Den Sprechfluss am Laufen halten. Improvisieren.
Eine Zusammenstellung von 20 Übungen

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Bei all diesen Spielen geht es mehr darum, das Reden im Fluss zu halten, als eine sinnvolle Geschichte zu bauen. Man baut mit seinem Partner einen Sprachfluss!

1. Der fehlende Buchstabe… Ihr einigt euch auf einen Buchstaben, der in der nicht vorkommen darf. (AEIOU sollen das aber nicht sein). A erzählt eine Geschichte, B läutet eine Glocke, wenn A ein Wort mit dem Buchstaben doch sagt. In diesem Fall wechseln die Rollen und die Geschichte geht weiter. (Sehr schwer! Macht lieber erst die nächsten!)

2. Und nicht nur das… A und B sagen abwechselnd einen Satz. Der neue Satz wird immer eingeleitet mit „–und nicht nur das!“ Variationen: „Ja, und…“ bzw. „Ja, aber“.

3. Einen Satz zurück… A erzählt eine Geschichte, B läutet dann und wann eine Glocke (oder sagt „Ping“), A stoppt und geht einen Satz in der Geschichte zurück, wiederholt ihn mit einer Änderung und setzt fort.

4. Da fehlt was… A erzählt eine Geschichte und lässt dann und wann Pausen, in die B etwas einfügt. Das kann auch eingeleitet werden mit „und sagte: …“

5. Wörterkette… Das ist eine Aufwärmübung. Es werden Wärter aneinandergereiht, die immer irgend etwas miteinander zu tun haben sollen. Solche Ketten heißen „Assoziationsketten“. Beispiel: Apfel–rund–Mond–Sterne–Nacht–Tag–24-gerade…

6. Geschichtenart ändern… A erzählt eine Geschichte, und B ruft dann und wann zu, welche Art diese Geschichte ein soll, aus welchem Genre (sprich: „Schau-re“). Beispiel für Genres: Märchen, Liebesgeschichte, Comedy, Phantasy, Dokumentation, Science Fiction (Zukunft), Krimi, Katastrophe, Horror, Kostüm/Geschichtliches, …

7. Bewegte Hände… A erzählt eine Geschichte und hat dabei die Arme hinter sich verschränkt. Hinter ihm steht B, der seine Arme anstatt A‘s Arme nach vorne streckt. B bewegt seine Hände, je nachdem was A sagt, und A erzählt die Geschichte auch so, dass sie zu B‘s Handbewegungen passt. Beispiel: „Wie man viele Fische fängt.“ Das kann man auch filmen, so dass man nicht merkt, dass B hinter A steht.

8. Bewegte Arme… Variation zu vorhin. Wieder erzählt A eine Geschichte. Neben ihm steht B, der A‘s Arme nimmt und sie für ihn bewegt. Bsp: Wie lange soll man Fernsehen?“

9. Doppelsprech… A und B erzählen gleichzeitig die selbe Geschichte, indem sie sich anschauen und gleichzeitig die selben Worte sprechen, die sie bilden.

10. Sätze mit 3 Wörtern… A und B erzählen abwechselnd eine Geschichte, jeder einen Satz – der aber nur 3 Wörter haben darf. Variation: mit 2 Wörtern.

11. Das Beste / das Schlechteste… A und B erzählen abwechselnd eine Geschichte, jeder einen Satz, der eingeleitet wird mit „und das Schlechteste daran war“, bzw. „und das Beste daran war“. Für besonders Geübte: das Beste und das Schlechteste abwechseln!

12. Das Beste / das Schlechteste (Variation)… A erzählt eine Geschichte, wo alles großartig funktioniert. Alles ist das Beste, das Schönste, das Wunderbarste. Wenn B eine Glocke läutet, (oder „Bing“ sagt), wird die Geschichte mit umgedrehtem Vorzeichen fortgesetzt. Alles ist das Schlechteste, das Blödeste, alles geht schief. Much fun!

13. Experteninterview… A ist ein Experte für irgendeine Sache, zum Beispiel, für das Ungarische Kistenholz. B stellt ihm wie in einer Pressekonferenz dazu völlig frei erfundene Fragen diesbezüglich, die A ebenso völlig frei erfunden beantwortet.

14. Von A bis Z… A und B erzählen abwechselnd eine Geschichte, jeder einen Satz, der mit den Buchstaben des Alphabetes abwechselnd beginnt.

15. Emotionen bitte… A erzählt eine Geschichte, B ruft ihm zu, mit welchen Gefühl er die Geschichte weitererzählen soll: grantig, fröhlich, traurig, aggressiv, gelangweilt, ängstlich, glücklich, tief deprimiert, scheu, aufgeregt, …

16. Emotionen noch einmal… A beginnt ein paar Sätze einer Geschichte zu erzählen, die anfangs aufgeregt voller Emotion sind, dann erklären, warum das so dramatisch ist, und die dann in einem ruhigen Satz enden. Das ist das Zeichen für B zu übernehmen, der völlig aufgeregt in eine Emotion übernimmt, dramatisch, dann erklärt, warum das so dramatisch ist, und wieder in einem ruhigen Satz endet, den A aufgeregt übernimmt, usw.

17. Ein Wort… Auch das ist möglich: A und B erzählen eine Geschichte, abwechselnd, jeder nur ein Wort. Es kommt wieder nicht so sehr darauf an, was der Inhalt der Geschichte ist, als dass gemeinsam ein Sprachfluss entsteht.

18. Zwei Wörter… Zum Ausprobieren, wie das funktioniert. Abwechselnd zwei Wörter.

19. Kauderwelsch… A erklärt, wie man Eiernockerl macht. Allerdings in einer völlig unverständlichen Sprache, die absatzweise B ins Deutsche übersetzt. A darf dabei ruhig die Hände gebrauchen!

20. Jeder einen Satz: A und B wechseln sich ab, jeder erzählt einen Satz, es entsteht eine Geschichte der beiden.

Quelle/Link: http://www.ImprovforEveryone.com by Fred Gleeck and Avish Parashar
Youtube: Stichwort „improv exercise“