Zwischen Land und Wasser

Der Biologe Werner Kammel aus Wildon spricht über die Wechselkröte.
(ORF Radio Ö1/Vom Leben der Natur, 13.-17.05.2019)

1. Kaulquappen in der Schottergrube
2. Vergessene Teiche
3. Rückhaltebecken am Kreisverkehr
4. Auland zwischen Autobahnen
5. Begehrte Beute

Die Wechselkröte hat ihren Namen von ihrer weiß-grün gefleckten Haut, ein Muster das aussieht wie bei einem militärischen Tarnanzug. Wie andere heimische Krötenarten lebt sie gleichermaßen an Land wie auch im Wasser. Erkennbar sind ihre Eier in Pfützen und Tümpeln, weil sie in sogenannten Laichschnüren aneinanderhängen.

Der Misserfolg bei der Fortpflanzung ist durchaus einkalkuliert. Oft trocknen die Tümpel aus, bevor sich die Kaulquappen zu fertigen Kröten entwickelt haben. Da die Wechselkröte aber bis zu 30 Jahre alt wird, ist es nicht notwendig, dass jede Eiablage auch erfolgreich sein muss.

Was die Wechselkröte auf die Liste der bedrohten Arten setzt ist das Verschwinden der Lebensräume. Es sind in unseren stark bewirtschafteten Kulturräumen oft die verlassenen Plätze, die sie nutzt. Schottergruben, deren Böden oft von Baggern oder LKW verdichtet werden – dort hält sich das Wasser, das sie braucht. Oder Rückhaltebecken in Gewerbegebieten, die angelegt werden, damit es bei Regenfällen nicht zu Überschwemmungen kommt.

Interviewpartner:

Mag. Dr. Werner Kammel
Technisches Büro für Biologie
Wildon, Steiermark

http://www.wernerkammel.at

Foto: Werner Kammel