Da wundert man sich immer wieder, dass Marketingstrategen durch geschickte Wortwahl Fehler der Firma gerne dem Kunden verantworten. Oder zumindest eine Teilverantwortung in die Schuhe schieben wollen. Da bekam man einen Brief der Telefonkompanie, dass ab nun die Rechnungen nur mehr an die komische e-Mail Adresse geschickt werden, die man bei denen automatisch erhalten hat. Man soll sich doch melden, wenn man die Rechnung per Post weiter will. Tat man. Erhielt man den folgenden Brief:

Mit Ihrer Rechung wurde Ihnen mitgeteilt, dass Sie die nächste Rechnung nur mehr in elektronischer Form erhalten. Diese Information ist nicht richtig, Sie erhalten weiter in gewohnter Form die Rechnung in Papierform. Wir möchten uns für das Missverständnis entschuldigen. Mit freundlichen Grüßen …

Der letzte Satz verwendet das Wort Missverständnis.  Zu einem Missverständnis gehören zwei Leute – einer der meint – und der andere, der fälschlicherweise was anderes meint. Nein nein, es war ein Irrtum der Firma, kein Missverständnis von welcher Seite auch. 

Pingelig? Mit Sicherheit. Ich höre aber auch lieber das Wort „Ladung“ statt „Einladung“ zu einer Veranstaltung mit Anwesenheitspflicht…