähigkeiten, sie zu fotografieren. Wenn es jemanden gibt, der darüber nachdenkt, ob es „Leben da draußen“ gibt, wird es ein anderer auch suchen – und muss sich dazu überlegen, wie man es denn finden kann. Und es gibt jene, die sich überlegen, wie man das Wissen über das Universum weitererzählen kann, sodass es alle verstehen – sie halten Kurse und betreiben Planetarien.

Der Blick zum Himmel ist etwas, was begeistert. Die Faszination darüber teilen sie alle. Sich selbst als Mensch vom Universum zu lösen, würde ihnen dabei schwer fallen, besonders dann, wenn sich die Sterne, bei voller Dunkelheit im Gebirge oder beim Beobachten am Meer, von Horizont zu Horizont ziehen.

 

Foto: Wolfgang Birkfellner

 

Interviewpartner:innen

 

Dr. Ruth Grützbauch, Astronomin und Erfinderin des Pop-Up-Planetariums in Wien

https://mobilesplanetarium.wixsite.com/space/kontakt

 

Univ.-Prof. i.R. Dipl.-Phys. Dr. Gerhard Hensler, Professor für Theoretische Astronomie

http://www.univie.ac.at/chemodynamics/hensler/

 

Univ. Prof. Mag. Dr. Wolfgang Birkfellner, Physiker für bildgebende Verfahren an der Meduni Wien, und Astrophotograph

https://www.meduniwien.ac.at/hp/radonc/team/birkfellner-wolfgang/

 

Lisa Kaltenegger, Direktorin des Carl Sagan Institutes an der Cornell Universität in Itacah, US-Bundesstaat New York

https://astro.cornell.edu/lisa-kaltenegger